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Delirium

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
OC (Own Character) Phoenix / Doktor Jean Elaine Grey Quicksilver / Pietro Maximoff
09.04.2019
14.07.2020
16
37.904
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30.12.2019 2.945
 
In dem Augenblick, in dem ein Mensch den Sinn und den Wert des Lebens bezweifelt, ist er krank.

- Sigmund Freud



„Himmelherrgott noch eins, Jean“, zeterte ich, als ich die Zimmertür hinter mir schloss. „Du bist nicht schlecht und du bist schon gar nicht schlechter als die anderen.“

„Ich stecke regelmäßig die Wiese, meine Kleidung und andere Leute in Brand. Ich kann meine Kräfte kaum kontrollieren, so wie es aussieht, werde ich das niemals können, und du willst behaupten, dass ich nicht schlecht bin? Nein, du hast recht, ich bin eine Katastrophe!“, schrie Jean, die mittlerweile wohl die Geduld verloren hatte.

Wie es dazu gekommen ist? Nun, wir hatten heute nach einer ganzen Woche mal wieder eine Trainingseinheit mit Hank und naja, das letzte Mal ist es zwar auch nicht sonderlich gut ausgegangen, aber diesmal bekam einer der näherumstehenden Schüler fast eine unkontrollierte, ich nenne es mal „Feuerwelle“ ab. Es war zwar nur Brian McMonroe (um den es eh nicht allzu schade gewesen wäre), dessen Gabe es war so zu hüpfen wie ein Flummi, jedoch ging es ihr wohl ums Prinzip.

„Wie kannst du das nur glauben, wie kommst du überhaupt auf so etwas? Du redest dir all das nur ein, weil das einzige, was du wohl nie lernen wirst zu kontrollieren, deine Selbstzweifel sind“, zum Ende hin wurde meine Stimme wieder ruhiger und traf nicht mehr nur die Töne, welche nur Hunde hören konnten. Erschöpft und ausgelaugt von dem Tag und diesem Gespräch, ließ ich mich auf mein Bett fallen.

„Du hast gut reden, in deiner Gegenwart muss man wenigstens keine Angst haben verletzt zu werden.“

„Aber wenn man mich erschreckt, bekommt man ein ordentliches Wasserbad ab“, das musste Peter diese Woche schon oft genug durchmachen. Gut, dass ich danach das Wasser auch wieder entfernen konnte.

„Dafür hat aber keiner Angst vor dir“, argumentierte sie weiter.

„Mich kann trotzdem kaum einer leiden“, sagte ich leichthin und zuckte mit den Schultern.

„Hör zu Jean, es ist nicht schlimm, dass du deine Kräfte noch nicht vollständig kontrollieren kannst und … nein lass mich ausreden“, unterbrach ich sie sofort, als sie schon zu einer Gegenantwort ausholen wollte, „und du bist doch, wie jeder andere in dieser Schule auch, hier, um zu lernen, dich zu kontrollieren und zu akzeptieren. Doch wenn du dich selbst nicht akzeptierst, wird niemals irgendetwas besser.“

„Aber das versuche ich doch, jeden Tag“, schluchzte sie und ich sah wie die Tränen ihr in den Augen brannten.

Ich fiel vor lauter Hast fast aus dem Bett, als ich aufstand, um sie in den Arm zu nehmen.

„Ich weiß“, flüsterte ich und schlang meine Arme um sie.

„Wieso ist alles nur so verdammt schwer?“

„Weil du nur so etwas daraus lernst, was würdest du dir aus einem leichten, unbeschwerten Leben mitnehmen? Nichts.“

„Wird es dann jemals leichter? Ich weiß nämlich nicht wie lange ich das noch aushalte.“

„Das weiß ich nicht, aber ich hoffe es, weil meine Nerven auch schon völlig blank liegen.“

Sie antwortete nichts, aber sie schniefte unaufhörlich, weshalb ich ihr, freundlich wie ich bin, ein Taschentuch aus ihrem Vorrat hervorzauberte. So ist es also Peter letzte Woche mit mir gegangen. Ob er sich wohl auch so hilflos gefühlt hat? Das mit dem Trösten hatte er aber gut drauf, deshalb schätze ich jetzt einfach mal … nein. Ich hingegen fühlte mich dezent überfordert, also versuchte ich ihr einfach Halt und Sicherheit zu geben, während sie sich ausweinte. Es war für mich nicht schwer, sie nachzuvollziehen, jeder hatte diese Unsicherheiten, egal worum es ging, Noten, mit fremden Personen sprechen, das eigene Aussehen. Man denkt immer man ist nicht gut genug, zu dumm, zu ängstlich, aber damit stehen wir uns nur selbst im Weg, glaubt mir, ich weiß wovon ich spreche. Selbst jetzt wo ich weiß, dass ich mir selbst im Weg bin, ist es schwer mir aus dem Weg zu gehen, weil ich oft zu stur bin. Am liebsten würde ich mich selbst aus dem Weg schubsen, aber meistens bin ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht soweit, um mich durchzusetzen. Lange Rede kurzer Sinn, ich konnte Jean verstehen, trotzdem würde ich sie am liebsten solange schütteln, bis sie sich selbst mehr akzeptierte.

„Jean?“, fragte jemand und unsere Köpfe schossen in Richtung Tür.

Scott stand dort, äußerst unsicher, um das einmal anzumerken und Jean löste sich langsam aus der Umarmung.

„Ja?“, antwortete sie und wischte sich mit dem Handrücken hastig über die Augen.

„Wollen wir vielleicht einen kleinen Spaziergang machen“, bot er an und lächelte sein süßestes Du-Bist-Meine-Freundin-Und-Ich-Hab-Dich-Gern-Lächeln.

„Gerne, ist das für dich in Ordnung, Daisy?“, fragte sie dann an mich gewandt und ich lachte.

„Wer bin ich schon, um dir zu verbieten einen Spaziergang zu machen, ich bitte dich.“

Jean schmunzelte. „Bis dann.“

Ich winkte den beiden noch hinterher und als die Tür zuging, ließ ich mich rücklinks auf das Bett fallen.

Ich hätte auch gerne einen Freund. Dieser Gedanke schoss mir schneller durch den Kopf, als dass ich ihn zurückhalten hätte können. Beinahe erschreckte ich mich selbst. So direkt hatte ich das noch nie gedacht, natürlich hatte ich mir schonmal vorgestellt wie das wäre, einen Freund zu haben. Eine schönen Vorstellung, wenngleich ich mir nicht vorstellen konnte, dass irgendjemand mich als Freundin haben wollte. Ich hatte noch nie einen Freund und bis jetzt hatte ich mir eben auch nie direkt einen gewünscht. Jedoch immer, wenn ich Scott und Jean gemeinsam sah, wie sie Pärchen Sachen machten, spürte ich eine kleine Sehnsucht in mir. Es wäre schön auch jemanden zu haben, aber wer käme denn dafür überhaupt in Frage. Ich kannte niemandem, bei dem ich es in Erwägung ziehen würde und ich kannte niemanden, dem ich es zutraute, mich als Freundin haben zu wollen. Aus der jetzigen Sicht heraus würde ich wohl einsam sterben.

Mit einem Mal flog die Tür auf und ich erschrak fürchterlich, sodass der arme Peter wie so oft in letzter Zeit eine Flutwelle abbekam. Wie ein wortwörtlich begossener Pudel stand er vor mir und tropfte den Teppich voll.

„Du wirst wohl noch lange brauchen, bis du das kontrollieren kannst“, seufzte er, während ich ihn und den Teppich wieder trocknete.

„Es tut mir furchtbar leid, Peter, aber ich bin der schreckhafteste Mensch überhaupt. Ich arbeite daran“, jammerte ich.

„Ja“, seufzte er, „Ich weiß.“

„Also, was verschafft mir die Ehre?“, fragte ich, hauptsächlich um das Thema zu wechseln.

„Nur die Tatsache, dass meine Schwester ab sofort auch hier zur Schule gehen wird“, er zog etwas schwermütige Grimasse, während ich aus allen Wolken fiel.

„Seit wann ist Sadie denn eine Mutantin?“, fragte ich überrumpelt. Ich kannte seine kleine Schwester natürlich, vor allem von Fotos, aber ich durfte sie schon einmal in echt kennen lernen, als sie und seine Mutter ihn das eine Mal besuchen kamen.

„Nein, doch nicht Sadie, ich meine Wanda.“

„Wer ist Wanda?“

„Na, meine Zwillingsschwester, wer sonst?“

„Eine Sekunde bitte“, sagte ich darauf und marschierte schnurstracks aus dem Zimmer, zu dem Zimmer gegenüber, hämmerte an die Tür und wartete nicht auf ein Herein, sondern platzte in das Gespräch von Kurt und Ororo.

Erschrocken schaute Kurt mich an: „Was ist denn in dich gefahren?“

„Wusste einer von euch, dass Peter eine Zwillingschwester hat?!“, rief ich völlig außer mir und überging somit Kurts vermutlich rhetorische Frage.

„Ja, natürlich, er hat uns schon oft von Wanda erzählt“, antwortete Ororo und Kurt nickte konfus.

„Sag jetzt bloß nicht, du wusstest nicht, dass es sie gibt“, kam es von Kurt und ich warf ihm einen vernichtenden Blick zu.

„Hätte ich sonst gefragt“, gab ich patzig zurück und drehte mich wieder um zu Peter, der noch immer bedröppelt neben meinem Bett stand.

„Schönen Tag noch“, wünschte ich, als ich die Zimmertür wieder hinter mir schloss und zu Peter ging.

„Und nun zu dir, was fällt dir ein, mir im Gegensatz zu den anderen, nichts von deiner Zwillingsschwester zu erzählen. Das ist eine wichtige Information, bei der ich nicht verstehe, warum du sie mir vorenthältst.“

„Ähm …“, machte er nur, aber bevor er irgendetwas sagen konnte, hatte ich ihn schon wieder unterbrochen.

„Nein, warte, bevor du irgendetwas sagst, gehen wir in den Garten, ich brauche frische Luft.“

„Du bist verdammt herrisch, weißt du das?“, verärgert zog er die Augenbrauen zusammen.

„Ja das weiß ich, sonst noch etwas?“, gab ich genauso verärgert zurück.

„Du könntest auch einfach das Fenster aufmachen“, antwortete er und ich kniff die Augen zusammen.

„Nein, das ist nicht das Gleiche“, sagte ich schroff und im gleichen Augenblick bereute ich schon, dass ich Mal wieder fies zu meinen Mitmenschen war.

„Es tut mir leid, Peter, ich weiß auch nicht, warum ich in letzter Zeit so mürrisch bin“, sagte ich nachdem ich tief durchgeatmet hatte.

„Naja, in letzter Zeit, ist eine Untertreibung, aber schon gut, wir sind deine Launen ja gewohnt, also kein Grund zu streiten.“

„Was soll das heißen ‚meine Launen‘?“, presste ich durch zusammengebissene Zähne hervor und dahin war der letzte Rest meiner inneren Ruhe.

„Na, du bist wechselhafter, als das Wetter und bitte sein mir nicht böse, aber du bist der anstrengendste Mensch, den ich kenne“, er sagte das so einfach, als ob ihm gar nicht bewusst wäre, wie wütend mich seine Aussagen machten.

„Und warum sind wir dann überhaupt befreundet?“

„Weil du mir wichtig bist und muss man überhaupt erklären können, warum man mit jemandem gerne Zeit verbringt?“, ihn schien dieses Gespräch langsam zu nerven, aber so schnell ließ ich ihn nicht vom Haken.

„Ich bin dir also wichtig?“ fragte ich schnippisch.

„Jaha, soll ich es dir auch noch auf ein T-Shirt drucken?“

„Nein schon gut, das worauf ich eigentlich hinaus wollte ist: Erzählt man nicht den Leuten, die einem wichtig sind, von eventuellen Zwillingsschwestern?!“

„Es gibt einen guten Grund dafür.“

„Na dann lass mal hören, ob er gut ist oder nicht, sag ich dir dann.“

„Können wir nicht vorher rausgehen? Ich könnte die frische Luft jetzt auch gebrauchen.“

„Dann mach doch ein Fenster auf“, äffte ich ihn nach, aber anstatt zu antworten, spürte ich seine Hand im Nacken. In der nächsten Sekunde stand ich schon mitten auf dem Rasen, neben einem Brandfleck, den wohl Jean hinterlassen hatte, umgeben von Bäumen und meinen Mitschülern, eine sanfte Brise wehte, aber ich konnte mich, wie immer nach einem Trip wie diesem, nur auf meinen verstimmten Magen konzentrieren. Die Übelkeit hielt zwar nie lange, aber es fühlte sich trotzdem so an, als hätte ich zehn Flick-Flack hintereinander gemacht.

„Könntest du mich das nächste Mal eventuell darauf hinweisen, dass wir gleich eine Reise in so hoher Geschwindigkeit machen, dass sich mein Magen doppelt und dreifach umdreht?“

„Es würde doch daran nichts ändern.“

„Das vielleicht nicht, aber ich könnte allemal die Treppe nehmen, du musst nur ein bisschen warten, wäre das so schlimm, Speedy?“

„Irgendwann gewöhnst du dich sicher noch daran“, versicherte er mir.

„Das glaubst auch nur du, aber gut, lassen wir das, du wolltest mir ja noch den guten Grund erzählen.“

„Sollen wir vielleicht ein Stück gehen“, schlug er vor und misstrauisch folgte ich ihm. Was konnte nur so Schlimmes in Zusammenhang mit seiner Schwester sein?

„Du musst wissen“, begann er nach ein paar Schritten und Ernst hatte sich in seiner Stimme breitgemacht, „Immer, wenn ich euch gesagt habe, ich denke an meinen Vater, habe ich eigentlich an meine Schwester gedacht. Mir hat der Fakt, dass Magneto mein Vater ist, schon immer schwer im Magen gelegen, aber Wanda hat es viel schlimmer getroffen, als mich. Sie war schon immer der sensiblere Zwilling und deshalb hat sie sich immer schuldig gefühlt, für die Dinge, die er getan hat, die Menschen, die er … umgebracht hat. Ihr Zustand hat sich seit den Ereignissen von vor ein paar Monaten stark verschlechtert und nun hat uns der Professor angeboten, sie hier, in der Schule aufzunehmen.“

Oh weh, das klang gar nicht gut, da erfährt man, dass der beste Freund eine Schwester hatte und dann das. Aber der Besuch einer Schule für Mutanten als Therapie? Ich weiß ja nicht, doch vermutlich war das allemal besser, als sie mit Psychopharmaka ruhigzustellen.

„Habt ihr es zuvor schon bei anderen Psychologen versucht?“, fragte ich vorsichtig, denn dieses Thema erschien mir derart sensibel, dass ich mich kaum traute ihm diese Frage zu stellen.

„Die ganze Palette, aber das Geld wächst nicht auf Bäumen und außerdem hat keine Therapiemethode Wirkung gezeigt. Ich denke, sie will gar keine Hilfe. Die Besuche bei den Psychodoktoren geschahen soweit ich weiß alle gegen ihren Willen.“

„Was heißt denn ‚soweit ich weiß‘?“, fragte ich und bereute es sofort wieder, ich sollte doch wissen, dass er kaum Zeit mit seiner Familie verbraucht hatte, seit dem er hier war. Er telefonierte hin und wieder Mal mit ihnen, aber sonst …

„Ich habe selbst Zeit gebraucht, um alles zu verarbeiten, wir hatten schon immer eine spezielle Bindung, so etwas wie das Zwillingsyndrom. Was der eine hat, hat der andere auch und ich habe jeden ihrer Rückfälle gespürt, so blöd das klingt.“

„Nein, das … das klingt nicht blöd, aber du bist doch nicht … depressiv, oder?“

„Nein, nein, natürlich nicht, aber ich habe auch Phasen, in denen ich es nicht ertrage zu spüren, wie sie leidet. Sie ist meine Zwillingschwester und ich kann nichts tun, damit es ihr besser geht.“

Darauf wusste ich nichts zu sagen, aber ich hätte nie gedacht, dass er eine solche Last mit sich herumschleppt. Wie konnte ich nur von mir behaupten, anderen zu helfen, wenn ich nicht einmal erkannte, dass es jemandem schlecht ging. Es kam mir mit einem Mal auch so eingebildet vor, zu denken jemandem helfen zu können, während ich selbst mit meinen Problemen kaum zurechtkam. Vermutlich sollte ich zuerst lernen wie ich mir selbst helfen konnte, bevor ich mich auf andere stürzte.

„Aber ich verstehe nicht, warum du jedem außer mir von ihr erzählt hast“, sagte ich dann, um meinen eigenen Gedanken zu entkommen.

„Ich kenne dich doch, du hättest alles über sie wissen wollen und ich war nicht bereit über den psychischen Zustand meiner Schwester zu reden. Es fällt mir ja sogar jetzt schwer, aber ich will nicht, dass du erst von ihrer Existenz erfährst, wenn sie vor deiner Nase steht.“

Ach verdammt, das war ein verdammt guter Grund und ja, ja, ja, ich wusste genau, wie anstrengend ich sein konnte, außerdem konnte ich Peter sowieso nie lange böse sein. Aber mit einer depressiven Zwillingschwester habe ich nicht gerechnet und das kurz nachdem ich einen emotionalen Zusammenbruch hatte. Das ist ja ganz toll. Zwei emotional niedergeschlagene Menschen auf einem Fleck, obwohl, Jean hat ja auch so ihre Phasen und Ororo ist auch kein unbeschriebenes Blatt. Wir sollten einen Club aufmachen, der Club der emotional instabilen Jugendlichen, vielleicht können wir sogar Mitglieder anwerben, indem wir andere dazu bringen darüber nachzudenken, was in ihrem Leben so schief geht. Ach Mist, über so etwas sollte ich keine Witze machen.

„Wann kommt sie denn in die Schule?“, fragte ich dann.

„Schon morgen, aber bitte versprich mir, dass du sie nicht belagerst.“

„Das hatte ich doch gar nicht vor“, versicherte ich ihm und wusste, dass das eine glatte Lüge ist, „Aber darf ich wenigstens versuchen mich mit ihr anzufreunden?“

„Du darfst natürlich, aber mach dir keine großen Hoffnungen, wir als ihre Familie haben kaum Zugang zu ihr.“

„So schlimm?“, frage ich.

„Schlimmer“, bestätigt er mir und jetzt ist mein Ehrgeiz geweckt, ohne dass ich das wollte. Oh je, was wird das bloß werden.

„Na gut, weißt du was der Professor mit ihr vor hat?“

„Nein und ich will es auch gar nicht wissen, solange es ihr bald besser geht.“

„Will sie denn überhaupt hier her kommen?“

„Nein, ich schätze sie würde sich am liebsten bis an ihr Lebensende in ihrem Zimmer verstecken, das hat sie zumindest die letzten Wochen gemacht.“

„Okay, ich glaube diese Menge an Input muss ich erstmal verdauen und mir ist gerade etwas eingefallen, das ich unbedingt jetzt erledigen muss.“

Oh, das war schon wieder eine Lüge, aber zumindest hatte ich mir vorgenommen, es in den nächsten Tagen zu erledigen und jetzt wäre doch der ideale Zeitpunkt.

„Und was wäre das?“, fragte er mich und zog skeptisch eine Augenbraue nach oben.

„Du kannst dich doch noch erinnern, dass ich den Professor darum gebeten habe, meinen Nachnamen zu ändern und ich wollte mich bei ihm erkundigen, ob er herausgefunden hat, wie das von statten geht.“

„Das musst du genau jetzt erledigen?“

„Ja, genau jetzt, in dieser Sekunde. Ich fühle mich dazu verpflichtet und überhaupt, je schneller ich die Sache hinter mir habe, desto besser.“

„Wie du meinst, ich werde mir jetzt ein Sandwich machen, willst du auch eins?“

„Oh ja, da sage ich nicht nein.“

„Bis dann“, sagte er noch und schon war er weg

Ich armes Ding musste den Weg, den wir im Gehen zurückgelegt hatten, wieder zurückgehen und erst jetzt realisierte ich, wie weit wir vom Haus entfernt waren. Na super.

 


Hallihallo Freunde der Sonne,
eigentlich wollte ich diese Kapitel schon zu Weihnachten hochladen, als Geschenk an meine treue Leserschaft quasi, aber eigentlich ist ja immer so eine Sache. Auf jeden Fall habe ich mir vorgenommen noch in diesem Jahrzehnt ein neues Kapitel hochzuladen und hier ist es, ich hoffe euch ist die Richtung, in die diese Geschichte einschlägt nicht zu …  schwer? Ich versuche auf jeden Fall nicht zu schwerfällig zu werden und Daisy gibt sich ja immer gehörig Mühe die Situationen aufzulockern nicht wahr? Also ich wollte auch noch meinen Reviewern danken, ihr seid so lieb, fühlt euch alle geknuddelt und auch meine lieben Leute, die diese Geschichte favorisiert haben und die drei verrückten Leute, die diese Geschichte doch tatsächlich empfohlen habe. Und danke dafür, das ihr das hier überhaupt lest. So, genug gequatscht, ich hoffe ihr hattet angenehme Feiertage und ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahrzehnt, bis zum nächsten Kapitel, Freunde.
Liebe Grüße,
Ladybug
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