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Delirium

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
OC (Own Character) Phoenix / Doktor Jean Elaine Grey Quicksilver / Pietro Maximoff
09.04.2019
14.07.2020
16
37.904
5
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09.04.2019 933
 
„Ein Freund ist ein Mensch, der die Melodie deines Herzen kennt und sie die vorspielt, wenn du sie vergisst.“

-Albert Einstein


Langweilig. Einfach langweilig. Man könnte meinen, dass jemand der kein normaler Mensch, sondern ein Mutant ist viele spannende Abenteuer erlebt aber nix da. Ich saß hier im Physikunterricht und versuchte so gut wie möglich aufzupassen, aber die heutige Stunde mit Professor Xavier zum Thema Thermodynamik war ja mal sowas von zum Gähnen. Sachte stupste ich Jean an, meine beste Freundin, die neben mir saß, aber sie reagiert nicht. Wahrscheinlich ist sie mal wieder abgedriftet. Großartig.

>>It’s the eye of the tiger, it’s the thrill of the fight. Risin up, ah na endlich, die Stunde ist vorbei. <<

Ich sprang quasi von meinem Stuhl, der dabei gefährlich schwankte und rannte aus dem Raum. Nicht sehr elegant, aber umso effektiver, denn so ist die gute Jean damit beschäftigt mir zu folgen und ich habe ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Manchmal braucht man eben doch einen Menschen, mit dem man ein gutes Gespräch führen kann, auch wenn ich erklärte Antiphilantropin bin.

„Daisy warte doch!“, rief mir eine aufgebrachte Jean hinterher und ich blieb so ruckartig stehen, dass sie fast in mich rein preschte.

„Ja bitte, wie geht’s wie steht’s, endlich deinen ach so spannenden Gedanken entkommen?“, ich war zwar nicht sauer, dennoch konnte ich mir ein beleidigtes Gesicht nicht verkneifen.

„Tut mir leid, du kennst mich doch.“

Ich wusste, dass sie nichts dafürkonnte, dass hatte irgendwas mit ihrer Mutation zu tun, aber so genau hatte sie mir das nie erzählt.

Lange hielt ich die ernste Miene nicht aus und so brach ich in schallendes Gelächter aus. Ich konnte eben in solchen Situationen, so gern ich es auch wollte, nicht den Schein wahren. Meine beste Freundin sah mich verständnislos an, stimmte dann aber in meinen „Ausbruch der Freude“, wie ich ihn gern nannte, mit ein.

„Du bist schon ein besonderer Mensch“, meinte sie dann nach unserer, ja was war das eigentlich?

„Im Guten oder im schlechten Sinn?“

„Beides.“

„Sehr freundlich, vielen Dank.“

Gemeinsam schlenderten wir in Richtung Speisesaal um etwas zu Essen. Ich nahm Platz neben Jubilee und Jean, wobei mich Jubilee schon wieder vollquatschte, fragt mich nicht worüber, während ich versuchte in Ruhe mein Sandwich zu essen.

„Herrgott Jubilation, lass mich doch bitte in Ruhe essen, danach widme ich dir meine volle Aufmerksamkeit.“

„Von mir aus, aber danach reden wir über Star Wars“, murmelte sie etwas beleidigt.

„Warte, Star Wars, red ruhig weiter, ich hab gar nicht mitbekommen, dass du darüber sprichst.“

„Hab ich auch nicht, aber so bekommt man deine Aufmerksamkeit“, gab sie verschmitzt zu.

„Ihr beide seid auch eine Klasse für sich, oder?“, brummte Jean halb belustigt halb genervt.

„Natürlich, was denkst du denn?“, antworteten Lee und ich unisono.

Jean verdrehte nur die Augen und biss wieder halbherzig in ihr Sandwich.



Nach dem Mittagessen verkroch ich mich in mein und Jeans Zimmer und hörte etwas Musik, während ich erneut mein Lieblingsbuch anfing – Stolz und Vorurteil.

Gerade kippelte ich gedankenverloren auf meinem Stuhl – ich sinnierte darüber, warum Caroline Bingley, der Antichrist in Menschengestalt, einen solch herzensguten Bruder hatte – als plötzlich die Tür aufgerissen wurde und vor lauter Schreck krachte ich samt dem Stuhl zu Boden. Jean stapfte wütend zu ihrem Bett und verschränkte die Arme wie ein trotziges Kind, dann schnaubte sie zornig und schüttelte den Kopf. Ich lag immer noch wie ein umgedrehter Marienkäfer am Boden, aber sie ignorierte sogar meinen lautstarken Räusperer.

„Entschuldige mal, ambulanter Notfall hier am Boden, was ist überhaupt los?“, erkundigte ich mich, während ich mehr schlecht als recht versuchte mich wieder aufzurichten. Nach einigen erfolglosen Versuchen, bei denen ich mehr einem Fisch an Land als mir selbst glich, brachte ich es dann doch fertig aufzustehen, den Stuhl zu richten und mich zu der aufgebrachten Jean zu setzten.

„Ich glaube, so langsam verstehe ich deinen Hass auf Menschen“, brummte sie.

„Sag doch sowas nicht, einer von uns muss doch die Nette sein.“

Das entlockte ihr ein kleines Schmunzeln, welches aber nicht lange hielt.

„Willst du mir erzählen was los ist?“

Sie nickte und begann von der Zusammenkunft, ich nenn das jetzt einfach mal so, zwischen ihr und einem gewissen Scott Summers, der sie irgendwie rammte und dabei hätte sie fast ihre Bücher fallen lassen, wenn sie nicht ihre Fähigkeiten besäße.

„Von einem Scott Summers hab ich doch noch nie was gehört, warum kenne ich den nicht?“, fragte ich sie, als sie fertig war.

„Er ist neu hier.“

„Frischfleisch?“, kam es von mir und meine Laune stieg erheblich.

„Vergiss es, du wirst ihm keinen Streich spielen.“

Und dahin ist die gute Laune.

„Warum nicht?“

„Weil sich Jubilee bei deinem letzten fast den Arm gebrochen hätte“, meinte sie vorwurfsvoll und jetzt verschränkte ich trotzig die Arme.

„Das ist doch schon ewig her.“

„Du nennst zwei Tage ewig?“

„Von mir aus, Spielverderberin“, murmelte ich, schnappte mir mein Buch und legte mich auf mein Bett.

Irgendwas ließ mich aber nicht los und deshalb fragte ich lieber noch einmal nach: „Ist er zufällig der Bruder von Alex?“

„Wer?“

„Na, Scott“, ich verdrehte die Augen.

„Ja ich glaub schon, warum?“

„Nur so, hat mich nicht losgelassen.“

Sie nickte verstehend und der Rest des Tags verlief schweigend.




Hallo Freunde der Sonne,

nur ganz kurz zu Anfang, ich bin zwar neu in diesem Fandon, versuche aber ihm so gut es geht gerecht zu werden, also nehmt mich auseinander, oder auch nicht, sollte es euch wider erwarten gefallen.

Danke fürs Lesen,

eure Ladybug6026


https://www.youtube.com/watch?v=btPJPFnesV4
{Falls jemand das Lied vom Anfang aus unerfindlichen Gründen nicht kennt}
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