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Mit und ohne dir

von Ainie
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Draco Malfoy Hermine Granger
08.04.2019
04.05.2021
58
49.704
14
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04.05.2021 1.009
 
Kapitel 58

Harry und Ron mussten aber noch nachsitzen. Harry sollte mit Lockhart etwas machen und Ron mit dem Abwart Filch, wie McGonagall mitteilte, die sie auf dem Weg trafen.  «Sie werden beide heute Abend ihre Strafarbeiten erledigen.», verkündigte sie. Natürlicherweise waren Harry und Ron genervt, doch Hermine stand dem ganzen neutral gegenüber: wer gegen die Regel verstösst sollte die Konsequenzen auch ausbaden. Und sie hatte wieder mal etwas Zeit für sich - genug, um am See ein Buch zu lesen.

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Zu dritt sassen sie in der grossen Halle und assen zu Abend. Bedrückt sassen Ron und Harry dort. Die beiden hatten nicht wirklich Lust auf ihre Strafen.
«Mit Lockhart einen ganzen Abend verbringen? Nein danke.», beschwerte sich Harry. «Ach komm, das ist ja nicht im vergleich zu mir. Pokale putzen und das mit Filch… du weisst ja… FILCH»
«Jungs, beruhigt euch mal!», unterbrach Hermine, «Augen zu und durch, ihr könnt es eh nicht mehr ändern. Atmet mal kurz tief durch, es kommt schon gut!»
Nachdem sie mit dem Essen fertig waren, gingen sie noch kurz in den Gemeinschaftsraum, sie hatten noch kurz Zeit, bis die beiden dann losmussten – genau Zeit für ein Schachspiel, welches Ron gewann.

Zu zweit liefen die beiden los, doch sie mussten sich schon bald trennen, da Lockharts Zimmer gerade dort war. Ron musste noch etwas weiter, bis zu den Pokalen, wo auch Filch schon auf ihn wartete. Der Abwart erklärte ihm kurz genervt, wie man die Trophäen richtig säuberte und er musste auch sofort loslegen.

Unterdessen hatte Hermine ihr Buch gepackt und war auf dem Weg zu ihrer Lieblingsstelle am See. Dort war es einfach nur friedlich. An diesem Ort konnte sie Abschalten und in ihre eigenen Gedanken versinken. Man hörte die leisen Wellen des Sees, Vögel zwitscherten und manchmal sah man sogar den Kraken. Mit jedem Atemzug kommt frische Luft und erfüllt die Lunge. Es duftet nach frischem Laub, Grass und Blumen. Dort fühlt man sich lebendig und wach. An jener Stelle ist man durch Bäume von der Sonne geschützt, im Sommer genug Schatten, um auch bei heissen Temperaturen draussen zu sitzen. Nur wenige Sonnenstrahlen kommen durch die Baumkronen, und diese beleuchten den Ort. Mit dieser Stelle verband sie auch Draco. Letztes Jahr sassen sie oft dort und unterhielten sich. Doch diese Tatsache verbannte sie gekonnt aus ihren Gedanken.

Hermine hatte vor dort zu lesen, bis die Sonne untergeht, dann würde es zu kalt werden und die Jungs sollten mit dem Nachsitzen fertig sein.
Aber ihre Pläne änderten sich sofort als sie einen gewissen Blondschopf dort sitzen sah. Er war der letzte, den sie jetzt sehen wollte. Sie wollte sich schon davonschleichen, als er sie bemerkte.

Mittlerweile unterschrieb Harry mit Lockhart dessen Fanpost. Der Lehrer redete die ganze Zeit darüber wie genial er sei und über all das, was er in seinem ja so kurzen Leben bis jetzt zusammengebracht hatte. «Weisst du Harry, ich bin wie ein Stern, schön anzusehen, aber unerreichbar! Ich will nur das beste für dich und das bin ich! Du kannst immer zu mir kommen. Wir sind uns sehr ähnlich! So etwas wie mich findest du nie wieder, also kannst du mir alles anvertrauen, ich habe für alles eine Lösung!», erklärte er, während er Brief nach Brief auspackte, überflog und dann schliesslich unterschrieb. Harry wurde als er diese Sätze hörte speiübel. Wie konnte ein Mensch nur so arrogant sein? Nun war er sich sicher – Ron hatte es sicher einfacher.

Doch da irrte sich Harry gewaltig. Diese verfluchten Flecken wollten einfach nicht weg. Rons Hände waren schon ganz rot und brannten von dem Putzmittel. Zaubern durfte er nicht; weil er dann zu schnell wäre und es somit keine richtige Strafe wäre und zum anderen, weil sein Zauberstab sehr kaputt ist. Langsam konnte er sich den Namen, welcher auf dem Pokal stand, merken: Tom Vorlost Riddle. Was er wohl gemacht hatte, um diesen Pokal zu bekommen? Wie auch immer: der Fleck war immer noch dort und Ron konnte erst gehen, wenn alle Trophäen blitzblank sauber waren, und diese war gerade mal der dritte den er putzte.

«Hermine! Ich hatte gehofft dich hier zu treffen!» «Was willst du Malfoy?! Lass mich in Ruhe!» «Bitte verzeih mir… es tut mir leid ich – ich»
Hermine machte ein paar Schritte zurück: «Das was du gesagt hast… es ist unter der Gürtellinie… ich weiss nicht, ob ich dir das verzeihen kann!»
«Ich weiss…», murmelte Draco und schaute bedrückt zu Boden, bevor er wieder mutig nach oben schaute, um weiter zu reden, «Flint… er hatte mir gesagt ich solle dir diese Beleidigung sagen… du weisst ja nicht wie sehr traurig ich über mich selbst war!»
«Hast du denn kein eigenes Gehirn? Bist du ein Papagei und kannst nur Beleidigungen aussprechen, die dir vorgeflüstert werden? Ich weiss wir müssen uns ja so verhalten, als ob wir uns nicht kennen, aber dass ging mir zu weit! Ich kann nichts für mein Blut…», gegen Ende wurde Hermine immer leiser.

Stumme Tränen rannen über ihre Backen. Nun war Draco überfordert. Er hatte gehofft das sie seine Entschuldigung akzeptieren würde ohne Probleme, doch auch er wusste, dass er zu weit gegangen war. Hermine stand schluchzend vor ihm.

«Wieso? Draco... Wieso?», weinte sie. Er hatte keine Antwort. Was soll er sagen, wenn er selbst nicht wusste warum?
Hermine setzte sich auf den Baumstumpf und vergrab ihr Gesicht in ihren Händen. Etwa überfordert ging Draco auf sie zu, bis er sie schliesslich aus Reflexen, um sie zu trösten umarmte. Er schlang seine arme eng um sie und drückte sie an sich. Hermine wehrte sich nicht. Langsam strich er ihr über den Rücken und wiederholte immer wieder, wie leid es ihm tue.

Langsam beruhigte sich die Gryffindor, ihr Schluchzten schwächte ab und sie wurde langsam ruhiger.
«Ich kann nicht oft genug sagen, wie Leid es mir tut… Hermine kannst du mir verzeihen? Falls du das überhaupt kannst, aber ich kann verstehen, wenn nicht.», fragte der Junge nun das Mädchen, welches immer noch in seinen Armen war.  Erst jetzt realisierte Draco dies und liess sie sofort etwas peinlich berührt mit hochrotem Kopf los.
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