SCP: Rabenkinder

von KimBlue
GeschichteSci-Fi, Übernatürlich / P16
OC (Own Character)
08.04.2019
20.05.2019
3
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Mit strahlenden Augen saß Cheyenne am Esszimmertisch und wartete ab: Sie war bei ihren Studienkollegen Lorie und Luke zum Teetrinken verabredet. Die letzten Tage waren für sie alles andere als entspannt, denn Cheyenne hatte Probleme zu Hause außerdem war sie die letzte Zeit nicht zu den Vorlesungen erschienen weil sie sich etwas eingefangen hatte und zu Hause bleiben musste. Die ganze Zeit fragten sich ihre Eltern, ob sie das Medizinstudium überhaupt schaffen würde.
Doch Cheyenne glaubte an sich, sie hatte sich schon immer für Medizin interessiert und schon von klein auf hatte sie den Traum gehabt Ärztin zu werden und im Krankenhaus die Leute zu versorgen.

Als ich noch ein Kind war, musste ich mal ins Krankenhaus. Da waren alle so lieb zu mir und dann wurde mir klar, dass ich das auch eines Tages tun möchte!

"Ich erkläre dir alles später in Ruhe!" sagte Lorie beruhigend zu ihr und legte ihre linke Hand auf ihre Schulter. " Ich kann dir auch die fehlenden Unterlagen kopieren, damit du problemlos die fehlenden Stunden aufholen kannst!"
Lorie war echt nett zu ihr gewesen. Cheyenne war es egal gewesen, ob andere Studienkollegen sie gruselig fanden oder gar als verrückt abstempelten. Außerdem waren die Anderen eh neidisch auf die Zwillinge gewesen, da sie in ihrem Kurs zu den Besten zählten.
Lorie lächelte sie freundlich an, wirbelte ihre blonden gewellte Haare hinter die Schulter und verschwand zum Teekessel, der sich auf einer Theke befand.
"Wie geht es dir gesundheitlich?" fragte Lories Zwillingsbruder Luke. "Du hast in den letzten Wochen uns gefehlt!"
"Nicht wirklich besser!" antwortete der Gast mit kratziger Stimme. "Meine Lymphknoten sind noch etwas angeschwollen, aber mit Medikamenten wird es schon wieder!"
"Wir hätten dir ruhig einen Hausbesuch abstatten können, dann wärst du sicherlich schnell wieder auf den Beinen gewesen!" antwortete Luke mit breiten Grinsen und blickte zu seiner Zwillingsschwester, die gerade etwas Zucker in eine Tasse gab. Dabei warf er einen verwirrten Blick ihr zu. Lorie, die kurz danach seine Reaktion bemerkte zwinkerte ihn nur kurz zu und servierte die mit Blüten verziehrten Tassen mit dem frischen Tee darin.
"Ihr habt es echt schön hier!" schwärmte Cheyenne und ließ einen Blick durch den Raum schweifen. Das Haus war in einem altenglischen Stil gehalten.
Sie drückte ihre Brille zurecht und fuhr sich durchs Haar: "Euer Vater muss aber ein reicher Arzt sein!"
"Unser Vater verdient nicht schlecht!" kommentierte Lorie grinsend und starrte Cheyennes Teetasse an. "Und er ist ein sehr beschäftigter Mann...Wie du sicherlich bemerkt hast!"
Cheyenne blickte etwas schüchtern herunter, sodass ihre blonden Haare ihr kindliches Gesicht bedeckten: "Da muss euer Vater aber Vertrauen in euch setzen. Ihr hütet allein das große Haus. Meine Eltern würden mich nie allein zu Hause lassen. Sie haben kein Vertrauen in mir!"
Danach räusperte sie sich und begann zu hüsteln: "Tut mir echt leid, mir geht es nach wie vor körperlich nicht so gut!"
Luke winkte ab: "Ach, ist doch nicht so schlimm. Trink erstmal einen Schluck Tee und danach können meine Schwester und ich dich genauer untersuchen. Schließlich ist das eine gute Übung für später!"
"Wie wahr, Bruderherz!" antwortete Lorie und kramte eine kleine goldene Taschenuhr vom Tisch hoch, immer wieder warf sie ein paar ungedulige Blicke darauf.
"Stimmt!" antwortete Cheyenne lachend. "Ich hab meinen Tee nichtmal angerührt!"
Ohne zu zögern nahm sie einen Schluck.

Das ging schnell! Lorie starrte auf die Taschenuhr.
10!
"Hach, was für ein Wunder!" rief Cheyenne schlagartig und ein breiten Grinsen machte sich  im Gesicht aufmerksam. "Mir geht es schon viel besser!"
9!
"Ihr seid echte Wunderheiler, wisst ihr das?"
"Ja, das sind wir!" antwortete Luke trocken.
"Wir wollen dir helfen!" antwortete Lorie und ihr chronisches Grinsen wurde breiter.
8!
"Woher habt ihr das Zeug? Ich will es haben!"
"Von unserem Vater!"
7!
6!
5!
"Ich bin aufeinmal so müde!"
4!
3!
2!
"Was ist nur los mit mir!" fragte der weibliche Gast und ihre Augen wurden immer schwerer.
"Alles gut!" tröstete Lorie sie. "Schlaf ruhig etwas, wenn du aufwachst wirst frei vom Leiden sein!"
1!
Cheyennes Oberkörper sank bewusstlos auf die Tischplatte, kurz danach begann Lorie den bewusstlosen Körper aus dem Raum zu schleifen.
"Ich weiß was du denkst!" antwortete sie auf den skeptischen Blick ihres Bruders. "Aber bei unserer ersten Patientin, wollte ich mal lieber eine Nummer sicher gehen. Ich konnte einfach sie nicht mit einem Handgriff umlegen, ich wollte es erstmal mit dem Mittel versuchen!"
Danach verschwand sie mit der Bewusstlosen den Raum und machte den ersten Schritt von seinem Werk.

Die Welt ist grausam und es muss dringend etwas passieren! Ich hoffe, du bist stolz auf uns Vater!
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