Roll for Initiative

GeschichteRomanze, Freundschaft / P16 Slash
Bang Chan Han / Han Jisung Lee Felix Lee Know / Lee Minho Seo Changbin
08.04.2019
11.05.2020
18
78.118
9
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Dieses Kapitel
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08.04.2019 2.979
 
HeyHey
Erstmal herzlich Willkommen bei meinem neuen Projekt!^^
Bevor ihr das erste Kapitel lest gibt es ein paar Sachen, die ich noch gerne zur Story sagen würde.
1. Dungeon and Dragons ist ein Thema in dieser Geschichte, ihr müsste das Spiel allerdings nicht unbedingt kennen um die Story lesen zu können, ich kenne mich auch nicht perfekt damit aus und schreibe das hier trotzdem, für alle Begriffe, die eventuell unklar sind, gibt es am Ende jedes Kapitels ein kleines Glossar
2. Der Humor in dieser Geschichte kommt größtenteils von Memes sowieo Anspielungen an alle möglichen Filme, Serien, Bücher, Musicals, Videospiele und so weiter und so fort. Einige Anspielungen sind sehr offensichtlich andere eher nicht so und ich erwarte nicht, dass irgendjemand wirklich alle davon überhaupt versteht und bemerkt (weil dazu müsste man genau all die gleichen Dinge mögen, die ich mag) aber ich freue mich immer wenn jemandem etwas auffällt und packt mir das ruhig in die Reviews^^ (auf Wunsch kann ich die Referenzen vielleicht auch mit in das Glossar einfügen)
3. Ich weiß nicht, wie regelmäßig ich diese Geschichte updaten werde, weil ich gerade mein letztes Semester angefangen habe und vielleicht eher an meiner Bachelorarbeit als an einer Fanfiktion schreiben sollte, aber ich versuche mindestens jede zweite Woche ein Kapitel zu posten.
4. Ich schreibe diese Geschichte zeitgleich auch auf Englisch. Eigentlich schreibe ich sie sogar zuerst auf Englisch und übersetze mich dann selber, wer Englisch versteht dem empfehle ich also eher bei der englischen Version vorbeizuschauen. Da funktionieren viele der Memes und Anspielungen meiner Meinung nach nämlich viel besser^^
Und jetzt wo all das aus dem Weg ist, möchte ich euch nur noch viel Spaß mit der Story wünschen!

~


„Ihr müsst jetzt bitte alle mal einen dex save würfeln“, kündigt Chan an. Auf die Aussage folgt sofort ein genervtes Grummeln von Changbin – der bei solchen Würfen immer verdammtes Pech hat – und ein Schmollen von Felix.
„Oh, komm schon, musst du jetzt wirklich das verdammte Boot untergehen lassen? Bitte sag mir das es nicht schon wieder Fischmenschen sind. Ich habe wirklich keine Lust schon wieder gegen Fischmenschen zu kämpfen.“
Chan verdreht die Augen aber entscheidet sich den Kommentar fürs Erste einfach zu ignorieren. Er hat einen großen Teil seines ersten Semesters an der Universität und weg von zuhause damit verbracht die nächsten Kämpfe und Begegnungen für die Kampagne die sie nicht fertig gekriegt haben vorzubereiten und das wird er sich nicht davon kaputt machen lassen, dass Felix sich über seinen Mangel an Kreativität bei Monstern beschwert. Außerdem sind es keine Fischmenschen. Jedenfalls dieses Mal nicht.
„Das ist ein D-Twenty, oder?“, fragt Jisung. Chan kann Changbin etwas darüber murmeln hören, dass er von Idioten umzingelt ist und unter anderen Umständen würde er vielleicht auch einen ähnlichen Kommentar machen aber es ist eine Weile her, dass sie das letzte Mal gespielt haben, also wird er heute ein bisschen nachsichtiger mit Jisung sein. Immerhin ist es ihr erstes Treffen seit fast einem halben Jahr und nachdem er die Gruppe verlassen hat konnten die anderen nicht wirklich weiter machen. Wahrscheinlich hätten sie sich schuldig gefühlt nach jemand anderem zu suchen, der Chans Posten übernehmen könnte und mit ihm noch einmal von vorne anzufangen. Chan hat seine Freunde vielleicht zurückgelassen, als er als erster seinen Abschluss gemacht hat und zur Universität gegangen ist, aber sie haben trotzdem darauf gewartet, dass er zurückkommen würde um zu beenden, was sie gemeinsam angefangen haben. Außerdem hat Jisung dieses Spiel sowieso noch nie so wirklich komplett begriffen. Er hat jedenfalls sicherlich noch nie das komplette Regelwerk gelesen und alles, was er weiß, kommt daher, dass die anderen drei es ihm wieder und wieder erklärt haben. Solche Fragen von Jisung sind also auch nichts Neues. Und Chan ist als DM viel zu nachsichtig und geduldig um sich bei einem seiner Spieler für eine Frage zu beschweren. Egal wie dämlich die Frage auch seien mag.
„Jep, und vergiss nicht deine Fähigkeitspunkte zu dem Ergebnis dazuzurechnen.“
Jisung nickt und sucht dann den Tisch nach seinen Würfeln ab, die er vor wenigen Minuten zuletzt in der Hand hatte und trotzdem bereits wieder aus den Augen verloren hat. Braun, rosa und gelb gestreift. Fürst Pückler Eis. Ein Set, das er sich vor einiger Zeit online gekauft hat, als sie wirklich angefangen haben zu spielen und er sich nicht mehr für alle Ewigkeit Würfel von Chan oder Felix leihen wollte. Changbin weigert sich überhaupt irgendjemandem seine Würfel zu leihen, dafür beschützt er die, die er hat viel zu sehr. Es sind größtenteils auch noch Spezialanfertigungen. Er hat ein Würfelset aus echten Halbedelsteinen, das er nie verwendet, aber dafür stolz in seinem Regal präsentiert. Direkt neben seiner bereits etwas zerfledderten Sammlerausgabe von Herr der Ringe. Und trotzdem ist Felix wahrscheinlich der größte Sammler in ihrer Gruppe. Er hatte schon immer eine Vorliebe für alles, das hübsch und niedlich ist und über die Jahre hat er sich eine ganze Sammlung an ästhetischen Würfeln aufgebaut, die er auf Etsy findet. Die meisten davon sind durchsichtig, haben allerdings irgendwelche Blumen oder so in der Mitte. Die, die er momentan benutzt schimmern leicht blau und haben kleine Plastikgoldfische in der Mitte. Chan wartet geduldig, dass sie alle ihre Würfel aufheben und werfen und schickt dabei ein stummes Gebet, dass dieses Mal keine Würfel vom Tisch fallen oder quer durch den Raum geworfen werden.
„Okay, ich wir gehen einmal im Uhrzeigersinn durch, Felix zuerst, bitte sagt mir jeder was ihr-“
Chan wird in der Mitte seiner Satzes von dem lauten Quietsche unterbrochen das entsteht, als jemand die Türe zu ihrem kleinen Versteck hinter ihm aufschiebt. Die Zeit scheint für einen Moment langsamer zu werden als sie alle vier gleichzeitig den Kopf drehen um zu sehen, von wem sie unterbrochen wurden. Ein Junge steht im Türrahmen. Ein sehr hübscher Junge mit braunen Rehaugen die vor Überraschung geweitet sind und vollen Lippen die sich leicht zu einem Stummen laut des Erstaunens öffnen. Strähnen von seinem schwarzen Haar fallen ihm auf eine Art ins Gesicht, die zerzaust und ungeplant wirkt und in Chans Augen gleichzeitig dennoch absolut perfekt aussieht, dass er sich sicher ist, dass der Junge heute morgen Stunden vor dem Spiegel verbracht haben muss um sicherzugehen, dass sein Haar genau richtig fällt um ihn mühelos perfekt aussehen zu lassen. Er trägt eine hellblaue Schürze mit dem Logo des Cafés, das Jisungs Eltern führen, auf der Brust und sieht dabei insgesamt so aus, als wäre er gerade direkt aus diesem Coffee Prince Drama gekommen, dass Chan definitiv nie selber gesehen hat und nur kennt, weil Felix nicht aufhört darüber zu reden.
Nachdem die lange Sekunde, die sich irgendwie in eine Unendlichkeit gestreckt hat, in der Chan den hübschen Fremden angestarrt hat vorbei ist, werden ihm drei fundamentale Wahrheiten gleichzeitig bewusst. Nummer Eins: Der hübsche Junge ist gerade durch eine Tür gekommen auf der wir sind eine Gruppe Verlierer in großen, fetten Buchstaben steht. Ersthaft. Sie haben ein paar Schilder aufgehöngt, auf einem davon steht sprich Freund und tritt ein ein anderes verkündet in krakeligen Buchstaben keine Muggel ab hier und schlussendlich hängt noch ein kleines Schild an einem Band um den Türgriff auf dem einfach nur steht: d&d in Session, bitte nicht stören. Nummer Zwei: Chan trägt eine dunkle Kutte die ihn wie den Leiter einer okkulten Sekte aussehen lässt, Changbin und Jisung haben beide sehr fragwürdige Hüte auf und Felix trägt Elfenohren und eine Blumenkrone aus Plastik. Es gibt absolut keine Chance, dass sie nicht wie eine merkwürdige Sekte wirken. Oder zumindest wie eine Gruppe von Verrückten, die im Keller Verkleiden spielen. Nummer Drei: Der Fremde ist schön. Auf die Art, die wirklich atemberaubend ist. Die Art, die die ganze Welt kurz anhalten lässt und wenn das hier einer von diesen Schnulzen Filmen wäre, die Felix so mag, dann würde jetzt alles in slow motion passieren während Musik im Hintergrund spielt und animierte Kirschblüten über den Bildschirm flattern. Chan kann spüren, wie seine Wangen sich ein bisschen aufheizten und- oh nein, das passiert jetzt nicht wirklich. Er ist tatsächlich hier und verknallt sich auf den ersten Blick während er wie ein kompletter Idiot aussieht. Absolut wundervoll.
„Yo, was machst du hier unten?“, fragt Jisung den Jungen, der gerade in ihren Raum gestolpert ist. Er klingt dabei total lässig und nicht im geringsten verwundert über den Fremden, der ihre D&D Session unterbrochen hat. Beinahe so, als würde er mit einem Freund aus der Schule oder einem Verwandten, dem er zufällig auf der Straße begegnet ist, reden. Jemand den er kennt, aber hier nicht unbedingt erwartet hätte. Aber Chan ist sich sicher, dass das keiner von Jisungs Schulfreunden ist. Sie wohnen in einer relativ kleinen Stadt und er kennt so ziemlich jeden, der mit seinen Freunden zur Schule geht. Dieser Junge gehört nicht dazu. Chan hätte ihn bemerkt, wenn es so wäre. Bestimmt.
„Ich hole nur eben Limonade, deine Mutter hat gemeint die ist irgendwo hier unten. Sie hat wohl vergessen zu erwähnen, dass ihr auch hier seid, sonst hätte ich zuerst geklopft“, antwortet der Junge auf die gleiche lässige Art. Sie scheinen sich zu kennen. Anscheinend kennt der Junge sogar Jisungs Mutter. Aber als Chan zu Felix und Changbin herüberschaut stellt er fest, dass sie beiden genauso verwirrt aussehen, wie er sich fühlt. Also definitiv niemand aus der Schule.
„Ah ja, ist in dem Regal da drüben“, erklärt Jisung und zeigt gleichzeitig mit seinem Kinn in die ungefähre Richtung eines der Regale schräg hinter ihm. Der Kellerraum das Cafés hat hauptsächlich zwei Funktionen. Die erste ist die Verwendung als Treffpunkt für D&D. Die zweite, und gleichzeitig auch die ursprünglich angedachte ist als Lagerraum für alle möglichen Sachen, die nicht besonders gekühlt oder gelagert werden müssen. Sachen wie trockene Zutaten für die verschiedenen Kuchen und anderes Gebäck, dass oben im Café verkauft wird. Oder die Weihnachtsdekoration, die Jisungs Mutter einmal im Jahr auskramt und aufhängt. Und der übrige Vorrat an Limonade und anderen Getränken, die nicht oben im Kühler ausgestellt sind. Was übrigens auch ein weiterer Grund ist, warum sie den Keller zu ihrem Treffpunkt ernannt haben. Solange sie einen Überblick darüber behalten, was sie sich nehmen, können sie eigentlich so viel Limonade trinken wie sie wollen und wann immer sie wollen. Der hübsche Junge läuft zu dem Regal herüber und greift eine volle Kiste Limonade, die er mit etwas Anstrengung und einem leisen Grummeln anhebt. Vielleicht ist es das, was Chan endlich aus seiner Schockstarre rüttelt.
„S-soll ich dir eben damit helfen?“, stammelt er. Der Junge schaut zu ihm herüber. Schaut ihn zum ersten Mal wirklich an, mustert ihn einmal von Kopf bis Fuß und übersieht dabei natürlich nicht die Kutte, die Chans Gesicht immer noch halb verdeckt. Dann hebt er leicht eine Augenbraue zu einem Ausdruck, der sowohl spöttisch aber auch ehrlich interessiert seien könnte.
„Nein Danke, geht schon, aber wäre cool, wenn du die Tür für mich zumachen könntest, ich hab irgendwie die Hände voll“, antwortet er endlich. Chan schmeißt beinahe einen Teil seines Aufbaus um, als er viel zu willig aufspringt um zu helfen aber niemand stört sich so wirklich daran. Abgesehen von Changbin, der verzweifelt versucht dafür zu Sorgen, dass die Figuren in der Mitte des Tisches auf ihrem Platz bleiben. Denn es ist vielleicht schon einmal zu oft vorgekommen, dass jemand die Markierungen auf dem Tisch in der Mitte von einem Kampf umgeschmissen hat und sie mehrere Minuten damit verbringen mussten alle Positionen wieder zu rekonstruieren. Der Junge verlässt den Raum, dreht sich aber halb durch die Tür noch einmal kurz zu ihnen um.
„Habt noch viel Spaß mit eurem... Rollenspiel Ding“, sagt er und dieses Mal ist Chan sich ziemlich sicher, dass er sich ein bisschen über sie lustig macht. Aber ganz ehrlich, kann er ihm das wirklich übel nehmen? Sie müssen wie komplette Vollidioten aussehen. Er schließt vorsichtig die Tür, nachdem er die Rückseite des Jungen für viel zu lange angestarrt hat. Er hat einen wirklich netten... Rückseite. Und er läuft gerade die Treppen hoch.
Chan dreht sich endlich um und setzt sich wieder an den Tisch. Eine Frage brennt ihm auf der Zunge, die er allerdings nicht unbedingt selber stellen will. Er will nicht zu interessiert an dem hübschen Fremden wirken. Zu Chans Glück fehlt es Felix nach wie vor komplett an einem Filter zwischen Hirn und Mund und die Frage platzt aus ihr heraus in beinahe demselben Moment, in dem Chan wieder sitzt.
„Wer war das überhaupt?“
Alle Augen sind auf Jisung, der den Jungen anscheinend kennt. Er zuckt als Antwort allerdings nur mit den Schultern und sieht dabei immer noch so aus, als wäre hier gerade absolut nichts Außergewöhnliches passiert. Chan schlussfolgert daraus, dass Jisung den Jungen wohl bereits eine Weile kennt und trotzdem haben die anderen beiden ihn nie kennengelernt. Was irgendwie merkwürdig ist. Besonders wenn man bedenkt, dass Chan und Jisung normalerweise zusammenkleben wie Kaugummi an Schuhsohlen.
„Das ist nur Minho. Seine Familie ist neulich erst hierher gezogen. Er arbeitet bei uns im Café als Sommerjob oder so, hat vor einer Woche angefangen. Er ist echt nett. Und so etwa in unserem Alter. Älter als Changbin aber jünger als Chan, glaube ich. Ich hänge manchmal mit ihm rum, wenn er Pause macht oder oben gerade nicht viel los ist.
Die anderen beiden sind mit der Antwort anscheinend komplett zufrieden und bereit dazu es damit gut sein zu lassen und normal weiterzuspielen, aber Chan konzentriert sich immer noch auf jedes kleine Detail, das er von Jisung erfahren hat und bemüht sich, sich alles zu merken. Sein Name ist Minho, er ist jünger als er selbst aber älter als Changbin, also ist er wahrscheinlich auch bereits mit der Schule fertig. Er ist gerade eben erst hierher gezogen, vielleicht kommt er aus der großsstadt. Jetzt, wo Chan darüber nachdenkt, hat er komplett ohne Dialekt gesprochen. Die Art von klarem und sauberem Koreanisch, das man sonst eigentlich nur in und um Seoul und in den Nachrichten hört. Wenn er wirklich gerade erst die Schule abgeschlossen hat, dann ist es schon merkwürdig, dass es ihn ausgerechnet hierhin verschlagen hat. Normalerweise ziehen die, die gerade ihren Abschluss gemacht haben in die Städte, um zu studieren und nicht aus ihnen heraus, um in einer Kleinstadt am Meer einen Sommerjob zu machen. Da ist es doch normal, ein bisschen neugierig zu sein. Denn es ist definitiv nur Neugierde, was Chan fühlt. Ja, er ist einfach nur sehr... neugierig was Minho angeht.
„Hex, Felix hat seinen Würfel gedreht!“, unterbricht Jisung Chans Gedanken plötzlich mit lauter, anklagender Stimme. Um dem ganzen noch eins aufzusetzten springt er gleichzeitig von seinem Stuhl auf und zeigt mit dem Finger anschuldigend auf Felix. Der springt natürlich auch sofort auf und schlägt dabei beide Hände auf den Tisch. Changbin bemüht sich möglichst alles gleichzeitig festzuhalten, was auf dem Tisch steht. Die beiden fangen also schon wieder mit dieser Nummer an.
„Hab ich nicht!“, verteidigt Felix sich sofort und schaut dabei Unterstützung suchend zu Chan herüber. Aber um ganz ehrlich zu sein sind Felix Würfel wahrscheinlich gerade das letzte, worauf Chan sich in den letzten paar Minuten konzentriert hat. Allerdings weiß er auch genau, dass er die Situation irgendwie entschärfen muss, bevor Jisung und Felix aus der Sache eine ganze Gerichtsverhandlung machen und anfangen ihn mit euer Ehren anzusprechen. Chan ist momentan wirklich nicht in der Stimmung dafür.
„Wie wärs ihr würfelt einfach alle noch einmal? Wir wurden unterbrochen und ich glaube wir haben den Tisch gerade eben auch ein bisschen gerüttelt, es kann also gut sein, dass etwas umgefallen ist und die Würfel jetzt anders liegen. Und ich habe eure Ergebnisse noch nicht gesehen also kann ich auch nicht prüfen, ob nicht einer von euch seinen Würfel ein bisschen gedreht hat, während ich nicht geschaut habe.“
Felix setzt sich schmollend wieder hin, Changbin seufzt einmal laut und Jisung, der anscheinend nicht vor hat die Sache so einfach vom Tisch zu fegen, deutete mit seinem Finger jetzt direkt auf Chans Brust.
„Das ist doch total unfair, ich hatte ausnahmsweise mal einen guten Wurf“, beschwert er sich. Chan zuckt einfach nur mit den Schultern. Inzwischen ist er daran gewöhnt, dass seine Spieler ein bisschen dickköpfig seien können. Aber im Zweifelsfall hat er immer noch ein Ass im Ärmel, auf wenn er nur ungern darauf zurückgreift.
„Entscheidung des DMs, Jisung“, meint er ruhig. „Außerdem bist du derjenige, der die Diskussion überhaupt erst angefangen hat. Und jetzt setzt dich wieder hin und würfel nochmal.“
Jisung schaut zu den beiden anderen herüber in der Hoffnung dort noch Unterstützung zu bekommen, allerdings haben die bereits wieder ihre Würfel aufgehoben und machen sich bereit erneut zu werfen. Also setzt Jisung sich auch endlich hin, mit einem übertriebenen Schmollen auf den Lippen bevor er auch seine Würfel wieder anhebt und alle drei noch einmal werfen. Und damit hat sich die Sache. Jedenfalls glaubt Chan das, aber dann landet Changbins Kopf plötzlich die Tischfläche während der Junge genervt aufstöhnt.
„Und beim ersten Mal hatte ich eine Zwölf“, grummelt er gegen die Tischplatte und wirkt dabei ziemlich am Boden zerstört von seinem neuen Ergebnis. Chan wirft einen vorsichtigen Blick auf Changbins Würfel. Eine Vier. Autsch. Von der gegenüberliegenden Tischseite streckt Felix eine Hand aus um sie auf Changbins Schulter zu platzieren und tätschelt ihn dann ein bisschen. Wahrscheinlich soll es eigentlich tröstlich sein aber insgesamt sieht die ganze Szene nur ein bisschen lächerlich aus.
„That's rought, buddy“, meint Felix. Und damit hat sich die Sache.






Glossar:
dex save – dexterity save, wörtlich übersetzt eine Geschicklichkeitssrettung, ein saving throw wird geworfen, wenn ein Charakter in eine Situation kommt, in der er spontan eine seiner Fähigkeiten einsetzen muss um zum Beispiel einem Gegner auszuweichen, je nachdem wie hoch oder niedrig gewürfelt wird gelingt dies dann mehr oder weniger gut
DM – Dungeon Master, sozusagen der Spielleiter bei einem Dungeons & Dragons Spiel, führt die Spieler durch das Spiel
D20 – ein Würfel mit 20 Seiten, wird in D&D oft für alle möglichen Entscheidungen geworfen
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