Darkness and Love

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P16
Riza Hawkeye Roy Mustang
07.04.2019
09.04.2019
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Dunkelheit.
Kein Licht, keine Farben, nicht mal ein flimmern. Absolute Dunkelheit.
3 Tage ist jetzt der finale Kampf gegen den Vater der Humunculi nun her. Seit 3 Tagen liege ich jetzt nun schon hier und warte. Ich warte darauf, aufzuwachen und festzustellen, dass alles nur ein böser Traum war. Aber jeden Morgen werde ich eines besseren belehrt. Ich taste jeden morgen meine Augen ab, um auch sicher zu gehen das sie offen sind. Das sind sie leider, dennoch ist alles schwarz.
Ich habe keine Schmerzen, was eigentlich gut sein sollte, aber ich hätte lieber die Schmerzen anstatt dieser Dunkelheit. An jenen Moment als das alles passiert ist, will ich nicht denken. Es macht mich nur rasend wütend. Warum ich? Ich meine, ja ich habe schlimme Dinge getan, damals im Krieg. Dennoch.
Hach, es bringt nichts. Ich kann mich noch so aufregen, ich bekomme mein Augenlicht ja doch nicht wieder. Das schlimmste ist daran ist aber, dass ich nutzlos bin. Absolut nutzlos. Ich bin nun auf dem Posten, auf den ich all die Jahre hingearbeitet habe. Das Militär hat mir sogar zugesichert, dass ich trotz meiner fehlenden Sehkraft, in dieser Stellung bleibe. Dennoch, was soll ich denn schon ausrichten ohne Augen die sehen können? Nichts.
Warum ich eigentlich noch im Krankenhaus bin, verstehe ich auch nicht. Abgesehen davon das ich nun blind bin fehlt mir nichts. Doch die Ärzte wollen noch ein paar Tests machen und mich weiterhin unter Beobachtung lassen. Ok, zugegeben wüsste ich eh nicht was ich draußen machen sollte. Hughes ist tot, die Elric Brüder sind Resembool, meine Einheit ist im Einsatz, arbeiten darf ich erst in 2 Monaten wieder(das war eine der Bedingungen wegen der ich weiterhin auf meinen Posten bleiben darf) und mein Oberleutnant...
Riza, ich habe seit dem Kampf angefangen sie in meinem Kopf so zu nennen, liegt immer noch im Koma. Da ihre Wunde nur notdürftig versorgt wurde beim Kampf, musste sie kaum im Krankenhaus angekommen, in den OP. 9 Stunden haben sie sie operiert. Danach sollte sie in ein Zimmer am anderen Ende des Flurs verlegt werden, weit weg von mir. Doch ich habe darum gebeten sie in mein Zimmer zu verlegen. Durch meine Position habe ich ein Doppelzimmer bekommen und nun beharrlich darauf bestanden, dass sie zu mir kommt. Letzt endlich haben sie es erlaubt und nun liegt sie hier. Seit 2 Tagen, im Koma. Die Ärzte können nicht genau sagen, wann sie wieder aufwachen wird. Das macht mich noch wütender.
Mein Tag sieht nun so aus, dass ich früh aufwache, feststelle das alles kein Traum war und dann lausche ich Rizas Atmung. So lange bis ich wieder müde werde und einschlafe.
Was ist, wenn sie nun nie wieder aufwacht? Diese Frage habe ich mir schon 100 mal gestellt und bis jetzt noch keine Antwort gefunden. Ich weiß nicht was ich ohne sie machen soll. Wie soll ich weiterleben? Es macht alles keinen Sinn ohne sie. Ohne sie verliere ich mich immer tiefer in der Dunkelheit. Sie darf einfach nicht gehen. Nicht ohne mich.
"Bitte Riza, wach endlich auf. Ich brauche dich hier. Du bist alles was mich noch zusammen hält. Wenn du nicht aufwachst, verliere ich mich. Bitte, Riza, komm zu mir zurück!"

Roy flüsterte dies nur, mehr zu sich selbst. Nun saß er zusammen gekauert im Bett, eine Hand übers Gesicht gelegt. Er war so auf sich selbst konzentriert, dass er das leise Hauchen vom Bett nebenan gar nicht wahrnahm.
"Roy..."