USS Bondsdell

GeschichteAllgemein / P16
Chakotay Kathryn Janeway
06.04.2019
26.06.2019
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Die Flotte der Föderation war in höchster Alarmbereitschaft. Laut den letzten Kontakten mit der USS Enterprise würden die Borg in geraumer Zeit die Erde erreichen.
Admiral J.P. Hansen hatte das Kommando der USS Bondsdell übernommen, um mit 40 weiteren Schiffen die Borg bei Wolf 359 abzufangen.
Es waren nur sieben Lichtjahre bis zur Erde, sollten sie die Hybriden aus Computer und Humanoiden nicht stoppen können wäre die Föderation und somit die Menschheit verloren.
Die Vulkanier, Klingonen und sämtliche Völker, die zur Föderation gehörten, würden sich an den besprochenen Koordinaten treffen.
Admiral Hanson lief unruhig durch die Kommandozentrale der Bondsdell, ließ dabei den Hauptbildschirm nicht aus den Augen.
Commander Kathryn Janeway, der Erste Offizier saß in ihrem Sessel und prüfte sämtliche Daten, die sie empfingen.
In der Mitte der Brücke blieb Captain Hanson stehen und drehte sich zu Janeway herum: „Gibt es neue Informationen?“
„Die Borg halten noch Position bei Wolf 359, Sir“, antwortete sie ruhig.
„Wie lange noch bis wir auf sie treffen?“, wollte er wissen.
„Sechsunddreißig Minuten, Sir“, sagte Fähnrich Tuvok der Sicherheitsoffizier.
Der Admiral atmete laut aus, um sich in den Kommandosessel zu setzten. Trotz seiner eigenen Anspannung versuchte er, nach außen ruhig zu wirken.
So einem Feind wie den Borg war er noch nie begegnet. Er kannte die Berichte der Enterprise, dem Flaggschiff der Föderation.
Jean-Luc Picard schrieb in seinen Logbüchern, dass die Borg ohne Rücksicht auf Verlusten töteten. Keine uns bekannte Waffe konnte diese Wesen vernichten. Erneut atmete Hanson durch, er hatte schon im Krieg gegen die Cardassianer gekämpft. Diese Rasse war schon erbarmungslos, gegen die Borg erschienen sie allerdings harmlos. Sein aktueller Wissensstand sagte ihm, dass sie den Borg nichts entgegensetzen konnten.
Janeway lehnte sich zu ihm herüber. „Sir?“
Aus seinen Gedanken gerissen, blickte er sie an. „Commander?“
„Mir ist die Anspannung auf der Brücke aufgefallen, ich vermute, auf dem restlichen Schiff wird es auch nicht anders sein“, sagte sie so neutral wie möglich.
Er musterte sie kurz. Er wusste von Admiral Paris, dass sie ein hervorragender Offizier war. Mit ihre Disziplin, Logik, Willensstärke und Einfühlungsvermögen, würde sie es weit bringen in der Sternenflotte. Er schätzte in weniger als fünf Jahren würde sie eigenes Kommando erhalte.
„Das ist mir bewusst, Commander. Geben Sie der Crew etwas zu tun.“
„Aye, Sir“, sagte sie und stand auf, um an die Taktik zu gehen.
Hanson blickte ihr kurz hinterher und wendete sich dann wieder zum Hauptbildschirm.
„Sir, wir haben ein Bild“, meldete Tuvok.
„Auf den Schirm“, befahl er und stand auf.
Janeway stellte sich neben ihn und konnte die Schäden betrachten, die die Borg bereits angerichtet hatte.
„Kampfstationen“, befahl Hanson, sofort wurde die Brücke in das bekannte rote Licht getaucht.
„Tuvok, aktivieren Sie die Schilde und Phaserbänke“, befahl Janeway, die sich neben Hanson gestellt hatte.
Sekunden später wurde die Bondsdell durch den Beschuss der Borg durchgeschüttelt.
„Schilde halten, Admiral.“
„Tuvok, verwenden Sie die zufällige Phaserfrequenz-Modulation, vielleicht können die Borg sich nicht so schnell anpassen“, befahl der Erste Offizier.
Erneut wurde die Bondsdell durchgeschüttelt. Es fühlte sich an, als würde die Gegner mit ihnen Pingpong spielen.
„Janson, fliegen Sie Ausweichkurs Gamma 7“, befahl Hanson, während sich Janeway in den Sessel des Ersten Offiziers setzte und die eingehenden Daten studierte.
„Aye, Commander.“
Phaserschüsse hämmern auf die Außenhülle, Metall knirscht, der Boden unter ihren Füßen vibrierte. Tuvok, volle Streuung der Phaser“, befahl Hanson und setzte sich.
Sein Blick ging kurz zu seinem Ersten Offizier. Wut blitzte in ihren Augen, anscheinend hatte sie alle Muskeln in ihrem Körper angespannt.
„Tuvok, laden Sie die Photonentorpedos. Zielen Sie auf ihren Antrieb“, befahl sie.
Hanson nickte zustimmend.
Erneut wurde das Schiff getroffen, das Führungsduo wurde aus ihren Sesseln geschleudert.
Der Antrieb des Borgkubus glühte aus, mehrere Explosionen waren auf dem Hauptbildschirm zu sehen. der Kubus explodiert in einer großen Feuerwolke.
Die Brückenoffiziere jubelten. Hanson der sich gefangen hatte und aufblickte, schloss einen Moment die Augen, sie hatten den Kubus aufgehalten. Es war noch kein Sieg aber es verschaffte ihnen Zeit die Flotte neu zu ordnen.
Gerade als sich Hanson gefangen hatte, sah er wie Janeway aufstand. Sekunden später hörte er ein lautes Knacken von der Decke. Als er nach oben sah, löste sich eine der Platten und drohte, direkt auf Janeway zu fallen. Mit einem gekonnten Sprung stieß er sie an die Seite und wurde selbst begraben.
Janeway eilte sofort zu dem Admiral und versuchte, die Platte von ihm herunter zu bugsieren.
„Commander, Ihre Befehle“, wollte Tuvok wissen.
Sie blickte zwischen dem Admiral und dem Sicherheitschef kurz hin und her: „Beamen Sie den Admiral auf die Krankenstation.“
Sofort schimmerte das bekannte blaue Licht des Transporters auf der Brücke und vermischte sich einige Sekunden mit dem bekannten roten Licht des Alarms. Ein erneutes lautes Knacken ertönte, als die Deckenplatte auf den Boden knallte.
„Rufen Sie die Flotte“, befahl sie.
„Kanal offen.“
„Hier spricht Commander Janeway, Admiral Hanson ist verletzt. Da der Kubus kampfunfähig gemacht wurde, koordinieren wir uns an den besprochenen Koordinaten neu.“
„Wir erhalten Glückwünsche, von mehreren Schiffen“, meldete Tuvok knapp.
„Das haben Sie sich verdient Commander“, lächelte die Steuerfrau.
„Nein, dass war unser aller verdienst“, sagte Kathryn und legte der jungen Pilotin eine Hand auf die Schulter.
Sofort ging ein Schiff nach dem anderen auf Warp.
Sie blickte auf den Bildschirm: „Tuvok, scannen Sie die zerstörten Schiffe nach Überlebenden und beamen sie diese auf die Krankenstation. Lassen Sie in den Frachträumen Notunterkünfte einrichten.“
„Aye, Sir“, antwortete er emotionslos.
Sie strafte ihn mit einem bösen Blick. Auch wenn es den Vorschriften entsprach, hasste sie es als Sir angesprochen zu werden. „Sir“ war ein männlicher Ausdruck und passt so gar nicht zu einer Frau, die eine höhere Position begleitete.
„Dreihundertacht Überlebende an Bord gebeamt“, meldete der Vulkanier.
„In Ordnung, Janson. einen Kurs zur Flotte berechnen, Warp sechs.“
„Aye, Commander“, antwortete er, während seine Finger über die Schaltfläche glitten.
„Tuvok, informieren Sie die Sternenflotte über den momentanen Stand. Sie haben die Brücke.“
„Aye, Sir.“
Sie verdrehte genervt die Augen und machte sich auf den Weg zur Krankenstation. Verletzte Crewmitglieder kamen ihr entgegen. Als sie nach einer gefühlten Ewigkeit den Behandlungsraum der Krankenstation betrat, blieb sie abrupt stehen. Auf den Biobetten und auf dem Boden lagen Crewmitglieder ihrer Crew, aber auch Gerettete aus den anderen Schiffen.
Wieder andere saßen auf dem Boden. Ihr Blick blieb bei einem jungen, durchtrainierten Mann hängen. Er saß an der Wand und blickte sie direkt an. Bevor sie zu ihm gehen konnte, riss Doktor Mitchell, der Chefarzt der Bondsdell, sie aus den Gedanken. Sie ging zu dem Arzt, der gerade über Admiral Hanson gebeugt war: „Er möchte mit Ihnen sprechen, Commander.“
Sie nickte und stellte sich neben den Admiral ans Biobett.
„Kathryn“, sagte er schwer atmend.
„Ruhen Sie sich aus, Admiral. Die Bondsdell ist vorerst in Sicherheit.“
„Die Borg?“
„Sie sind für eine Weile außer Gefecht. Wir haben den Antrieb lahmgelegt.“
„Das haben Sie gut gemacht, Kathryn. Owen sagte mir, wie gut sie sind.“
Sie schüttelte den Kopf: „Nein, es war unser aller Verdienst.“
Hanson versuchte zu lächeln: „Wissen Sie, warum ich Sie gerettet habe?“
Verschämt blickte sie nach unten. „Das hätten Sie nicht tun dürfen, ich bin für Ihre Sicherheit verantwortlich.“
„Sie sind noch jung, Ihnen stehen noch alle Türen auf. Ihr Vater war ein guter Freund von mir.“ Er atmete erneut schwer. „Sie erinnern mich so an ihn. Ich hätte es mir nicht verzeihen können, wenn seinem Goldvogel etwas passiert wäre.“
Kathryn starte ihn an. „Woher wissen Sie das?“
Er versuchte zu lächeln: „Als Sie noch ganz klein waren, hat ihr Vater sie öfters mit ins Hauptquartier gebracht. Erinnern Sie sich?“
Es dauerte einen Moment, dann nickte sie.
„Ich habe Ihnen immer Zaubertricks vorgeführt und Sie wollten es analysieren. Jedes andere Kind hätte sich gefreut, aber Sie wollten immer die Hintergründe wissen.“
„Das hat mir mein Vater beigebracht.“
Er atmete erneut schwer und schloss die Augen. Sofort piepsten die Konsole und Mitchell eilte heran. Es dauerte einen Moment, bis er ihn gescannt hatte.
Er klappte seinen Tricorder zu: „Es tut mir leid, Commander.“
Sie blickte zu Boden und nickte leicht: Er hat sein Leben gegeben, um meins zu retten.“
Einige Augenblicke stand sie noch bei dem Admiral, bevor sie sich löste. Ihr Blick schweifte durch den Raum.
„Commander, wir haben alle leicht verletzten Offiziere in die Frachträume verteilt. Die Schwerverletzten werden hier versorgt“, erklärte er.
„Wie viel Verluste?“, hakte sie nach, ohne wirklich die Antwort wissen zu wollen.
„Achtunddreißig.“
Einen Moment schloss sie die Augen. Achtunddreißig – das waren viel zu viele Opfer.
„Commander?“
„Ich bin auf der Brücke“, sagte sie und ging in Richtung der Schotts.
Als sie an der Tür ankam, blickte sie an die Wand, an der der junge Mann gesessen hatte. Er war weg.
Sie schüttelte den Kopf und machte sich auf den Weg zur Brücke. Als sie dort eintraf, waren die Reparaturteams schon an der Arbeit.
„Funktioniert die Kommunikation?“, wollte sie wissen.
„Ja, Sir“, antwortete Tuvok.
Sie musste unbedingt mit ihm reden, damit er sie nicht immer als Sir ansprach, dachte sie, bevor sie sagte: „Öffnen Sie einen Kanal zum Hauptquartier.“
Ein hochgewachsener Mann mit schwarzen Haaren und markantem Gesicht erschien auf dem Bildschirm.
Janeway erkannte ihn sofort: „Admiral.“
„Commander Janeway ... was kann ich für Sie tun?“, fragte er unterkühlt.
„Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass Admiral Hanson in Ausübung seiner Pflicht verstorben ist“, erklärte sie.
„Wer ist der ranghöchste Offizier an Bord der Bondsdell?“, hakte er nach.
„Sie haben nicht genug Kommandoerfahrung. Ich werde die Verletztenliste durchgehen, die mir Fähnrich Tuvok bereits geschickt hatte.“
Sie blickte kurz zu ihrem Sicherheitsoffizier und wieder zurück auf den Bildschirm: „Wie lauten die weiteren Befehle?“
„Bringen Sie die Verletzten und Verstorbenen zur nächsten Raumstation, damit sie zur Erde transportiert werden können.“
„Sir, aber die Borg!“, sagte sie aufgeregt.
„Die Borg sind nicht weiter ihr Problem, führen Sie ihre Befehle aus“, donnerte er.
„Natürlich, Sir“, antwortete sie schnell.
Kaum hatte sie die Worte ausgesprochen, wurde der Bildschirm schwarz. Kathryn atmete erst einmal durch, das konnte sie nicht glauben. Ihre erste Aufgabe als ranghöchster Offizier an Bord eines Raumschiffes war ein Krankentransport.
Sie blickte sich noch einmal kurz auf der Brücke um: „Janson, setzten Sie Kurs auf die Marskolonie, Warp drei“, befahl sie.
Dies war die nächste Kolonie, die über genügend Kapazität verfügte, um alle Verletzten zu aufzunehmen.
„Aye, Commander“, antwortete der junge Mann.
Sie setzte sich in den Kommandosessel und versuchte, ihre Konsole einzuschalten, was nicht ging.
Verärgert brummte sie leise auf, bevor sie aufstand: „Lieutenant Janson, Sie haben die Brücke. Ich möchte über jede Kleinigkeit informiert werden.“
„Aye, Commander“, sagte sie und stand vom Steuer auf.
Sie ging in Richtung Turbolift, nicht ohne einen Seitenblick zu Tuvok zu werfen, bevor sie in den Turbolift stieg.
Wenn es eine Möglichkeit gab, die Borg aufzuhalten, würde sie diese finden. Als sie den Turbolift verließ, befanden sich keine verletzten Offiziere mehr in den Gängen, dafür arbeiteten an jeder Ecke Reparatur-Teams. Als sie endlich ihr Büro betrat, schaltetet sie als erstes den Tischcomputer ein.
In der Zwischenzeit ging sie an den Replikator und bestellte sich eine Tasse Kaffee mit Milch. Es dauerte einen Moment, bis das Gewünschte sich materialisierte. Sie nahm es in beide Hände und sog den angenehmen Duft in sich ein. Vorsichtig nippte sie an dem Getränk und genoss die warme Flüssigkeit. Ihre Lebensgeister wurden geweckt. Sie setzte sich an den Schreibtisch und studierte die Daten, die sie während des Angriffs gesammelt hatten. Sie wusste nicht, wie lange sie an ihrem Schreibtisch gesessen hatte, bevor sie den Kommunikator betätigte: „Janeway an Brücke.“
„Janson hier.“
„Gibt es neue Informationen von der Flotte oder den Borg?“
„Der Kubus scheint sich zu regenerieren. Es wird noch einige Stunden dauern, bis sie ihren Antrieb wieder benutzen können.“
„Sollte sich etwas ändern, informieren Sie mich umgehend.“
„Aye, Sir“, antwortete er.
Genervt verdrehte sie die Augen: „Janeway Ende.“
Sie wollte sich gerade wieder den Daten widmen, als ihr Tischcomputer piepte: „Incoming Message.“
Mit einigen Fingerbewegungen gab sie ihren Code ein und blickte in das Gesicht ihres alten Mentors.
„Admiral Paris“, sagte sie knapp.
„Kathryn, ich habe gehört, dass Sie ein Gespräch mit Admiral Montgomery hatten.“
„Ja, Sir.“
„Können Sie alle Verletzten versorgen?“, wollte er wissen.
„Wir haben die Frachträume in Notunterkünfte umgebaut. Dort werden die Leichtverletzten versorgt und so wie unsere Kapazität reicht in den Quartieren untergebracht.“
Er schüttelte den Kopf: „Dann geht es nicht anders. Kathryn ich habe einen Auftrag für Sie. Wir haben einen Notruf aus dem Dorvan-System erhalten.“
„Admiral ... mit allem nötigen Respekt, was ist mit den Borg?“
„Commander, durch den Angriff der Borg, werden wir keine Notrufe ignorieren. Das hat die Föderation noch nie getan und wird es auch nicht.“
„Aye, Sir“, antwortete sie knapp.
Owen blickte sie einen Moment an, bevor er sprach: „Sie müssen wissen, dass es nicht meine Entscheidung war“, fing er an. „Das Hauptquartier hat entschieden, das Sie einen erfahreneren Commander als kommandierenden Offizier einsetzten wollen.“
„Aber Sir, Sie wissen, dass ich fähig bin ein Kommando zu übernehmen“, sagte sie verärgert und funkelte ihn an.
„Ihnen fehlt die Erfahrung für ein eigenes Kommando“, er machte eine kurze Pause, „wie Sie sich verhalten haben, nachdem Hanson verletzt worden ist, war vorbildlich. Dafür bekommen Sie einen positiven Vermerk in ihrer Akte.“
„Aber…“, wollte sie ansetzten.
„Commander Janeway, Sie sind erst seit vier Wochen Erster Offizier.“
„Ja Sir. Wann und wo sollen wir uns mit dem Commander treffen?“, hakte sie nach.
„Gar nicht, er ist einer der Verletzten gewesen, den Sie gerettet haben. Nicht nur das – er kennt sich im Dorvan-System aus.“
Sie nickte knapp.
„Ich werde Ihnen seine Akte zukommen lassen. Treffen Sie sich so schnell wie möglich mit ihm.“
„Aye, Sir.“
„Kathryn ... Ihr Vater wäre stolz auf Sie.“
Leicht lächelte sie: „Danke Admiral.“
Er nickte und beendete die Verbindung.
Kathryn lehnte sich zurück und schloss einen Moment die Augen, um neue Kraft zu schöpfen, bevor sie aufstand.
Schnell lud sie die empfangenen Daten auf ein PADD und machte sich auf den Weg zu den Frachträumen. Dort würde sie ihn finden.
Als die Türe sich leise zischend öffnete, blieb sie stehen. Sie schätzte die Gruppe auf circa einhundertfünfzig Offiziere, die bereits behandelt worden waren. Sie ging zu einem der Pfleger und fragte ihn, ob er den Commander gesehen hatte. Mit einer Handbewegung zeigte er auf einen schwarzhaarigen Mann. Sie nickte knapp und ging auf ihn zu. Es dauerte einen Moment, bis sie erkannte, dass es die Person war, die auf der Krankenstation an der Wand saß.
„Commander“, unterbrach sie sein Gespräch.
„Ja“, lächelte er freundlich und blickte die zierliche, rothaarige Frau an.
„Ich bin Commander Kathryn Janeway. Admiral Paris hat mich informiert, dass Sie mit sofortiger Wirkung die Bondsdell übernehmen“, erklärte sie und reichte ihm das PADD mit den neuen Befehlen.
Er streckte ihr die Hand entgegen: „Schön, Sie kennenzulernen, Commander Janeway. Ich bin Amal Kotay.“
Sie nahm die Hand entgegen und schüttelte diese.
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