Tears for You

OneshotRomanze, Freundschaft / P12
Nishiki Nishio OC (Own Character)
06.04.2019
06.04.2019
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(L/N) = dein Nachname

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Gelangweilt sah ich mich auf meinem Campus um. Meine Vorlesung viel aus und nach Hause wollte ich nicht…nicht zu ihm. Also suchte ich meinen besten Freund. Man sah uns eigentlich nur zusammen, naja bis auf wenn wir Vorlesungen hatten. Er Studierte irgendwas in der Pharmazien-Abteilung. Er hatte es mir glaub ich schon 10 mal erklärt, aber ich weiß immer noch nicht so wirklich was er da macht, zumindest worauf er sich genau Spezialisieren möchte. Naja zumindest weiß ich, dass es was mit Medizin zu tun hat. Seufzen geh ich weiter zu dem Gebäude in dem er sein kleines Büro hat. Zumindest durfte er dieses Benutzen, weil er bei den Uni Veranstaltungen mit hilft. Ich beschleunigte meine Schritte und beeilte mich zu ihm zu kommen. Bei seiner Tür angekommen reiße ich diese auch so gleich auf, natürlich ohne anzuklopfen. Doch ich hätte es lieber machen sollen, denn mal wieder erwisch ich ihn mit einen seiner Liebhaberinnen. Naja zumindest ist nur ihre Bluse auf und sie küssen sich. Beide sehen mich geschockt an, das Mädchen springt kreischend auf und verlässt schnell den Raum. Nishiki jedoch ist die Ruhe selbst, nach dem er mich erkannt hat und sieht mich mit einem „kannst-du-nicht-endlich-lernen-zu-klopfen?“ Blick an. Es ist schon oft, meiner Meinung nach zu oft, passiert das ich ihn so mit einer anderen gesehen habe. Zwar sind wir nicht zusammen, aber es versetzt mir dennoch jedes mal ein kleinen Stich. „Man (Y/N), kannst du nicht endlich anfangen zu klopfen? Du weißt doch das ich hier öfter Gäste habe.“ Er sieht mich kurz tadelnd an und wendet sich dann wieder seinem Computer zu, an dem er wohl vor seinem, wie sagte er so schön, Gast gearbeitet hatte. Ich sammelte mich kurz und betrat dann seinen Raum, der voll mit Kaffee Dosen stand. „Wenn du doch so oft ‚Gäste‘ hast, kannst du ja auch mal anfangen aufzuräumen.“ Ich setzte mich neben ihn auf einen andern Stuhl. „Nee für so was hab ich keine Zeit, wenn es dich stört kannst du ja auch aufräumen.“ Er sah mich nicht einmal an und schrieb auf seinen Computer irgendwas. Wahrscheinlich was über eine neue Medizin. „Als ob ich für dich auch noch den Dreck weg Räume, dann kann ich ja auch gleich nach Hause gehen.“ Er sah jetzt doch kurz entschuldigend zu mir, doch dann blickte er wieder auf seine Arbeit. Nishiki ignorierte mich schon länger, zumindest hatte ich das Gefühl und sobald ich ihn fragte was er hat oder ob er mich wirklich ignoriert, stritt er es gleich wieder ab. Ich frag mich wirklich was er hat. Ob ich ihm vielleicht auf die Nerven ging? Ich meine wir kennen uns jetzt schon seid 14 Jahren, ob ich ihm zu langweilig oder uninteressant geworden bin? Ich atme schwer aus und sah gelangweilt aus dem Fenster. Jedoch war es angenehmer hier bei Nishiki zu sein, der mich zwar ignoriert, als nach Hause zu gehen…wo mein Vater auf mich wartet. Mich schaudert es kurz an dem Gedanken zu diesem Mann zurück zu gehen. Doch leider konnte ich nicht von ihm weg, er fand mich jedes mal, wenn ich weg rannte und zerrte mich dann zurück nach Hause. Naja mein zu Hause konnte ich es nicht wirklich nennen, wohl und geborgen fühl ich mich dort definitiv nicht. Meine Mutter war auch schon seit sehr langer Zeit Tod, ich glaub als ich 3 war ist sie gestorben. Doch mit ihr auch mein Vater, er wurde zum Alkoholiker, weil er den Tod nicht verkraftet hat und so ist er nur noch der Mann der mich Tag ein, Tag aus quält. Doch bald würde ich noch einmal versuchen aus zu brechen, bald bin ich 22 Jahre alt und somit komplett von ihm losgelöst. Bei dem Gedanken endlich von diesem widerlichen Monster losgelöst zu sein, fing ich an zu grinsen. Anscheinend viel es auch Nishiki auf, denn er sah mich fragend an und hörte mit seiner Arbeit auf. „Was hast du denn auf einmal?“ immer noch grinsend sah ich ihn an und meinte. „Ich freu mich bloß auf meinen Geburtstag.“ Doch auch dies schien ihn nicht weiter zu interessieren, denn er nickte nur kurz und widmete seine ganze Konzentration wieder dem Bildschirm. Ob er überhaupt wusste das ich morgen Geburtstag habe? Normalerweise machten wir an dem Tag immer etwas zusammen und er versuchte mich von meinem sonnst so öden Alltag abzulenken. Doch ich vermute das es dieses Jahr nicht so sein würde.
Als es dann schon spät Abends wurde war Nishiki fertig und wir beide standen wortlos auf und gingen nach draußen. Ich ging in die Richtung in der ich wohnte, doch als ich keine Schritte neben mir hörte, sah ich mich verwundert um. Nishiki ging in die andere Richtung. Was hat er denn heute? Sonnst begleitet er mich doch auch immer, weil er Angst hat ich werde zum Futter von irgendwelchen Ghoulen. „Nishiki? Kommst du heute nicht mit?“ Man hört mir deutlich an das ich verwundert und leicht verletzt davon bin. „Nee ich Treff mich noch mit jemanden. Bis dann.“ Er dreht sich nicht einmal um, sondern hob nur die Hand und ging weiter. Er geht wirklich….nur weil er sich mit irgend so einem Mädchen trifft. Ich fass es nicht! Immer noch geschockt und verletzt geh ich langsam nach Hause. Ohne Nishiki fühl ich mich so schutzlos und leer. Und sobald ich es auch nur rascheln hörte, drehte ich mich panisch um. Ich hab wirklich nichts gegen Ghoule, sonnst wäre mein bester Freund ja keiner, aber Nachts um diese Uhrzeit möchte ich dennoch keinen begegnen. Und ja ich weiß das Nishiki ein Ghoul ist, wir machen jedoch keine große Sache draus.
Ich glaub ich war noch nie so froh zu Hause an zu kommen und wenn ich glück hatte, war mein Erzeuger in seinem Suff schon eingeschlafen oder verreckt. Bei ihm hatte ich wirklich kein Mitleid. Doch anscheinend war das Glück nicht auf meiner Seite, denn als ich die Tür aufschloss, hörte ich schon wie die Flaschen im Wohnzimmer von dem Sofa vielen und sah einen wütenden und betrunkenen Mann auf mich zukommen. Und kaum betrat ich die Wohnung, hatte ich auch schon gleich einen Seitenhieb ins Gesicht bekommen. „W..wieso biisscht duu sooo schpät erscht da?“ eine Alkoholfahne kam mir entgegen und ich musste mich zusammen reißen mich nicht zu übergeben. Anscheinend antworte ich ihm nicht schnell genug, denn er schlug mir sogleich in den Magen. Ich sackte auf meine Knie zusammen und musste kurz gegen den Schwindel und der Übelkeit ankämpfen. Der Mann vor mir, nahm mein Kopf an meinen Haaren hoch, so das ich in sein widerliches Gesicht sehen musste. Man erkannte in diesem deutlich die Spuren des Alkohols. Er hatte eingefallen Augen, die fast schon rot leuchteten, fettige und faltige Haut und dazu noch dieses schnaufen, weil ihn jede Bewegung fertig macht. Troz allem konnte er noch kräftig zu schlagen. „Anworte!!!“ er sah mich wütend an und seine Nasenflügel pusteten sich auf und ab. „Ich musste in der Uni noch etwas erledigen.“ Er schmiss mein Kopf mit voller Wucht nach hinten, so das ich wieder um viel und ging Richtung Wohnzimmer. Das er überhaupt noch durch die Tür passt wundert mich, bei seinem Bierbauch. „Beschtimmt warsscht du wieder bei diesem Jungen.“ Anscheinend hatte er heute einen mehr oder weniger guten Tag. An anderen musste ich schon zu Nishiki flüchten, weil er mir schon Knochen gebrochen hatte oder mit einem Messer auf mich los ging. Kurz sah ich zu meinem Arm an dem man schon zahlreiche Narben sehen konnte. Ich sprang wieder schnell auf und rannte in mein Zimmer, dass ich auch sogleich Abschloss. Ich muss nur noch heute und morgen durchhalten. Morgen Abend nehme ich mir meine Sachen und hau hier ab. Dann kann mein Vater mich auch nicht mehr zurück zerren. Eigentlich wollte ich ja solange zu Nishiki ziehen, doch dieser ignoriert mich ja. Ich frag mich wirklich was er hat. Mir liefen ein paar Tränen die Wange runter. Er war immer mein Held, mein Ritter in der glänzenden Rüstung. Doch anscheinend hat mein Held die Nase voll von mir. Bestimmt nervten ihn meine Problem, von denen ich ihm immer erzählen konnte, er mich dann immer getröstet hatte und mir meine Wunden verarztet hat. Ich konnte immer zu ihm, egal um wie viel Uhr und er gab mir Zuflucht. Aber wahrscheinlich will er sich nicht mehr mit mir und meinen Problemen rumschlagen. Ich kann es ihm auch nicht wirklich verübeln. Ich muss nicht jeden Tag aufpassen, dass mich ein CCG Ermittler entlarvten oder wie ich was zu essen finde und somit auch Menschen umbringen muss. Da hatte ich es doch etwas einfacher als er. Aber auch ich war für ihn da, zumindest gab ich mein bestes um für ihn da zu sein. Immer noch mit den Gedanken an Nishiki und das ich ihn morgen nochmal zu rede stelle, schlief ich ein.
Am nächsten Tag und somit auch meinem Geburtstag, machte ich mich schon sehr früh fertig. So das ich meinem Vater nicht über den Weg laufen kann. In einem kleinen Café, dass schon um diese Uhrzeit auf hatte, holte ich mir ein Kaffee und ein Stückchen Kuchen. So konnte ich wenigstens ein kleines bisschen meinen Geburtstag feiern. Als es dann langsam für mich Zeit wurde zu meiner ersten Vorlesung zu gehen, stand ich auf und bezahlte meine Sachen. Es war ein recht schöner Tag, doch heute Abend sollte es noch Regen. Hoffentlich nicht dann, wenn ich weg gehe. An der Uni angekommen verlief alles recht unspektakulär, ich war in ein paar Vorlesungen, aß etwas mit Bekannten und ging dann wieder zu Vorlesungen. Nishiki hebe ich mir für später auf. Beziehungsweise hab ich ihn mir für jetzt aufgespart, denn ich stand vor seiner Tür und klopfte sogar an. Als ein „Herein“ kam trat ich auch sogleich ein. Dieses mal hatte er anscheinen kein ‚Gast' hier. Er sah kurz überrascht von seinem Computer auf, doch drehte sich dann wieder um. Ich lächelte ihn jedoch weiterhin fröhlich an und setzte mich auch neben ihn. „Naa du?“ Ich war bester Laune, zumindest bis jetzt, schließlich konnte ich endlich ausziehen. Nishiki ignorierte mich jedoch und schrieb weiter. Doch ich versuchte weiter zu machen, als wäre alles ganz normal. „Sollen wir vielleicht, wenn du fertig bist, in ein Café gehen und gemeinsam was trinken? Das haben wir schon so lange nicht mehr gemacht.“ Ich sah ihn immer noch lächelnd an. Doch er seufze kurz genervt auf und sah mich endlich an. „Nein.“ Und schon blickte er wieder auf seinen Bildschirm. „Wieso denn nicht?“ langsam bröckelte mein Lächeln und es sah wohl mehr gequält aus. Schon wieder seufze mein gegen über genervt. Er massierte sich kurz an seinen Schläfen und drehte sich nun vollkommen zu mir. „Hör mal zu  (Y/N), wir sind keine 10 mehr. Ich hab keine Lust mehr mir deine Probleme anzuhören, denn ich hab selbst schon mehr als genug, die wesentlich schlimmer und wichtiger sind. Dein Gejammer geht mir langsam auf die Nerven und ich hab dich hier noch so lange geduldet, weil ich dich im bezug auf den Vater einigermaßen verstehen kann. Aber mal ganz ehrlich, geh raus und such dir richtige Freunde. Was willst du schon mit einem Ghoul als Freund? Du warst zu Anfang für mich echt nur ein Notfall Snack, aber irgendwie hab ich dich dann doch nie gefressen. Also solltest du echt mal von mir weg bevor ich es mir anders überlege. So und jetzt lass mich endlich meine Arbeit zu Ende schreiben.“ Er sagte dies so gelangweilt und ohne Gefühle und drehte sich dann auch noch gleich wieder um. Ich fass nicht was er eben gesagt hat. „D..das ist ein Witz oder?“ ich machte mir nicht wirklich Hoffnungen und auch wenn zerstörte er sie auch sogleich. „Nein und jetzt verschwinde endlich ich hab zu tun.“ Nicht mal angucken tut er mich. Mit Tränen, die mir übers Gesicht laufen, rannte ich aus seinem Büro. Das hat er doch nicht alles ernst gemeint oder? Morgen war doch bestimmt alles wieder gut und er war heute bloß schlecht gelaunt. Aber das würde erklären wieso er mich so  ignoriert hat. Ich rannte einfach weiter, bis ich bei meiner Wohnung an kam. Ich schloss schnell die Tür auf und wollte nur in mein Zimmer und die schon fertig gepackten Taschen nehmen und dann gleich wieder raus. Doch da hatte ich nicht mit meinem ach so tollen Vater gerechnet. Er schrie mich an was die Taschen in meinem Zimmer bedeuten sollen und wie ich ihn nur verlassen kann, wie undankbar ich doch wäre und was für ein Miststück ich doch bin. Doch ich spürte nichts mehr, es war als wäre Ich ganz weit weg und sehe diese Situation nur zu. So machte ich nichts als ich auf dem Boden lag und der Mann, der mich erzeugt hatte, auf mich einschlug. Ich spürte nichts, nicht als ich anfing zu bluten oder als er mich dort blutend und weinend auf dem Boden zurück ließ und meinte es soll mir eine Lehre sein. Ich rappelte mich langsam wieder auf, ich hatte nur ein Ziel und das war abhauen. So ging ich humpelnd in mein Zimmer, nahm mir die zwei großen Taschen und beeilte mich schnell raus zu kommen. Als ich die Tür hinter mir zu schlug, war noch das Geschrei meines Vater zu hören. Doch Heute war es aus, Heute bekommt er mich nicht mehr zurück und kann nicht mehr auf mich einschlagen. Draußen beeilte ich mich, doch ich wusste nicht wohin ich gehen sollte, so ließ ich mich einfach immer weiter von meinen Beinen tragen. Zu Nishiki konnte ich nicht mehr. Es versetzte mir erneut einen Stich an ihn zu denken. Mein bester Freund hat mir die Freundschaft gekündigt. Doch er war nicht nur ein Freund für mich, er war mehr als das. Doch es wurde leider nie mehr als nur Freundschaft. Es wurde immer dunkler und langsam begann es auch zu Regnen. Als ich dann mal aufsah wo ich überhaupt war, sah ich, dass ich automatisch zu einem alten Spielplatz gegangen war. Ich musste verbittert lächeln, dass hier war der Ort, an dem Nishiki und ich uns das erste mal begegnet sind. Ok nicht ganz der Ort, aber hier haben wir uns anschließend unterhalten. Ich setzte mich auf eine Rostige Schaukel und sah in den weinenden Himmel. 14 Jahre ist es jetzt schon her.

14 Jahre zuvor

Schwer atmend rannte ich die Straße entlang. Weiter hinter mir konnte man meinen Vater hören, wie er wütend nach mir rief. Ich durfte nicht aufhören zu rennen, wenn ich das tue, wird er mich bestrafen. Ich sah zu meinem blutenden Arm. Er hat mich tatsächlich mit einer kaputten Bierflasche angegriffen, ich hab sofort die Flucht ergriffen und bin weg gerannt. Doch langsam konnte ich nicht mehr. Ich bog schnell in eine kleine Gasse ab und rannte weiter. Am Ende konnte man noch einmal abbiegen und das tat ich auch. Ich sah noch einmal kurz nach hinten und erkennen wie mein Vater jetzt auch in die Gasse abbog, doch kurz stehen blieb um zu atmen. Das war meine Chance davon zu kommen. Doch als ich nach vorne sah, glaube ich nicht was ich da sah. Ein kleiner Junger, ungefähr in meinem Alter, beugte sich über eine blutbespritzte Leiche und sah mich geschockt aus seinen schwarzen, rot leuchtenden Augen an. Seine Augen wurden normal und er versuchte irgendwas zu stottern, doch dann hörte ich wie mein Erzeuger wieder nach mir rief und anscheinend wieder anfing zu laufen. Schnell sah ich wieder zu dem Jungen, ich rannte los, nahm ihn an die Hand und rannte mit ihm weg. Mir war noch nicht ganz klar wieso ich das tat, aber Hauptsache wir kamen hier weg und mein Vater sah den Jungen nicht bei der Leiche. Wir rannten recht lange und Bogen immer wieder in irgendwelche Gassen ab, bis wir schließlich an einem alten Spielplatz ankammen, auf dem sich keine Leute befanden. Der Junge versuchte immer wieder etwas zu sagen, ließ es dann aber wieder sein. An dem Spielplatz war auch ein keiner Fluss und ich zog ihn mit mir zu dem Wasser und wusch mir mein Blut (Und das von dem Toten Mann) von den Händen, außerdem säuberte ich auch meine Wunde am Arm. Der Junge, der im übrigen kastanienbraune Haare hatte und eine Brille trug, tat es mir nach kurzen zögern nach. „Sag mal…hast du keine Angst?“ Er sah mich aus seinen ebenfalls braunen Augen fragend an. Ohne zu überlegen antworte ich mit Nein. Er schien recht überrascht und wusste nicht was er machen sollte. Wir schwiegen uns beide an, doch nach einiger Zeit ergriff der Junge neben mir wieder das Wort. „Wieso hast du mich mit gezogen? Ich bin doch ein Monster. Du hast gesehen wie ich den Toten Mann gegessen habe.“ Er schien wirklich verwirrt von der Annahme das man ein Monster wie ihm half oder keine Angst vor ihm haben konnte. Ich lachte leicht auf. „Glaub mir, du bist definitiv kein Monster. Du musst töten um etwas zu Essen zu bekommen. Du hast keine andere Möglichkeit. Außerdem bringen wir Menschen auch Tiere um und trotzdem scheint das niemanden so richtig zu stören. Ich meine klar gibt es welche denen es Spaß macht Menschen umzubringen, aber trotzdem brauch ihr Essen. Wir Menschen dagegen sind die wahren Monster. Wir bringen uns gegenseitig auf Grund von Religion, Ideologien, Eifersucht oder einfach nur aus Spaß um. Wir verletzen einander nur weil einem danach ist.“ Ich Strick kurz über die Wunde an meinem Arm. „Und sobald wir uns bedroht fühlen bringen wir andere um. Nur weil sie auch Nahrung brauchen und es noch keine andere Möglichkeit gibt. Anstatt eine Lösung zu finden, bringt man eine andere Spezies um, weil sie für einen gefährlich ist. Ghoule sind also wahrlich keine Monster, wir Menschen jedoch schon.“ Der Junge schien echt überrascht zu sein. Er sah kurz zu meinen Armen und schien zu wissen warum ich so denk. Naja die Schreie meines Vaters waren auch nicht zu überhören, als wir weggerannt sind. Der Junge stellte sich nun lächelnd vor mich und hielt mir seine Hand hin. „Nishiki Nishio. Freut mich dich kennen zu lernen.“ Auch ich fing an zu lächeln und nahm seine Hand in meine „(Y/N) (L/N), freut mich auch.“

Hier und jetzt

So hatten wir uns damals kennen gelernt. Ab da waren wir unzertrennlich…naja bis auf jetzt. Nun regnete es wie aus Eimern und ich war bis auf die Knochen nass. Doch es störte mich nicht. Zwar musste ich zittern von der Kälte, doch es interessierte mich nicht. Das einzige was ich so richtig spürte war der Schmerz. Nicht der physische, sondern der psychische. Und das alles an meinem Geburtstag, der mich doch endlich befreien sollte.
Ich wusste gar nicht wie lange ich hier eigentlich saß, meine Knochen wurden bloß irgendwann steif und meine Augen fingen an immer wieder zu zufallen. Auch der Regen hatte etwas nachgelassen, doch ich bekam es nicht mehr wirklich mit. Doch irgendwann höre ich ein plätschern, als würde jemand rennen. Wer geht denn bei dem Regen joggen? Naja wer sitzt bei dem Regen schon seid Stunden draußen?
Das plätschern kam immer näher und mir wurde auf einmal warm. Anscheinend hatte mir jemand eine Jacke um die Schultern gelegt. Langsam drehte ich meinen Kopf zu der Person, doch da hörte ich ihn schon außer Atem reden. „Was machst du hier?! Du bist ja eiskalt und nass bis auf die Knochen! Wie lange sitzt du hier schon? Bis du eigentlich verrückt?“ ein wütender Nishiki stand hinter mir und regte sich auf. Ich richtete mich langsam auf und wäre beinahe vor Schwindel umgefallen. Nishiki kam schon auf mich zu und wollte mich stützen, doch ich schlug seine Hand weg. Mit schwacher Stimme sagte ich. „Auf dein Mitleid kann ich verzichten. Ich will dich nicht weiter nerven, also lass mich in Ruhe!“ leicht schwankend ging ich zu meinen Taschen, drückte ihm im Vorbeigehen ihm seine Jacke in die Hand und versuchte die Taschen hoch zu heben. Doch mir wurde kurz schwarz vor Augen und ich landete auf den Boden. Als ich die Augen wieder öffne, stürzte mich Nishiki und half mir wieder auf die Beine. „Du warst viel zu lange draußen, das auch noch bei dieser Uhrzeit. Was ist wenn irgendwelche Ghoule dich entdeckt hätten? Sei froh das der Regen dein Blut Geruch überdeckt hat….hat er dich wieder geschlagen? Du siehst echt schlimm aus.“ Mein ehemaliger bester Freund schien ehrlich besorgt und wütend zu sein, sei es wegen meinem Vater oder wegen mir. „Was interessiert es dich? Du hast mir eindeutig gesagt was du von mir hältst, also wieso bist du hier?“ Ich hat nicht mal mehr die Kraft wütend zu klingen. Nishiki sah kurz zur Seite „Ich…war vorhin zu Hause und…hab irgendwie auf das Datum geguckt und dann ist mit aufgefallen was für ein Tag ist…es tut mir leid das ich dein Geburtstag vergessen habe und die schlimmen Dinge ausgerechnet Heute gesagt habe, aber darüber unterhalten wir uns nachher weiter. Naja auf jeden fall ist mir eingefallen das du heute ja weg wolltest und wir uns hier um Mitternacht treffen wollten. Ich dachte zu erst du wärst bestimmt nicht hier, doch ich wollte nochmal sicher gehen. Es tut mir wirklich schrecklich leid. Aber du solltest erst mal ins warme.“ Es tat ihm anscheinend wirklich leid, aber so leicht wollte ich ihm nicht verzeihen. Er nahm mich auf seine Arme und hing sich meine Taschen um. „Vergiss es! Lass mich runter! Ich will dein Mitleid nicht, nur weil es mein Geburtstag ist. Ist ok wenn du mich nicht mehr um dich haben möchtest, aber lass diese Tour.“ Ich sah ihn wütend an, doch das hielt nicht lange, denn mir kamen wieder die Tränen. Nishiki stoppte. „Ich mach das nicht aus Mitleid.“ Ich lachte spöttisch auf. „Ach nein?! Wieso solltest du es sonnst machen? Willst du doch deinen Notfall Snack zurück?“ Nishiki sah mir jetzt fest in die Augen und schüttelte den Kopf. „Du warst für mich nie so etwas wie ein Notfall Snack.“ Ich wollte ihn gleich unterbrechen doch er redete schon weiter. „Ich weiß was ich gesagt habe. Aber…“ er rang kurz mit sich und sprach dann weiter. „Weißt du, in letzter Zeit sind hier immer mehr CCG Ermittler und auch die Ghoule spielen verrückt. Es haben sich welche zu einer Gruppe zusammengeschlossen und bringen aus Spaß Menschen um. Vor allem die, die mit Ghoulen wissentlich zusammen leben. Ich hatte einfach Angst. Angst das sie dich erwischen oder mich erwischen und somit auch gleich auf dich kommen. Ich wollte dich einfach beschützen und konnte nicht mehr so selbstsüchtig sein und dich bei mir habe, nur weil es mir dann besser geht.“ Ich sah ihn leicht gerührt, aber immer noch verständnislos an. „Und die ganzen Mädchen? Was ist mit denen?“ jetzt musste er anfangen zu lachen. „Die waren nur Ablenkung, so konnte ich…naja dich für kurze Zeit ersetzen.“ Ich war irgendwie schockiert. „Aber…warum…was?“ Der Brillenträger schüttelte schmunzelnd den Kopf. „Du hast es echt nie bemerkt oder?“ Ich war verwirrt, was bemerkt? „Ich ähm.. Nein. Und wieso hast du deine Meinung jetzt geändert?“ Nishiki wurde rot und zögerte etwas, bis er sich dann nach vorne beugte, bis sich unsere Lippen trafen. Überrascht sah ich ihn an und erwiderte nach kurzen zögern den Kuss. Nach einiger Zeit lösten wir uns außer Atem. „Weil ich dich Liebe. Ich hielt es ohne dich nicht aus. Es war schon schrecklich genug dich wegen mir weinen zu sehen. Ich hab mich also entschlossen weiterhin egoistisch zu sein. Also…verzeihst du mir.“ Er sah mich, untypischerweise, etwas schüchtern an. Ich musste lachen, Nishiki und schüchtern. „Natürlich verzeih ich dir und nicht nur ich hab nicht bemerkt das du mich liebst, sondern du hast auch nicht gemerkt wie ich dich liebe.“ Jetzt grinste er mich wieder an. „Wir beide sind eben blind. Aber jetzt gehen wir nach Hause und wärmen dich ein bisschen auf.“ Nach Hause, das hört sich schön an. Ein zu Hause in dem Nishiki auf mich wartet.
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