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In guten wie in schlechten Zeiten?

von eromanga
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Dr. Joe Early Dr. Kelly "Kel" Brackett Oberschwester Dixie McCall
05.04.2019
23.08.2019
76
59.138
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18.05.2019 666
 
„Oh mein Gott“, sagte Kel leise. „Was ist passiert?“ Er nahm seine Tochter in den Arm und hielt sie so fest er konnte, da er die Antwort schon erahnte. Das Mädchen weinte bitterliche Tränen. „Wir... wir haben uns gestritten....“, doch sie konnte nicht weitersprechen. Kel führte Olivia ins Wohnzimmer, wo sie sich nun hinsetzte. Dixie erstarrte vor Schreck. Hatte Sharon wirklich ihre Tochter geschlagen? War das eingetroffen, was Kel in seinen schlimmsten Träumen befürchtet hatte? Kel setzte sich direkt neben seine Tochter, während Dixie wie angewurzelt im Wohnzimmer stand. „Kleines, mit wem hast du dich gestritten?“ - „Mit Mum. Sie ist so wütend geworden und... und... und ich auch. Wir... ich habe sie angeschrien.... und sie mich...“ Das Mädchen fiel wieder in den Arm ihres Vaters und weinte. „Dann hat sie mich gehauen.... ganz oft.“ Kel streichelte sanft über den Kopf seiner Tochter und versuchte sie zu beruhigen, doch es gelang ihm nicht. „Dix, bitte hol Joe. Er müsste zu Hause sein.“ Diese stand sofort auf und kam kurz darauf mit ihm zurück. „Was ist los, Kel?“ Dann sah er Olivia und wurde blass. „Sollen wir ins Krankenhaus fahren?“, fragte er. „Nein, nein, da will ich nicht hin“, rief das Mädchen erschrocken. Kel sah seine Tochter an. „Du musst untersucht werden, Kleines. Wo hat Mum dich überall geschlagen?“ Sie senkte den Kopf. „Ins Gesicht und dann.... dann hat sie auf einmal einen Stiefel in der Hand gehabt.“ Dixie schloss die Augen und kniete sich vor Olivia. „Hat sie dir damit auf den Rücken geschlagen?“ Das Mädchen nickte. „Ein paar Mal und dann ist sie einfach weggegangen. Sie hat mich noch angeschrien, dass ich wie Dad sei. Wenn sie wieder da ist, soll ich im Bett liegen, sonst würde es noch mehr Ärger geben.“ Kel hielt die ganze Zeit die Hand seiner Tochter, die jetzt immer mehr zitterte. „Ich hab so Angst gehabt, Daddy. Da bin ich einfach weggelaufen – zu dir.“ - „Das war die einzig richtige Entscheidung, Kleines.“ Joe kam nun auch näher. „War es das erste Mal, dass sie dich geschlagen hat?“ Ihr Blick ging zu Boden. „Olivia, es ist ganz ganz wichtig, dass du jetzt die Wahrheit sagst.“ Dixie sagte dies so ruhig wie möglich. „Es fing an, kurz nachdem du ausgezogen bist.“ Sie sah nun mit großen traurigen Augen zu ihrem Vater. „Es tut mir so leid, Daddy. Ich wollte dich nicht anlügen. Aber ich hatte Angst, dass du dann zu Mum gehst und es dann noch schlimmer wird.“ Kel nahm seine Tochter fest in den Arm. „Es tut mir so leid, Mäuschen. So furchtbar leid.“ Das Mädchen weinte erneut und fragte leise an der Schulter ihres Vaters: „Darf ich bei dir bleiben? Ich habe solche Angst vor Mum. Ich will nicht mehr zurück.“ - „Natürlich darfst du das. Ich gehe morgen früh sofort zu meinem Anwalt. Aber damit das alles schneller voran geht, müssen wir jetzt ins Rampart fahren. Ein unabhängiger Arzt muss dich untersuchen und deine Verletzungen aufschreiben.“ - „Was heißt unabhängiger Arzt?“ Joe klinkte sich wieder in das Gespräch. „Weißt du, dein Vater und ich dürfen dich nicht untersuchen, weil wir befangen sein könnten. Kel ist dein Vater und ich bin dein Patenonkel. Also muss es ein normaler Arzt sein.“ Olivias Blick ging wieder zu Boden. Schließlich sagte sie: „Ok.“

Eine halbe Stunde später kam Kel mit Dixie und Olivia im Rampart an. Sie gingen direkt zur Base um zu sehen, wer Dienst hatte. Mike Morton stand dort und trank einen Kaffee. „N´abend Mike“, sagte Kel zu ihm. „Hallo Kel. Ist etwas passiert?“ Sein Blick ging zu Dixie und schließlich zu Olivia, die sich dicht zu ihrem Vater gestellt hatte. „Mike, könntest du bitte Olivia untersuchen und alle Verletzungen dokumentieren?“ Dieser sah nun zu dem Mädchen, dass er schon als kleines Baby kannte. „Um was geht es denn?“ - „Um häusliche Gewalt.“ Er sah zu seinem Vorgesetzten und fragte fast tonlos: „Sharon?“ Kel schloss seine Augen und nickte. „Ok, die Drei ist frei.“ Olivia sah zu ihrem Vater. „Dad?“ - „Ja?“ - „Kann Dixie mitkommen?“
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