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Eine Psychocamp Liebe

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
05.04.2019
23.06.2022
179
312.560
11
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Neue Leitung ( Tag 11 Samstag Nachmittag )

Als wir den Bunker betreten, kommt uns wie immer die kalte Luft entgegen, welche dieses mal sehr angenehm ist. Doch schon nach ein paar Schritten wird Eileen plötzlich langsamer und ihr Gesicht verzieht sich. Erst jetzt fällt mir auf, dass sie bis jetzt einen doch recht fröhlichen Gesichtsausdruck hatte.

Eileen: "Och nein, bitte nicht die."

Wir näher uns langsam Mario und Peter, die mit einer Frau im Gang stehen. Die Frau dreht sich freudig um, kommt zusammen mit Mario auf uns zu und begrüßt uns:

"Ah immer noch hier? Wie gehts dir?"

Eileen: "Offensichtlich."

Frau: "Und du, wer bist du?"

Ich: "Ähm .. Daniel."

Frau: "Hallo, freund mich dich kennen zu lernen."

Mario: "Das ist Petra, sie ist auch eine Campleiterin so wie wir."

Erklärt er kurz und geht dann zurück zu Peter, welcher über einem Plan brütet, welcher auf den Küchentisch ausgerollt ist.

Petra: "Ah, Eileen, du hast es zur Campassistenz geschafft?"

Eileen: "Ja, bin es aber eher geschafft worden."

Petra lächelt und ich bin mir unsicher, do sie Eileens komischen Passivsatz versteht.

Petra: "Du, das geht aber eigentlich offiziell nicht, bei deiner Diagnose."

Die Frau geht eine Liste auf einem Klemmbrett durch, während sich Eileen den Kopf hält.

Petra: "Das ist ja nichts gegen dich aber wir wollen hier alles so genau haben wie möglich."

Eileen: "Na von mir aus. Dann gibt es eben keine Assistenz, um alle Regeln auch durch zusetzen."

Sagt sie sarkastisch.

Petra: "Nun das geht auch wieder nicht, es wurde gemeldet, dass es eine Assistenz gibt. Wir können ja nicht sagen, dass diese einfach verschwunden ist."

Eileen: "Ja, viel Spaß beim Suchen."

Sie dreht sich langsam rum und will gehen, springt dann aber plötzlich zurück als die Frau sagt:

"Warum nicht du?"

Sie deutet auf mich.

Petra: "Ja, du hast laut Akte nichts schwerwiegendes also an Krankheit, keine Verstöße und verstehst dich gut mit allen."

Eileen: "Der? Der hat nen Durchsetzungsvermögen von nem nassen Lappen und absolut keine Ahnung von den Regeln."

Petra: "Der! Hat auch einen Namen. Außerdem bestimmt immer noch die Leitung über die Assistenz. Also gibt bitte deine Armbinde ab."

Sie hält bestimmt die Hand auf. Unbeeindruckt murmelt Eileen:

"Das ist aber meine .."

Petra: "Gibt die Armbinde am."

Eileen zuckt mit den Schulter löst den Magneten und gibt ihr die rote Armbinde. Petra reicht diese dann sofort an mich weiter.

Petra: "Hier."

Eileen: "Ist dass dann offiziell mit der Armbinde."

Petra: "Natürlich!"

Eileen: "Wird das auch schriftlich festgehalten."

Petra: "Natürlich."

Eileen zuckt mit den Schultern und macht sich genervt auf Richtung Wohnzimmer und wirft sich dort auf eine Couch. Unschlüssig was ich jetzt machen soll, schau ich auf die rote Armbinde mit den schwarzen Streifen in meiner Hand.

In einem viel freundlicheren Ton als noch vor einem Minute sagt Petra etwas leiser zu mir:

"Kannst die Armbinde ruhig direkt anlegen, bei der Assistenz geht es eigentlich eher weniger darum, die Regeln bis zum letzten Buchstaben durchzuboxen und die anderen damit zu drangsalieren als viel eher den Campbewohner zu helfen, die sich nicht so leicht zurecht finden und die eventuell Hilfe brauchen."

Petra sieht rüber zum Wohnzimmer:

"Wenn das Mädchen dir Ärger macht, dann komm bitte sofort zu mir. Ich kenn sie schon ein wenig länger als du und weiß, wie biestig und manipulativ sie sein kann. Las dich also nicht von ihr einschüchtern .. wenn ich schon daran denke, wie sie wohl an den Posten gekommen ist."

Ich: "Also eigentlich hat sie die Psychologin einfach dazu .."

Petra: "Aber das ist nicht ein Problem .. deine Aufgabe ist es eher die Schwachen vor ihr zu beschützen."

Ich klippe die Armbinde an mein T-Shirt, da ich das Gefühl habe, dass wenn ich das nicht mache, mir die Frau gleich eigenhändig diese anlegt.

Kaum schnappt der Magnet zu, da dreht sich Petra auch schon zu Peter und Mario um, welche immer noch mit ihrem Plan beschäftigt sind.

Ich: "Könnte ich dann, das große Regelwerk .?"

Sie scheidet mir das Wort ab: "Großes Regelwerk? Ich kenn nur die Campregeln und die hast du doch bei der Ankunft bekommen und unterschrieben oder?"

Ich: "Ehm .. ja."

Petra: "Ja, dann weißt du ja alles."

Sie geht schnellen schrittes zu Mario und Peter. Ich hingegen gehe verwundert ins Wohnzimmer und setzt mich auf die Couch gegen über von Eileen, welche die Arme verschränkt hat.

Ich: "Ähm .. was war das gerade?"

Eileen: "Geballte Inkompetenz in Persona."

Ich: "Schuldigung."

Eileen: "Für was? Ist doch nicht deine Schuld. Naja, du als Assistenz richtest gefühlt noch den wenigsten Schaden an."

Peter: "Keine Sorgen .."

Peter ist hinter mir aufgetaucht und lehnt sich an die Couch auf der ich Sitze und sagt:

".. das ist erstmal nur kosmetisch .. wir sind darin über eingekommen, dass das wirklich nicht die beste Idee ist, dich einfach zur Assistenz zu machen .. also du bleibst praktisch Assistenz ..

Er deutet auf Eileen.

".. aber du sieht so aus."

Er deutet auf mich.

Eileen: "Na viel Spaß dieses Konzept Anny zu erklären."

Peter: "Wenn ihr immer nah bei einander bleibt, fällt das keinem auf. Übrigens haben wir die Belohnung für euch fast vergessen. Ihr bekommt für eure Hilfe heute extra langen Ausgang bis 10 Uhr."

Eileen grinst wieder freudig:

"Naja, dann können wir ja mal mit eigenen Augen überprüfen, ob im Dorf wirklich die Bürgersteige hochgeklappt werden."

Peter: "Nein nein, nicht fürs Dorf für die Disco, das Camp 8 hat ne riesen Party für alle Camps vorbereitet. Karten geben wir euch gleich."

Eileen verdreht die Augen.

"Was, denn klingt doch total witzig."

Katrin ist mal wieder ohne Vorwarnung hinter uns aufgetaucht.

Eileen: "Das letzte mal war das die peinlichste Kinderdisko aller Zeiten."

Katrin: "Das war das Camp 10, das sind alle so um die 12, im Camp 8 sieht das anders aus."

Ich: "Wie alt sind die denn da."

Katrin: "Im Schnitt 13."

Eileen: "Das machts natürlich um einiges besser."

Katrin: "Was denn, was denn? Es liegen wichtige Entwicklungsschritte zischen dem 12 und zwölften Lebensjahr."

Eileen: "Da spricht jemand aus Erfahrung."

Katrin: "Also ich hab mich, gegen über als ich 12 wahr, stark verändert."

Eileen: "Glaub ich dir aufs Wort."

Sie schiel auf die Narben auf Katrins Arms, welcher grinsen diesen hinter ihrem schwarzen Kleid versteckt. Sie trägt, trotz des warmen Wetters ein schwarzes Kleid mit viel Spitze, welches knapp über die Knie geht und damit wohl von den Campregeln als ok durchgeht.

Eileen schnauft und wendet sich zu Petra:

"Muss das?"

Perta: "Ja das muss und ihr werden euch beide benehmen."

Sie dreht sich auf dem Absatz um, kaum ist sie außer Sichtweite legen beide Mädchen, wie auf Kommando, die Füße auf den Tisch. Eileen wirft zudem den Kopf in den Nacken und hängt ihre Armee nach hinten über die Couchlehne.

Katrin setzt etwas weniger gelassen da und krost in ihrer Federmappe nach einem Stift, um sich dann ein paar Notizen in ihr Logbuch zu machen.

Ich: "Dürfen wir selber in unsere Logbücher Sachen schreiben?"

Katrin: "In dem Raum für Notizen .. ja."

Ich: "Raum für Notizen."

Katrin: "Mein Diagnoseteil ist vorne etwas länger, das führ zu sehr vielen leeren Blättern hinten."

Ich denke kurz nach aber nach einer Weile fällt mir wieder ein, wie Buchbindung so in etwa funktioniert.

Ich: "Und was schreibst du so?"

Frage ich etwas unbeholfen.

Katrin: "Geschichten .. also Notizen zu Geschichten, ganzen Geschichten passen ja hier nicht rein."

Sie hält mir kurz ihr extrem dickes Logbuch hin, aber ich kann auf die Schnelle ihre Schrift nicht entziffern. Unter anderem, weil sie kreuz und quer Notizen, in unterschiedlicher Größe, gemacht hat.

Ich: "Um was gehts denn?"

Katrin: "Ist sicher nichts für dich, es geht um Dunkelheit und Verlust .. mit jeder Menge Blut und Gedärme."

Fügt sie in einem unpassend freudigen Ton hinzu.

Ich: "Blut und Gedärme in Geschichten sind mir zumindest lieber als .."

Katrin: ".. die Hauptrolle in Erotikromanen mit fragwürdigem Konsens zu spielen?"

Sie grinst kurz, lässt dann aber die Mundwinkel fallen und sagt etwas ernster:

"Hat dich das so schockiert?"

Ich: "Du hast auch gemerkt, dass ich das sein soll .. also in der Geschichte."

Katrin: "Du nicht? Naja, wenns dir nicht passt, sag Victoria einfach, dass du das nicht magst."

Eileen: "Dafür isser zu höflich."

Sie öffnet müde ein Auge.

Katrin: "Solltest du lassen."

Ich: "Was?"

Katrin: "Höflich sein .. also durchgehend."

Sie dreht sich zu mir, grinst mich an und sagt dann:

"Sprich mir mal nach: Ich mag das nicht, wenn ich in deinen Geschichten vorkomme, bitte las das."

Ich: "Ich mag nicht, dass ich in einen Geschichten vorkomme, bitte las das?"

Katrin: "Genau."

Eileen: "Au, da musst du jetzt aber deine letzte Geschichte ordentlich schwärzen."

Ich: "Du schreibst auch Geschichten über mich?"

Katrin: ".. Geschichten, naja eher eine. Das mit dem Fässern im Park hat mich irgendwie inspiriert .. wir sind zwei Amazonas Forscher im Urwald von Venezuela .."

Eileen: "Der Amazonas liegt nicht in Venezuela."

Katrin: "Auf jeden fall fallen wir in einem Fass, einen Wasserfall hinunter."

Ich: "Und dann .."

Katrin: ".. schlagen wir unten auf einem Felsen auf und werden zu einer einzigen blutigen Masse zermatscht, welche den Fluss hinunter zu einem alten Tempel der Maya gespült wird."

Eileen: "Die Maya leben nicht in Venezuela."

Ich: "Und dann?"

Katrin: "Bin noch nicht weiter .. eventuell erweckt unser Blut die alten Götter oder es passiert auch einfach gar nicht .. das wäre auch lustig."
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