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Irgendwas wie Freundschaft

von Enemaniel
Kurzbeschreibung
OneshotFreundschaft, Schmerz/Trost / P6 / Gen
Adam Jensen Francis Pritchord
04.04.2019
04.04.2019
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Es gab nicht viele Tage an welchen Pritchard froh darüber war im zehnten Stock des Innercity Hochhauses zu leben. Jedes Mal wenn einer der drei Fahrstühle oder sogar alle samt ausgefallen waren verfluchte er diese Lage doch an diesem Abend…
Er wand seinen Blick aus dem großen Panoramafenster unter dem sein Bett stand, er war so weit oben das er lediglich die Lichter der Stadt erkennen konnte nicht einmal die Straßen und schon gar nicht die Menschen die sich ihre Wunden leckten. Zu seinem Glück hatte er sich dazu entschieden den Chip nicht auszutauschen und einige Tests laufen zu lassen, sonst würde er nun auch dort sitzen und versuchen mit dem was er getan hätte klar zu kommen.

Seufzend wand er sich wieder seinem PAD zu auf welchem er immer wieder das Geständnis des Mannes ansah der ihnen die Augmentierungen erst ermöglicht hatte. Die Illuminaten die auf irgendeine Weise die ganze Welt beherrschten, Belltower die sich diesen angeschlossen hatten. Jensen hatte sich gegen all diese durchgesetzt und das auch noch überlebt, er müsste es sich wohl oder übel langsam eingestehen das es eine gute Idee war diesen Mann einzustellen und kein privates Sicherheitsunternehmen wer wüsste ob diese nicht vielleicht mit drin steckten.
Gerade wollte er einen Schluck des Kräutertees nehmen welchen er sich vor einigen Minuten aufgebrüht hatte als es an seiner Wohnungstür klopfte.  

Genervt stand er von seinem Bett auf, zog die grauen Vorhänge bei Seite die die Schlafnische vom Rest des Raumes trennte und warf sich seinen Morgenmantel über die Schultern. Um Daraufhin in den kleinen Flur zu treten neben welchem sich seine kleine Küche befand in welcher er eigentlich nur die Mikrowelle benutzte.
Vorsichtig öffnete er die Tür, die Sicherheitskette noch immer davor, auch wenn sie gegen einen gewissen Teil der Gesellschaft wohl keinen Nutzen hatte. Und ein Vertreter dieses Teils der Gesellschaft stand vor ihm.

„Jensen? Wie kommen sie…“ wollte er gerade wirklich den Mann der in schwer bewachte Anlagen eindringen konnte fragen wie er es geschafft hatte in sein Wohnhaus zu gelangen? „Was wollen sie?“ Unterbrach er sich selbst mit scharfem Unterton, wusste er nicht wie spät es war? „Sollten sie nicht bei Miss Reed sein?“
Der Ex Cop ließ die Schultern sinken wand seinen Blick ab und schwieg einen Moment, Frank wollte schon die Tür schließen als der Andere seinen Arm gegen diese stemmte und ihm somit die Chance dazu nahm.
„Was?“ fuhr er ihn an.

„Sie ist in meiner Wohnung.“ Murmelte der Sicherheitsmann worauf Pritchard die Augen rollte, hatte er gesagt dass er wissen wollte wo sie war?

„Dann wissen sie ja wo sie jetzt hin gehen sollten.“ Zischte er doch Jensen machte keine Anstalten sich vom Fleck zu bewegen. Einen Moment lang haderte er mit sich wog die Optionen die er in diesem Moment hatte gegeneinander ab und entschied sich schließlich die Sicherheitskette zu lösen. „Kommen sie rein aber wehe es ist nicht wichtig manche von uns müssen Morgen wieder arbeiten.“

Der Ex Cop trat in die kleine Wohnung ein, kurz sah er sich um eine Rutine die Pritchard schon oft an dem Anderen bemerkt hatte, er schien sowohl Zugangswege als auch Fluchtmöglichkeiten aus zu machen. Wahrscheinlich war es eine ganz Unbewusste Reaktion die man sich nun einem aneignete wenn man in seinem Berufs Feld tätig war. Nachdem alle Bedrohungen eingeschätzt schienen wand Jensen seine Aufmerksamkeit auf ihn, inzwischen hatte er die Arme vor der Brust verschränkt.
„Megan...“ setzte er an worauf Pritchard erneut ausseufzte.

Eigentlich hatte er nichts an der Wissenschaftlerin auszusetzen und er müsste lügen würde er sagen dass er sich nicht freute dass es ihr gut ging. Doch andererseits hatte sie etwas an sich das ihn ohne dass sie etwas tat wütend machte.
„Ich höre.“

Jensen schüttelte den Kopf und wand sich mit einem bitteren Lachen ab, „das war eine dämliche Idee.“ Murmelte er als er den Türgriff in die Hand nahm.

„Es muss schlimm sein wenn sie damit zu mir kommen Jensen nicht?“ Er setzte sich auf die lange Couch auf welcher einige Unterlagen, Hauspläne und Zeitungen lagen die er aufsammelte und sie auf den Boden legte. „Also was ist mit Megan?“

„Wir haben … ich habe mich von ihr getrennt, ich kann gerade nicht in unserer alten Wohnung sein und sie will nicht gehen.“ Erklärte er bevor er sich umdrehte und langsam auf das Sofa zu ging, er ließ sich darauf fallen und zu Pritchards Verwunderung hielt die Möblierung stand.

„Und wieso sind sie nicht bei Malik?“ Der Andere zuckte die Schultern, schien einen Moment zu überlegen woraus Pritchard schloss das er tatsächlich die Erste oder zumindest nicht die Letzte Anlaufstelle war. Ein kurzes Schmunzeln schlich sich auf seine Lippen, denn aller Abneigung gegeneinander waren sie doch Kollegen und die letzten Wochen hatte er mehr von Jensen gehört als von allen anderen Menschen in seinem Leben.

„Sie wäre wegen mir beinahe gestorben außerdem weiß ich nicht einmal wo sie wohnt.“ Pritchard zog die Braue hoch während er den Anderen musterte, woher wusste dieser eigentlich wo er wohnte?

„Und in ein Hotel lassen sie sie wohl mit ihren Augmentirungen nicht oder?“ Er stand Kopf schüttelnd auf worauf Jensen sich auch schon erheben wollte. „Bleiben sie sitzen, sie können die Nacht hier bleiben aber lassen sie mich in Ruhe die letzten Wochen haben mir schon genug Schlaf geraubt.“
 
„Wie oft habe ich sie eigentlich aus dem Schlaf gerissen?“ fragte Jensen nun wieder etwas selbstsicherer in der Tonlage.

„Zwischen Detroit und China sind 12 Stunden Zeitverschiebung was denken sie?“ Der Ex Cop musste ein Lachen unterdrücken woraufhin Frank herumfuhr und den anderen strafend ansah.

„Was ist denn so lustig?“

„Ich dachte nicht das sie sich von mir ihren Schlaf nehmen ließen.“ Nun musste auch er leicht Schmunzeln, lehnte sich an den Schrank hinter sich und verschränkte wieder die Arme.

„Die Sache schien wichtiger als Schlaf zu sein.“ Jensen grinste etwas mehr und legte sich Kopfschüttelnd um.

„Geben sie´s doch einfach zu Pritchard sie haben sich Sorgen gemacht.“

Er hob die Hände, „Natürlich habe ich das unser aller Sicherheit lag in den Händen eines Ex Cop. Und …“

„Ja ich kann sie auch leiden Pritchard“, unterbrach ihn der Andere worauf Pritchard sich umdrehte und hinter seinen Vorhängen verschwand, er warf Jensen eine Decke so wie ein Kissen zu und legte sich in sein Bett um noch ein letztes Mal aus dem großen Panoramafenster zu sehen. Er bemerkte das Schmunzeln auf seinen Lippen gar nicht wirklich doch ja vielleicht war das zwischen ihnen ja irgendetwas wie Freundschaft.
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