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Ghost

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
OC (Own Character) Walter O'Brien
03.04.2019
24.07.2020
16
19.010
7
Alle Kapitel
9 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
22.07.2019 1.437
 
Hallo und so an alle die lesen ^-^
hier schon das nächste Kapitel, es flutscht mir im Moment gerade so aus den Fingern. Also jetzt nicht mehr, weil ich mir grad in den Finger gesäbelt hab, aber ein Kapitel hab ich notfalls noch auf Vorrat :D
Ich würde mich sehr sehr sehr über Reviews freuen. Teil mir mit was ihr gut findet, was ihr nicht so gut findet und was ihr vielleicht noch Vorschlagen wollt.
Jetzt aber viel Spaß beim lesen :D
Eure Shi




Am nächsten Morgen, stand auf Sarissaras Schreibtisch ein kleines, kitschiges Herz, aus rot gefärbtem Glas.
Niemand sprach sie darauf an, doch neugierige Blicke wurden ausgetauscht.
„Nein, es ist nicht von einem Verehrer. Ich habe es selbst besorgt.“ klärte sie das Team auf. „Zur Dekoration.“ fügte sie hinzu und sie wusste selbst, das niemand ihr das glauben würde, aber sie beließen es dabei.
Als Happy mit Gallo losgefahren war, um etwas zum Frühstücken zu besorgen, begann Sari in aller Ruhe, die Stühle in einem Kreis aufzustellen, so wie das Team es gemacht hatte, als sie ausgefragt wurde.
Wenn sie die Sache durchziehen wollten, mussten sie einander vertrauen und dafür, mussten sie Sari kennen lernen. Zumindest ein wenig besser.
Paige hatte sich schon eine Weile nicht mehr Blicken lassen, was Sarissara nur recht war. Sie mochte nicht, wie Paige Walter ansah.
Sie erklärte Toby, Sly und Walter was sie vor hatte und sie waren einverstanden und auch Happy und Gallo stimmten zu, wenn sie auch erst ein wenig verwirrt schienen.
Nachdem alle Platz genommen hatten, richtete Sari das Wort an Cabe.
„Cabe, Sie fragten das letzte Mal, warum ich anfing zu töten.“
Cabe nickte und sofort herrschte Totenstille.
„Nun, es hieß er oder ich. Schon als kleines Mädchen, hatte mein Training begonnen und als ich dann 14 war, hielt mein Ausbilder es für eine gute Idee, mich gegen einen viel älteren, aggressiven Jungen antreten zu lassen. Er wollte mich umbringen, als er merkte, das ich besser war und mein Ausbilder wollte nichts dagegen tun, also musste ich mich selbst verteidigen. Mein Ausbilder war sehr stolz auf mich und weil ich nie lernte, was Güte und Barmherzigkeit war, fiel es mir nicht einmal schwer. Ich wurde zu einer Killerin erzogen. Aber heute? Heute sehe ich die Welt mit anderen Augen.“ Sie hatte bewusst keinen Namen genannt. Weder den ihres Ausbilders, noch den des Jungen, denn sie fürchtete, dann würde alles schief gehen.
Noch ein paar Augenblicke herrschte bedrückte Stille, bis Walter die Stimme erhob.
„Hast du ein Lieblingsbuch?“ Die Frage überraschte nicht nur Sarissara.
Verwundert sah sie ihn an, doch dann nickte sie.
„Ja. Der Zauberer von Oz.“
„Oh, das hab ich auch gelesen.“ kam es von Toby. „Ich wollte Zauberer werden, als ich noch klein war.“
„Und was ist mit einem Lieblingsessen?“ schaltete sich nun auch Sly ein.
Sari lachte, sehr kurz und leise.
„Okay. Mein Lieblingsessen, ist Käsekuchen. Zu jeder Tages- und Nachtzeit. Meine Lieblingsfarbe ist Blau wie das Meer. Ich habe keine Lieblingsband und auch keinen Schauspieler den ich besonders mag. Mein Lieblingsfilm ist Stirb langsam, ich weiß, sehr ironisch und mein Motto ist: Ob du wirklich richtig stehst, siehst du, wenn mein Schuss verfehlt. Meine Lieblingstiere sind Haie, Schlangen, und die ganzen niedlich keinen Fellknäule dieser Welt. Haben wir das Freundebuch jetzt durch?“
Etwas überwältigt nickte das Team und scheinbar dachten sie, ihr Motto wäre ein Scherz.
Happy fand als Erste die Sprache wieder. „Woher kennst du dich so gut mit Technik aus?“
„Tu ich eigentlich gar nicht. Ich kenne mich mit Waffen und ihrer Mechanik aus und das kann man manchmal auf andere Sachen übertragen.“
„Willst du nichts über uns wissen?“ Mischte Walter sich noch mal ein, was ihm ein kurzes Lächeln von Sari einbrachte. „Ich kenne euch besser, als ihr denkt. Immerhin bin ich nicht ohne Vorbereitung her gekommen. Um ehrlich zu sein, hab ich euch ein kleines Bisschen gestalkt.“
Die Fragerunde ging noch ein wenig weiter, bis Cabe auf die Uhr sah und eilig aufstand. „Entschuldigt mich bitte, ich muss dem Director Bericht erstatten, wie es mit Sarissara läuft.“ erklärte er und blickte in die Runde, falls noch jemand was sagen wollte, bevor er zu seinem Auto marschierte und davon fuhr.
„Toby, hol dein Geld, wir gehen einkaufen. Der Kühlschrank ist leer.“ meinte nun auch Happy.
Toby aber protestierte. „Warum müssen wir das machen?“ „Weil Cabe weg ist, Sarissara eigentlich nicht vor die Tür darf solange es hell ist und Walter Hausverbot hat.“ zischte sie ihn an, wobei Tobys Blick zu Sly wanderte, der die Hände hob und sich ebenfalls aus dem Kreis schob. „Ich muss ins Warlocks Chest.“
Heimlich amüsierte Sari sich darüber, wie alle versuchten sich aus der Affaire zu ziehen, doch am Ende, blieb sie wieder mit Walter allein zurück.
„Der Zauberer von Oz?“ fragte er, als alle weg waren aus heiterem Himmel, sodass Sarissara  wirklich erschrak. „Himmel Walter! Soll ich einen Herzinfarkt bekommen?“ fuhr sie ihn unbeabsichtigt an. „Ja, der Zauberer von Oz. Ich mag die Geschichte.“
„Kennst du Wicked? Das Musical?“ Warum war er so neugierig, wenn es um Sarissara ging?
Sie nickte jedoch und stand von ihrem Stuhl auf. „Ja. Ich hab mich einmal rein geschlichen und hab es mir angesehen. Es ist war atemberaubend.“ Ihr Blick war so verträumt, als sie das sagte, das Walter einen Moment lang dachte, sie würde jeden Augenblick in diese Welt verschwinden, von der sie gerade träumte.
Walter lehnte gegen seinen Schreibtisch und sah Sarissara an. Was war es nur, was ihn immer wieder zu ihr sehen ließ? Und warum freute er sich schon jetzt auf den Abend, wenn sie wieder alleine wären? Er bekam sie doch ohnehin nicht zu Gesicht, bis er ging.
„Und du?“ erklang nun ihre neugierige Stimme.
„Hm?“
„Hast du eine Lieblingsgeschichte?“
„Nein.“
„Wie schade.“
„Was schreibst du eigentlich immer, wenn du glaubst das niemand zusieht?“ wechselte Walter das Thema, was Sarissara nicht zu gefallen schien, denn ihr Gesicht, das sich zu öffnen begonnen hatte, verschloss sich wieder, wie eine Muschel, die ihre glänzende Perle im Inneren doch nicht preis geben wollte.
„Das geht dich nichts an. Musst du nicht noch irgendwas erfinden?“ versuchte sie ihn abzuwimmeln, doch Walter ließ nicht locker. Nun war seine Neugierde endgültig geweckt.
„Du wirst uns nicht verraten, oder?“
Sari hielt in der Bewegung inne, drehte sich langsam zu ihm herum und blickte ihn zornig an.
„Habe ich dich nicht gewarnt, mir deine Freundschaft zu schenken? Habe ich dir nicht gesagt, das es dich beeinträchtigen wird?“
Walter blieb stehen und schob trotzig das Kinn vor.
„Walter... Du solltest mich nicht in dein Herz schließen. Keiner von euch sollte das.“ Ohne Walter die Gelegenheit zu geben, etwas dazu zu sagen, rauschte sie aus der Werkstatt. Walter lief ihr nicht nach.
Zu schwer lagen ihre Worte in seinem Magen. Ja, er hatte sie in sein Herz geschlossen, auch wenn er es niemals zugeben würde. Genauso wie die Anderen es auch getan hatten.
Happy und Toby kamen wieder, doch Sari blieb verschwunden.
Auf die frage, wohin sie sei, antwortete Walter wahrheitsgemäß, das er es nicht wusste, erzählte jedoch nicht, was vorher passiert war.
Es verging ein Tag. Und noch einer. Und als der dritte Tag anbrach, hielt Walter es nicht länger aus. Er begann ihre Sachen zu durchsuchen, in der Hoffnung, etwas zu finden, was ihm verriet wo sie war. Er war auch zu Margret gefahren, doch das Haus schien verlassen.
Als er zurück kam, lag ein verschlossener Briefumschlag auf seinem Schreibtisch.
Er öffnete ihn und sofort erkannte er die geschwungene, klare Handschrift von Sarissara.

'Liebster Walter,
es tut mir leid, das ich dich auf diese Art verlassen musste, aber ich will das du weißt, das ich dich liebe.
Ich liebe dich so sehr, das es schmerzt wenn ich dich sehe, weil ich weiß, das du es nie erwidern wirst.
Ich verzehre mich nach deiner Gegenwart und wenn du bei mir bist, wünschte ich, du würdest fort gehen. Paradox, nicht wahr?
Mein geliebter Walter, wenn du nur in mein Herz schauen könntest. Du würdest sehen, wohin es mich zieht und du könntest mir folgen.
Aber ich weiß, du würdest es nicht tun.
Das Wissen lässt mein Herz in Tausend Teile zerspringen, als wäre es aus Glas.
Wie schön wäre es gewesen, wenn ich dich noch einmal in meine Arme schließen könnte. Noch einmal deine warmen Lippen spüren, wie einst auf dem Dach.
Doch wäre ich nicht so schnell verschwunden, hätte mich der Mut verlassen.
Ich fühlte mich, als würde man mir die Pistole auf die Brust setzen.
Entweder würde ich gehen, oder es wäre in einer Katastrophe geendet.
Verzieh mir, mein Liebster.
In ewiger Liebe
Sarissara'
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