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Ghost

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
OC (Own Character) Walter O'Brien
03.04.2019
24.07.2020
16
19.010
7
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9 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
16.04.2019 899
 
Und da bin ich wieder ^-^ Lasst mir doch eine Review da ^-^




Sie kam gerade von ihrem morgendlichen Lauf zurück in die Werkstatt, als sie völlig überrumpelt wurde.
Das gesamte Team saß in einem Stuhlkreis und blickte zur Tür.
„Ookaay... Wessen Intervention ist das?“ scherzte sie skeptisch, als Walter neben sie trat.
„Du sagst, wir sollen dir vertrauen. Aber das können wir nicht, wenn wir nichts über dich wissen. Das ist eine Fragerunde. Setz dich.“ forderte er ruhig und auch wenn sie jetzt schon ein schlechtes Gefühl bei der Sache hatte, nahm sie auf dem letzten freien Stuhl platz.
„Okay. Aber erwartet nicht, das ich euch mein Herz ausschütte.“ warnte sie.
Happy machte den Anfang.
„Wie ist dein Richtiger Name?“
„Mein Name ist Sarissara.“
„Wie alt bist du?“ wollte Tobi wissen.
„Ich bin 26 Jahre alt.“
„Hast du uns schon angelogen, seit du hier bist?“ Diese Frage kam von Sly.
„Nein.“
„Wann war dein erster Mord?“
Sarissara stockte kurz. Sie hatte nicht damit gerechnet, das Walter so eine Frage stellen würde und auch die anderen schienen überrascht.
„Ich... war 14.“ gab sie zu.
Stille.
Es dauerte ein paar Minuten, bis Cabe seine Frage stellte.
„Warum hast du angefangen?“
Das war zu viel. Sarissara erhob sich und sah voller Unbehagen in die Gruppe.
„Genug Fragen gestellt. Ich hab zu tun.“ entschuldigte sie sich und verschwand nach oben.

Es dauerte eine Weile, doch dann kam Walter.
Er selbst hatte seine Forschungen in das Obere Stockwerk gelegt und nun arbeiteten sie still nebeneinander her.
Nach einigen Stunden hörten sie von unten die Anderen, die sich verabschiedeten und noch immer arbeiteten sie an ihren eigenen Dingen.
Erst als auch Sly als letzter gegangen war, sah Walter Sarissara an.
„Woran arbeitest du?“ fragte er ruhig und leise, als würde sie erschrecken, wenn er lauter redete.
„Ich nenne sie 'Schwarze Katze'.“ Erklärt sie, ebenso leise.
„Mit 9mm Kugeln gefüllte Sprengsätze.“
„Ist das nicht sehr ungenau, wenn man jemanden damit töten will?“
Sie konnte nicht erkennen, ob Walter wirklich Interesse daran hatte, oder einfach nur versuchte, etwas über sie herauszufinden.
„Die sind in aller erster Linie zur Ablenkung gedacht. Man platziert sie zum Beispiel um ein Gebäude herum und wenn man den Auslöser drückt, wirkt es, als würde eine ganze Armee auf das Haus feuern, obwohl niemand außer mir in dem Haus drin ist. Die hat mir schon das ein oder andere Mal das Leben gerettet.“ gab sie zu und sah zu Walter.
„Wirst du die auch bei Lago benutzen?“
„Ich weiß nicht. Ich denke nicht. Das Risiko das die Kugeln euch treffen könnten, ist zu hoch.“
Wieder verfielen sie in völlige Stille.

Es vergingen einige Stunden, in denen sie schweigend arbeiteten, bis Sari die Stimme erhob.
„Hey, komme ich hier irgendwie auf das Dach?“
Natürlich wusste sie, wie sie auf das Dach kam, doch sie versuchte ihr Bestes, zumindest ein wenig Konversation zu führen.
Etwas verwirrt sah Walter zu Sari. „J...Ja klar, ich zeig es dir.“ meinte er und ging los. Sari folgte ihm.
Auf dem Dach angekommen, bedankte sie sich und setzte sich auf den Rand des Daches.
„Pass bitte auf, wenn du runter fällst, ist die Wahrscheinlichkeit bei fast 100%, das du dabei stirbst.“
„Keine Sorge, ich fall schon nicht.“ Sie lehnte sich etwas zurück und hob den Blick gen Sternenhimmel.
Walter wollte gerade wieder gehen, als Sarissara das Wort an ihn richtete.
„Ich war in dem Café um dich zu töten.“
Walter schluckte schwer und drehte sich wieder zu Sari.
„Und... Und warum hast du es nicht getan?“
„Ich sagte doch, ich hab meine Regeln.“ Sie warf ihm einen Blick über die Schulter zu und schenkte ihm ein schelmisches Lächeln.
„Ich töte keine Kinder.“
Das schien Walt nicht zu verstehen.
„Ich bin kein Kind. Ich bin 35 Jahre alt und somit kein Kind mehr. Ich zähle als vollwertiger Erwachsener, seit ich das 21. Lebensjahr erreicht habe.“ belehrte er Sarissara, die sich wieder nach vorn drehte.
„Und genau deswegen, bist du ein Kind.“ schloss sie ruhig und betrachtete erneut die Sterne.
Langsam und vorsichtig, stellte Walt sich neben sie und sah sie an.
Er wusste nicht, wie er mit der Information umgehen sollte, aber selbst für ihn war es offensichtlich, das sie genau in diesem Moment, furchtbar einsam war.
Er beschloss, ihr Gesellschaft zu leisten.
„Ich hätte dich nicht für einen Sternbetrachter gehalten.“ begann er unsicher.
„Die einzige Konstante in meinem Leben.“ flüsterte Sari, in der Hoffnung, er würde es nicht hören.
„Erzähl mir von dir, Sarissara.“
„Nein. Das würde nur unnötige Bindungen bringen und das kann ich nicht gebrauchen.“ wehrte sie ab und sah Walter ernst an.
„Was spricht gegen vertrauliche Bindungen?“ Es klang nicht nach Walter und wären die anderen dabei gewesen, würden sie sicher fragen, was er mit Walt gemacht hatte.
„Weil das zu Freundschaft führt und wenn ein Freund sterben soll, beeinträchtigt dass das Gehirn, weil man von Emotionen überschwemmt wird.“
„Ich dachte, du willst uns nicht töten.“
Sarissara stand auf und Walt machte ihr Platz.
„Du verstehst nicht Walter. Ich werde euch kein Haar krümmen.“ Zielstrebig ging sie zur Tür. „Ich werde jetzt schlafen gehen. Das solltest du auch tun.“

Mit einem leisen Klick fiel die Tür ins Schloss und Walter stand alleine auf dem Dach.
Er konnte sich nicht erklären, was sie gemeint hatte, doch es schien unglaublich wichtig zu sein.
Irgendetwas übersah er hier, doch er wusste nicht was.
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