Lost in Love

GeschichteRomanze, Freundschaft / P12
Aaliyah Mendes Karen Mendes Manuel Mendes OC (Own Character) Shawn Peter Raul Mendes
01.04.2019
04.05.2019
11
16.165
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01.04.2019 1.548
 
Hallo :)

Dies hier ist nun mein erstes Kapitel einer Shawn Mendes FanFiction.
Es handelt sich dabei natürlich um eine von mir ausgedachte Geschichte und entspricht alleine der Fiktion.
Dennoch hoffe ich, dass sie euch gefällt!
Viel Spaß beim Lesen :)

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Meine Sicht war durch weiter aufkommende Tränen verschleiert.
Ich klammerte mich an meinem Handy in meiner Hand fest. Das einzige, neben meinem Handgepäck, das mir geblieben war. Mein Rucksack, im falschen Flugzeug und ans andere Ende der Welt geflogen, mein Portmonee, geklaut worden.
Wie konnte ich auch nur so unachtsam sein. Ich hob den Arm, um mir über die Augen zu wischen und berührte mit meinem Ellenbogen eine Person die mir entgegen kam. Zu allem Überfluss verhakte sich dann die Schlaufe meines Oberteils auch noch an einem Hemdknopf der Person und wir rannten uns fast gegenseitig um.
„Oh Entschuldigung“, setzte ich sofort an, doch meine Stimme drohte zu brechen. Aufs angemault werden, dass ich nicht aufpassen konnte, konnte ich gerade wirklich verzichten.
„Ist doch nichts passiert“, sagte eine warme und ein wenig belustigte junge Männer Stimme.
Langsam hob ich den Blick und erstarrte.
„Shawn Mendes“, stotterte ich nur und machte mich hastig daran meinen Ärmel von seinem Hemd zu befreien.
Das Lächeln des Sängers verschwand allmählich, als er meine Tränen bemerkte, die wieder stumm über meine Wangen flossen. „Ist alles in Ordnung?“, fragte er deshalb und strich sich das Hemd glatt, nachdem wir wieder voneinander getrennt waren. Er schien einem Bodyguard ein Handzeichen zu geben, das alles in Ordnung war, denn ein großer und breiter Mann kam immer näher und blieb ein paar Meter von uns entfernt stehen.
„Ich … Ja, es ist alles in Ordnung. Mein Rucksack mit all meinen Sachen wurde nur in ein falsches Land geschickt und dann wurde mir auch noch das Portmonee geklaut mit all meinem Geld. Zum Glück habe ich noch meinen Reisepass und mein Handy und letzte fünf Dollar, aber … Wieso erzähle ich das eigentlich alles. Du … Sie haben doch bestimmt ganz andere Dinge, um die Sie sich kümmern müssen und ich möchte Sie nicht länger aufhalten. Tut mir wirklich leid“, sagte ich, senkte den Blick und machte mich auf zu gehen. Eine Hand hielt mich am Arm zurück.
„Du kannst ruhig Shawn zu mir sagen und es tut mir Leid was dir passiert ist. Du scheinst mich ja zu kennen, sonst wüsstest du nicht wie ich heiße.“
„Ja, mir gefällt deine Musik sehr gut“, gab ich kleinlaut zu und hielt den Blick gesenkt.
„Möchtest du dann vielleicht ein Foto machen?“, fragte er und lächelte. Ich wischte mir übers Gesicht und lachte dann.
In meiner Vorstellung musste ich schrecklich aussehen, also wandte ich den Blick ganz schnell wieder ab.
„Das ist nett, aber ich fühle mich gerade nicht so als könnte ich in eine Kamera lächeln.“
„Wo wirst du denn jetzt erstmal unterkommen wenn du kein Geld und keine Sachen hast?“, fragte er, nachdem sein Bodyguard ungeduldig auf die Uhr tippte. Ich zuckte mit den Schultern.
„Ich wollte mir erst hier vor Ort ein Hostel buchen, aber das kann ich jetzt wohl knicken“, antwortete ich und ein erneuter Schwall Tränen überkam mich.
„Das kann ich aber so nicht verantworten. Ich fahre jetzt sowieso in mein Hotel und da wird bestimmt noch ein Zimmer für dich übrig sein“, beschloss er dann und legte einen Arm um mich. Verdutzt über diese Geste schaute ich ihn an. Seine Augen waren wirklich so besonders wie sie immer beschrieben wurden. Ohne die Chance zu einem Widerspruch zu haben zog der Sänger mich mit sich und erklärte seinem Bodyguard die Situation.
Shawn ließ mich wieder los und zusammen bahnten wir uns einen Weg durch die großen Hallen des Flughafens von Sydney. Ein großer Van wartete bei den Taxen und eigentlich hatte ich es immer für ein Klischee gehalten, dass Prominente in solchen Autos abgeholt wurden. Doch Shawn hielt mir die hintere Tür auf und ich rutschte auf den Sitzen durch, sodass auch er sich setzen konnte. Sein Bodyguard nahm auf dem Beifahrersitz Platz und der Fahrer startete das Fahrzeug.
„Du hast mir noch gar nicht deinen Namen verraten“, wandte sich Shawn wieder an mich.
„Marie“, sagte ich und lächelte leicht zu ihm rüber. „Ein schöner Name. Woher kommst du wenn ich fragen darf? Dein Akzent klingt jetzt nicht gerade australisch.“
„Ich komme aus Deutschland und war die letzten sechs Monate auf Reisen“, antwortete ich.
„Wow, das ist beeindruckend. Wie alt bist du denn?“
„Ich bin 18 geworden im September.“
„So jung und schon so viel alleine unterwegs.“
„Du bist doch nicht viel älter und machst weitaus größere Touren als ich“, neckte ich ihn.
„Da ist was dran, aber ich bin nie alleine“, konterte Shawn und wir grinsten.

Die Fahrt zum Hotel verlief ohne weitere Vorkommnisse und wir sahen beide aus dem Fenster und bewunderten die wunderschönen Häuser Sydneys. Am Hotel angekommen hielt Shawn mir die Tür auf und reichte mir die Hand, um mir beim Aussteigen zu helfen. Etwas peinlich berührt ergriff ich sie und wir lächelten uns an.
„Deine Hände sind kalt“, bemerkte der Sänger und behielt meine in seiner. „Ja, das sind sie immer“, winkte ich ab.
Shawn ließ sich mit dieser Antwort nicht ganz zufrieden geben, doch ein Mann kam auf uns zu und sprach ihn an, wer ich denn sei. Es schien sein Manager zu sein und ich hielt mich im Hintergrund. Shawn erklärte ihm meine Situation und etwas mitleidig sahen die beiden zu mir rüber. Na toll.
„Das bekommen wir schon hin“, sagte der Manager schließlich und machte eine einladende Bewegung, dass wir ihm ins Innere des Hotels folgen sollten.
Die Eingangshalle war ziemlich groß und Kronleuchter hingen in einer Reihe von der Decke. Alles war in orangenen und goldenen Tönen gehalten und insgesamt erinnerte es mich an ein gemütliches Wohnzimmer. Der Manager sprach eine junge Frau an der Rezeption an und winkte schließlich Shawn hinzu.
Die beiden sprachen eine gefühlte Ewigkeit und ich sah mich weiterhin um. Ich entdecke eine kleine Boutique am anderen Ende des Raumes. Dabei fiel mir ein, dass ich ja gar keine anderen Kleidungsstücke dabei hatte, als die, die ich an hatte.
Als ich gestern Abend bereits in Sydney angekommen war hatte ich meine Wechselsachen angezogen. Die Nacht hatte ich am Flughafen verbracht, in der Hoffnung mein Rucksack würde noch auftauchen, beziehungsweise zurück geschickt werden. Die Fluggesellschaft versicherte mir, dass er so schnell wie möglich eingeflogen werden würde, doch da sich ein Sandsturm anbahnte, würde das seine Zeit dauern. Geld hatte ich auch keines mehr, um mir nun groß neue Sachen anzulegen. Wohl oder übel musste ich meine Eltern anrufen und ihnen nicht nur die unerfreuliche Nachricht mit meinem Rucksack überbringen, sondern auch, dass ich anscheinend nicht in der Lage dazu war, auf meine Wertsachen aufzupassen.
Das würde wieder ein Theater geben. Doch mir blieb schließlich nichts anderes übrig, wenn ich nicht die nächsten paar Tage dieselben Sachen anziehen wollte.  
Shawn trat an meine Seite und ich lenkte meine Aufmerksamkeit wieder zu ihm.
„Es gibt ein kleines Problem“, fing er an. „Wenn es kein Zimmer mehr gibt ist das schon in Ordnung. Ich werde bestimmt irgendwo einen Platz finden an dem ich schlafen kann. Ich sollte sowieso gar nicht hier sein und mich aufdrängen …“, begann ich und wollte mich schon fast zum Gehen wenden, doch der Sänger hielt mich am Arm fest.
„Es gibt ein Zimmer. Zwar ist es meins, aber ich hätte nichts dagegen, wenn du bei mir bleiben würdest. Mit meinem Manager ist das auch abgesprochen und da ich es nicht zulassen werden, dass du Gott weiß wo in dieser Stadt die Nacht verbringst und am Ende noch mehr deiner Sachen verlierst oder dir im schlimmsten Fall etwas zustößt, hast du wohl keine andere Wahl als die Nacht mit mir in meinem Zimmer zu verbringen“, unterbrach Shawn mich und ich sah ihn verdutzt an. „Natürlich nicht mit mir. Ich meine … in meinem Zimmer … aber nicht …“, stotterte Shawn und wurde sogar leicht rot.
„Ich versteh schon. Aber ist das wirklich in Ordnung? Ich meine wir kennen uns nicht und du bist ein Star! Verstehst du was ich meine? Schließlich könnte ich das Ganze ja auch inszeniert haben, um an dich heran zu kommen“, sagte ich, wobei ich mir selber nicht sicher war was ich da gerade von mir gab.
„Du hast Recht damit, dass wir uns nicht kennen. Aber ich würde dich gerne kennen lernen und du machst jetzt auch nicht wirklich den Eindruck als hättest du das alles so geplant und böse Absichten“, winkte Shawn ab und sah mich gelassen an. „Also?“
„Okay. Danke“, willigte ich ein. Lächelnd deutete Shawn in Richtung der Aufzüge und zusammen mit seinem Manager und Bodyguard fuhren wir in den 15. Stock.
„Und Sie haben nun keinerlei an Anziehsachen und Hygieneartikeln?“, wandte sich der Manager an mich, als wir in dem geräumigen Zimmer ankamen. Ich schüttelte den Kopf. „Dann werde ich mich darum kümmern, dass sie eine Zahnbürste, Waschzeug und Kleidung bekommen. Für die Nacht wird Shawn Ihnen mit Sicherheit ein T-Shirt leihen.“
„Das ist wirklich nicht nötig“, lehnte ich ab und mir wurde ein wenig unbehaglich zumute. „Das denke ich schon. Genießen Sie Ihren Aufenthalt. Shawn, wir sehen uns morgen“, verabschiedete sich der Manager und ging gar nicht erst weiter auf mich ein. Zusammen mit dem Bodyguard verließ er das Zimmer und der Sänger und ich waren alleine.
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