Gedankengänge der Völlerei -Beelzebub

von Jinksi
OneshotAllgemein / P12
Beelzebub
31.03.2019
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Beelzebub
                                                                   -Völlerei-

Meine erste Emotion: Schmerz
Mein erstes Bild: Gitterstäbe und Schläuche, die in/aus meinem Körper führten
Mein erster Gedanke: Was bin ich?

Mit dieser Frage quälte ich mich die ganze Zeit über.
Jede einzelne Minute,  in der sie keine Experimente an mir vollführt und mich einfach nur in meinem kleinen Käfig liegen gelassen hatten.
Ich versuchte zu verstehen, aber ich war noch zu jung. Dachte ich jedenfalls - besser gesagt; ich war mir nicht sicher.
Ich wusste, dass ich noch nicht allzu lange in diesem kleinen Käfig sein konnte, doch  ich war glaub ich zu groß um wirklich sehr jung zu sein.

Ich schüttelte wieder den Kopf, meine Gedanken konnte nicht fassen und dabei schlug ich immer wieder gegen die Gitterstäbe.
Diese Wesen, ich wusste ihren Namen nicht, kamen dann immer und spritzten etwas in diese Schläuche , anschließend wurde mir schummrig.
Meine Auffassungsgabe schwand und ich schlief ein.
Zusammengerollt wie ein Tier.
Vielleicht war ich eins?

Egal was ich war, ich schien wichtig zu sein, denn immer wenn ich......ich glaube sie nannten es krank sei, gaben sie mir Dinge.....Medikamente, die mich wieder gesund machten.
Also schienen sie mich zu benötigen und dann kam ER.

Als ich dann älter war oder zumindest eine gewissen Zahl erreicht hatte, wurde alles aufgeräumt und sie rannten wild umher.
Irgendwie empfand ich es als......amüsant......lustig.......witzig.....
Keine Ahnung welches Wort das richtige war, aber ich hörte nicht auf zu beobachten und eines morgens, stand jemand vor meinem Käfig.
Er roch ganz anders, als die anderen Wesen.
Dieses Wesen stellte sich mit Jennova vor und ein paar andere nannten ihn, ich glaub auch Gott.....
Er lächelte mich an und ich empfand eine Wärme dabei.
Ich wollte das er mich mag, mich in den Arm nahm und dann fing ich an zu stocken.
Warum fühlte ich das?
War das normal?
Dann wagte ich es meinem Kopf noch weiter zu heben, so das ich leicht aufrecht da saß und seine Augen waren eiskalt, abwertend, brutal.
Sofort wurde meine Käfigtür aufgerissen, ich wurde am Hals gepackt und raus gezehrt.  
In der Zeit wo ich mich nicht wehren konnte, wurde ich abgemessen und alle möglichen Proben wurden von mir genommen.
Als sie dann mit mir fertig waren, verkündete der Mann, der mich die ganze Zeit über nicht aus den Augen gelassen hatte, dass ich einen größeren Käfig bekomme.

Ein größerer Käfig hieß eigentlich mehr Platz für mich, mehr Bewegungsfreiheit und keine Ketten.
So hoffte ich und ich wurde eines besseren belehrt.
Der Käfig war größer, aber ich konnte den Raum nicht ausnutzen, da man mir wieder Ketten anlegte und wenn es nicht gerade Fütterungszeit war, hing ich in der Luft.
Das einzige was dieses Mal anders war, ich sah zum ersten Mal den Himmel.
Es war zwar nur ein kleines Fenster aber immerhin und irgendwann wollte ich da raus.
Ohne Ketten einfach herumlaufen und mal was anderes sehen.

Ich war so dumm und naive.
Man lachte mich jedes Mal aus, wenn ich auch nur diesen Gedanken ausgesprochen hatte.
Sie sagten dann immer: „Das Monster denkt wirklich es kommt hier raus.“ oder „Das Ding ist wirklich zu dumm und so was von leichtgläubig.“
Monster.
Ding.
Bin ich wirklich nichts anderes als ein Etwas?
Ist man automatisch weniger Wert, nur weil man erschaffen und nicht geboren wurde?
Das Gegenteil hatte man mir nie bewiesen und man wollte es auch nie.
Jedenfalls nicht hier, in einem Labor und wahrscheinlich schon gar nicht im Himmel selbst.

Mein Dasein hier wurde immer schlimmer und immer unerträglicher.
Sie schnitten mich auf, hackten mir die Flügel ab und schmissen mich wieder zurück in meinem Käfig.
Sie dokumentierten wie lange es dauerte, bis meine Wunden wieder verheilt  waren und ich mich wieder zusammengesetzt hatte.
Die Experimente wurden häufiger.
Mir wurden weitere abtrünnige Engel zum fraß vorgesetzt  und sie haben noch gelebt......
Sie wollten wissen wie lange ich brauche um sie zu fressen oder zu zerteilen und in ihnen zu baden.

Ich konnte das irgendwann nicht mehr ertragen und so erschuf ich Masken, die immer mehr wurden, je zerbrechlicher die davor wurde.
Irgendwann waren es so viele, dass ich den Überblick verloren hatte und das verwirrte mich ziemlich, da ich nicht mehr wusste wer ich war.
Dann eines Tages, wachte ich auf und meine Käfigtür war offen.
Ich hätte im Käfig bleiben sollen oder doch nicht?
Kaum das ich die ersten Schritte an der frischen Luft gemachte hattee, wurde ich festgenommen und bin in der Hölle gelandet.

Hier unten wurde ich gefunden, aufgepäppelt und hier fand ich jemanden den ich trauen konnte.....
Vielleicht, konnte ich diesem jemandem trauen.....
Doch ich war nicht der Einzige,  den diese Person aufnahm und so veränderte ich mich wieder.
Ich setzte mir meine letzte Maske auf und mein Verhalten änderte sich erneut.
War es so falsch, zu glauben das ich für eine einzige Person mal das wertvollste sein durfte?
Mein Verhalten ging einigen auf die Nerven und so wurden mir erneut Spitznamen gegeben, da ich mich verhielt, wie ein durchgeknalltes Kind auf Schokolade....
Aber wie soll ich mich sonst verhalten, wenn niemand mich kennenlernen will?
Ich nahm es einfach hin, da es einige gab, die auch hier unten ihre  Masken trugen und irgendwie, schienen Masken hier unten auch normal zu sein.
Normal.....
Was für ein Wort.
Was bedeutet es eigentlich und was für eine Bedeutung hat es im Himmel oder in der Hölle?

Mein Leben in der Unterwelt unterschied sich nicht allzu sehr.....
Es war wie mein erster Tag im Himmel.
Irgendwie.....
Ich weiß es nicht.....
Sicher ich habe keinen Käfig mehr.
Keine Ketten oder Schläuche.
Ich darf mich frei bewegen und habe jede Menge Platz.
Ich darf essen was ich will.....
Ich habe sogar einen eigenen.....wie nannten sie es.....Clan.
Andere Wesen die auf mich angewiesen sind.
Ausgerechnet auf mich und ich soll sie beschützen....
Wie soll ich das machen und wer könnte mir dies erklären?
Vielleicht kann mir der Drache es erklären und es mir beibringen.....

Ach ja, ich bin jetzt ein Satan.
Satan der Völlerei.
Das scheint eine sehr wichtige Rolle zu sein und sie beinhaltet Verantwortung.
Jedenfalls laut Mad Hatter.....
Er ist komisch.
So wie die anderen auch und da ist auch noch dieser Mann....
Der, der mich „aufgezogen“ hat und ich glaube ich habe so etwas wie einen Freund.....
Leviathan ist nett zu mir.
Und der Fürst verwirrt mich.
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