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Rachel

KurzgeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P12 / Gen
31.03.2019
30.06.2019
15
28.372
 
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31.03.2019 582
 
Prolog

Der Krieg … Er herrscht bereits lange. Er bestimmt das Gesicht unserer Gesellschaft. Er zeigt uns, wer wir sind und dass alles, was wir besitzen, schon morgen verloren sein kann. Sorgen sind nichtig im Vergleich zum zerstörerischen Wesen des Krieges. Daher muss man sich umso bewusster der schönen Momente im Leben sein.
Alles begann vor über drei Jahren, als Amerika seinen Erzfeind Russland in die Knie zwang. Jedoch war es kein Kampf im eigentlichen Sinne. Und die Hände schmutzig gemacht, hatte sich dieser Staat in Übersee auch nicht. Es war viel mehr eine groß angelegte Intrige.
Europa war der eigentliche Akteur. Es wurde gegen seinen riesigen Nachbarn aufgehetzt, setzte Sanktionen und unterstützte Aufständische, bis diese Russland, das Volk und die Nation, zweiteilten. Doch das zerrüttete Land hatte auch Verbündete, die nicht einfach tatenlos zusahen.
Als Russland zerbrach, mobilisierten die östlichen Staaten, China und der Iran, mit dem, was von ihrem Partner noch übrigblieb, ihre Kräfte und zogen gegen Europa, die Marionette Amerikas. Doch ein schnelles Ende fand dadurch dieser Konflikt nicht. Denn auch wenn die neue „Asiatische Allianz“ viel mehr Truppen zur Verfügung hatte, so war Europa immer noch technologisch diesen Mächten weit überlegen.
Trotzdem führte der Krieg zu mehr Zusammenhalt in Europa selbst. Die Hauptstaaten, die dieser Kampf am engsten zusammen schweißte waren Deutschland, Frankreich und mein geliebtes England. Sie bildeten das „European Triangle“, ein Bündnis der Solidarität, Stärke und auch Zuversicht.
Die zwei Parteien kämpften erbittert gegeneinander. Und Amerika? Dessen Regierung sah dem Spektakel zu, profitierte davon, wie durch jede weitere Schlacht seine Konkurrenten schwächer wurden. Ganz nach dem Motto: Streiten sich zwei, freut sich der Dritte. Was für eine verschlagene Taktik. Was für ein hinterhältiges Spiel, welches so viele Opfer schon forderte und weiterhin fordern wird. Doch für Reue ist es schon lange zu spät. Europa befindet sich in seinem Überlebenskampf und muss ihn bestehen.
Und als wäre der Krieg im altbekannten Maße nicht bereits genug, so gebar er etwas, das so fürchterlich und so zerstörerisch war, dass es das Inferno der Hölle auf Erden entfesseln kann. Die Zeus-Bombe. Sie ist die stärkste Bombe, die jemals von einer Militärmacht gezündet wurde. Ausschlaggebend für ihre Entwicklung war die Entdeckung eines neuen Sprengstoffes; das Antraith-Kyrosen. Durch diesen hat die neue Bombe eine Sprengkraft, die bis zu fünfhundert Tonnen TNT entspricht. Da sie jedoch sehr groß und schwer ist, konnte sie bisher nur durch ein Spezialflugzeug zum Einsatz gebracht werden. Die Ersten, welche dieses Monster einsetzten, waren zum Glück wir. Das brachte uns einige Vorteile. Doch den Krieg gewinnen konnten wir damit nicht. Stattdessen hatte diese Bombe die Zerstörung des Krieges lediglich auf ein neues Plateau gehoben. Denn nur ein knappes Jahr später hatte auch die „Asiatische Allianz“ eine solche Wunderwaffe entwickelt. Nun kämpfen beide Parteien, an der Verbesserung dieser Bombe. Und das könnte die Entscheidung herbeiführen. Einer der vielen Gründe, weshalb ein frühzeitiges Ende des Krieges auf konventionellem Wege nötig ist, ehe die asiatischen Staaten schneller zu Erfolgen in der Erforschung der Zeus-Bombe gelangen könnten.
Daher gibt es seit geraumer Zeit das Metamensch-Projekt. Es modifiziert Soldaten mit Seren, die sie mit übermenschlichen Fertigkeiten ausstatten. Doch diese Seren müssen vor der breiten Anwendung zunächst erforscht und entwickelt werden. Dafür gibt es in England genau eine Einrichtung. Und diese ist die „Lake-District-Anstalt“, ein Gebäudekomplex, der abseits der Zivilisation genutzt wird, um an Menschen solche Seren zu testen.
Die Hoffnung für unseren Sieg liegt in ihr verborgen. Und ich hätte nie gedacht, was mich dort erwarten würde.
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