Die neue Generation

von Corufu
GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
Kisshu Ikisatashi OC (Own Character)
31.03.2019
31.03.2019
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Diese Geschichte entstand bis zu einem bestimmten Punkt zusammen mit einer guten Freundin. Demnach sei ihr dies  gewidmet.

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Die neue Generation

"Aller Anfang ist schwer"

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Schnellen Schrittes erreichte ein braunhaariges Mädchen den kleinen Bahnhof und stieg in den Zug ein, der nahezu auf sie wartete. Sogleich hörte man ein Zischen, bevor sich das Gefährt in Bewegung setzte. “Ein Glück..”, murmelte sie zu sich selbst und ließ sich auf einen Sitzplatz nieder. Neues Schuljahr und direkt verschlafen – das lief ja wieder hervorragend.  

Kurze Zeit später befand sie sich vor den Toren der menschlichen Hölle. Die erste Herausforderung des Tages hatte sie überstanden, doch schon bestand eine neue. Sie musste ihren neuen Klassenraum finden, ohne zu spät zu kommen. Glücklicherweise hatte sie theoretisch noch ausreichend Zeit. Bei ihrem Talent durfte sie sich trotzdem nicht zu viel Hoffnung machen. Seit ungefähr anderthalb Jahren lebte sie schon in Tokio, trotzdem war ihr die Schule immer noch erstaunlich fremd geblieben. Als sie planlos im Gang stand und sich nach einem Schulplan umsah, ertönte eine fremde Stimme hinter ihr. “Alles okay? Suchst du was?” Sofort drehte sie sich um und erblickte einen Jungen in ihrem Alter, der allerdings etwas größer als sie war. “Nun.. Ja, alles in Ordnung. Ich suche allerdings den Raum 2.3. Weißt du, wo der ist?”, fragte sie nun und es bildete sich ein freundliches Lächeln auf ihrem Mund. Er sah wahrlich interessant aus. Braune Augen und grüne Haare, die vereinzelt aus seiner Mütze hervorlugten. Die Farbe stand ihm, wie sie feststellte. “Klar, folg mir.”, meinte er mit einem Grinsen im Gesicht, nahm ihre Hand und zog sie mit sich. Leicht erschrocken stolperte sie ihm kurz hinterher, bis sie sich wieder fang und ihm folgte.  

Plötzlich ließ er ihre Hand los, während er ein anderes Mädchen ansah. “So, da wären wir. Wie heißt du überhaupt? Ich heiße Dren, bis später.”, sprach er und noch bevor sie ihm eine Antwort geben konnte, war er weg. Wie sie sehen konnte, näherte er sich dem rothaarigen Mädchen und setzte sich auf einen Platz hinter ihr. “Bis dann..”, murmelte sie ihm verdutzt nach. Seltsamer Junge. Erst nahm er ihre Hand, was eine etwas ungewöhnliche Geste bei fremden Leuten war, und nun ließ er sie urplötzlich stehen. Warum fragte er nach ihrem Namen, wenn er eh direkt abhaute? Ein leichtes Lächeln bildete sich auf ihren Mund. Egal, wie man es drehte und wendete – er hatte sie zum Raum gebracht. Scheinbar gingen sie sogar in die gleiche Klasse. An einem freien Platz am Fenster ließ sie sich nieder und schaute sich etwas im Raum um. Keinerlei bekannte Gesichter, wie sie sehen konnte. Neuer Jahrgang bedeutete in dieser Schule auch eine neue Zusammenstellung innerhalb der Klassen. So befanden sich ihre Freunde vom letzten Jahr leider nicht mehr in ihrer Klasse. Schade eigentlich. Seufzend blickte sie hinaus und betrachtete den Baum, der in der Nähe des Gebäudes stand. Der Junge von eben, Dren, saß irgendwo mitten im Raum und schien bis jetzt die einzige Person zu sein, die sie her kannte – insofern man das so bezeichnen konnte. Die Schulklingel ertönte und das Mädchen erschrak sich, wurde aus ihren Gedanken gerissen. Schreckhaft wie eh und je, dachte sie sich beschämt und hielt den Blick nach draußen aufrecht.  

Der Junge hingegen sah die Schülerin an, die vor ihm saß, und betrachtete ihren Rücken. Wie lange hatte er darauf gewartet, sie endlich wiederzusehen. Nur wie sollte er sie am besten ansprechen. Oh verdammt, was hatte er sich nur dabei gedacht? Sein Mädchen aus den Träumen drehte sich um und schenkte ihm ein Lächeln. Zum Dahinschmelzen, er konnte nur dumm zurücklächeln. Dem Blick ausweichend, trifft er auf das braunhaarige Mädchen von vorhin. Sie hatte bestimmt nicht solche Probleme. Er würde sie sicherlich nochmal nach ihrem Namen fragen. Nebenbei packte er die Sachen aus, die ihm sein guter Freund mitgegeben hatte. Mathematik oder wie das die Menschlinge nannten? Nun bemerkte er die ganzen Nummern auf dem Tisch, die ihm von einer Mädchengruppe vorhin hinterlassen wurden. Was sollte er jetzt mit den Zahlen? Schön, dass sie etwas beschmutzten, doch wo bestand der Sinn dahinter? Sogleich kramte er ein Radiergummi raus und entfernte die Zahlen. Dumme Mädchen, dachte er sich dabei und hörte anschließend die Tür, die durch den Lehrer geöffnet wurde. Wie die anderen Schüler stand auch er zur Begrüßung auf und war froh darüber, was ihm daheim zum Schulleben mitgeteilt wurde.  

Schnell wurde der Unterricht nach einer kurzen Willkommensrede begonnen und er versuchte, diese Aufgaben zu verstehen. Leider kam er nicht gut damit klar und hörte plötzlich eine niedliche Stimme. “Brauchst du Hilfe?”, fragte die Rothaarige und gab ihm anschließend etwas Unterstützung. “Ich kann dieses Thema halbwegs. Ich hatte Nachhilfe in den Ferien.”, meinte sie verlegen und verriet ihm dann die ein oder andere Lösung. “Hattest du das Thema schon an deiner alten Schule?” Was sollte er darauf am besten antworten? “Nein, glaube nicht. Vielleicht habe ich es aber nur nicht mitbekommen. Hab nicht wirklich aufgepasst.”, sprach er und grinste anschließend etwas, “Ich fand so einiges interessanter, so wie dich.” Man sah ihr ihre Verlegenheit an, trotzdem half sie ihm auch bei den anderen Aufgaben. Zwischendurch sah er zum Fenster und lächelte unbewusst, als er das unbekannte Mädchen sah. Während er sich mit der Rothaarigen unterhielt, wurde er oftmals ermahnt. Er ignorierte es gekonnt, bis schließlich die Klingel zur Pause ertönte. Seine Sachen nahm er mit in die Pause und setzte sich auf eine Bank im Schulhof. Leider war sie nicht mitgekommen, was er etwas Schade fand. Schließlich schlang er das Essen hinunter und musste sich zusammenreißen, nicht zu würgen. Wie konnten die Erdlinge so etwas essen? Urghs. Trotzdem ließ er sich nichts anmerken und hielt seine Rolle aufrecht. Dabei sah er sich um und stellte fest, wie langweilig es hier aussah. Am liebsten würde er für etwas Spannung sorgen, doch dafür war es noch zu früh.  

Währenddessen unterhielt sich die Brünette mit ihren Freunden aus der alten Klasse und aß ihr Essen unter einem Kirschblütenbaum am Rande des Schulhofes. “Und Yukiko, wie findest du deine neue Klasse?”, wurde sie gefragt. Als Antwort folgte erst nur ein Schulterzucken. “Ich kenne Niemanden und habe noch keine neuen Bekanntschaften gemacht – keine Ahnung.” Bis zum Ende der Pause ging die Unterhaltung voran, dann mussten sie sich leider wieder verabschieden. Auf dem Weg zum Raum erblickte sie flüchtig Dren zwischen den Schülern. Kurz verweilte ihr Blick auf den Jungen, bis sie sich wieder von ihm abwandte und den Raum erreichte. Der Schultag setzte sich fort und wurde nur noch langweiliger. Als es endlich zum Schulschluss klingelte, begab sich das Mädchen zum Musikclub, den sie mit 3 weiteren Schülern leitete. Sie hatte es schon irgendwie vermisst, mit den anderen zu musizieren. In diesem Raum hatte sie schon viele tolle Erinnerungen sammeln können, die sie gerne erweitern würde. “Hallo, ihr drei!”, begrüßte sie die anderen Mädchen und gab jedem eine kleine Umarmung. “Hoffentlich finden wir neue Mitglieder, doch auch das werden wir schaffen.”, fügte sie noch motiviert hinzu. Nachdem die älteren Schüler mitsamt ihrer beiden Hauptsänger von der Schule abgegangen waren, sah die Schulband ziemlich zerrupft aus. Ohne Sänger waren sie aufgeschmissen. Notfalls wollte sie selbst den Part des Sängers übernehmen, was allerdings eine große Herausforderung für das Mädchen darstellen würde, da sie eigentlich für das Keyboard zuständig war. Sie war auch am Komponieren der Lieder beteiligt, somit hatte sie eigentlich schon genug zu tun.  

Schließlich hörte sie die Tür hinter sich und ein schwarzhaariges Mädchen trat herein, welches sich anmelden wollte. “Kann man sich hier noch anmelden? Also, falls ihr eine Sängerin sucht.. Mehr kann ich leider nicht.”, fing die Neue im Raum an und ein Lächeln zeigte sich auf Yukikos Gesicht. Genau sie brauchte die Band. Sichtlich erleichtert über ihr Erscheinen reicht sie ihr das Anmeldeformular. “Natürlich. Das ist kein Problem. Trotzdem bitte ich dich, dieses Formular auszufüllen. Lass dir damit ruhig Zeit. Du kannst die heutige Stunde als Schnupperstunde betrachten. Ich bin Yukiko Umeko und das sind Aya Kanuki, Rika Souma und Mei Shini. Wir freuen uns sehr über dein Interesse und heißen dich herzlich Willkommen.”, sprach die Brünette mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht. Auch die anderen Mitglieder zeigten sich als sehr freundliche Personen und sprachen mit der Schwarzhaarigen. “Oh, ich habe ganz vergessen, mich vorzustellen. Entschuldigt bitte mein unhöfliches Auftreten. Ich heiße Tsukiko Buruuberii und es freut mich, euch alle kennenzulernen.”, sagte das unbekannte Mädchen, das sich als Tsukiko entlarvte, lächelnd. Anschließend wollten sie ein paar Lieder ausprobieren, um herauszufinden, ob sie als Team harmonieren würden.  

Zum gleichen Zeitpunkt befand sich ein fremder Junge, der nahezu orangefarbene Haare hatte, im Café eines Parks und fragte die Bedienung nach dem Weg zur Toilette. Die rothaarige Kellnerin schien allerdings überfordert mit der Frage zu sein, da ihr ein anderes Mädchen andauernd dazwischenredete. Somit befand er sich nun im Flur auf der Suche nach der Toilette. So dringend, wie es war, probierte er einfach jeden Raum aus, den er in der unteren Etage fand. Schließlich traf er auf einen Raum, der einem Labor sehr ähnlich sah.  Auf einem der vielen Bildschirme war eine Delphinart abgebildet und daneben war vermutlich ein Erbmaterial abgebildet. Verwirrt aber neugierig betrat er den Raum und die Tür fiel hinter ihm zu. Plötzlich nahm er aufgebrachte Stimmen und Schritte wahr und versteckte sich hinter der Tür. Zu seinem Glück liefen diese allerdings am Raum vorbei und er konnte wieder aufatmen. Was sollte er bitte sagen, wenn sie ihn hier finden würden? “Äh, sorry, ich dachte, das wäre eine Toilette.”, konnte er ja wohl schlecht sagen. Schließlich begab er sich zum Schreibtisch und sah sich interessiert die Informationen auf dem Bildschirm an. Dabei wollte er sich auf dem Tisch abstützen, drückte dabei allerdings versehentlich einen Knopf, der sich genau an der Stelle befand. Plötzlich leuchteten kleine Glühbirnen auf und eine Meldung erschien auf dem Bildschirm, während irgendwelche Laute ertönten, die einem Alarm nahekamen. “Projekt 334 wurde gestartet. Gene erfolgreich entsandt.” Wow wow wow, was war das? Das war er nicht! Schnell drehte er sich zur Tür um und nach kurzer Stille versteckte er sich wieder hinter der Tür. Diese wurde sogleich aufgerissen und 2 Männer kamen herein. “Das kann nicht sein! Das Projekt.. Es war noch gar nicht vollendet, verdammt!”, meinte einer von ihnen aufgebracht. Er schätzte, er sollte jetzt besser verschwinden, bevor sie seine Anwesenheit bemerkten. Leise ging er um die Tür herum und hinaus in den Flur, dann beschleunigte sich sein Lauftempo. Dabei wich er einer jungen Frau mit langen, violetten Haaren aus und entfloh dem Café. Das Mädchen hatte ihn zwar wahrgenommen, aber größtenteils ignoriert. Er kam nur von der Toilette, verstanden?! Noch immer musste er auf die Toilette und machte sich daher schnellstens auf dem Weg nach Hause.

Derweil in der Schule hatten sich die Mädels im Musikclub für ein Lied entschieden und bereiteten gerade alles vor. Die Brünette hatte gerade ihr Keyboard aufgestellt, als sie urplötzlich ein Zucken in sich wahrnahm. Dann war alles schwarz. Ihre Sicht wurde wieder klarer und sie bemerkte eine violette Umgebung. Schnell fiel ihr der Wolf vor sich auf. Was war das? Ein Traum? Wo war sie hier? Unfähig, zu reden oder vernünftige Gedanken zu fassen, sah sie dem Wolf nur entgegen und streckte langsam ihre Hand aus, um sein Fell zu berühren. Auch der Wolf streckte seinen Kopf aus, allerdings nicht, um gestreichelt zu werden, sondern in ihren Körper hineinzuspringen. Erschrocken machte sie ihre Augen wieder auf und bemerkte zwei Mädchen bei sich. “Na endlich, du bist wieder wach. Wir haben uns schon Sorgen gemacht!”, platzte es der blonden Aya heraus und man konnte die Sorge wortwörtlich heraushören. Vorsichtig erhob sich Yukiko und sah die beiden an. “Tut mir leid.. Vielleicht der Kreislauf.”, sprach sie unsicher und lächelte leicht. Scheinbar war sie ohnmächtig gewesen und das Szenario eben entpuppte sich als Traum. Aber es fühlte sich so real an, ging ihr durch den Kopf. Dann bemerkte sie die anderen beiden auf der anderen Seite des Raumes. “Mach vorsichtig.. Willst du Wasser?”, fragte Aya nochmal nach, doch Yukiko lehnte dankbar ab. “Wie du siehst, ist Tsukiko auch ohnmächtig geworden.”, sprach Mei an, als sie den Blick der Brünette bemerkte. War das Zufall? Langsam näherte sie sich der Schwarzhaarigen, die auf dem Boden lag, und kniete sich neben Rika hin, die die ganze Zeit über schon an ihrer Seite war.  

Auch Tsukiko befand sich in einer ähnlichen Illusion wie die Brünette eben. Ihre Umgebung strahlte allerdings in einem tiefen Blau und ein Delphin leistete ihr Gesellschaft. Der Delphin nickte ihr freundlich zu, während sie, überfordert mit der Situation, ein paar Schritte zurückwich. Doch bevor sie noch irgendwas machen konnte, sprang das Tier in sie hinein und sie verschmolzen miteinander.  

“Hey, sie ist wieder wach.”, stellte Rika fest, während das Mädchen hochschreckte und nach Luft schnappte. Schnell bemerkte sie die besorgten Gesichter und lachte etwas. “Habe ich irgendwas verpasst?” Sie zuckte zusammen, als sie einen Schmerz im Hinterkopf spürte. Daraufhin fasste sie sich an den Kopf und tastete nach Blut, doch glücklicherweise schien alles in Ordnung zu sein. “Alles okay? Hast du Schmerzen?”, fragte Mei nach, doch schnell stritt Tsukiko die Sorge ab. “Ist ja alles gut. Wollen wir anfangen?”, fragte sie lachend nach und setzte sich auf. Ein Nicken seitens der anderen Schülerinnen erschien und ihr wurde aufgeholfen, um die Stunde endlich richtig beginnen zu können. “Willkommen zurück, Tsukiko-san~”, sprach die Brünette freundlich und schmunzelte leicht. Mit positiver Ausstrahlung wandte sie sich an ihr Instrument. “Dann legen wir mal los. Wir können das Lied schon inn- und auswendig, so oft haben wir es schon geübt.”, meinte sie lachend und spielte sich etwas ein. Auch die anderen begaben sich zu ihren Instrumenten – Aya mit der Gitarre, Mei an der Querflöte und Rika mit dem Bass. “Wie sieht es bei dir aus? Kannst du den Text oder soll ich dir eine Kopie geben?”, fragte Aya an Tsukiko gewandt nach. Plötzlich zuckte die Brünette wieder zusammen und hielt sich die Nase zu. Ein grässlicher Geruch stieg in ihre Nase. “Hey, was ist los?” Rika ging auf Yukiko zu, welche entsetzt aussah. “Riecht ihr das denn nicht?”, meinte sie aufgebracht und sank etwas zu Boden. Woher kam dieser Gestank? Was war hier los? “Welchen Geruch meint sie..?”, wandte sich Mei an die anderen, doch Niemand verstand die Situation bzw. Das Leiden der Schülerin. Als die Brünette die verwunderten Gesichter der anderen sah, hielt sie inne. Konnte nur sie das riechen? Schließlich schüttelte sie den Kopf und ließ ihre Nase wieder los. “Schon gut, war wohl nur eine Einbildung.”, sprach sie leicht verlegen, obwohl ihr der Gestand immer noch in den Kopf stieg. Wie sollte sie das nur aushalten? Bevor sie weiter darüber nachdenken konnte, nahm sie plötzlich laute Schritte wahr. Auch die Schwarzhaarige schien die Laute zu hören, da sie genauso verwundert dreinblickte.  

Plötzlich wurde die Tür eingetreten und ein riesiges Monster stand vor ihnen, welches die halbe Wand zerstört hatte. Schreie ertönten von den anderen Mädchen - nur die Brünette und die Schwarzhaarige blieben gefasst, obwohl sie damit natürlich auch nie damit gerechnet hätten. Was war das für ein Biest? Es erinnerte stark an einen Fuchs, war aber deutlich größer und monströser. Da Yukiko nicht wusste, was sie tun sollte, wich sie zusammen mit den anderen ein paar Schritte zurück. Dabei bemerkte sie einen schwebenden Jungen neben dem Monster. Wer war das? Der Schweif der Kreatur wurde umhergeschwungen und traf die Instrumente, die sogleich gegen die nächste Wand krachten. “Oh nein!”, schrie eines der Mädchen auf und bekam noch mehr Angst. Kurzentschlossen ballte die Brünette ihre Fäuste zusammen und ging auf das Vieh zu. Sie konnte nicht zulassen, dass den anderen und den Instrumenten etwas zustieß. Sie musste es irgendwie hier weglocken. Sie holte tief Luft, überwandte die letzte Hürde und rief: “Hey, du Großmaul! Lass unser Equipment in Ruhe!” Mit diesen Worten lag die Aufmerksamkeit auf ihr und sie nutzte die Chance, um sich durch die Lücke zwischen Monster und Wand zu quetschen und durch den kaputten Türrahmen zu sprinten. Somit rannte sie nun über den Flur und bemerkte die vielen bewusstlosen Schüler auf dem Boden. Was war hier nur geschehen? Warum hatten sie nichts davon mitbekommen? Das Monster verfolgte sie ohne Probleme und holte direkt zum Angriff aus. Wenigstens waren die anderen nun in Sicherheit, ging ihr durch den Kopf, während sie sich zu der Kreatur umdrehte. Sie hatte das Ende des Flures erreicht und war ihm nun vollkommen ausgeliefert. Dann bemerkte sie wieder den Jungen und betrachtete ihn kurz. Bernsteinfarbene Augen.. wie schön. Genau in diesem Moment der Unachtsamkeit wurde sie von der Kralle des Fuchsmonsters getroffen und knallte gegen die nächste Wand. Während des Aufpralls wurden Wörter in ihrem Bewusstsein geformt. “Mew Mew Ume! Metamorphosis!!” Kurz darauf, bevor sie die Worte überhaupt realisieren konnte, wurde sie von violettem Licht umhüllt und stand nun in fremder Kleidung dort. Was war schon wieder geschehen? “Was..?”, murmelte sie fassungslos, hatte aber keine Zeit mehr, darüber nachzudenken, da der nächste Angriff schon folgte.

Es war Yukikos Glück, dass ihr Tsukiko gefolgt war. Diese lenkte den schwebenden Jungen genau in dem Moment ab, in dem sie sich verwandelt hatte. “DU! Du bist daran schuld, stimmt’s?! Was suchst du hier in der Schule?!” Damit lenkte sie seine Aufmerksamkeit auf sich. Würde er das nicht wollen, hätte er ihnen schon längst geholfen. Dem war sie sich sicher. “Ja und, Prinzesschen? Heul doch!” Damit setzte der Junge zum Angriff an, doch rechtzeitig konnte sie ihm noch ausweichen. Sie wusste, dass sie hier wegmusste, um sich einen Plan zu überlegen. In dem Moment wurde das Monster auf sie aufmerksam und sie rannte flüchtig über die Schulflure, knallte dabei aber gegen eine Wand. Daraufhin blieb sie einfach liegen, bis sie den Sabber auf sich tropfen fühlte. Verdammt! Der Fuchs holte mit seiner Kralle aus. Genau dann umhüllte sie ein blaues Licht. Verwandelt stand sie nun da und wurde mit voller Kraft getroffen. “Autsch!”, schrie sie beim Aufprall und zwang sich dann wieder auf die Beine. Als sie spürte, dass da Jemand war, gab sie Klicklaute von sich und rannte schließlich in die Richtung, aus der sie die Präsenz spürte. Es war wieder dieser Junge. “Das meinte Yukiko also..”, murmelte sie leise, während ihr der eklige Geruch auffiel. Bald erblickte sie die verlassene Yukiko und kam auf sie zu. “Ich weiß zwar nicht, was hier los ist und warum du so seltsam aussiehst, aber.. Alleine haben wir keine Chance gegen sie. Lass uns zusammen kämpfen.”, schlug die nun Blauhaarige vor und hielt ihr die Hand hin. Gerade wollte das besagte Mädchen das Angebot annehmen, allerdings wurden sie wieder angegriffen. Noch bevor sie getroffen werden konnten, kamen Tsukiko wieder ein paar Worte in den Sinn. “Blueberry Slices!” Damit erschienen zwei Sichelscheiben in ihren Händen und sie wehrte erfolgreich den Angriff ab, während Yukiko direkt hinter ihr stand. Die ehemalige Brünette, die gerade dunkelviolette Haare hatte, war ihr sehr dankbar. Doch im nächsten Moment wandte sich der Fuchs an sie und holte zum Angriff aus. Sie wollte ihm irgendwie ausweichen, doch es war schon zu spät. Tsukiko warf sich vor sie und wurde an ihrer Stelle getroffen. “Nein!”, entwich Yukiko geschockt, während die Blauhaarige auf den Boden aufprallte. “Oh, da sind mir ja zwei Mews ins Netz gegangen. Würde ich euch kennen, wäre das Treffen anders abgelaufen, doch so sollte ich mich besser um euch kümmern. Wir werden wohl viel Spaß haben.” Damit rief er seine Dolche herbei und attackierte Yukiko, welche nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnte und getroffen wurde. “Woher kommst du auf einmal her?”, fragte er mehr sich selbst. Dann fiel ihm auf, dass sie ihn an jemanden erinnerte. Aus Wut drosch er auf sie ein und schnitt ihr eine Haarsträhne ab. “Tja, das hast du davon, wenn du dich mit mir anlegst.”, sprach er überheblich und merkte, dass die beiden keinerlei Kampferfahrung hatte. So war dies ein leichtes Spiel für ihn. Verzweifelt darin, sich wehren zu wollen, fielen Yukiko wieder ein paar Worte ein. “Plum Fire Fan!”, rief sie und hielt plötzlich zwei Fächer in ihren Händen. Doch was nun? Bevor sie weiter darauf eingehen konnte, wurde sie wieder getroffen. Er nutzte mehr als offensichtlich seine Vorteile aus und traf sie mit dem Ellenbogen in der Rippe, woraufhin sie sich schmerzerfüllt krümmte. Im selben Moment schlug er ihr mit seiner Waffe auf den Kopf, trotzdem hielt er sie gut fest. Was sollte sie nur tun?! “Y- Hey, alles okay?!”, schrie Tsukiko ihr zu, während sie selbst noch mit dem Fuchs zu kämpfen hatte, der ihr große Schwierigkeiten bereitete. Sie verstand nicht, was diese Waffen brachten, und wollte zu Yukiko eilen, muss aber wieder dem Angriff des Monsters ausweichen. “Verdammt!”

Während sie immer noch in der Luft festgehalten wurde, sah sie dem Jungen erst sprachlos, dann aber entschlossen an. “Ja, alles gut!”, rief sie und versuchte, sich von seinem Griff zu befreien. Ihr Plan ging allerdings zu Nichte, als sie aus dem Nichts heraus geküsst wurde. Sie weitete die Augen, während er sich über die Lippen leckte. “Das hat man davon, wenn man so unerfahren ist. Doch keine Sorge, ich werde dir einiges beibringen.” Mit diesen Worten und einem Grinsen im Gesicht war er plötzlich in Luft aufgelöst. “Hey!” und sie fiel zurück auf den Boden. “Verflucht!”, keifte sie wütend, rannte dann aber zu Tsukiko, um ihr zu helfen. Wie aus dem Nichts wich sie einem Angriff aus und es kamen neue Wörter in ihren Sinn. “Ribbon.. Plum Fire Rush!” Sogleich bildeten sich Feuerbälle an ihren Fächern, die sie nacheinander auf das Monster schoss. “Das muss man also machen..”, murmelte die andere und wandte sich genauso an das Monster. “Ribbon.. Blueberry Cross!”, schrie sie und eine Wasserfontäne kam aus ihren Sicheln und trafen das Monster nur zufällig, da dieser kurz auf dem Boden zusammenbrach. Das konnte man wohl den Feuerbällen verdanken. Im nächsten Moment löste sich die Mutation auf und ein Fuchs sowie eine Quallen ähnliche Kreatur nahmen dessen Platz ein. “Scheinbar ist alles in Ordnung mit ihm”, stellte Tsukiko fest, die zu dem Fuchs gegangen war und ihn nun hochnahm. Die Qualle hingegen schwebte auf Yukiko zu, welche ein paar Schritte zurückwich. Was war das? War dies der Auslöser von allem? “Aufpassen!”, hörte sie plötzlich und ein flauschiger Ball wurde in ihre Richtung geworfen. Dieser verschlang sogleich die Qualle und schwebte zurück zum Blondschopf. “Entschuldigt mein Auftreten. Ihr werdet vermutlich wissen wollen, wer ich bin und was geschehen ist. Ich bin Ryou und das eben war ein Angriff auf euch, ausgelöst durch Aliens, die mit Parasiten die Tiere infizieren und mutieren lassen. Auch genannt: Chimären. Warum ihr so ausseht? Ganz einfach, ihr wurdet zu Mews. Und nun begleitet mich bitte.”, erklärte der junge Mann beiläufig, als stammte dies aus einem Lehrbuch. Beide Mews waren sichtlich verwirrt, hatten aber wohl erstmal keine andere Wahl, als ihm zu folgen.

Fortsetzung folgt...
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