Leave a Message! Unless it‘s Wade (Übersetzung)

von Ririchiyo
OneshotDrama, Tragödie / P16 Slash
Deadpool / Wade Winston Wilson Spider-Man / Peter Parker
31.03.2019
31.03.2019
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AN: Autorisierte Übersetzung der wundervollen Geschichte „Leave a Messae! Unless it's Wade“ für die ich von Colorful_Pop eigentlich schon seit einem halben Jahr eine Erlaubnis habe, aber mein Mail-Postfach hat die wohl irgendwie verloren, weshalb ich das erst jetzt erfahren habe … :/
Nun ja. Colorful_Pop hat sich für die Geschichte vom Song „Hurts like Hell“ von Fleurie inspirieren lassen. Reviews werden von mir nicht übersetzt oder weitergeleitet. Bei (Übersetzungs)Fehlern gerne immer an mich und nun hoffentlich viel Spaß! :)




Leave a Messae! Unless it's Wade


Wade drehte sich unruhig im Bett hin und her, bevor er schließlich hinnahm, dass er keinen Schlaf bekommen würde.

Es waren bereits drei Wochen vergangen, seit- seit sie miteinander gesprochen hatten.

Zu dem Telefon hinüber sehend, welches auf der Kommode lag, kam er langsam unter der Decke hervor und setzte einen seiner Füße auf den kalten Boden. Vielleicht könnte er einfach-
Denk nicht mal dran!
Zu spät …
„I-Ich muss nur seine Stimme hören …“ Inzwischen wusste der Ex-Söldner schon längst nicht mehr, ob er sich selbst oder die Boxen zu überzeugen versuchte.
So oder so, es funktionierte ohnehin nicht.
Bist du blöd? Oder bist du einfach nur wirklich so schwach? Heute morgen hast du doch genau das gleiche gesagt!
Gib dem Großen eine Pause, er weiß, dass es seine Schuld ist, was passiert ist. Er ist derjenige, der nicht-
„Sei still!“, spie Wade und unterbrach Yellow so. Er warf dem Handy einen letzten, sehnsüchtigen Blick zu, bevor er schnell aufstand und in die Küche lief.
„Ich werde nur ein einziges Mal anrufen“, argumentierte er, und wandte kurzzeitig den Blick von den Geschirrbergen ab.

Es war drei Wochen her, seit- seit das Geschirr abgewaschen worden war.

Peter kümmerte sich normalerweise darum. Er bestand immer darauf, dass er sich normaler fühlte, wenn er so einfache Aufgaben erledigte, und nicht als wäre er irgendjemand mit Kräften und einem engen Ganzkörperanzug. Wade verstand es nicht wirklich, aber er würde sich niemals darüber beschweren, nicht hinter sich selbst hinterher räumen zu müssen.
Nach einem Augenblick setzte er mit seinen üblichen Entschuldigungen fort. „Ehrlich! Ich werde nicht mal eine Nachricht hinterlassen!“
Er beugte sich über die Arbeitsfläche und vergrub das Gesicht in seinen Händen. Gedankenversunken strich er mit seinen Fingern über die Narben auf seinen Wangen, so wie Peter es machen würde, um ihn zu beruhigen.
Verdammt, wie er ihn doch vermisste.
Du bist erbärmlich. Vergiss ihn endlich! Du wusstest doch, dass das passieren würde.
Die strengen Worte taten weh, aber sie waren wahr. Wade war schon immer realistisch genug gewesen, zuzugeben, dass Peter und er niemals für immer halten würden. Aber verdammt noch mal, daran erinnert zu werden machte ihn verdammt wütend!
„Denkst du nicht, dass ich das weiß?!“, fuhr er die Box an. Er schlug mit beiden Händen auf die Arbeitsfläche. „Ich weiß, dass er nicht wieder nach Hause kommen wird, und ich weiß, dass er definitiv nicht zu mir zurück kommen wird! Auch wenn ihr beide das vielleicht denken mögt, bin ich trotzdem kein Vollidiot!“
Aber das bist du doch immer, wenn es um Peter geht.
Inzwischen kochte Wades Blut bereits, und sein Temperament meldete sich zu Wort. „Das ist NICHT wahr!“, wütete er.
Bitte … erspar‘ uns diese Theatralik.
Ja Mann, du hast deine ganze Karriere für ihn aufgegeben. Deinen Brotverdienst! Alles wofür? Irgendein Kind, das nicht einmal in der Lage war, ein paar R-
„Stop!“ Seine Stimme brach – genauso wie die Arbeitsfläche.
Whitey stöhnte genervt auf, aber Wade beachtete ihn nicht.
Seine Augen waren noch immer damit beschäftigt, Tränen zu sammeln, die seine Sicht verschwimmen ließen, und es fiel ihm schwer, zu schlucken.
Für eine Sekunde fühlte er sich, als könne er nicht atmen. Als wäre da nicht genug Luft. Aber er brauchte Luft, er musste überleben. Er brauchte es, wie … wie er Peter brauchte; seinen Babyboy. Die einzige Person, die immer dafür sorgen konnte, dass er sich besser fühlte; die ihn sich sicher fühlen lassen konnte, und geliebt, und als wäre er nicht nur irgendein Psycho mit Stimmen im Kopf.
Nach einigen gierigen Atemzügen, hob Wade wieder den Kopf, sah zurück zum Schlafzimmer, und stürmte zu der Stelle, wo das Handy lag, bevor eine der Boxen irgendetwas dazu sagen konnte.
Was stimmt nicht mir dir?!
Du weißt doch bereits, was passieren wird, wenn du anrufst! Er wird nicht rangehen, und du wirst dir das Hirn rausschießen – schon wieder! Ich meine, ernsthaft, wenn du das schon machst, kannst du es nicht wenigstens bei einmal am Tag belassen? Heute wird ein Marathon mit allen Episoden von iCarly ausgestrahlt, und ich möchte das nicht verpassen!
Hör auf, deine Zeit zu verschwenden, er wird ihn sowieso wieder anrufen, so wie er es immer tut, ärgerte ihn Yellow.
Wade hielt inne. Sein Daumen über dem einzigen gespeicherten Kontakt auf dem Handy schwebend.
So sehr, wie er es auch hasste, das zuzugeben, sie hatten recht. Das hier war erbärmlich. ER war erbärmlich, aber … er konnte nicht anders.
Mach einfach, und bring's hinter dich.
Er zögerte.
Tu es. Du weißt, dass du es willst.
Stille.
Hey. Komm schon, Mann. Mach es! Beeil dich einfach und tu es!
Er ballte seine Hand zur Faust und löste die Finger dann wieder.
Tu es! TU ES!!
„NEIN!“ Ohne einen weiteren Gedanken, schmiss Wade das Handy gegen die Wand und brach es so erfolgreich in alle Einzelteile.
Er nahm sich einen Augenblick Zeit, zuzusehen, wie die Stücke zu Boden fielen. Er genoss das Gefühl von dem Gewicht, welches sich von seinen Schultern löste. Ungefähr so lange, bis er begriff, dass das Telefon genau gegen das Bild geflogen war, welches an der Wand hing. „Scheiße!“
Er schritt hinüber, nahm es vom Nagel, und drückte es gegen seine Brust.
Junge, Junge.
Wie viel kitschiger könntest du sein?
Wade ignorierte sie und beschäftigte sich stattdessen lieber damit, über das Foto in seinen Händen zu streichen.
Peter hatte das Foto gemacht. Er hatte immer darauf bestanden, dass sie hunderte von Fotos gemeinsam machen sollten. „Damit wir und erinnern können, wie es uns in unseren besten Jahren ging“, erinnerte sich Wade.

Es waren drei Wochen vergangen, seit- seit sie ein Foto zusammen gemacht hatten.

Dieses hier war ein paar Tage nach ihrem ersten Kuss zustanden gekommen, zwei Wochen bevor sie sich dazu entschieden hatten, es einfach zu versuchen und zu daten.
Ein Knoten formte sich in Wades Hals.
Jämmerlich.
Oh Gott. Drück jetzt einfach ab – Bitte.
Wade schniefte, und beruhigte sich dann schnell wieder. „Nicht nötig. Mir geht's gut.“
Er spielte mit dem Gedanken, das Foto zusätzlich noch auf den Boden zu werfen, aber entschied sich dagegen.  Stattdessen entschied er sich, es vorsichtig zurück an seinen Platz zu hängen.
Na bitte! Ihm ging's gut. Er war absolut dazu in der Lage, sein Leben einfach fortzusetzen – mit oder ohne Peter.
Das meine ich! Lass uns wieder da raus gehen! Und wo wir schon mal dabei sind, du musst wirklich wieder ins Söldner-Geschäft einsteigen. Jetzt, wo das kleine Kind nicht mehr hier ist, um uns zu nerven, können wir endlich richtig Kohle machen!
Erwarte nicht zu viel – das hier ist gerade mal die Ruhe vor dem Sturm. Warte ab.
Whitey war ein Arschloch. Aber Wade hatte seinen Worten nicht einmal Beachtung geschenkt. Er hing noch immer an seinem letzten Gedanken fest. Sein Leben ohne Peter fortsetzen? Ging das überhaupt?
Klar doch!
Kein Peter mehr?
Jep!
Nie wieder?
Uhuh.
Keine weiteren Wochenenden mit fettigen Fast-Food-Verpackungen und seinem Schatz der ihn stunden später dazu zwang, die Turnhalle aufzusuchen, obwohl sie beide wussten, dass ihre Metabolismen extrem gut waren?
Nicht mehr wenige Minuten vor seinem Partner aufstehen, damit er es genießen konnte, seinem Babyboy dabei zuzusehen, wie dieser seine Nase kraus zog und gegen den Schlaf in seinen Augen anzublinzeln versuchte?
Nie wieder leidenschaftliches Liebe machen oder Peter dabei zusehen, wie dieser ihn vollständig in den Mund nahm?
Keine weiteren beruhigenden Küsse oder sanfte Berührungen?
Keine … „Ich liebe dich“s mehr.
Nie wieder.
Nie. Wieder.
Nein.
Nein. NEIN. NEIN.
„NEIN!“
Jep. Wie gerufen.
„Sei verdammt noch mal still!“, schrie er. Seine Kehle fühlte sich rau an. „Ich muss ihn anrufen! Ich brauche ihn! Ich kann- Ich kann das nicht ohne ihn durchstehen!“ Die Tränen begannen sein Gesicht hinunter zu rinnen. Er musste irgendwie ein Telefon in die Hände bekommen. Jetzt.
Hah! Was genau willst du machen? Es wieder reparieren? Viel Glück damit!
Nach einer kurzen Minute, in der er durch das Schlafzimmer getigert war, rannte Wade zum Fenster. Er öffnete es, bevor er hinaus und auf die Feuertreppe sprang.
Er sah übers Geländer. Das Apartment lag im fünften Stock.
Er könnte einfach springen und dann auf seine Heilung warten. Aber Peter hasste es, wenn er so waghalsige Dinge tat …
Dann war es vermutlich gut, dass Peter nicht hier war, um zu sehen, wie Wade über das Metallgeländer sprang.
Nachdem er mit einem ekelhaften Knirschen aufgekommen war, gab Wade seinen Beinen weniger als eine Minute zum erholen, bevor er zu laufen begann.
„Ich werde nicht mal eine Nachricht hinterlassen.“
Er wiederholte den Satz gedanklich wie ein Mantra. „Ich werde nicht mal eine Nachricht hinterlassen.“
Auf seinem weg zum Park hielt er inne. Sein Herz setzte für einen Schlag aus.
Jemand saß auf ihrer Bank.
Plötzlich überkam ihn eine Welle der Hoffnung – Peter war zurück.
Wooow. Das ist eine ganz neue Stufe von Wahnsinn.
Aber als Wade näher trat, fühlte er, wie sein Herz sank. Der Junge auf der Bank hatte seine Arme ausgestreckt und griff nach etwas, was Wade nicht sehen konnte.
Als er es schließlich doch erblickte, wünschte er, dass dem nicht so wäre.
Es war ein Mädchen.
Der Junge auf der Bank zog sie auf seinen Schoß – so wie Wade es mit Peter tun würde. Und sie sahen glücklich aus.

Es waren drei Wochen vergangen, seit- seit Wade sich glücklich gefühlt hatte.

Er wandte sich wieder seinem eigentlichen Weg zu, aber nicht bevor er dem Paar noch einen letzten Blick zugeworfen hatte. Sie sahen wirklich glücklich aus, aber nichts würde jemals auch nur vergleichbar so glücklich sein, wie er und Peter es gewesen waren.
Mit diesem Gedanken im Kopf, legte er an Tempo zu.
Bis er es schließlich sah. Unter einer von den Straßenlaternen der Stadt – eine Telefonzelle. Als er nach dem Hörer greifen wollte, zögerte er.
Lass es.
Warum tust du dir das immer noch an? Warum tust du uns das an? Hör auf.
Ein Herzschlag. „Ich muss nur seine Stimme hören.“ Er klang so müde.
… okay.
Es tutete. Und nicht zum ersten Mal betete Wade, dass sein Babyboy abnehmen würde.
„Bitte. Bitte. Bitte.“ Er hielt den Atem an.
Ein altbekanntes Stechen meldete sich hinter seinen Augen zurück, als er Peter sprechen hörte.
Sein Herz machte beinahe einen Salto.
„Hallo?“ Peter. Wade sprach den Namen aus, sobald er die bekannte Stimme hörte. „-du hast Peter Parker erreicht! Tut mir leid, aber ich kann deinen Anruf gerade nicht entgegen nehmen. Bitte hinterlasse deinen Namen, deine Nummer und eine Nachricht, und ich rufe so bald wie möglich zurück!“
Der altbekannte Kloß in seinem Hals kehrte zurück.
„… außer du bist es, Wade! Hört auf, meinen Anrufbeantworter vollzuquatschen. Wir leben zusammen. Wortwörtlich. Gott, du bist so ein Trottel!“ Wade konnte nicht anders, als über Peters neckenden Tonfall zu lächeln.
Einige salzige Tränen fanden ihren Weg auf seine Zunge.
„Beeep.“ Er holte tief Luft.
„Es tut mir leid, Babyboy … ich-ich konnte nicht. Ich hab nicht- Ich habe dich nicht gerettet.“ Er schlug mit der Faust gegen die Metallbox und verfluchte sich selbst dafür, dass er seine Schluchzer, die seinen ganzen Körper durchschüttelten, nicht unter Kontrolle bekam.
„Ich habe dich nicht gerettet! Und es tut mir so leid! Tut mir leid. Tut mir leid. Tut mir leid!“ Bilder von Peter überkamen ihn.
„Ich hätte die Waffe sehen sollen …“

Es waren drei Wochen vergangen, seit- seit Peter gestorben war.
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