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Austin, Texas

von JaneS
Kurzbeschreibung
OneshotLiebesgeschichte / P18 / Gen
OC (Own Character) Sid Wilson
29.03.2019
29.03.2019
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6.751
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Austin, Texas



Die verdammt nochmal beste Nacht meines Lebens, nun ja, eigentlich war es helligster Tag, passierte mir in einer kleinen Provinz um Austin, Texas. Wir waren auf großer Tour, Promo für das neue Album und der ganze Quatsch, den die Jungs sich immer abhalten mussten, wenn eine neue Platte auf den Markt kam und man dafür ordentlich die Werbetrommel rühren musste. Eigentlich mag ich Austin auch saumäßig, diese Stadt ist anders als andere. Charme, kleine Geschäfte, ein Partyleben par excellene und heiße Miezen, die nur darauf warten, dass man sie in den Clubs oder Bars zu einem Drink einlädt. Oh ja, ich mag Austin, ich freute mich wahnsinnig auf den ersten freien Abend seit längerger Zeit und Ausgang ohne die anderen 8 Idioten, manchmal konnte es schon schwierig sein, mit diesen Deppen zu reisen. Aber egal, ich schweife ab, also, Austin. Wir hatten zwei Tage Aufenthalt und nächtigten im Fairmont, eines der nobleren Hotels in der Gegend. Das war ganz gut, denn das Hotel lag ziemlich nah am Zentrum und da wir ja alle keine Autos zur Verfügung stehen hatten, mussten wir eben zu Fuß los. Zu Fuß ins Nachtleben, naja, es hätte schlimmer sein können dachte ich mir, kam in meinem Hotelzimmer an und pfefferte zuerst einmal die Tasche weit weg auf das Sofa, ehe ich mich auf mein Bett setzte und das Basecap auszog. "Denk dran, Sid, in den Zimmern herrscht Rauchverbort. Geh auf den Balkon, löse bitte nicht schon wieder den Rauchmelder aus.", meinte Stephen von der Tür aus und sah mich mahnend an, mein Blick jedoch huschte zur Decke und ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. "Is okay.", antwortete ich und deutete ihm, die Tür zu schließen, da auf dem Flur Trubel herrschte und ich einfach meine Ruhe haben wollte. Keinen Corey, keinen Jim, keinen verkackten Produzenten, der mich daran erinnerte, dass das Rauchen hier den Alarm auslöste. Es war mir auf dieser Tour nun schon zweimal passiert, dass ich mir leicht high eine Kippe ansteckte und diese im Bett rauchen wollte, oder eben eine Tüte, naja. Und jedes beschissene Mal war die Feuerwehr angerückt, was wir alle mit einem diebischen Vergnügen hinnahmen. Einzig Stephen und die Hotelfutzies fanden das natürlich alles andere als witzig, aber diese Spießer konnten mich alle mal. Kaum war meine Tür geschlossen und der Stress für ein paar Minuten ausgesperrt, ließ ich mich auf das Bett sinken, sah die Decke an und entspannte mich, dieses Bett war saubequem. Nichts gegen mein Bett im Bus, mit der Zeit gewöhnt man sich an das Geruckel und Gebrumme, aber das hier war um Längen besser. Die Zeit so verstreichen zu lassen war ebenso ein Luxus, den man auf Tour nur sehr selten genießen durfte, eigentlich war man immerzu im Stress. Hetzerei zur Bühne, Hetzerei hinter die Bühne, Hetzerei zum Bus und zur nächsten Stadt oder zum Flughafen, wo man Stunden um Stunden herumsaß und nichts tun konnte außer schlafen oder Musik hören, das war richtig nervig. Aufbau, Abbau, umziehen, duschen, wieder umziehen, die Shows, die richtig kräftezehrend waren... hm, das Leben auf Tour war nicht immer ein Zuckerschlecken. Aber, und das muss ich deutlich betonen, gab es ja Tage wie diesen hier, wo man einfach mal faul auf dem Bett liegen und nichts machen konnte. Ausgehen konnte, sich besaufen oder zudröhnen konnte. "Ich brauch eine Kippe.", brummte ich und hievte mich aus den Kissen hoch, nahm mein Zippo und mein Päckchen aus der Hosentasche, welches aber zu meinem Glück auch gleich leer war. "Super.", murrte ich, nahm die letzte Zigarette und betrat den kleinen Balkon hier. Neben mir stand Jay auf seinem Balkon und telefonierte wohl mit seiner kleinen Zuckermaus, was mich nur wenig interessierte. Statt zuzuhören richtete ich meinen Blick lieber in das Grün dieser Stadt, die Parks hier belebten das Betonherz und auch, wenn Austin in Texas lag, das hier war alles andere als eine Wüstenstadt. Rauchend begann ich dann doch zu lauschen, wie Jay sich von seiner Freundin verabschiedete und dabei klang wie ein 14-jähiger verliebter Teenager. Du legst auf, nein du, nein du legst auch, du solltest... eieiei, die Kippe auf dem Geländer ausdrückend schüttelte ich den Kopf und verzog mich wieder ins Zimmer, bevor der Jungspund mich auch noch in so ein Gespräch verwickeln konnte. Liebe, das war doch alles nur Bullshit. Vor allem die Liebe auf Distanz, das konnte ich ja bei den anderen immer wieder beobachten. Wie sie stundenlang am Telefon rumheulten und Treue schworen, wie sie es sich selbst vorlogen, dass das eine heile Welt sei. Nee, das war nichts für mich. Klar ich war der wilde DJ mit den noch wilderen Tattoos und der Klatsche im Hirn, mir traute man das auch irgendwie nicht zu, aber ich hatte in meinem Leben schon öfter versucht, es wirklich hinzubiegen, einmal sogar mit Verlobung! Und wo war das alles geendet? "In einem Hotelzimmer in Austin, ohne Kippen und ohne Frau.", murmelte ich vergnügt meinem Zippo zu, steckte es wieder ein und nahm das Basecap vom Bett, lief zur Tür und steckte die Karte für das Schloss sowie den Ausweis meiner Zugehörigkeit zur Band in meine Geldbörse. Ein Spaziergang die Straße runter würde mit Sicherheit frischen Wind in meine Gedanken bringen, außerdem brauchte ich ja ein neues Päckchen Luckys, also musste ich einen Shop finden. Vor die Tür tretend betrachtete ich das Chaos hier auf dem Flur und entschied mich, niemandem zu sagen, dass ich eine Weile das Weite suchen würde. Stephen würde nur wieder die Motten kriegen und nee, darauf hatte ich keinen Bock, also schlenderte ich an den Roadies vorbei und stieg pfeifend in einen Aufzug.


Es war heute ein herrlicher Tag, es war warm und die Sonne knallte, ich trug meine Sonnenbrille und das Basecap tief ins Gesicht gezogen, denn egal wo ich auch hinkam, irgendwo wurde ich meist ja doch von irgendwem erkannt. Doch bis zum Laden hier an der Ecke schaffte ich es ohne Menschentraube und deshalb schlüpfte ich schnell in das Geschäft, es war nur ein kleiner Laden voller Alkohol, der auch Tabak und ein paar Snacks verkaufte. "Willkommen im Moonshine, wenn ich helfen kann, einfach Bescheid sagen.", grüßte eine Frauenstimme von der anderen Seite des Regals, ich konnte jedoch niemanden sehen. Mir eine Flasche Jack Daniels greifend lief ich dann um das Regal herum, stellte die Flasche auf den Tresen hier und sah hoch, weil ich ja auch noch Kippen brauchte. "Hi, danke, das hier und ein Päckchen Luckys, bitte. Und wenn du schon dabei bist, leg mir deine Nummer gleich mit dazu.", platze es aus mir raus und wow, das Mädel war ja der Hammer! Sie hatte rotes Haar, lang und offen, ganz glatt. Sommersprossen zierten ihre Nase, ihre Augen waren grün wie die einer Katze und diese kleine Sanduhr vor mir war ja einfach nur eine Bombe! "Was?", fragte sie nach und gluckste darüber, ich hingegen zog die Sonnenbrille aus und musterte das Mädel noch einmal ohne Verdunklung. "Wow!", sagte ich und nahm den Geldbeutel hervor, um den Alkohol und die Kippen zu zahlen, das Mädel hingegen grinste nur und tippte Zahlen in die Kasse ein. "Das macht 16,94, bitte.", meinte diese kleine Göttin, ich nahm einen Zwanziger und hielt ihn ihr hin. Sie griff danach und unsere Finger berührten sich, deshalb ließ ich den Schein nicht los. "Ernsthaft, was muss ich tun, um deine Nummer zu bekommen? Ich hab in meinem ganzen Leben noch nie so eine hübsche Frau gesehen.", flirtete ich und hoffte, überzeugend zu klingen, diese hübsche Maus musterte mich nun ebenfalls und ließ den Blick auf meinen Fingern am Geldschein kleben, ehe sie sich vorbeugte und charmant lächelte. "Ein Tattoo im Gesicht, Goldzähne, Tattoos auf den Fingern... was soll ein braves Mädchen mit einem Badboy wie dir?", wollte sie wissen und ja naja, also da fielen mir schon so ein paar Dinge ein, wenn ich ihr so in den Ausschnitt ihres Shirts sehen konnte, entschied mich aber, das jetzt mal nicht laut auszusprechen. "Kaffee trinken, Eis essen, oder lass uns heute Abend tanzen gehen, ich lade dich ein. Ernsthaft, so ein Badboy bin ich doch gar nicht, der erste Eindruck ist manchmal nicht der Beste, ich weiß. Mein Name ist Sid.", grinste ich und hob eine Augenbraue, weil ich nun den Geldschein endlich losließ und das Mädel kassieren konnte. "Und wenn ich dir jetzt sage, dass ich vergeben bin?", wollte sie wissen, darüber schnalzte ich mit der Zunge. "Bricht es mir das Herz, dass ich nicht eher hierhergekommen bin.", flötete ich gut gelaunt und grinste breit, weil das Mädel nun ebenfalls leise lachte. "Hier, 3 Dollar und 6 Cents zurück. Nenn mir einen guten Grund, warum ich dir meinen Namen verraten oder warum ich mit dir ausgehen sollte. Ich bin keine von diesen Frauen, die sich durch die Clubs huren und sich an den Cocktails das Leben süß schlabbern.", meinte sie frech und wieder berührten sich unsere Hände, als sie mir die Münzen gab. Mich nach Vorn auf den Tresen lehnend und das Gesicht an der Faust abstützend betrachtete ich ihr hübsches Gesicht und seufzte. "Nun, Gracie, deinen Namen finde ich ja da ganz leicht auf deinem Schildchen. Ein wunderschöner Name, passt richtig zu dir. Und warum du mit mir ausgehen solltest? Du würdest mich zum glücklichsten Mann auf dieser Welt machen, wenn ich dich heute Abend ausführen dürfte.", murmelte ich, deutete auf ihr Namensschild und zwinkerte ihr zu, doch die kleine Gracie strich sich nur ihre langen, roten Haare nach vorn und lächelte schüchtern. "Beim nächsten Mal vielleicht.", antwortete sie und Mann, diese Niederlage war unangenehm. Stumm schnappte ich mir das Kippenpäckchen und die Flasche Jacky, schüttelte grinsend den Kopf und lief drei Schritte rückwärts, zwinkerte ihr nochmal zu und drehte mich zur Tür. Ich war schon halb aus dem Laden raus, als sie mich an der Schulter berührte und mir meine Sonnenbrille gab, die ich wohl vergessen hatte. "Oh, hey, danke. Bis dann.", säuselte ich ihr zu und biss mir auf die Zunge, zu gern hätt ich das Mädel bei einem Drink besser kennengelernt. Aber nein, sie schloss die Tür und grinste, als ich an der Glasfront vorbeilief, die Flasche Jacky in der Jacke verschwinden ließ und meine Brille öffnete, um sie anzuziehen. Es fiel aber ein kleines Zettelchen heraus, deshalb blieb ich stehen und hob das Papierchen wieder auf, was war das denn? Es aufklappend besah ich mir die Schrift und grinste dann wieder breit, ehe ich um die Ecke lief und diesen Hintereingang suchte. "In einer halben Stunde, am Hintereingang. Grace.", hatte sie mir aufgeschrieben und jau, das wollte ich ja mit Sicherheit nicht verpassen! Wie sie wohl ohne dieses Hemd und diese Schürze aus dem Laden aussah? Ho Mann, mir eine Kippe aus dem neuen Päckchen friemelnd fand ich den etwas verdreckten Hintereinganz und wartete hier, diese Schönheit würde ich mir mit Sicherheit nicht entgehen lassen! Und in der Tat ging hier nach einer halben Stunde ungefähr die Tür auf, schwer und knatternd wie ein alter Auspuff, eine wunderschöne rothaarige Frau in einer mordsmäßigen Jeans kam aus dem Haus und wie sie mich anlachte, da bekam ich ja ganz weiche Knie. Ich liebe Austin, hab ich das schon einmal erwähnt?


"Hi.", grüßte ich sie und grinste, weil sie vor mir stehen blieb und an mir herabsah. "Hast du jetzt die ganze Zeit hier gewartet?", wollte sie wissen, worüber ich nickte. "Jau, ich wollte ja nicht zu spät zu unserem Traumdate kommen. Also, wo soll es hingehen?", fragte ich charmant wie nie und bot ihr die Kippe an, die sie mir auch aus den Fingern nahm und daran zog. "Wie war dein Name gleich nochmal?", fragte sie statt einer Antwort zu geben und das belustigte mich, erkannte sie mich denn nicht? Gut, nicht jeder kannte die Band und deren Mitglieder, manche hatten uns auch noch nie unmaskiert gesehen, auch dieses Phänomen trat häufiger auf, als man glauben sollte. "Sidney, mein Name ist Sidney. Nenn mich einfach Sid.", antwortete ich ihr und beobachtete, wie sie wieder an der Zigarette zog, ehe sie mir den Filter wieder in die Hand drückte. "Okay, Sid. Mein Name ist Gracia, alle nennen mich aber Grace. Komm, mein Auto steht hier hinten, damit können wir zum Cafè fahren, wenn du möchtest.", sagte sie und zwinkerte nun, machte einen Schritt und weia, hatte diese frau einen Hintern in dieser Jeans! Uff, war sie sich eigentlich bewusst, wie sie auf einen Mann wirkte? "Gracie, eine so hübsche Frau sollte sich keine fremden Männer ins Auto einladen. Oder solche Jeans tragen.", murmelte ich vor mich hin und folgte ihr, sah, dass sie über ihre Schulter blickte und darüber schmunzelte. "Und warum nicht? Wir können auch laufen, aber dann wären wir eine halbe Stunde lang durch die Innenstadt unterwegs und ich hab nicht den ganzen Tag Zeit, oder möchtest du gar keinen Kaffee trinken? Möchtest du lieber Eis essen?", fragte sie wieder schüchtern nach und kramte einen Autoschlüssel hervor, ich schloss zu ihr auf und biss mir auf die Zunge. "Hm, doch, Kaffee ist cool.", antwortete ich ihr und blieb an einem alten Plymouth stehen, den sie nun entriegelte. Die Jungs und Stephen würden mich dafür wahrscheinlich köpfen, wenn ich hier jetzt die Biege machte, auf der anderen Seite dieses Wagens aber stieg gerade die schärfte Rothaarige ein, die ich je gesehen hatte. Ich konnte nicht anders, ich musste diese Frau einfach anbaggern. Mich in das Auto setzend sah ich zu ihr rüber und lachte, weil sie ganz schüchtern wirkte. "Du bist doch keine Killerin, oder? Nicht, dass ich jetzt Angst haben muss, dass du nur hinter der Flasche Jacky hier her bist?", witzelte ich herum und schnallte mich an, Grace startete den Motor und lächelte. "Erwischt, so ein Scheiß.", murmelte sie und fuhr an, runter von dem Parkplatz und hinein ins Getümmel der Stadt. Doch statt sich einen Parkplatz irgendwo zu suchen bog sie in ein Drive- Inn ein und hielt in der Schlage. "Ein Drive- Inn. Sehr romantisch.", hörte ich mich sagen und sah zu ihr rüber, Grace grinste und sah zur Uhr. "Ich hab eine Idee, die uns den Stress der überfüllten Cafés hier erspart. Wenn du nichts dagegen hast, fahren wir ein Stück und setzen uns auf die Motorhaube, mit Ausblick auf die City. Ich bring dich auch wieder heim, keine Bange.", meinte sie und zwinkerte, worüber ich nur gluckste. "Okay, klingt herrlich frei. Erzähl mir was über dich, egal was. Wie alt du bist, warum der Job in diesem Laden, wie man so verdammt hübsch sein kann.", flirtete ich wieder drauf los und ignorierte mein Handy, dass in meiner Hosentasche vibrierte, nicht jetzt! "Ich bin 24, arbeite nur nebenbei in diesem Laden, um mir ein bisschen was leisten zu können. Sexy Schuhe oder ein Date in einem Drive-Inn. Wie alt bist du? Älter als 30, schätze ich mal. Und was machst du von Beruf, ich meine solche Tattoos sieht man nicht jeden Tag.", grinste Grace mir frech entgegen und ergriff meine Hand, besah sich den Schriftzug und spielte mit meinen Fingern, was ich einfach nur eine zeitlang beobachtete. Oh Mann, diese Frau machte mich nervös, sie hatte eine Ausstrahlung, die mich komplett fesselte. Strahlend rein und sanft, zeitgleich war da etwas an ihr, ein Feuer, dass Abenteuer und Wildnis versprach. Keine Ahnung, ob das die roten Haare waren, aber Scheiße noch eins, ich hatte eine Gänsehaut. "Älter als 30, ja. Ich bin DJ von Beruf und hab Morgen hier einen Auftritt.", murmelte ich und atmete durch, als sie meine Hand losließ und sich in der Schlange hier vorbewegte, an der Bestellsäule ankam und zwei einfache Kaffee bestellte. Gut, scheiße, meine Finger zitterten, als sie mir den Kaffee entgegenhielt und ihren Becher in einer Öffnung in der Mittelkonsole verstaute. "DJ. So richtig mit Platten und Nadeln oder so wie die modernen DJs mit Laptop und Lasershow? Wenn ich mir das Tattoo so ansehe glaub ich eher an die Nadeln.", fragte sie wieder nach, berührte mein Kinn und besah sich den kleinen Totenkopf auf meiner Wange, dabei kam sie ganz nah. "Hm, ich bin die Sorte DJ, die flinke Finger haben muss.", brummte ich ihr zu und seufzte in mich hinein, das war gewagt, aber mit einem Zwinkern in ihre Richtung schien sie zu verstehen, dass der Satz zweideutig gemeint war. "Badboy, ich dachte es doch gleich.", grinste sie, fuhr auf die Hauptstraße und lachte über mich, weil ich wieder nur brummelte. Ich war ein böser Junge, oh ja, und vielleicht würde ich dieses schüchterne Kätzchen ja heute noch zum Schnurren bringen, ihre Blicke jedenfalls loderten vor Neugier.


Ein gutes Stück außerhalb der Stadt hielt sie auf einem recht kargen Streifen Sand, schnallte sich ab und seufzte. "Da sind wir. Kaffee mit Aussicht auf die City.", sagte Grace und linste rüber, ich hingegen musterte sie wieder ausgiebig. Wir hatten uns herrlich über Musik unterhalten und verstanden uns, sie hatte einen guten Geschmack. "Ich genieße die Aussicht schon eine ganze Weile.", murmelte ich und brachte sie wieder zum Glucksen, wobei sie sich ihren Kaffee schnappte und zum Lenkrad sah. "Was bist du denn so schüchtern? Du kannst mich alles fragen, ich tu dir nichts. Hab keine Angst vor mir.", fügte ich hinzu und legte ihr mutig die Hand aufs Knie, ihr Blick huschte zu der Berührung und dann zu mir auf. "Wo soll das hier denn bitte enden? Wenn du Musiker bist und nur in der Stadt, um einen Auftritt zu absolvieren, werde ich dich mit Sicherheit nicht so schnell wiedersehen. Also, Mister DJ, sag mir, warum ich mit dir Kaffee trinken soll.", fragte Grace nun und ein gefährliches Lodern lag in ihrem Blick, leider traf sie mit dieser Aussage aber auch genau den Punkt. Vermutlich würde ich diese Schönheit hier nie wieder treffen, deshalb rückte ich ein wenig näher und blinzelte sie ratlos an. "Du bist eine wunderschöne Frau, Grace. Ich wollte einfach ein wenig Zeit mit dir verbringen. Auf Tour hat man leider nicht oft Gelegenheit, sich den schönen Dingen des Lebens zu widmen.", antwortete ich ihr ehrlich und griff mit einer Hand in ihre seidigen Haare hinein, um sie ihr über die Schulter zu legen. Sie roch nach Blumen, ganz zart nur, und nach dem herben Geruch dieses Ladens, in dem ich den Jacky gekauft hatte. "Bullshit.", kommentierte sie das alles und beugte sich rüber, drückte mir einen Kuss auf, der mich überraschte und hielt sich mit einer Hand an meinem Nacken fest, derweil ich meinen Kaffeebecher in der Mittelkonsole verstaute und den Kuss intensivierte, Himmel, sie schmeckte genauso himmlisch verrucht, wie sie aussah. Und nun ging das hier in die richtige Richtung, genau hier wollte ich das Kätzchen doch haben, nicht? Und nach einer kurzen, aber recht wilden Knutscherei ließ sie von mir ab und sah mich an, nun glühte ihr grüner Blick aber heftig. "Ein paar Meter die Straße runter ist ein Motel. Ich denke, wir könnten einen Schluck aus deiner hübschen Flasche trinken und den Tag nutzen.", schlug Grace vor und deutete in eine Richtung, ich folgte mit dem Blick ihrem Fingerdeut und biss mir auf die Unterlippe. "Fuck, Schätzchen, jetzt gehst du aber ran, was? Das gefällt mir.", gab ich zu und lachte, weil sie zwinkerte und den Motor wieder startete. Sie sagte nichts dazu, aber wie sie mich ansah, jau, das war eindeutig. Und weil ich Lust auf diese hübsche Frau hatte, blieb ich ihr auch nahe und spielte mit ihren Haaren herum, küsste ihren Hals, wenn ich dran kam und achtete garnicht mehr darauf, wo sie eigentlich hinfuhr. Scheißegal, ich hatte heute einen Tag frei und egal wie oft mein Telefon noch vibrieren würde, ich wusste, dass ich heute erst spät ins Hotel zurückkehren würde, wenn überhaupt. "Ich gefalle dir, was?", murmelte Grace mir zu und ich nickte, und wie sie mir gefiel! "Hm, ich hab noch nie so eine sexy Rothaarige gesehen, du bist wunderschön.", antwortete ich und sah zur Frontscheibe, denn Grace lenkte ihren Wagen auf den Parkplatz eines Motels und sah zu mir rüber. "Du wirst gleich noch mehr von mir sehen.", flüstete sie mir entgegen und strich mit ihrer Hand meinen Oberschenkel hinauf, dabei küsste sie mich erneut und Mann, ich sags euch, ich musste echt an mir halten! Deshalb zog ich mich zurück, nahm die Flasche Jacky wieder in meine Jacke hinein und stieg aus dem Plymouth, folgte ihr zu einer kleinen Info und bezahlte das Zimmer mit meiner American Express, während Grace den Schlüssel entgegennahm und mir die Hand gab, um mich mitzuziehen. Es ging eine Wendeltreppe hinauf, wobei ihr Hintern direkt vor mir rhythmisch von links nach rechts schaukelte und meine Gedanken drehten sich eh nur noch um Sex, also griff ich ihr an diesen Prachthintern und hörte sie schmunzeln. "Warte doch wenigstens, bis wir im Zimmer sind.", bat sie murmelnd und lachte wieder, als wir in einem Flur ankamen und ich nach ihr griff, um sie zu küssen, intensiv und verlangend. Hm, ich hätte sie auch direkt hier gevögelt, das war mir ja egal, aber wenn sie sich zierte, bitte, dann würde ich mit ihr in dieses Zimmer laufen und der Dinge ausharren, die sie unter ihrem Shirt versteckte. Eine tolle Figur hatte dieses Mädel, eine schöne Brust, nicht zuviel davon, gerade richtig. Ihr Hintern war Gold wert, und wie sie sich gegen die Wand hier drücken ließ, ooh ich musste echt an mir halten. "Komm.", bat ich leise und gab ihr die Flasche Jacky, nahm den Schlüssel und suchte Zimmer 36, öffnete die Tür und ließ sie eintreten, wobei ich ihr einen Klaps auf den Hintern verpasste, als sie an mir vorbeilief. "Hier, trinken wir, auf diese zufällige Begegnung.", sagte Grace und hielt mir die bereits geöffnete Flasche entgegen, ich nahm sie und trank einen Schluck, ehe ich mich wieder gegen diese atemberaubende Frau drückte und sie in einen Kuss verwickelte, der nach mehr schrie.


Nach einer ganzen Weile voller Gefummel und Geknutsche ließ ich mir von ihr nun das Shirt ausziehen und beobachtete, wie sie an mir herabsah. Hm, ich war trainiert, das touren und herumhüpfen war anstrengend, da musste man einfach fit sein. Und Grace schien zu mögen, was sie da sah, denn sie biss sich auf die Unterlippe und machte sich am Knopf meiner Hose zu schaffen, öffnete diesen und ich half ihr, den Stoff nach unten zu schieben. Sie war schon so gut wie nackt, ich hatte sie recht schnell aus dieser verdammten Jeans und ihrem hübschen Shirt geschält, auch der BH war ein Klacks gewesen. Mit den Händen über ihren Körper streifend wartete ich, bis sie sich ihres String Tangas entledigt hatte und wieder vor mir stand, sodass ich sie packen und auf den Schreibtisch hier setzen konnte. Wild knutschend griff ich ihr an die Brust, löste den Kuss und machte mich auf den Weg nach unten, um mehr von ihr kosten zu können. Ihre Brüste waren wirklich genau richtig, wie gemacht für die Größe meiner Hände. "Das fühlt sich toll an.", murmelte sie und hielt ihre hübschen Augen geschlossen, derweil ich ihre Beine ein wenig weiter öffnete und meine Hand in ihre Mitte gleiten ließ. Doch zu meiner Überraschung drückte sie mich nun weg, zwinkerte frech und drückte mich in den Bürostuhl, der hier hinter mir stand. "Was hast du vor?", fragte ich sie, beobachtete, wie Gracie die Füße auf die Armlehnen des Stuhls stellte und ihre Beine spreizte, um mir alles zu zeigen, was sie sonst versteckte. "Ich möchte, dass du mir zusiehst. Du darfst mich nicht berühren, nur zusehen.", flüsterte sie sehr heiß und ließ ihren Blick über mich huschen, denn ich saß ja auch nackt und recht erregt hier vor ihr. Nun, wenn sie das so wollte, bitte, ich würde ihr sehr gern dabei zusehen, wie sie den Kopf verlor. Ob ich meine Hände bei mir behalten würde, das konnte ich nicht versprechen, vorerst aber beobachtete ich die kleine Gracie, wie sie sich die Brüste massierte und eine Hand in ihre Mitte gleiten ließ, um sich selbst in kreisenden Bewegungen zu berühren. "Heiß.", kommentierte ich das, lehnte mich in den Stuhl zurück und sah, dass sie lächelte. "Wir sind in Texas, hier ist es immer heiß.", murmelte sie, stützte sich mit einer Hand nun nach hinten auf den Schreibtisch und berührte sich weiterhin selbst, ließ ab und an mal die ganze Hand über ihre Mitte streichen oder versenkte einen Finger in sich. Weil ich auch nur ein Mann bin und diese Situation hier abgefahren antörnend fand, begann auch ich, mich selbst zu berühren und Gracies aufgeregtem Seufzen zu lauschen. Wir beobachteten uns einfach gegenseitig dabei, es war anregend und neu, es war ein Tabu, welches wir hier brachen. Wie sie ihr Becken kreisen ließ, wie ihre Finger sich genau dahin bewegten, wo es ihr gefiel. Herr im Himmel, diese Frau seufzte und stöhnte unter ihren eigenen Fingern, das war ja nicht zum Aushalten. Ich musste aufhören mich anzufassen, denn ich wollte mehr von ihr als nur der Blick in ihr Dreieck, ich wollte sie schmecken und berühren! Dieses Mädel war absolut heiß und ich war ihr verfallen, ich war ihrem Sex verfallen, den sie mir hier so offenherzig präsentierte. Ich konnt einfach nicht anders, als sie ihre hübschen Augen schloss und den Kopf in den Nacken legte, strich ich mit der Hand ihn ihre Mitte, ließ Grace machen und drang mit den Fingern in sie ein, während sie sich selbst streichelte. Stöhnend sah sie zu mir runter und drückte sich mir entgegen, ihr Mund stand verführerisch offen und ihr Blick war ganz verschleiert. So gefiel sie mir noch hundert Mal besser. Und wie weich sie war, nass und eng. "Oh!", stöhnte sie auf und bewegte sich mir wieder entgegen, ihr Mittelfinger suchte sich einen Punkt und wurde schneller, ich hingegen merkte mir diesen Punkt und beugte mich vor, um mit der anderen freien Hand ihre Finger sanft wegzustreichen und meinen Mund genau dort aufzulegen, wo vorhin noch ihre Finger kreisten. "Du solltest doch nur zusehen.", seufzte sie über mir, pff, da gab ich ihr aber einen feuchten Dreck drauf. Kein Mann dieser Welt hätte so einem Miezekätzchen widerstanden, wenn sie sich so vor ihm auf dem Schreibtisch räkeln würde und da es ja abzusehen war, worauf unser Date hier hinauslaufen sollte, gönnte ich mir einen Schluck ihrer Lust und konzentrierte mich auf diese Stelle an ihr, die sie vorhin schon so entzückt hatte. Genau dort spielte ich mit meiner Zunge herum, ließ sie kreisen, sog an ihr und küsste sie, während ich meine Finger in ihr bewegte und mit leichten Druck nach oben zur Bauchdecke arbeitete. Grace strich mir mit der Hand über den Kopf, seufzte laut und schien keinen Bock auf Gegenwehr zu haben, stattdessen hob sie die Knie über meine Schultern und ließ zu, dass ich mit der freien Hand nach ihrer Brust griff. Mit geschlossenen Augen genoss ich diese kleine Sünde hier, Grace schmeckte bittersüß nach verdorbener und wilder süßer Lust, ihr Stöhnen war Musik in meinen Ohren und dieses Mädel war besser als jeder Rausch! "Oh Gott ist das gut.", seufzte sie da oben, ließ sich nach hinten fallen und stützte sich auf den Ellbogen ab, bewegte ihr Becken nach unten und gab sich mir vollkommen hin. "Hm.", summte ich in ihrem Schoß und leckte sie einfach so lange, bis sie die Beherrschung verlor und sich auf die Finger biss, weil sie zum Orgasmus kam.


Nach einigen Sekunden stand auch ich wieder auf, schnappte mir diese Frau und zog sie in meine Arme, sodass sie an mir hing wie ein Äffchen. Grace atmete schwer und strich sich die Haare aus dem Gesicht, doch das nützte nicht viel, denn schon im nächsten Moment ließ ich sie auf dem Bett wieder nieder und befand mich so in der besten Position, um mich mit ihr zu vereinen. Mit einem Ruck drückte ich mich ihr entgegen und küsste ihre Brust, die so herrlich wippte, wenn ich sie stieß. Grace hingegen hatte die Beine um mich herum geschlossen, lag ganz entspannt und genießend unter mir und ließ mich einfach machen, soviel zu dem Thema nur zuschauen erlaubt. Oh dieses Mädel war heiß, sie machte mich an und ließ zu, dass ich nicht mehr klar denken konnte. Wie Gracie sich mir entgegenstreckte, wie sie den Hintern hob, um mich noch tiefer in sich zu spüren! "Heilige Scheiße, ich muss öfter nach Austin kommen.", seufzte ich an ihrem Hals und darüber schmunzelte sie nur, ehe wir uns wieder küssten und die Hände miteinander verschränkten, die neben ihrem Kopf auf dem Bett hier lagen. "Du solltest dich darauf konzentrieren, IN Austin auch zum Schuss zu kommen, DJ.", murmelte sie lasziv, als das Geknutsche sich löste, aber ja doch, ich war ja schon dabei, den Kopf abzuschalten und mich ihr hinzugeben. "Wir könnten theoretisch die ganze Nacht hier bleiben, Schätzchen. Nur du und ich, dieses Bett hier und wilder, ungehemmter Sex.", schlug ich vor und sah ihr in die Augen, Grace hingegen zwinkerte und drückte sich mir wieder entgegen. "Ich hab leider nicht die ganze Nacht Zeit, tut mir leid. Genießen wir das hier, das ist gut!", murrte Grace und schloss die Augen, als würde sie gerade nach langer Zeit ein Stück Schokolade genießen. Und weil sie unseren One Night Stand so genoss, hielt ich die Klappe und konzentrierte mich auf diesen Körper, der mich allmählich den letzten Sinn kostete. Erst nach einigen Minuten öffnete Grace dann die Beine um mich herum wieder und drückte mich sanft nach oben weg, sodass ich mich von ihr trennte, was hatte sie denn jetzt vor? "Du stehst doch auf meinen Hintern.", flüsterte sie, zwinkerte und drehte sich unter mir, streckte mir ihren hübschen Po entgegen und seufzte, als ich meine Hand an ihren Hintern legte. "Bist du dir sicher?", fragte ich nach, unsicher, ob ich das so verstand, wie sie das meinte, aber Grace nickte und berührte sich wieder selbst in ihrem Schritt. "Sei nur vorsichtig. Ich steh drauf.", murmelte sie entspannt, worüber ich nur perplex blinzelte. "Kann man dich mitnehmen und heiraten?", wollte ich wissen, ließ meine Finger auf Wanderschaft gehen und schloss die Augen, das war ja der Himmel auf Erden hier. "Leider nein.", konterte Grace und bewegte sich in meine Richtung, als ich mich vorsichtig wieder mit ihr vereinte. "Oh Fuck, Schätzchen, das halte ich aber nicht lange aus. Großer Gott.", stammelte ich und legte beide Hände an ihren Hintern, den ich nun für mich eingenommen hatte. "Mach einfach.", bat sie leise und seufzte, da Gracie sich noch immer selbst streichelte. Gut, wie sie wollte, dann tat ich einfach das, wonach mir war und packte ordentlich zu, sie war so herrlich frei, dass ich mich und die Zeit, die wir miteinander verbrachten, vollkommen vergaß. Irgendwann, ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht allzu lange durchhielt, konnte ich mich ihrer Lust nicht mehr entgegenstellen und ihr Stöhnen und Seufzen raubte mir die Sinne. Mit einer Hand in ihrem Schritt verwöhnte ich sie, während ihr Hintern mich um den Verstand brachte. Als ich mich in ihr verlor, stöhnte auch sie ins Kissen, aber Gracie brauchte noch ein bisschen, deshalb blieb ich in ihr und streichelte sie in meinem Rhythmus schnell weiter, bewegte mich mit ihr mit und schaffte es so, dass sie sich noch einmal hingeben konnte. Vollkommen außer Atem ließ sie sich schlapp ins Kissen sinken, ihre Verkrampfung ließ nach und ich konnte mich zurückziehen, legte mich neben sie auf dieses Bett und schnaufte, dabei fiel mir auf, dass es hier keinen Rauchmelder gab. "Ich danke dir.", murmelte sie neben mir in die Kissen gekuschelt, lächelte schüchtern und blinzelte, weil ich ihr vorsichtig eine Haarsträhne aus dem Gesicht strich. "Und du bist sicher, dass ich dich nicht einfach mitnehmen und heiraten kann? Schätzchen, das war bombastisch.", fragte ich erneut nach und hörte ihr leises Lachen, als sie sich auf den Ellbogen hievte, zu mir aufrückte und mich mit diesem unschuldigen Blick ansah. "Was, wenn ich dir sage, dass ich einen Freund habe?", murmelte Grace nun, worüber ich nur grunzen konnte. "Dieser glückliche Schweinehund.", antwortete ich frech, nahm sie in den Arm und tatschte ihr noch einmal an den nackten Hintern, selbst jetzt war diese Frau unwiderstehlich. "Ernsthaft, hast du einen Freund?", fragte ich dann aber nach und war neugierig, Grace hingegen schüttelte den Kopf und schmiegte sich an mich. "Nein, ich bin Single. Machen wir uns frisch und fahren zurück in die Stadt, ich muss nach Hause, tut mir leid.", murmelte sie leise und zog sich aus unserer Umarmung hier zurück, stand auf und betrachtete mich. "Ich würde dich sofort mitnehmen, ehrlich.", brummelte ich nur und setzte mich auf, sah an Grace hinauf und lächelte, weil sie nickte, sich bückte und mich sehr liebevoll küsste, ehe sie ins Bad huschte und die Tür dort sachte schloss.


Es war schon am Dämmern über der Stadt, als ich im Hotel ankam und zu meinem Zimmer schlenderte. Gut gelaunt und auch etwas müde von diesem kleinen Abenteuer, abgelenkt sowieso, weil Grace mich an dem Parkplatz des Ladens herausgelassen und zum Abschied noch einmal so herrlich frei von Hemmungen geküsst hatte, dass mir ganz anders wurde. Diese kleine Rothaarige würde ich jedenfalls nicht so schnell vergessen, das war klar. Und weil ich in Gedanken noch immer auf diesem Stuhl saß und ihr dabei zusah, wie sie es sich selbst machte stieß ich auch prompt auf dem Flur mit Corey zusammen, der offenbar mit mir redete und nun mit der Hand vor meiner Nase herumwedelte. "Erde an Sid, Erde an Sid, ist da jemand zuhause? Alter, wo warst du den halben Tag?", fragte der Fronter, ich schreckte auf und grinste dämlich. "Was? Unterwegs, warum? Geht die Welt schon wieder unter?", wollte ich wissen und lachte, weil Corey grunzte. "Stephen ist außer sich, weil du ohne Bescheid zu sagen abgehauen bist und dich nicht meldest. Wir haben gleich ein Meeting zum morgigen Ablauf, am besten kommst du gleich mal mit. Sag mal, warum grinst du denn so dämlich?", murrte Corey nun, zog mich mit zu einem der Konferenzräume hier und sorgte dafür, dass ich neben ihm sitzen musste, super. "Heut ist ein ausgezeichneter Tag, mir geht es gut und ich zieh mir nachher schön das Tütchen rein, damit ich herrlich weich gebettet schlafen kann. Wenn du es genau wissen willst.", antwortete ich gut gelaunt und lachte, weil Corey die Augenbrauen hob. "Sid! Wo zum Teufel hast du gesteckt? Ach, ist ja auch egal, gibt mir bitte eure Pässe, damit ich sie registrieren lassen kann.", pflaumte der Manager und Produzent Stephen da auch schon in den Raum hinein, knallte die Tür und lief um den Tisch zu einem der oberen Sitzplätze. Scheiße, ausgerechnet jetzt fragte jemand nach diesem Ausweis! Ich hatte ihn vorhin zusammen mit meiner Telefonnummer Grace zugesteckt, sodass sie mich morgen eventuell finden würde, wenn sie Lust auf eine Verabschiedung haben sollte. "Eh... ich hab meinen nicht dabei.", sagte ich deshalb in die Runde und blinzelte, weil Stephen mich genervt ansah. "Dann geh ihn holen.", bat der Typ, worüber ich aber grinste. "Das geht schlecht. Ich hab keine Ahnung, wo er ist. Also, doch, ich weiß schon, bei wem er ist, aber wo, das ist so eine Sache.", antwortete ich darauf und grinste, weil einige der Jungs hier nun seufzten oder lachten. "Du redest wirres Zeug. Bist du high?", fragte Mick, Corey hingegen räusperte sich. "Wie heißt das Mädel denn?", fragte Jim von der anderen Seite des Tisches und alles sah nun neugierig in meine Richtung. "Sid. Hast du deinen gültigen Ausweis einer Frau gegeben?", wollte Stephen nun wissen, worüber ich nur wieder grinste. "Ich hab keine Ahnung, ich war nur Kippen kaufen und hab mir die Umgebung angesehen, ich mag Austin.", flötete ich in den Raum und zwinkerte so offensichtlich, dass alle das sehen konnten. "Oh mein Gott, ihr treibt mich in den Wahnsinn.", antwortete Stephen daraufhin und stapfte aus dem Zimmer, wir sahen ihm nach und es blieb kurz still, bis die Tür zufiel. "Was hast du den ganzen Tag getrieben? Er hat bestimmt 100 mal versucht, dich zu erreichen.", fragte Chris nun und hob beide Augenbrauen, ich hingegen sah durch die Runde. "Vielleicht und mit ein bisschen Glück könnt ihr alle morgen sehen, was ich heut getrieben hab. Ich brauch eine Kippe, und vielleicht ein Bier. Sagt mir Bescheid, wenn Mister 'ich platz gleich' meinen neuen Ausweis hat.", brummte ich vergnügt, stand auf und klopfte auf den Tisch, sollten diese Idioten doch denken, was sie wollten. Und so verging der Abend dann auch recht ruhig, jeder zog sich zurück und bekam die Info über den Ablauf der morgigen Tour zur Konzerthalle, ich bekam einen zweiten All Arias Ausweis und durfte mir von Stephen noch einmal den Kopf waschen lassen. Aber auch das ging mir am Arsch vorbei, ich hatte in der Zwischenzeit nämlich mein Gras geraucht und war recht entspannt. Und die Nacht kam und ging, die Stadt brummte und lebte, man bereitetet sich auf den Gig vor und ständig fragte jemand, was eigentlich passiert war. Nun ja, ich grinste immer sehr verstohlen, wenn ich an die hübsche Frau aus dem Laden dachte, die mir in der ersten Sekunde schon den Atem verschlug. Das Konzert kam und ging, noch immer johlten die Fans da draußen in der Halle, wir waren aber alle zu erledigt, um jetzt noch einmal Vollgas zu geben. Beschäftigt mit dem Bühnenkram lief ich dann richtig ermattet und im Arsch von dem Konzert backstage in unser Aufenthaltszimmer und zog mein Hemd aus, da wir nun fertig gespielt hatten, Corey lief hinter mir und plapperte irgendwas mit heiserer Stimme davon, dass das ein klasse Konzert war, aber ich hörte ihm kaum zu. "2 Stunden Geschrei und der Kerl redet immer noch.", murrte Craig neben mir belustigt und trat ebenfalls in den Aufenthalsraum ein, blieb aber direkt vor mir stehen, sodass ich halb in seinen Rücken krachte und Corey dann in mich hinein latschte. "Craig, du Depp, bleib doch nicht einfach stehen.", krächzte der Fronter, lachte und sah dann ebenfalls in das Zimmer. "Sid, Besuch für dich. Sie hatte deinen verdammten Ausweis.", knurrte Stephen, der neben einer wunderschönen Rothaarigen stand, die in ihrem Minikleid atemberaubend aussah. "Grace.", sagte ich nur und löste mich von Craig, machte einen Schritt auf sie zu und blieb dann stehen, sah an mir herab und Mann, ich hätte zuerst duschen gehen sollen. "Das hast du gestern getrieben? Na, der Kleinen hätt ich meinen Ausweis auch geschenkt.", prustete Corey und lachte bellend, Grace lächelte schüchtern und zwinkerte mir zu. "Ich dachte, ein Goodbye und eine Flasche Jack Daniels wäre ich dir schuldig, nachdem ich dir deine gestern gemopst hab.", meinte die Schönheit schüchtern und hielt nun den Ausweis in der Hand, den Stephen nur argwöhnisch betrachtete. "Ach, scheiß auf den Jacky.", meinte ich und überbrückte den Meter zwischen uns, zog sie bei und küsste diese unglaubliche Frau, die ich am liebsten mitgenommen hätte. Leider hab ich sie nach dieser zweiten Nacht nie wieder getroffen und sie hat sich auch nicht mehr gemeldet. Sehr schade, wenn ich überlege, dass ich dieses Mädel am liebsten jede Nacht genossen hätte. Aber so ist das Leben auf Tour, man trifft jemanden, man flirtet, vielleicht erfüllt man eine Phantasie für diesen Menschen, damit komm ich schon zurecht. Und Austin wird dank Grace für mich immer eine wahnsinnig tolle Stadt sein. Oh ja, ich mag Austin. Und ich bin immer wieder gerne in dieser Stadt, vor allem dann, wenn die Sonne sich in sattem Rot am Himmel verabschiedet. Es erinnert mich immer an ihr Haar, welches genauso flammend rot war.
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