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Mutanten sind auch nur Menschen

GeschichteFantasy, Freundschaft / P16 / Gen
OC (Own Character) Phoenix / Doktor Jean Elaine Grey
28.03.2019
28.09.2019
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28.03.2019 864
 
Es war ein Sonntag gewesen, wir wollten einen Ausflug in den Park machen.
Dieser Sonntag sollte alles für mich ändern.
Schon nach dem Frühstück fühlte ich die aufkommenden Kopfschmerzen und nahm vorsorglich schon eine Tablette.
Ich war seit meiner Kindheit mit schweren Kopfschmerzen geplagt und kannte die Anzeichen. Trotzdem wurde es nicht besser und ich meinte das ich lieber zuhause bleiben würde.
Natürlich hielt meine Mutter es für reinste Absicht, ich wollte ihr mal wieder den Tag verderben. Wie ich es so oft getan hatte in den letzten 17 Jahren.
Meine Mutter konnte mir gar nicht oft genug sagen wie sehr ich ihr Leben zerstört hatte.
Ja, unser Verhältnis war nicht das tollste.
Dafür liebte ich meinen Vater umso mehr, er und ich verbrachten sehr viel Zeit in der Garage und bastelten an seinem Oldtimer herum.


Jedenfalls war es wieder zu einem Streit gekommen und Mum hielt mir wieder alles vor.
Und ich hatte die Schnauze echt voll.
„Wenn ich dein Leben doch so sehr zerstöre, warum hast du mich überhaupt bekommen?“

Sie starrte mich mit schmalen Augen an.

„Eine gute Frage. Wäre es nicht schon zu spät für eine Abtreibung gewesen.....“

Ich wollte das sie endlich ihren Mund hielt, ein einziges Mal sollte sie nicht mich für alles verantwortlich machen.
Ich sah sie an und stellte mir vor das sich ihr Hals verengen würde und sie nach Luft schnappen würde, doch sie würde keine bekommen.
Natürlich erschrak ich selber vor meinen Gedanken, trotzdem es wa rnicht das erste Mal das ich so dachte.
Meine Hand ballte sich zu einer Faust, ich spürte die Wut in mir aufsteigen.
Meine Mutter begann zu husten, umklammerte ihren Hals und röchelte.
Natürlich begriff ich nicht sofort was da passierte, ich war nur froh das sie endlich mal den Mund hielt.
Je mehr ich meine Hand ballte, umso stärker wurde ihre Atemnot.


>Du willst das nicht, wenn du nicht aufhörst wird sie sterben>.


Keine Ahnung woher die Stimme in meinem Kopf kam, doch sie weckte mich auf.
Ich registrierte was ich tat, keine Ahnung wie ich es machte, doch ich tat es.
Und ich wollte es nicht.
Meine Faust öffnete sich wieder und meine Mutter rutschte an der Wand entlang zu Boden.
Es gibt Momente in denen man sofort versteht was passiert war. Und so war es bei mir, ich hatte meine Mutter verletzt, alleine durch die Kraft meiner Gedanken.


>Ich kann dir helfen. Komm zu uns, wir verstehen was mit dir geschieht.>


Meine Mutter lag röchelnd vor mir auf dem Boden.
Sie hielt sich ihren Hals und starrte mich mit entsetzten Augen an.
Ich ließ meine Hand sinken und glaubte nicht was passiert war.
„Du bist ein Monster“, kam leise von meiner Mutter.
„Ich weiß“, erwiderte ich genauso leise, schloss die Wohnungstür hinter mir und ging.



Klar, es war total verrückt einer Stimme in meinem Kopf zu folgen, doch ich war so durcheinander, ich wusste nicht mehr wo oben und unten war. Schluchzend sank ich auf den Boden, zog die Beine an und wollte sterben.
Was da passiert war, das war nicht ich.
Und doch wusste ich das diese Kräfte in mir schlummerten und nur geweckt werden mussten.


>Ich werde dir jemanden schicken. Ihr kannst du vertrauen.>



Der Regen prasselte auf mich hinunter, ich würde mir hier noch den Tod holen.
Was meiner Mutter bestimmt nicht viel ausmachen würde.


>Erschreck dich nicht, ich bin hier um dir zu helfen.>


Trotzdem fuhr ich hoch, ich war alleine, klar bei dem Wetter ging keiner auf den Spielplatz.


>Dann kannst du mich hören, gut, ich komme langsam näher, also keine Angst.>


Natürlich sah ich mich alarmiert um, das konnte auch eine Masche eines Triebtäters sein.
Ich hörte leises Lachen und verstand erst jetzt was passierte.
Ich hörte Sachen die nicht passierten, weil ich alleine war.
Dann waren da Schritte, ich war auf den Beinen und bereit zur Flucht.


>Keine Sorge, ich bringe dich zu einem Ort an dem du nicht alleine bsit.>


Ob ich das wollte war gar nicht so sicher und ich sah die Frau durch den Regenschleier auf mich zukommen.
Ich fühlte mich irgendwie bedroht und wollte flüchten.
Blöd nur das hinter mir auch jemand stand.
In meiner wachsenden Panik hob ich abwehrend die Hände, der Mann wurde nach hinten geschleudert und der Weg war für mich frei.
Also die nächsten Meter jedenfalls, denn dann konnte ich mich nicht mehr rühren.

„Es wird alles gut, bitte vertrau mir.“

Soweit ich konnte sah ich mir die Frau an, okay sie wirkte jetzt nicht sonderlich bedrohlich.

„Gib uns eine Chance ja? Wenn es dir nicht gefällt kannst du jederzeit wieder gehen.“

Sie blieb neben dem Mann stehen, der sich wieder aufrappelte.

„Mein Name ist Jean und das ist Scott. Wir würden dich gerne zur Schule bringen.“

„Schule?“

„Ja, es gibt einen Ort an dem wir ganz normal sein können.“

Sie reichte mir ihre Hand und nach kurzem zögern ergriff ich sie.
Bei der Berührung konnte ich eine Art Kontakt spüren.
Es war als würde Jean mir ihre Gedanken zeigen.
Und was ich da sah ließ mich ruhiger werden.
Denn ich wusste das Jean mir nichts tun würde.
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