Die Herrin meiner Wahl

von yuuriko
GeschichteDrama, Romanze / P16
Alea der Bescheidene Jean Méchant der Tambour OC (Own Character)
27.03.2019
09.11.2019
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„ Ah die Herren Spielmänner! Ich bin soeben beauftragt worden euch zu finden und zu fragen, ob ihr fertig seid und ob die Show pünktlich starten könne!“ So erklärte der Hässliche Hans sein Auftauchen am Fuß der Treppe. „Es wäre möglich eine halbe Stunde zu schieben, um wenigstens den Hauch einer Vorbereitung zu haben!“ Lasterbalk war ein bisschen überfahren von dem Angebot, welches der Drache ihnen zu machen schien und sagte deshalb erstmal gar nichts! Die besonnene Stimme der Band, Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein, riss seinen Freund aus der Trance, in dem er sagte: „15 Minuten wären ausreichend!!“ er wollte sich nicht viel Zeit aufkommen lassen, denn sonst würde er wieder zweifeln an seiner Liste- außerdem würden die Anderen sonst direkt noch einmal umdrehen und die Schenke leeren.
“Hans kannst du bitte dafür sorgen, dass wir eine Metrunde in den Backstage bekommen; dann würden wir uns nämlich dorthin begeben und die Nerven des lieben Kai beruhigen, ich kann mir lebhaft vorstellen, dass er gerade zu Rumpelstilzchen mutiert.” Hans nickte lediglich und ließ die Herren Spielleute stehen beziehungsweise weiterziehen.
“Lasterbalk warum können wir nicht alle noch einen hier heben, sondern müssen im BS trinken?” erkundigte sich nun das L. So unauffällig wie möglich gab der Größte dem Kleinsten zu verstehen einmal zur Schenke zu blicken. Als er dies tat verstand er was der Gedanke dahinter war. An der Theke stand SIE und versucht gerade sich zu verstecken und es wäre nicht von Vorteil sie jetzt zu erschrecken. Während seine Spielmannskollegen sich auf den Weg zur Bühne machten, diese wurde gerade von den Versengoldigen bespielt, fiel Luzi etwas auf: “ Leute hat einer von euch meine Schalmei mitgenommen?” Alle schüttelten mehr oder weniger den Kopf- zumindest diejenigen die ihn gehört hatten. Dass sie fast an der Bühne angekommen waren, ärgerte den Bläser nur bedingt, denn sollte er es nicht mehr rechtzeitig zur Bühne gelangen, würde er sich von der Menge zur Bühne tragen lassen. „Dann flitz jetzt aber!“ rief der lange Trommler ihm hinterher.

Über sich selbst den Kopf schüttelnd lief das L zurück zur Schenke sprang über die Absperrung und erklomm die Leiter zum Balkon und eilte in die Ecke, dorthin wo er gesessen hatte und sah... nix. Es herrschte gähnende Leere, seine Schalmei hatte offensichtlich Beine bekommen und war weg!!! Dezent in Panik stolperte er wieder hinunter, verhedderte sich dabei fast in der Absperrung und kam schließlich vor der Theke zum stehen! “Sorry Leute ich muss kurz mal drängeln! CARO??? Hast du meine Schalmei gesehen? Bitte sag, dass du sie hast?” Caro zuckte nur mit den Schultern:” ICH hab sie nicht!” erwiderte sie und deutete an einen der Tische im Backstage, auf den Tisch an dem sich Gisi, Horis, zwei Unbekannte und SIE befanden. Luzi seufzte und hieb sich gedanklich vor die Stirn. „Wie ist sie so?“ fragte er vorsichtig bei Caro nach. Caro überlegte kurz:  „Ich würde sagen, sie ist sehr besonders! Ich meine du hast sie erlebt, als sie euch die Challenge gestellt hat. Hier hat sie sich um Horis gesorgt, als er von den Hunden verfolgt wurde und hat ihm selbst etwas zu trinken besorgt! So als sei etwas Selbstverständliches für sie- zeitgleich hat sie sich hinter der Theke versteckt, als ihr die Treppe runterkamt. Wenn du zu ihr gehst, behandle sie mit Respekt und sei nur frech wenn sie es auch ist! Aber Angst musst du vor ihr keine haben, denn Demütigungen bekommen nur die, die sie auch verdient haben!“ Mit einem Nicken bedankte er sich und atmete noch einmal tief durch.

‚Ich fühle mich, als müsste ich bei Schelmish auf die Bühne! Aber es nützt ja alles nichts!“ mit schüchternen Schritten ging er auf den Backstagebereich zu und räusperte sich leise: „Chrmm! Werte Herrin?! Verzeiht das euch unterbreche, aber dürfte ich nähertreten?” Gisi schien etwas sagen zu wollen, wurde dann aber von IHR aufgehalten! Sie hob die Hände; eine um ihn zu schweigen zu bringen und die andere um mir zu zeigen, dass sie gestattete.

“Nun Spielmann was führt euch zu mir? Ich nehme doch an, dass ihr die Aufgabe erfüllen könnt?! Wisst ihr es ist keine Schande eine Niederlage einzugestehen.”  Während SIE sprach konnte ich ein leichtes Schmunzeln in ihrer Stimme hören.
Er wedelte hastig mit den Händen: „Nein Herrin, das ist es nicht! Viel eher habe ich vorhin in der Eile etwas vergessen, was für den Erfolg unerlässlich ist!!!“
„Du hast aber auch echt nen Kopp wie’n Sieb, oder?“ ertönte nun die sonore Stimme des Drachen. „Gisbert Hiller! Lässt du diesen kleinen tapferen Spielmann mit ausgezeichneten Manieren in Ruhe?“  wies Herrin Lilienfeuer den Veranstalter zurecht. Alle Umstehenden und auch die Sitzenden hielten den Atem an- NIEMAND wagte es Gisbert so in die Parade zu fahren! Doch was tat er? Er sengte nur das Haupt und gab so an, dass verstanden hatte!!
„ Soo liebes L, was hast du denn nun vergessen?“ „Meine beste Schalmei, ohne die gehe ich doch nie auf die Bühne, denn sie bringt mir Glück!!“ „So so! Dann hat mir die gute Caro also deinen Talisman übergeben und ohne sie kann euer Konzert nicht beginnen?“ Er ließ den Kopf hängen und nickt dann zur Bestätigung.
„Nun gut! Ich denke es ist sowieso an der Zeit zur Bühne zu gehen. Würdest du mich begleiten, liebstes L?“ Eifrig nickte der kleine Spielmann. Die Herrin erhob sich, ebenso Horis und Gisbert; nur ihre beiden Begleiter blieben sitzen und würden das Konzert von hier aus verfolgen. Er öffnete die Absperrung und ließ sie durch; die beiden verabschiedeten sich von Gisbert und dem Geistlichen des MPS. „Komm L wollen wir doch mal sehen was ihr heute zu bieten habt. Denkst du es wird mir gefallen, was ich zu hören bekommen werde?“ `Was soll ich denn dazu sagen?‘ überlegte das L und entschloss sich dann diplomatisch zu antworten: „Ich weiß, dass auf jeden Fall alles akustisch gespielt wird, auch wenn es nicht allen zusagt… naja eigentlich passt es nur einem nicht! Obwohl er immerhin auf seinen Trommeln rumkloppen darf!!“ redete er sich immer weiter in Rage!

„ Ahhh also mault der Tambour!! Das hab ich mir fast gedacht!“ das Gesagte wurde von einem Kopfschütteln begleitet. „L? Ich verrate dir jetzt etwas, aber verrate es noch nicht den Anderen, ja?“ Er nickte und sie sprach weiter: „Wenn mir das gefällt was ich jetzt sehe und meine Bedingung dabei erfüllt wird, darf er nachher seine E-Gitarre aus dem Koffer holen, denn ich nehme an ihr werdet auch Rocksongs spielen, die mit einer Akustischen nicht gut klingen!“  Er blickte sie überrascht an und sie lächelte nur.
Bei den anderen Spielleuten an der Bühne ging es weniger harmonisch zu!

Die Techniker versuchten innerhalb der verbleibenden Zeit, Ton und Licht an die Songs anzupassen und mussten dabei mehrfach Mut zur Lücke beweisen. Jedoch zeigte sich hier die jahrelange Erfahrung, die die Crew mit den spontanen Einlagen der Musiker hatten. Jedoch auch ein anderer maulte weiterhin und langsam wollten die anderen ihm am Liebsten die Leviten lesen, aber sie mussten sich vorbereiten, also musste wieder einmal der Kindergärtner der Truppe ran oder auch unter dem Pseudonym KAI bekannt! Dieser versuchte beim Tambouren vorzudringen: „ Was hast du eigentlich? Du bist doch sonst der erste der Herausforderungen annimmt!“ „ Ja da werden sie aber auch von Menschen gestellt, die Ahnung davon haben und nicht von irgendeiner Dahergelaufenen, die sich wer weiß was darauf einbildet, zur Herrin gemacht worden zu sein- von wem eigentlich?“ Hier musste Kai schmunzeln: „ Von uns!“ sagte er und konnte förmlich zusehen, wie der Trommler bleich wurde. „Was?? Soll das dein Ernst sein? Weshalb haben wir diese… diese ordinäre Person ausgewählt?“ Kai war mehr als entsetzt, als er den Hass in der Stimme seines Gegenüber hörte, denn diesen könnte man beinahe greifen. Bevor er jedoch etwas dazu sagen konnte, piepste es in seiner Tasche- das Zeichen, dass er die Jungs langsam auf die Bühne treiben sollte. Er ermahnte Jean lediglich mit scharfen Ton: „Behalte deine Meinung für dich und geh jetzt daraus; noch bist du Teil der Truppe und hast dich der Demokratie unterzuordnen, egal ob es dir passt oder nicht!!“ damit drehte er sich um und wies die anderen auf die Zeit hin!

Vor der Bühne wurde es langsam unruhig, besonders in der ersten Reihe, denn diese konnten den Krach von Kai hinter der Bühne gerade noch so hören und das klang nicht gerade nett. Außerdem hatten die Jungs bereits Verspätung, aber das konnte ja auch andere Gründe haben, denn heute würde es keine normale Show werden- egal warum, aber sie würde legendär werden.

Mit einer aufgesetzt strahlenden Miene ging der Tambour an seinen Platz und wurde wie immer mit Jubelrufen begrüßt! Er nahm die Sticks in die Hand und wollte gerade losspielen, da bemerkte er ein Winken von der Seite und Lasterbalk deutete etwas Kleines an. ` Er meint offensichtlich den Dudelzwerg! Woher soll ich denn wissen so der steckt?‘ Er zuckte mit den Achseln und setzte erneut an. Wurde dabei jedoch wieder unterbrochen diesmal durch die Stimme Lasterbalks: „Könntest du dann bitte deine Augen ins Publikum werfen ob du was derartig Kleines entdeckst?“ Mit einem Augenrollen kam er dem nach und ließ seinen Blick schweifen, bis er einen wildfuchtelnden Arm erblicken konnte. „ Das L lungert beim FOH rum! Ich sollte vielleicht dazu sagen, dass er nicht alleine ist!!!“ Lasterbalk lugte durch die Plane an der Bühnenseite: `Oha hat er es tatsächlich geschafft!‘ „Ok Jungs wir fangen an; das L wird zu uns stoßen!“ sprach der Texter, ohne Mikro, und in Richtung Tambour, mit Mikro, pflaumte er gespielt: „Ey wird’s bald??“ und mit blitzenden Augen legte der Tambour mit dem Intro los….