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... weil das Leben ein Geschenk ist

von Mira93
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Markus Eisenbichler OC (Own Character)
27.03.2019
28.05.2021
45
66.666
16
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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01.05.2021 1.544
 
Kapitel 34

„Wow das ist ja alles echt fantastisch geworden“, Greta stützte ihre Hände in den Hüften ab und blickte sich erstaunt in der Hotelanlage um.

„Warts erst mal bis du auf der Terrasse stehst und den Blick über das Meer genießen kannst“, Martin betrachtete seine Tochter schmunzelnd und schloss ein kleines Gatter auf. Wortlos folgte ihm Greta über den Boden aus kleinen Steinen. Hin und wieder huschte eine kleine Eidechse über den Weg. Greta betrachtet lächelnd das kleine Tier und schüttelte an die Erinnerung aus der Kindheit wie sie gemeinsam mit ihren Cousins Paul und Maria die Tiere gefangen, den Kopf.

„Was ist los?“, Martins Blick ruhte auf Greta und erst jetzt fiel dieser auf, dass sie schweigend mit einem breiten Grinsen im Gesicht mitten auf dem Weg stehen geblieben war.

„Ich musste gerade an unsere Eidechsenjagden denken“; erwiderte sie strich sanft über den Arm ihres Vaters. „Ich hatte so viele tolle und wunderschöne Momente hier bei euch – bei dir. Das habe ich in meinem Frust und meiner Trauer völlig bei Seite geschoben“, sie lächelte sanft und seufzend nahm sie ihren Vater fest in den Arm. „Ich hab schon ziemlich vieles falsch gemacht“

„Wir wollten doch die Vergangenheit hinter uns lassen“, sanft strich Martin seiner Tochter über das Haar und sah ihr lächelnd in die Augen.

„Ja“, Greta griff nach seiner Hand und löste sich aus seiner Umarmung, um die Hand etwas fester zu drücken. „Nur noch nach vorne“

„Ole!“, Martin zwinkerte ihr zu und Greta lachte dabei etwas auf.

„Wenn ich´s nicht besser wüsste, dann würde ich dieser hübschen jungen Frau sofort einen Heiratsantrag machen, aber sie ist ja meine Cousine“, lachend rannte ihnen Gretas älterer Cousin Paul entgegen und hob Greta euphorisch in die Höhe. Lachend wirbelte er sie Kreis herum, ehe er die überrascht kreischende junge Frau wieder auf den Boden absetzte und sie fest in eine Umarmung. „Das ist echt der Wahnsinn“, murmelte Paul und drückte Greta noch fester an sich. „Ich habe dich so vermisst“

„Und ich dich erst“, Greta strahlte über beide Ohren und nahm Pauls Gesicht fest in ihre Hände. „Warum bist du dann nie gekommen“; murmelte er.
„Weil ich eine wahnsinnige Vollidiotin bin“, Greta schüttelte den Kopf und Paul legte lachend den Arm um sie: „Die habe ich trotzdem immer noch wahnsinnig gerne!“

„Greta!“, mit einem tränenüberströmten Gesicht kam Sofia auf ihre Nichte zu und schloss sie schluchzend in die Arme.
„Willkommen zurück“, flüsterte die Schwester von Martin und hauchte der Physiotherapeutin einen sanften Kuss auf die Wange. Nun war es auch um Greta geschehen und bei der jungen Frau brachen alle Dämme. Träne für Träne rollte ihr über die Wange und sie presste sich fest in die Arme ihrer Tante.

Es dauerte eine Weile bis sie sich etwas gesammelt hatte und schließlich etwas von Sofia löste. Zitternd strich sie sich eine Strähne aus dem nassen Gesicht und blickte ihrer Tante in die Augen. „Es tut mir alles so Leid“, flüsterte Greta, doch Sofia schüttelte nur weinend den Kopf und drückte ihre Nichte erneut an sich. „Das Schönste ist, dass du wieder hier bist“

Greta nickte und griff nach beiden Händen ihrer Tante. Beide blickten sich eine Weile an, ehe sie sich mit einem großen Lächeln auf den Lippen wieder voneinander abwandten und zu Paul und Martin traten, die das Wiedersehen aus einer kleinen Distanz stillschweigend beobachtet hatten.

„Darf ich dich auch noch drücken?“, Carlo trat gemeinsam mit Martins Lebensgefährtin Lucie hinter den beiden Männern hervor und trat mit weiten Armen auf Greta zu. „Schön, dass du da bist“, er schloss sie kurz in die Arme und auch Lucie drückte die Tochter ihres Freundes fest an sich.

„Wenn der emotionale Teil jetzt vorbei ist, dann könnten wir doch eigentlich zum gemütlichen Part übergehen oder?“, Paul klatschte in beide Hände und legte einen Arm um Greta.
„Essen klingt doch immer gut“, Martin nickte ihm zu. „Ich hoffe du hast während meiner Abwesenheit die Küche gut behandelt“, er puffte seinen Neffen kurz in die Seite, ehe er Sofia auf die große Veranda folgte.
„Ich hoffe er ist nicht zu streng mit dir“, flüsterte Greta an Paul gewandt. Dieser drückte Greta etwas näher an sich und schüttelte lachend den Kopf. „Du kennst ihn ja – das Zepter abgeben fällt schwer“, er zwinkerte seiner Cousine zu und die beiden folgte den Sofia und Martin auf die Veranda.

Immer noch lachend in das Gespräch mit Paul vertieft, setzte sich Greta neben ihren Cousin und gegenüber von Martin und Sofia an den großen Tisch auf der Veranda etwas abgetrennt von dem Bereich der Hotelgäste, damit sie ungestört das Wiedersehen genießen konnte. Seelig lächelnd wandte sich Sofia schweigen mit einem aussagekräftigen Blick ihren Bruder zu und drückte dabei freudig seine Hand, was er mit einem lächelnden Nicken quittierte, ehe sich sein Blick wieder Greta und Paul zuwandte.

„Zeit anzustoßen oder“, Carlo kam gefolgt von Lucie mit einem großen Tablett auf die vier zu und stellte klirrend die Gläser in der Mitte des Tisches ab.
Sofort verteilte Lucie die Gläser mit Sekt und als jeder eines in den Händen hielt, hob Carlo, der immer noch am Kopf des Tisches stand sein Getränk in die Höhe. „Auf die Familie und, dass alle irgendwie immer wieder zu den Wurzeln zurückkehren“, er sah dabei kurz zu Greta, die sich lächelnd vor Rührung eine Träne aus dem Gesicht strich.

Lachend legte Paul dabei einen Arm um sie und hauchte seiner Cousine einen sanften Kuss auf die Wange, ehe alle klirrend gemeinsam anstießen.

„Schön, dass ich hier immer noch willkommen bin“, Greta sah schniefend mit einem ehrlichen lächeln in die Runde und Sofia griff nach ihrer Hand, um sie fest zu drücken.

„Die Türen hier werden dir immer offen stehen und du hast hier immer ein Zuhause“; erwiderte sie mit einem ehrlichen Lächeln, das sich über ihr ganzes Gesicht erstreckt hatte und auch die anderen nickten bestätigend.

„Umso schöner, dass dein Skispringer sich so dafür eingesetzt hat“, Paul nickte Greta zu und diese umklammerte ihr Glas fest mit den Fingern. „Ja das hat er“, gab sie mit leiser Stimme als Antwort und ihre Gedanken drifteten wieder zu Markus und ihrer vergangenen Nacht ab. Ein leises, sanftes Lächeln schlich sich auf ihre Lippen und sie spürte wie die Wärme sich in ihrem Körper breitmachte.

„Alles gut?“, hakte Martin vorsichtig nach und stupste seine Tochter vorsichtig mit dem Fuß unter dem Tisch an. „Du bist so still?“

„Ja natürlich alles gut“, sofort nickte Greta und warf ihren Vater ein Lächeln zu. „Ich musste nur gerade an etwas denken“

Mehr konnte dazu nicht mehr gesagt werden, denn ein paar Kellner schoben einen Essenwagen gefüllt mit allerlei spanischen Köstlichkeiten auf die Veranda und stellten die Platten in der Tischmitte ab.

„Wow“, Greta schüttelte den Kopf und drückte fest die Hand von Paul. „Da hast du dich ja selbst übertroffen“

„Wenn der Chef schonmal nicht im Haus, dann muss ich mich kreativ austoben“, erwiderte er lachend und warf einen vorsichtigen Blick zu Martin, der ihm mit verschränkten Armen vor der Brust kritisch musterte. „Ich hoffe nur, dass es nicht besser schmeckt als bei mir“, erwiderte er trocken. „Sonst sind meine Tage als Küchenchef wohl gezählt“

„Ach was“, wiegte Paul lachend. „Ich lieb es doch von dir herumkommandiert zu werden“

„Reiß dich zusammen“, sein Onkel blickte Paul lachend mit einem spielerisch, mahnend erhobene Zeigefinger an und der Rest der Familie brach ebenfalls in Gelächter aus.

„Wir haben uns überlegt, dass wir euch alle zum Frühjahrsfest in unserem Hotel einladen“, brach Sofia nach einer Weile die Stille, die sich während des Essens über den Tisch gelegt hatte.
„Martin hat erzählt, dass ihr in drei Tagen zurück nach Deutschland fliegt und Carlo hat so ein bisschen umarangiert, dass das Fest schon eine Woche früher am Abend eurer Abreise stattfindet“, lächelnd legte Sofia ihre Serviette zur Seite und sah ihre Nichte abwartend an.

„Ihr seid doch der Wahnsinn“, ergriffen sah Greta zu Carlo und Sofia und schüttelte etwas überrumpelt den Kopf.

„Du müsstest nur ja sagen, dann hören sie auf dich so anzustarren“, kauend knuffte ihr Paul in die Seite und warf seinen Eltern nur ein Augenzwinkern zu.

„Natürlich komm“, Greta schüttelte lachend den Kopf und sah immer noch gerührt ihre Tante an, die erleichterte auflachte.

„Und nimm auch deine ganzen Sportler mit“, fügte Carlo noch hinzu und warf lachend einen Blick auf Sofia, die wohl in diesem Moment am liebsten ihrer Nichte um den Hals gefallen wäre, wenn nicht der Tisch sie voneinander trennen würde.

„Ja klar, das mach ich“; Greta nickte und griff nach einer Olive. „Die freuen sich bestimmt rießig!“

„Eine Bitte hätte ich aber“, Gretas Miene wurde wieder ernst und erstaunt hoben die anderen ihren Kopf. „Könntest du bitte diese eingelegten Oliven machen? Die sind echt der Hammer“, fügte sie hinzu und mit frech blinzelnden Augen wandte sie sich zu Paul auf ihrer Linken zu.

„Natürlich“, der ältere lachte auf und zog Greta an sich. „Für dich doch immer Lieblingscousine“

„Du hast ja nur mich als Cousine“, konterte sie nuschelnd zwischen zwei Bissen und schüttelte dabei leicht den Kopf. „Na und“, der Ältere zuckte mit den Schultern und sah sie ernst an. „Hört sich aber trotzdem besser an.“

Lachend sah Grete Paul eine Weile, ehe sie ihm durch das braune Haar wuschelte. „Wie habe ich es nur die ganzen Jahre ohne euch ausgehalten?!“
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