STARGATE ATLANTIS - Die letzte ihres Volkes? Teil 2

GeschichteSci-Fi / P12
Die Antiker Die Wraith John Sheppard OC (Own Character) Rodney McKay Samantha Carter
27.03.2019
17.05.2019
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ATLANTIS – Die letzte ihres Volkes?
Teil 2

18) Der Fluch der Väter!  
      Teil 1.


Sam Carter arbeitete sich erstaunlich schnell auf ihrem neuen Posten ein, ihre Erfahrung bei SG 1 war dabei sehr hilfreich. Und die Leute in der Stadt kamen gut mit ihr zurecht. Nicht zu Letzt weil sie sich auch an den Missionen des Außenteams beteiligte. Ein Bürojob war nicht das richtige für sie, das merkten schnell alle auf Atlantis. Was jedoch nicht hieß das sie ihre anderen Aufgaben vernachlässigte.

John hatte eine neue Mission vorbereitet nachdem sie in dem Computer neue Gate Adressen gefunden hatten. Sie würde eine nach der anderen anwählen und sehen was es dort zu finden gab. Wie immer waren auch einige Nieten darunter. Planeten auf denen es weder menschliches Leben noch einen andere Kultur gab. Aus Sicherheitsgründen wurde immer erst ein MALP durch geschickt um die Lage zu Peilen. Und so war es auch bei der Gate Adresse die sie sich jetzt herausgesucht hatten.  Sie war mit einem Sicherheitsvermerk gekennzeichnet bei dem aber nichts weiter vermerkt war und so wurde sie erst recht interessant. Als sie die Adresse anwählten sandten sie das MALP durch, gespannt warteten sie auf die ersten Bilder. Und was sie dann zu sehen bekamen war mehr als erstaunlich.  John rief sofort Sam und auch Ani’a in den Kontrollraum.    


„Das müssen sie sich ansehen, Sam!“ Meinte er zu ihre als sie als erste den Kotrollraum erreiche. „Das zeichnet unser MALP auf von der neuen Adresse die wir gefunden haben.“ Er deutete auf den Bildschirm. Sam sah hin und stutzte sofort, die Bilder die sie sah ähnelten denen aus Atlantis unglaublich. „Das muss die gleiche Architektur sein wie hier. Vielleicht einen andere Basis.“  Inzwischen war auch Ani’a im Kontrollraum angekommen und sah auf den Bildschirm. „Ja sie haben recht! Es ist Lantanisch. Wo hast du diese Adresse gefunden, John?“ „Na ja wir haben alte Dateien gefunden mit Adressen, die hier war in einer Datei die schwer zu öffnen war. Ich dachte es könnte sich lohnen mal hinzuschauen. Und offensichtlich haben wir ins Schwarze getroffen.“ Ani’a sah ihn nachdenklich an. „Ich sollte mir diese Dateien ansehen bevor ihr losgeht.“ John sah Sam an, doch bevor die etwas sagen konnte geschah etwas vollkommen Unerwartetes. Eine menschliche Gestalt kam auf die Kamera des MALP zu und beugte sich darüber. Dann wurden sie angesprochen. „Hallo – wer seid ihr?“ Sam und John sahen sich an. Dann antwortete sie: „Wir sind Menschen und Forscher. Es war Zufall das wir auf die Gate Adresse gestoßen sind.“ „Forscher?“ „Ja wir erforschen diese Galaxie. Und wir suchen neue Freunde hier. Wäre es möglich wir zu ihnen kommen dürfen? Ein Informationsaustausch wäre sehr interessant für beide Seiten.“ An der anderen Seit entstand eine kurze Pause dann meinte der Mensch den sie sahen: „Ja wir sind einverstanden, kommen sie her sie sind willkommen!“ „Sehr gut, dann werden wir in kürze bei ihnen erscheinen. Danke für ihre Einladung.“  

„Unglaublich, das scheinen wirklich Menschen zu sein und das was wir gesehen haben sah aus wie antikische Architektur. Kann es sein das es noch weitere Städte hier ich der Galaxie gibt?“ Fragte sie Ani‘a als sie das Wurmloch wieder geschlossen hatten. „Nein, davon weiß ich nichts. Es gab einige kleiner Basen die zur Forschung genutzt wurden, aber etwas von der Größe wie ich es da gesehen habe, nein! Sam ich wäre sehr vorsichtig! Ich habe ein ungutes Gefühl. Sie sollten nicht einfach so dorthin gehen.“ Sam sah sie an. „Nun ich kann sie verstehen, aber es ist eine vielleicht einmalige Gelegenheit. Vielleicht gibt es da ja noch mehr Antiker die überlebt haben. Aber ich gebe ihnen recht, wir müssen vorsichtig sein. Deshalb würde ich es besser finden wenn sie erst einmal nicht mitkommen. Bevor wir nicht wissen was mit diesen Menschen ist und ob es wirklich Antiker sind. Ich gehe mit John, Rodney und Dr. Beckett. Und sobald wir sicher sind das es ungefährlich ist und wenn es Antiker oder ihre Nachfahren sind werden wir sie holen. Einverstanden?“ Ani’a sah sie an, ihre Gefühl sagte ihr das sie es nicht machen sollten. „OK aber seien sie Vorsichtig!“ Sam nickte. „Das werden wir!“            


Und so wurde alles vorbereitet für diese Expedition. Während John seine Ausrüstung anlegte sah ihm Ani’a zu, sie war beunruhigt. Das konnte John ihr ansehen. „Was ist? Hast du einen Ahnung wer diese Menschen sind?“ „Nein und genau das macht mich misstrauisch. In den Unterlagen habe ich keine andere Kolonie gefunden. Und auch keine zweite Stadt die der von Atlantis ähnelt. Das will mir nicht in den Kopf. Da stimmt etwas nicht!“ John legte ihre seine Hand auf die Schulter um sie zu beruhigen. „Wir werden sehr vorsichtig sein und wir bleiben ja in gedanklichem Kontakt.“ Sie sah ihn an. „Gut, aber sei wirklich vorsichtig!“ „Ich verspreche es!“ Er zog sie an sich und küsste sie. „Keine Angst wir sind ja bald wieder da.“ Dann mache er sich fertig und begab sich zum Gate. Da waren alle schon bereit. Ani’a hielt sich im Hintergrund als sie durch das Gate gingen. Und als sie verschwunden waren und die Bestätigung kam das sie angekommen waren verließ sie den Gateraum. Sie wollte in den Archiven versuchen eine Antwort zu finden darauf was dort auf dieser Welt sein konnte. Ihr Gefühl sagte ihr das es nichts Gutes sein würde.

John, Sam, Rodney und die zwei Mariens waren in einem sehr großen Raum gelandet von dem viele verschiedene Korridore abgingen. Und schon der erste Blick sagte ihnen dass es sich eindeutig um Antiker Architektur handelte, so wie sie sich von Atlantis her kannten. „Das kann doch kein Zufall sein!“ Meinte John erstaunt. Wenige Augenblicke später kamen ihnen Menschen entgegen. Sie trugen eine Kleidung die der der Antiker ähnlich war. „Willkommen Fremde, mein Name ist NIAM.“ Stellte sich eine von ihnen vor. Sam trat vor. „Mein Name ist Samantha Carter, wir sind Menschen von der Erde und kommen von Atlantis.“ Niam sah sie erstaunt an. „Erde – das sagt mir nichts. Ein Planet diese Namens kenne ich nicht.“ „Nun das kann ich mir vorstellen, wir kommen nicht aus dieser Galaxie sondern aus einer anderen. Wir kamen hier her und haben die Stadt Atlantis entdeckt, von dort kommen wir jetzt.“ John konnte keine persönliche Reaktion feststellen. Das Gesicht des Mannes war vollkommen ausdruckslos. Und dabei lief ihm ein kalter Schauer über den Rücken. Sollte Ani’a Recht behalten mit ihrem unguten Gefühl? Niam sah sie an und dann nickte er. „Ich werde euch zu unserem Obersten Rat frühen, er wird euch begrüßen. Bitte folgt mir.“ Sie schlossen sich Niam an und folgten ihm durch einige Korridore bis zu einem kleineren Raum in dem schon einige andere Menschen warteten.        



Hier sah es ähnlich aus wie in dem Konferenzraum von Atlantis und das komische Gefühl von John verstärkte sich noch mehr. Dann spürte er die Präsenz von Ani’a. „Seit vorsichtig, ich glaube sie sind nicht das wofür sie sich ausgeben.“ „Hast du schon etwas gefunden?“ „Nein, noch nicht aber ich suche weiter, halt den Kontakt.“ „Ja das werde ich tun!“  Dann konzentrierte er sich wieder auf das was um ihn herum geschah. In der Mitte des halbrunden Tisches, etwas erhoben, saß ein älterer Mann der sie sehr genau musterte. „Das ist OBERON unser Oberste Rat.“ Stelle ihn Niam vor. Neben dem Obersten Rat saßen an jeder Seite noch vier andere Personen die sie ansahen. Doch auch ihre Gesichter wiesen nicht die geringste Neugier auf was John sofort auffiel. OBERON sah sie prüfend an. „Ihr seid aus der Stadt der Antiker gekommen! Aber ihr seid keine Antiker! Ihr nennt den Planeten eurer Herkunft ERDE, wo liegt diese Erde?“ Sam trat einen Schritt vor. „Ich grüße euch OBERON, mein Name ist Samantha Carter und ich leite das Expeditionsteam von Atlantis. Die Erde liegt in einer anderen Galaxie und wir sind durch das Gate nach Atlantis gekommen. Und nein, wir sind keine Antiker, auch wenn wir in gewisser Weise ihre Nachfahren sind. Aber wenn ich fragen darf, hier erinnert alles an die Antiker. Seid ihr Antiker?“

John beobachtete OBERON genau. Auch an ihm ließ sich keine menschliche Reaktion erkennen. Der Mann sah sie einfach nur kalt an. Genau wie jeder andere hier von diesen Leuten. John konnte sich eines Schauderns nicht erwehren. Was war nur mit diesen Leuten los? „Ihr vermutet richtig, wir sind Antiker, aber diesen Namen haben wir vor Äonen abgelegt als wir uns von den Antikern trennten! Uns war nicht bewusst dass die Stadt Atlantis noch existierte, wir wähnten sie vernichtet im Kampf gegen die Wraith!“ Sam sah ihn fragend an. „Wann habt ihr euch von den Antikern getrennt und warum? Wir dachten es gäbe keine Antiker mehr.“ „Es sind schon weit über 10.000 Jahre und wir trennten uns von ihnen weil wir uneins waren. Wir wollen nicht weiter unter ihnen leben sondern eigene Wege gehen. Deswegen verließen wir Atlantis, später erfuhren wir dann von dem Angriff der Wraith und von der Vernichtung von Atlantis.“ Sam sah ihn erstaunt an. „Und ihr habt ihnen nicht geholfen? Sie waren doch von eurem Volk.“ „Sie hatten andere Ziele wie wir und sie wollten uns nicht an diesen Zielen teilhaben lassen. Letztendlich war es ihre Sache und nicht unsere.“    

OBERON wirkt wie ein harter, alter Mann der auf seiner Meinung bestand und keine andere zuließ. John fühlte sofort eine gewisse Abneigung gegen ihn. „OBERON, das ist ein antikischer Name. Aber du glaubst nicht das es Menschen sind?“ „Hm na ja ich weiß nicht was sie sind, aber sie kommen mir komisch vor. So regungslos und vollkommen ausdruckslos. Jeder Mensch hat eine Mimik und die verrät seine Gefühle, selbst wenn er sich unter Kontrolle hat. Aber aus ihren Gesichtern kannst du nichts herauslesen. Mir gefällt das nicht!“ „Sei vorsichtig und sollte jemand versuchen in deine Gedanken einzudringen dann blocke sie ab! Ich weiß auch noch nicht was da vor sich geht aber auch ich habe kein gutes Gefühl. Und du weißt ich kann euch nicht helfen. Ich bleibe weiter bei dir solange es geht. Doch wenn man versucht auf deine Gedanken zugriff zu nehmen musst du sie abblocken. Zögere nicht!“ „OK!“ John war beruhigt das er den Kontakt zu Ani’a halten konnte aber er hatte auch ihre Warnung verstanden und passte noch besser auf. Er konzentrierte sich wieder auf OBERON und Sam. „Wir würden gerne in einen Austausch von Handelsgüter und Erfahrungen eintreten mit euch. Bisher waren wir immer von der Annahme ausgegangen das es hier in dieser Galaxie keine Antiker mehr eben würde. Es wäre von beiderseitigem Interesse, denke ich.“ OBERON sah sie immer noch ausdruckslos an. „Was könntet ihr haben das uns interessieren könnte? Und Handel treiben wir nicht. Also was könnt ihr uns anbieten?“ Sam war doch etwas enttäuscht von der abweisenden Haltung des Antikers, sie hatte sich mehr erhofft. „Nun ihr seid hier in dieser Galaxie ziemlich abgeschnitten, es wäre doch sicherlich interessant für euch zu erfahren was um euch herum so vor sich geht.“ „Nein! – Das interessiert uns nicht besonders. Wir wollen auch keinen Kontakt zu anderen Völkern haben. Wir danken euch trotzdem für euren Besuch, aber nun werdet ihr wieder zum Gate geführt um in eure Welt zurückzukehren! Folgt Niam, er wird euch zurück bringen. Und kommt nicht wieder!“ Damit war ihre „Audienz“ beendet. Sam nickte John zu und dann folgten sie Niam aus dem Raum.

„Es tut mir leid das OBERON euch so schroff abgewiesen hat aber er ist einer von uns der nichts von Kontakten hält. Aber er hat nun mal als Oberster Rat das Sagen.“ Sam sah ihn an. „Heißt das dass es für euch schon von Interesse wäre mit uns Kontakt zu haben?“ „Ja sicher, wir sind an Neuem interessiert. Wir würden gerne Neuigkeiten von anderen Welten bekommen. Ich gehören einer Gruppe an die fortschrittlicher Denkt als OBERON und die anderen. Aber im Moment können wir nichts machen. Bitte folgt mir!“ John der sich dicht hinter Sam gehalten hatte fühlte geradezu seine Nackenhaare die sich aufstellten. Hier stimmte etwas nicht. Aber was dann geschah kam zu plötzlich als das er etwas dagegen hätte tun können. Es war als würden sie von einem Wraith Betäubungsstrahl getroffen und im nächsten Moment
wurde alles dunkel um ihn herum.

Ani’a spürte es im gleichen Moment das die Verbindung zu John abgebrochen war. Ein eisiger Schreck durchfuhr sie und eine furchtbare Angst um John. Doch sie konnte nichts tun, er musste ohne Bewusstsein sein. Sie arbeitete mit doppelter Geschwindigkeit weiter um endlich herauszufinden was es mit diesen angeblichen Antikern auf sich hatte. Doch sie fand einfach nichts in den Aufzeichnungen die ihre Vorfahren zurückgelassen hatten. Ihre Angst dass sie wieder auf so ein furchtbares Geheimnis stoßen würde wie bei den Wraith wurde immer schlimmer.

John wachte mit Kopfschmerzen wieder auf und sah sich um, sie waren in einer Zelle, ähnlich denen auf Atlantis. Er sah sich um und die anderen waren noch bewusstlos. Vorsichtig rappelte er sich wieder auf, es dauerte einen Moment bis er soweit klar war das er wieder eine Verbindung zu Ani’a herstellen konnte. „Oh John, ich hatte mir solche Sorgen gemacht. Was ist geschehen?“ „Man hat uns betäubt und uns dann in eine Zelle verfrachtet. Wir wurden getäuscht, OBERON sagte das wir durch das Gate zurückgehen sollten und keinen Kontakt mehr aufnehmen sollten. Auf dem Weg haben sie uns betäubt und hier eingesperrt.“ Ani’a überlegte einen Moment. „Ok ich werde zusammen mit Major Lorne einen Jumper klar machen und dann zum nächsten Tor fliegen was in der Nähe liegt. Und dann werden wir euch herausholen. Halt dich in Bereitschaft, aber sage den anderen nichts davon. Ich melde mich wieder sobald wir bereit sind und sage euch auch wie lange wir brauchen. Und pass auf, denk daran deine Gedanken zu blockieren wenn es gefährlich wird.“ „Das ist doch viel zu gefährlich für dich, du kannst uns doch nicht alle heraus teleportieren!“ „Ich schaffe das schon, John. Halte dich bereit.“ „OK aber riskiere nicht zu viel!“ Er sah sich zu den anderen um die auch langsam zu sich kamen. Er half Sam auf. „Was ist passiert?“ „Man hat uns getäuscht, sie lassen uns nicht abreisen sie haben uns festgesetzt. Das hier stinkt alles zum Himmel!“ Auch Rodney und die beiden Mariens waren wieder erwacht. Man hatte ihnen die Waffen abgenommen aber sie waren unversehrt.

„Ja wir sind ganz schön dämlich in die Falle gelaufen! Ani’a hatte also recht, wir hätten nicht so vorschnell gehen sollen.“ Meinte John zu Sam. „Ja sie hatte recht! Aber keiner von uns, nicht mal sie hatte eine Ahnung dass es hier in der Galaxie noch Antiker gibt.“ „Nein! Wenn es überhaupt Antiker sind, haben sie mal auf ihre Mimik geachtet – oder besser darauf dass sie fast keine haben? Nicht mal Spock hätte sich so unter Kontrolle halten können und der ist Vulkanier.“ Meinte John im Bezug auf eine sehr beliebte SF Geschichte. „Hm sie haben recht, jetzt wo sie es sagen das ist mir auch aufgefallen ich habe dem aber keine Bedeutung zugemessen zumal OBERON ja sehr abweisend war. Ich habe es für Arroganz gehalten.“ „Na ja, ich weiß ja auch nicht was ich davon halten soll. Jedenfalls sitzen wir jetzt hier fest. Und das man hier schlecht raus kommt wissen wir ja.“ Er sah sich in dem sonst leeren Raum um. „Aber wenn es doch Antiker sind – warum haben sie sich von den anderen getrennt?“

Die Antwort kam von der Tür her, dort erschien Niam mit einem Wagen voller Essen. „Es tut mir leid dass ich euch so in die Irre führen musste. Ich stimme dem was OBERON macht nicht zu. Doch offen können wir nichts dagegen tun, ich versichere euch jedoch dass ich euch sicher zurück nach Atlantis bringen werde. Aber erst einmal solltet ihr euch stärken. Es kann noch etwas dauern bis ich einen Weg gefunden habe euch zu befreien.“ Sam sah ihn an, konnte sie ihm trauen? „Warum habt ihr euch von den anderen Antikern getrennt und separiert?“ Wollte sie wissen. „Nun die anderen wollen aufsteigen, doch von alleine konnten das nur wenige, wir gehörten nicht dazu. Und sie wollten uns auch nicht dabei helfen. Deshalb trennten wir uns von ihnen. Entschuldigt ich muss gehen! OBERON darf keinen Verdacht schöpfen. Aber ich werde euch befreien!“ Damit verließ er den Raum wieder nachdem er den Wagen mit dem Essen in die Zelle geschoben hatte. Sam sah John an. „Haben wir einen Verbündeten?“ „Ich wäre mir da nicht so sicher!“ Er traute keinem hier. „Ok aber wie kommen wir dann hier raus? Und vor allem, warum halten sie uns hier fest?“ John zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es auch nicht.“ Er wollte ihnen noch nichts sagen von dem was er wusste. Irgendwie hatte er den Verdacht das es besser sein würde das sie nichts wussten. Und es sollte sich schon bald zeigen dass er recht hatte.

Ani’a hatte sofort nach dem Kontakt mit John Major Lorne gerufen und ihn gebeten einen Jumper startklar zu machen und auch erklärt warum. Er war zwar sehr überrascht dass sie Kontakt zu John hatte aber er handelte sofort. Sie selber verließ das Archiv nachdem sie es wieder gesichert hatte und machte sich auf den Weg zum Hangar. Auf dem Weg zog sie sich schnell um und sah sie im Kontrollraum vorbei um zu sehen welches Gate dem Planeten Asura am nächsten gelegen war. „Bereiten sie eine Aktivierung des Gates zu dieser Adresse vor. Und geben sie Sicherheitsalarm.“ Zelenka sah sie erstaunt an. „Was ist passiert?“ „Unser Team wurde gefangen genommen. Major Lorne und ich werden losfliegen um sie da raus zu holen. Öffnen sie das Gate nur auf den Aktiven Code von Major Lorne oder mir, sonst auf keinen!“ Radek Zelenka sah sie erschrocken an. „Aber was ist wenn einer vom Team seinen Code eingibt?“ „Ignorieren, er könnte erzwungen sein. Im Augenblick gelten nur unsere Codes!“ „Verstanden!“ Sie wusste dass sie sich auf ihn verlassen konnte. Dann lief sie so schnell sie konnte zum Jumper Hangar. Dort hatte Major Lorne alles vorbereitet. Sie ließ sich in den Pilotensitzt des Jumpers fallen und schloss die Hecktür. „Alles klar?“ Sie sah ihn an ob er zweifel hatte aber er nickt nur. „Ja alles klar, Lady Ani’a.“ „Gut, wir haben nicht viel Zeit, ich weiß nicht was im Moment los ist dort und warum unsere Leute gefangengenommen wurden. Wenn alles gut geht werde ich es erfahren, fragen sie bitte nicht wie. Wir werden es ihnen später erklären.“ Evan Lorne nickte nur. Ani’a war erleichtert und konzentrierte sich auf die Steuerung des Jumpers. Sie flog das Schiff ohne die Kontrollen auch nur anzufassen. Sobald sie durch das Gate waren nahm sie den Kurs zu dem Planeten Asura auf und zwar mit voller Beschleunigung.




Während sie sich noch ihre Köpfe zerbrachen wie sie aus der Zell entkommen konnten erschien OBERON wieder. Sam sah ihn an. „Warum haben sie uns gefangen genommen? Und warum täuschten sie vor das wir zurück könnten? Was haben wir ihnen getan?“ OBERON sah sie kalt an. „Wir brauchen nur ein paar Informationen von ihnen. Wenn sie sich nicht wehren dann dauert es nicht lange und sie können zurückkehren.“ Die Zelle wurde geöffnet und zwei von den Begleitern OBERON s traten mit ihm ein, sie gingen auf Sam, Rodney und John zu. John wusste das es jetzt soweit war und er unterbrach den Kontakt zu Ani’a sofort, so wie er es bei ihr gelernt hatte. „OBERON, wir können doch über alles reden.“ „Das ist unnötig!“ Meinte er und dann bohrte er seine Hand in ihre Stirn. Sie schrie auf. Gleichzeitig taten seine Begleiter dasselbe mit John und Rodney. John spürte den furchbaren Schmerz und auch er schrie auf. Er konnte nur ahnen was das bedeutete, sie wollten in seine Gedanken. Aber er war durch Ani’a vorbereitet und konzentrierte sich darauf sie abzublocken.

Wie lange es gedauert hatte konnte er später nicht mehr sagen, gefühlt Stunden - obwohl es wahrscheinlich nur Minuten waren. Jedenfalls fühlte er sich vollkommen elend nachdem es vorbei war. Und den anderen erging es nicht anders. OBERON trat zurück, er hatte seine Hand bei Sam im Kopf gehabt. Doch scheinbar wusste er alles was die anderen beiden auch wussten. „Ihr seid der einzige der sich erfolgreich wehren konnte, ihr seid sehr stark.“ Meinte er zu John. „Ich werde mich später noch einmal mit ihnen beschäftigen. Sie sollten sich überlegen ob sie sich dann weiter wehren. Es könnte ihren Tod bedeuten.“  „Und wenn sie alles bekommen haben – sie werden uns doch sowieso töten! Warum auch immer.“ OBERON sah ihn an. „Weil sie genau so sind wie unsere Erbauer. Sie wollen ihr Wissen nicht teilen! Wir sollten nur existieren weil sie uns brauchten um ihren Kampf zu führen. Aber wir durften keine Gefühle haben, durften nicht aufsteigen. Das sollte uns verwehr bleiben!“        


Und dann zeigte ihnen OBERON wer sie wirklich waren indem er seine menschlichen Züge veränderte und sich so zeigte wie sie eigentlich waren, ein Replikant. Künstliche Menschen! Und John verstand endlich um was es hier ging. Und er musste an Ani’a denken, doch schnell schloss er die Barriere um seinen Verstand wieder. Er durfte sie nicht verraten. „Darum geht es euch also, ihr wollt euren Erbauern vollkommen gleiche. Aber das wird nie gehen, ihr seid keine Menschen, ihr seid Maschinen.“ „Wir sind viel mehr als nur Maschinen, das werdet ihr noch erkennen. Ruht euch aus, wir kommen wieder!“ Dann verließen sie den Zellenraum.  John sah die anderen an. „Sind alle unverletzt?“ Rodney stöhnte und versuchte sich wieder aufzurappeln. „Mein Kopf, das ist unglaublich.“ Sam war noch benommen. „Glauben sie es Rodney. Ich habe schon andere Spezies kennengelernt die Gedanken lesen können. Aber so unangenehm wie das hier war nichts davon.“ John half ihr aufzustehen. „Wir müssen hier raus, ich weiß nicht ob ich das ein zweites Mal ertragen könnte.“ Sie sah ihn an. „Wie um alles in der Welt haben sie es geschafft ihn abzuwehren?“ Er sah auf seine Uhr, konnte Ani’a schon in Reichweite sein? Vorsichtig öffnete er seinen Geist wieder. Doch noch hörte er sie nicht. Jetzt wünschte er sich sehnlichst dass er ihre Fähigkeiten hätte. Er konnte nur hoffen das sie sie so lange in Ruhe lassen würden bis Ani’a hier war um sie zu retten.

Ani’a war froh das das Gate nicht zu weit von dem Planeten Asura entfernt war, sie waren bei voller Beschleunigung zwei Stunden unterwegs gewesen als sie das erste Mal den Planeten auf dem Langstreckenscanner hatten. „Das ist unser Ziel!“ „Ok, können sie mir jetzt mehr sagen was passiert ist und wieso sie es wissen?“ Evan Lorne sah sie fragend an. „OK, aber sie müssen darüber schweigen bis ich ihnen erlaube es zu sagen. Wenn es zu früh bekannt wird dann könnte es gefährlich werden.“ „Verstanden, sie haben mein Wort darauf! Wenn ihnen Sheppard vertraut dann kann ich es auch!“ Sie nickte ihm zu. Und dann erklärte sie ihm in wenigen Sätzen worum es ging und wie sie den Kontakt zu John halten konnte. Lorne war ziemlich überrascht. „Darf ich eine Frage stellen?“ „Ja sicher.“ „Hat das etwas damit zu tun das sie und John, ich meine…“ Er ließ den Satz offen. Ani’a lächelte ihn an und nickte. „Ja das hat es!“ „Ok ich verstehe! Also was wollen wir unternehmen?“  „Wir fliegen den Planeten unter dem Tarnschild an und positionieren uns so nahe wie möglich an der Stelle wo sie gefangen gehalten werden. Dann werden sie die Kontrolle des Jumpers übernehmen und ich werde hinunter gehen und sie rausholen.“ „Wie?“ Ani’a überlegte einen Moment. „Ich werde hinunter teleportieren und sie hochbringen. Das muss schnell gehen und ich kann immer nur einen mitbringen. Und es wird mich viel Kraft kosten. Das heißt, es kann sein das ich ihnen dann nicht helfen kann hier weg zu kommen, das müssen sie erledigen!“ Lorne schluckte. „OK ich werde uns hier wegbringen sobald alle an Bord sind. Machen sie sich darüber keine Gedanken!“ „Sehr gut!“

„Was haben sie aus unseren Köpfen entnommen? Was genau wollten sie?“ Sam war immer noch benommen. „Nun ich denke da sie sich ganz offensichtlich an ihren Erbauern rächen wollen werden sie die Lage von Atlantis wollen. Und ich fürchte die haben sie jetzt.“ Sie sah John an. „Wieso haben sie sich wehren können?“ John sah sie an. „Weil Ani’a es mir beigebracht hat! Ich bin telepathisch begabt, was ich vorher auch nicht wusste.“ Sam sah ihn an. Sie musste an seine Dienstakte denken die sie ja studiert hatte. Und darin hatte gestanden dass bei ihm die Antiker Gene viel stärker waren als bei allen anderen. „OK. Na dann hoffe ich mal das sie ihm auch weiter standhalten können. Aber ob es etwas bringen wird, ich weiß es nicht. Aber solange wir am Leben sind müssen wir hoffen!“ Rodney sah sie an. „Na sie sind gut, hoffen, worauf denn hoffen? Wir sitzen hier fest ohne Hoffnung auf Hilfe von außen.“ Genau in diesem Moment bekam John wieder Kontakt zu Ani’a und er drehte sich von den anderen weg um sich konzentrieren zu können.  „Wie ist eure Lage, John? Seid ihr verletz worden?“ „Nein, nicht verletzt aber es war nicht sehr angenehm die Hand des anderen im Kopf zu haben und ausgesaugt zu werden. Und sie haben bemerkt dass sie bei mir nicht weiter kamen. Sie haben uns wieder allein gelassen aber sie werden wieder kommen! Wie weit seid ihr entfernt?“  „Wir sind auf dem Weg, ich schätze dass wir noch etwas 20 Minuten brauchen bis wir in Reichweite sind so dass ich teleportieren kann. Ihr müsst so lange noch aushalten. Und noch darf keiner von ihnen etwas wissen.“ „Ok ich habe schon verstanden. Wir werden durchhalten! Solange sie nicht gerade jetzt wieder kommen.“  „Wir beeilen uns! Ich liebe dich!“  „Was auch immer sein wird, ich liebe dich auch!“ Dann wurde der Kontakt wieder unterbrochen. Sam sah ihn an. „John, was ist los mit ihnen, haben sie Schmerzen?“ John fing sich wieder und nickte. „Ja mein Kopf schreit geradezu. Aber da ist nicht so wichtig, wir müssen versuchen Zeit zu gewinnen um hier raus zu kommen.“

In diesem Moment wurde die Tür wieder geöffnet und Niam kam herein, diesmal alleine. „Ich hoffe dass es ihnen gut geht, ich kann mir vorstellen dass es nicht angenehm ist.“ „Nein das ist es weiß Gott nicht! Was wollen sie noch von uns? Hat OBERON nicht bekommen was er wollte?“ „Nun nicht alles. Und genau deshalb bin ich ja gekommen. Meine Leute und ich wollen ihnen helfen. Wie schon gesagt, wir denken nicht so wie OBERON.  Wenn sie uns mitnehmen und uns beim Aufstieg helfen dann werden wir sie befreien.“ Sam sah ihn an. „Wir wissen nicht wie man den Aufstieg bewältigen kann. Wir sind keine Antiker.“ „Ja das wissen wir, aber sie kommen von Atlantis. Dort muss es Informationen geben die uns helfen. Nehmen sie uns mit!“  Sam schaltete schnell. „Wie können wir sicher sein das die kein falsches Spiel treiben? Bringen sie uns zum Gate so dass wir nach Atlantis zurück können dann werden wir sie mitnehmen! Aber nur sie alleine. Was sie hinterher mit den Informationen machen ist dann ihre Sache. Ob sie sie nur für ihre Leute verwenden oder für alle.“ Niam tat so als ober er überlegte, dann nickte er. „Ich werde alles vorbereiten. Ich komme sie dann abholen, aber es dauert etwas.“ „OK“ John war erleichter, sie hatten etwas Zeit gewonnen. Vielleicht würde es Ani’a ja vorher schaffen sie raus zu holen.  


Lorne und Ani’a hatten den Planten erreicht und waren nun auf dem Weg zur Stadt. Während sie den Jumper immer noch flog suchte Lorne nach den Peilsendern von Sam und den anderen. „Ich habe sie, sie sind mitten in der Stadt in einem der Türme.“ „Ja ich weiß, ich kann John spüren. Sie müssen jetzt die Kontrolle über den Jumper übernehmen. Ich mache mich fertig um runter zu gehen. Wie gesagt, ich kann immer nur einen hoch bringen.“ „Was ist mit dem Tarnfeld?“ „Das stört mich nicht! Halten sie den Jumper nur genau an diesem Punkt, ich möchte ungern mitten im Nichts auftauchen.“ „Ok, verstanden. Alles Gute!“ Sie lächelte ihn an. „Ich tue mein bestes!“ Dann stand sie auf und ging ins hintere Abteil. Sie schloss die Augen und konzentrierte sich auf John. Sekunden später war sie verschwunden, Evan Lorne schluckte einmal und konzentrierte sich dann darauf dass er die genaue Position hielt.

Sam und die anderen waren erschrocken als Ani’a plötzlich bei ihnen auftauchte. „Oh mein Gott, wo kommen sie denn her?“ „Nicht Fragen, wir werden nicht viel Zeit haben. Ich werde sie jetzt hier wegbringen. Aber ich kann immer nur einen mitnehmen. Also tun sie einfach was ich ihnen sage.“ Sie nahm zuerst Sam. „Halten sie sich an mir fest und keine Angst!“ Sie sah John an und nickte ihm zu dann verschwand sie zusammen mit Sam. Sekunden später tauchte sie im Jumper auf. Sam war noch vollkommen durcheinander. Doch daran konnte sie sich jetzt nicht stören, sie teleportierte sofort zurück um den nächsten zu holen. Diesmal brachte sie Rodney mit der immer noch die Augen aufgerissen hatte als er im Jumper stand und sie schon wieder weg war. „Was zum Teufel war das?“ Sam sah ihn an. „Ich habe auch keine Ahnung, Rodney. Ich kann nur hoffen das sie es schafft alle raus zu holen.“ Jetzt waren noch die beiden Mariens und John in der Zelle.

Als sie erneut zurück kam bemerkte John schon dass sie schwächer wurde. „Schaffst du das?“ „Ich muss!“ Sie nahm den ersten der Mariens und teleportierte zum Jumper. Diesmal braucht sie schon etwas länger bis sie zurück kam. John mache sich Sorgen. „Bring dich in Sicherheit, ich komm hier schon raus!“ „Nein, ich werde dich nicht hierlassen. Ich komme zurück um dich zu holen.“ Damit gab sie dem letzten Marine ein Zeichen und verschwand mit ihm. John’s Herz schlug vor Sorge immer schneller weil es jetzt noch länger dauerte. Doch dann tauchte sie auf, er sah dass sie taumelte. Sie würde es nicht schaffen auch ihn noch in Sicherheit zu bringen ohne sich zu gefährden. „Ich bleibe!“ „Nein!“ Sie schlang ihre Arme um ihn und machte die letzten Kraftreserven mobil um noch einmal zu teleportieren. Als sie dann im Jumper materialisierten brach sie zusammen. John fing sie auf. Dann brüllte er Lorne an. „Los weg hier und auf dem schnellsten Weg zum Gate. Sie muss medizinisch betreut werden.“ Vorsichtig Bettete er sie auf die Sitzbank im Heckteil des Jumpers und kniete neben ihr.
Major Lorne sah ihn an und nickte. „Ok alles hinsetzten es wird ein schneller Ritt.“ Dann konzentrierte er sich voll auch die die Kontrollen des Jumpers und flog ihn mit voller Geschwindigkeit von dem Planeten Asura weg um so schnell wie möglich zum Gate zu kommen das sie wieder nach Atlantis bringen würde.  
         


John kniete noch immer bei Ani’a und versuchte sie auf telepathischen Weg zu erreichen, doch sie war viel zu schwach. Die fünf Leute an Bord zu bringen hatte ihre letzten Energiereserven aufgebraucht. Sie lag, mit geschlossenen Augen und vollkommen regungslos da. „Liebes, das hättest du nicht wagen dürfen. Du hast dich selber in Gefahr gebracht um uns zu retten!“ Er strich zärtlich über ihr Haar. Sam sah die beiden an und sie konnte sich gut vorstellen wie es ihm jetzt ging. Und sie bewunderte diese junge Frau, sie hatte wirklich alles riskiert um sie zu retten. Sogar ihr eigenes Leben. Sie setzte sich zu Lorne und versuchte ihm zu helfen. Er sah sie kurz von der Seite an und sie ahnte was er dachte. „Wir schaffen es und auf Atlantis wird sich Carson um sie kümmern. Sie muss nur durchhalten. Aber wir müssen Atlantis auch warnen, die Replikatoren werden uns angreifen sobald sie bemerken dass wir geflohen sind. Ich werde sofort eine Warnung durchgeben sobald wir kontakt haben.“ „Wir müssen meinen Code nehmen, alle anderen wurden vorsorglich gesperrt. Sie hatte das wohl schon geahnt.“ Sam war wiederum erstaunt über die Weitsicht dieser jungen Frau. „OK!“ Zumindest würden die Asuraner das Gate nicht öffnen können wenn sie jetzt versuchen würden das Gate anzuwählen.

Die Zeit bis sie das Gate erreichten kam John undendlich vor. Er hatte furchtbare Angst um Ani’a. Er konnte spüren wie schwach sie war und das ihre Präsenz immer weniger wurde. Als sie endlich am Gate waren atmete er auf. Und sobald sie im Gateraum gelandete waren rief er nach einem medizinischen Team. Dann hob er sie wieder vorsichtig in seine Arme und trug sie aus dem Jumper heraus. Carson Beckett war schnell da und sie legten sie auf eine Trage und brachten sie in die Krankenstation. „Was ist passiert?“ Wollte Carson wissen. „Sie hat sich vollkommen verausgabt, ich habe Angst dass sie es nicht schafft.“ „Ich werde alles tun was ich kann um ihr zu helfen, John!“

Sam war sofort in die Kommandozentrale gelaufen. „Der Schutzschild um das Gate muss sofort hochgefahren werden. Es werden keinerlei Codes mehr angenommen!“ Zelenka sah sie an. „Das hat Ani’a schon veranlasst!“ Sam sah ihn erstaunt an. „Oh, eine erstaunliche junge Frau! Gut, die Asuraner können fast alle Codes haben von uns haben, sie sind in unsere Gedanken eingedrungen. Es müssen für alle neuen Codes generiert werden. Vorher wird das komplette Gate gesperrt!“ „Verstanden!“ Radek Zelenka wusste was zu tun war und begann gleich damit. Sam ging in ihr Büro zurück und setzte sich erst einmal hin um einen Moment Luft zu schnappen. Das war alles ein bisschen viel gewesen was da auf sie eingestürmt war kaum dass sie das Kommando übernommen hatte.

John stand in der Krankenstation und sah Carson zu wie er Ani’a untersuchte. Er spürte dass seine Hände zitterten. Doch er verbarg es nicht. Er hatte Angst um Ani’a und das konnte jeder sehen. Sie hatte ihr Leben riskiert für das Team. „Können sie ihr helfen, Carson?“ „Sie hat sich vollkommen verausgabt bei der Rettung, ich weiß ja nicht was sie gemacht hat aber das hat sie all ihre Reserven gekostet.“ „Sie hat fünf Leute aus der Zelle heraus teleportiert und an Bord des Jumpers gebracht. Ich hätte das nicht zulassen dürfen.“ Carson sah ihn an. „Ich glaube nicht dass sie sie hätten davon abhalten können. Vor allem nicht davon sie zu retten! Ich habe sowas bei zwei Menschen noch nicht beobachtet, so eine enge Verbindung wie sie beide haben. Aber ich glaube dass sie ihr helfen können. Kommen sie her, setzten sie sich zu ihr und versuchen sie ihr wieder Kraft zu geben. Fragen sie mich nicht wie- das weiß ich nicht. Aber ich glaube das sie es können!“ John sah ihn an, ja er hatte recht. Nur er konnte ihr helfen. Er nickte und setzte sie neben ihre Liege, dann nehm er ihre Hand. Und er konzentrierte sich voll auf sie. Carson blieb noch eine Weile bei den beiden stehen bevor er sie allein ließ, er konnte hier nicht viel tun aber er hoffte dass John sie wieder heilen konnte.

Sie waren kaum wieder auf Atlantis als auch schon versucht wurde das Gate zu aktivieren, es wurden mehrfach Codes eigegeben doch da sie inzwischen alle gesperrt waren gelang es den Asuranern nicht durch zu kommen. Irgendwann gaben sie es auf. Jetzt mussten sie allerdings damit rechnen dass sie über den Normalen Raum kommen würden. „Haben sie Schiffe?“ Meinte Rodney zu Sam. „Ich weiß es nicht, wir haben ja nicht viel gesehen von der Stadt und mitteilsam waren sie ja auch nicht. Aber wir müssen damit rechnen, also muss immer eine Alarmbereitschaft da sein. Im Notfall muss der Schutzschild hochgefahren werden.“ Rodney nickte. „Und dann können wir nur hoffen dass sie keine Möglichkeit haben das auszuschalten.“ „Nun die Antiker hatten das auch nicht! Das ist eine Chance dass sie es auch nicht können. Ihr Hass gegenüber ihren Erbauern ist unglaublich groß.“ „Hm das stimmt. Und sie sind sehr zielstrebig. Ich wolle wir hätten einen von ihnen mitnehmen können, dann hätten wir ihn untersuchen können um mehr zu erfahren. Wie sollen wir uns gegen sie verteidigen wenn wir so gut wie nichts über sie wissen.“ „Sie wurden von den Antikern erbaut, also muss es doch auch Unterlagen darüber geben. Ich hoffe das Ani’a wieder gesund wird, dann kann sie uns da vielleicht helfen. Das ist im Moment unsere einzige Hoffnung.“ „Wissen sie wie es ihr geht?“ Sam schüttelte den Kopf. „Nein, Carson hat sich noch nicht gemeldet. John war sehr mitgenommen. Er hat wirklich Angst um sie.“ Rodney nickte leicht. „Ja die beiden sind unzertrennlich, ich glaube sie lieben sich wirklich sehr innig. Sowas habe ich noch nie erlebt.“ „Ja das stimmt. Das ist mehr als ich je erlebt habe. Sie sind unglaublich eng verbunden. Ich kann nur hoffen das sie sich wieder erholt, wenn sie es nicht schafft dann wird John zusammenbrechen!“      



John saß immer noch neben Ani’a und hielt ihre Hand, versuchte sie telepathisch zu erreichen. Noch konnte er sie nicht fühlen aber er wollte nicht aufgeben, er konnte nicht aufgeben, denn das hieß sie zu verlieren. Das wusste er und das durfte auf keinen Fall geschehen. Immer wieder machte er sich Vorwürfe dass er es zugelassen hatte das sie sich selber in Gefahr gebracht hatte durch die Rettungsaktion. Carson kam immer wieder vorbei und sah nach den Werten von ihr. Er machte ein sehr besorgtes Gesicht. Inzwischen lag sie schon mehrere Stunden hier und es zeichnete sich keine Besserung ab. Doch er wusste nicht was er machen konnte. Und so besprach er sich mit Jennifer Keller um auszuloten ob und wie sie ihr helfen konnten. „Ich denke wenn überhaupt können wir ihr nur etwas geben das sie stärkt. Wir wissen ja so gut wie nichts darüber wie sich diese mentalen Fähigkeiten auf ihren Körper auswirken, außer dass sie offensichtlich viel Kraft brauchen.“ Jennifer sah ihn an. „Wen sie es überlebt dann sollten wir sie bitten sie genauer untersuchen zu dürfen um bei einem weiteren Fall besser helfen zu können. Vielleicht kann sie uns ja auch Zugriff auf die medizinischen Dateien von ihr geben, die müssten ja im Computer der Stadt gespeichert sein.“ Carson nickte. „Ja das hätten wir schon längst tun sollen.“

John war nun schon fast 12 Stunden ununterbrochen an ihrem Krankenbett, immer wieder kamen Carson oder auch Jennifer vorbei und auch Sam war gekommen. „Wie sieht es aus?“ Wollte sie von Carson wissen. „Ich kann nichts versprechen, wir tun was wir können. Aber das ist sehr wenig. Wir versuchen ihren Körper zu stärken ohne sie mit Medikamenten voll zu pumpen von denen wir nicht mal wissen wie sie auf sie wirken würden. Aber den Hauptteil muss sie machen und dabei kann ihr nur John helfen.“ Sam sah hinüber. „Er weicht nicht von ihrer Seite. Ich kann nur hoffen dass sie es schafft. Ich möchte mir nicht ausmalen was mit ihm passiert wenn sie es nicht schaffen sollte.“ Carson nickte traurig. „Eine so enge und innige Beziehung wie die beiden sie haben, habe ich noch nie gesehen. Es scheint so als ob sie durch ein festes Band verbunden wären.“ „Hm ich denke es ist eher eine geistige Verbindung. Bei dem was wir erlebt haben kann es nur so sein. Ich denke die beiden hatten die ganze Zeit über direkten Kontakt zueinander.“ Carson sah sie erstaunt an. „Auf diese Entfernung?“ „Nun ja wir wissen so gut wie nichts über mentale Fähigkeiten. Und wenn ich da an die Fähigkeiten der Aufgestiegenen denke, dann kann ich mir das schon vorstellen. Hoffen wir dass sie auch die Kraft hat zu regenerieren. Sie ist noch sehr jung!“  „Das stimmt!“

Die Nacht hatte sich über die Stadt gesenkt und John saß noch immer neben Ani’a. Er hatte selber schon kaum noch Kraftreserven. Aber er hatte sich geschworen nicht aufzugeben, sie hatte es ja auch nicht getan und sie gerettet. „Bitte Liebes, lass mich wissen dass du noch da bist. Schenk mir deine Gedanken.“ Flüsterte er. Dann beugte er sich über sie und küsste sie zärtlich auf den Mund. Ihre Lippen waren warm und weich. „Sag mir was ich tun kann um dich zurück zu holen, ich liebe dich und ich kann und will nicht ohne dich leben!“ Formte er in seinen Gedanken. „Ich hätte es niemals zulassen dürfen dass du dich so in Gefahr begibst. Es ist meine Schuld und das werde ich mir nie verzeihen. Wir hätten viel vorsichtiger sein müssen als wir diese Welt sahen. Es gibt keine anderen Antiker mehr. Und nun haben wir einen sehr bösartigen und gefährlichen Feind.“ Es war ein leises flüstern was ihm antwortete. „Es war nicht deine schuld! – ich wusste auch nichts von ihnen. Ich frage mich welche Geheimnisse noch ans Licht kommen.“ John hätte vor Freude schreien können. Sie wurde wieder wach, auch wenn sie noch sehr schwach war. „Liebes, oh mein Gott ich bin ja so froh. Ich habe mir solche Sorgen gemacht. Was kann ich tun damit es dir besser geht? Brauchst du etwas, eine Medizin?“ „Nein, ich muss nur wieder Kräfte sammeln. Lass mich einfach schlafen und ruh du dich auch aus! Du bist nicht weniger erschöpft wie ich. Geh schlafen.“ „Ich werde erst schlafen wenn es dir wieder gut geht! Ich werde dich nicht verlassen, nicht bevor es dir wieder gut geht!“ „Dann sag Carson das ich noch etwas Zeit brauche, aber er sich keine Sorgen mehr machen muss.“ „Das werde ich tun. Und nun ruh dich aus!“ John war ein ungeheurer Stein vom Herzen gefallen. Er stand auf und ging zum Büro von Carson Beckett hinüber.

Carson sah ihm entgegen. „Was ist passiert?“ „Alles OK, sie wird noch etwas Zeit brauchen, aber es geht ihr den Umständen entsprechend gut. Ich würde sie bitten mir eine Liege zu ihr zu stellen. Ich werde auf jeden Fall bleiben bis sie wieder wach ist.“ Carson sah ihn an. „Wie hat sie ihnen das mitgeteilt? Per Telepathie?“ John grinste. „Ja! Wir beide brauchen keine gesprochenen Worte!“ Jetzt atmete auch Carson auf. „Na Gott sei Dank. Ok ich werde ihnen gleich eine Liege bringen lassen und sie sollten auch was essen.“ „Mache ich! Danke Carson!“  „Ach was, ich bin heilfroh das es ihr besser geht, alle hier haben sich große Sorgen um sie gemacht.“ John nickte. „Ja ich weiß, ich konnte es spüren. Es war ganz bestimmt eine große Hilfe für Ani’a. Aber ich denke das wird sie allen auch noch sagen, wenn es ihr wieder gut geht. Jetzt braucht sie Ruhe um wieder zu Kräften zu kommen.“ „Ok!“
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