Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Ein Schicksal kommt selten allein

von Kjarie
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Draco Malfoy Hermine Granger
26.03.2019
23.02.2021
33
102.255
19
Alle Kapitel
29 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
23.02.2021 3.654
 
Der Staub hatte sich noch nicht gelegt und eine Todesstille schlug ihnen aus den Innereien des Schlosses entgegen. Entweder war der Kampf beendet oder Harry und Vodemort führten ihn an einem anderen Ort weiter. Hermines Magen krampfte bei dem Gedanke der Dunkle Lord könnte doch gewonnen haben. Neville, mittlerweile wieder Herr seiner Beine, ging in der Mitte, denn wenn er das Schwert mit beidem Händen trug war es ihm nicht möglich noch einen Stab zu führen.
„Wenn Voldemort nicht mehr da ist, wieso sollte denn die Schlange dann noch...“, begann er zu flüstern, wurde allerdings von einem barschen „Scht!“ von Hermine unterbrochen. Sie signalisierte den Jungs stehen zu bleiben, bückte sich, die Augen auf den Absatz der nächsten Treppe gerichtet und hob einen großen Stein auf.
Mit einem kräftigen Wurf beförderte sie ihn nach oben. Auf ein dumpfes „Blop“ folgte ein gereiztes „Ssssss“.
Zielsicher kam Nagini die Stufen hinunter.
Hermine versuchte sie mit einem Schockzauber zum Stillstand zu bewegen, doch das schien sie nur wütender zu machen und sie schoss wie ein Pfeil mit aufgerissenen Maul und gefletschten Zähnen auf die Junghexe zu.
Draco schaffte es gerade noch Hermine beiseite zu stoßen und beide fielen recht unsanft auf einen Steinhaufen.
Wie in Zeitlupe verfolgten Beide wie Nagini näher kam, die Zähne immer größer wurden und Neville mit einem gezielten Schlag ihr den Kopf vom Körper trennte.
Mit einem lauten Zischen löste sie sich in eine schwarze Rauchwolke auf, in der, wie bei dem Diadem, plötzlich Voldemorts Gesichter zu sehen waren.

Neville starrte völlig entgeistert auf die sich auflösenden Rauchschwaden, während Hermine und Draco das Gleiche taten. Schwer atmend drückte er seine Liebste immer noch beschützend an sich.
„...Sie ist...ich habe...“, begann Neville zu stottern.
Ein breites, stolzes Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus.
„ICH HABE DIE SCHLANGE GETÖTET!“, schrie er jetzt lachend aus und machte einen Freudensprung, das Schwert hoch in die Luft gestreckt.
Auch auf Dracos Gesicht breitete sich ein Lachen aus und er blickte zu Hermine, die ihn einfach nur mit freudigen Tränen in den Augen anstrahlte. Übermütig nahm er ihren Kopf in beide Hände und küsste sie, innig, wild, besitzergreifend. Dann stimmten beide in den Freudengesang von Neville ein. Alle Drei fielen sich um den Hals und bemerkten, wie sich sämtliche Todesser in in rasender Geschwindigkeit disapparierten und verdutzte Schüler, die soeben noch mit ihnen gekämpft hatten einfach stehen ließen.
„Das kann nur bedeuten, dass Harry Voldemort besiegt hat!...Und das dank dir!“, stieß Hermine hervor und schlang die Arme um Neville.
„Naja...“, begann er rot leuchtend, „...ich denke, ihr habt da auch einiges beigetragen.“
„Jetzt mal nicht so bescheiden! DU hast die Schlange, Voldemorts Augapfel, auf dem Gewissen. Das wiegt schon einiges!“, lobte Draco und klopfte dem Griffindor anerkennend auf die Schulter.
Verlegen bedankte dieser sich und fügte hinzu: „Du bist gar nicht so übel, wenn man dich mal kennt!...Aber jetzt entschuldigt mich. Ich möchte so schnell wie möglich Luna finden!“
Er machte eine militärische Verbeugung und verschwand.
„Also, mit so einer Reaktion hätte ich jetzt nicht gerechnet...“, murmelte der Slytherin.
„Was? Das er sich freut?“
Hermine schürzte spitzbübisch die Lippen; wohl wissend was er meinte.
„Tu nicht so unschuldig!“, neckte er zurück und zog sie seufzend fest an sich.
Diesmal war es an ihr ihn zu küssen. Ohne darüber nachzudenken, was es mit sich bringen könnte, wühlte sie ihre Finger in sein zerzaustes Haar.
Stöhnend bemerkte sie plötzlich an ihrem Bauch was sie „angerichtet“ hatte.
„...Ich...Harry...“, bekam sie stoßweise zwischen den wilden Küssen Dracos hervor.
„Nichts da!“, fauchte er spielerisch, „Erst kam mit Voldemort dazwischen und jetzt noch „der Auserwählte“?! Vergiss es!“
Das bestimmende Leuchten in seinen Augen ließen Hermines Knie weich werden und sie musste sich eingestehen, dass es ihr just in diesem Moment nicht anders ging.
„Aber...nicht hier...“
Suchend blickte sich Draco um und machte ein Klassenzimmer aus, in dem die Tür noch intakt war, im Stillen hoffte er, dass es der Raum dahinter auch noch war.
Mit Erstaunen stellten sie fest, dass es der Raum für Verwandlung war. Das Hauptklassenzimmer von McGonagall.
„...Aber...“
„Nichts „aber“!“, gab Draco fordernd zurück; die Augen fast schwarz vor Begierde.
Mit ein bisschen Schwung setzte er sie auf das nächstgelegene Schreibpult und öffnete ihre Hose, während sie, ihn küssend, an seiner herumnestelte.
„Deine...Schuluniform...ist...praktischer...“, stöhnte er und schaffte es allmählich ihr Jeans, wie auch Höschen in einer Handbewegung auszuziehen.
Hermine stieß die Röte ins Gesicht und ein erleichtertes Stöhnen drang aus ihrer Kehle als er, ohne Vorwarnung, zwei Finger gleichzeitig in sie hineinschob.
„Wie hab ich das vermisst...“, hauchte er ihr genüsslich auf die vollen Lippen während er ihr mit der anderen Hand half seine Hose loszuwerden. Grinsend bemerkte er, dass sie dazu alleine nicht mehr in der Lage war.
Quälend langsam bewegte er seine schmalen Finger in ihr und trieb sie damit fast in den Wahnsinn.
„Hat es dir auch gefehlt?“, flüsterte er ihr unschuldig ins Ohr und zeichnete mit der Zungenspitze ihren Hals nach, bis er am Ansatz der Schulter angekommen war.
„...Ich...ha...ahh...“
„Ich mach nicht weiter, bevor du es mir sagst...“, neckte er sie, obwohl er selbst kurz davor war sich zu verlieren.
„JAAA...es...du hast mir gefehlt...“, stieß sie, lauter als geplant, hervor.
Wie auf Befehl, biss er ihr in den Halsansatz, zog ruckartig die Finger heraus und stieß besitzergreifend seine Männlichkeit in sie.
Im Wirbel der Gefühle konnte sie sich nur noch an ihn klammern und in seinen Rhythmus einsteigen. Die gesamte Welt um sie begann sich zu drehen und als sie innerlich explodierte verdrehte sie die Augen und schrie auf.
Kurz danach folgte ihr auch Draco und sie sanken keuchend und schweißgebadet auf dem Pult zusammen.
Hermine genoss das Kühle des Holzes unter sich, während Draco sein Gesicht zwischen ihren Büsten vergraben hatte.
Ohne es zu bemerken bewegte sie noch im Nachhall des Höhepunktes ihr Becken bis ihr Liebster „Lass das. Sonst weiß ich nicht, wie ich überhaupt nochmal aufhören soll...“ in ihren Pullover nuschelte. Sie musste leise kichern und stöhnte nochmals leise auf, als er ihn herauszog.
Mit einem kleinen Sauberkeitszauber entfernten sie sämtliche Eventualitäten und zogen sich wieder an.
Hand in Hand machten sie sich nun auf die Suche nach Harry.

Sie fanden ihn in der Großen Halle, wie er gerade versuchte einen Becher mit Kürbissaft nicht zu verschütten, während Hagrid ihn in seiner schlaksigen Art knuddelte; Ron stand neben den Beiden.
Als der Riese ihn endlich wieder los lies stapfte er auf Hermine und Draco zu und nahm die Junghexe stürmisch in die Arme, dass sie den Boden unter den Füßen verlor.
Sanft setzte er sie wieder ab, blickte zu Draco und klopfte ihm so kräftig auf die Schulter, dass es leicht krachte und dieser das Gesicht verzog.
„Hätte nie und nimmer dran geglaubt, dass du auf unsrer Seite bist! Schöne Sache!“, kam es dem Wildhüter über die Lippen und er machte sich von dannen.
Draco rieb sich die Schulter und sah ihm nach. Auch wenn ihm jetzt die Schulter so richtig schmerzte musste er doch von Herzen lächeln. Es war ein schwerer Schritt, den er wahrscheinlich ohne seinen Engel nicht geschafft hätte, doch er war stolz darüber.
„Ihr habt es tatsächlich geschafft!“, begrüßte sie Harry mit einem herzlichen Grinsen und nahm erst Hermine und dann Draco in die Arme.
Als Draco den verächtlichen Blick Rons bemerkte, konnte er nicht anders und drückte, schief in Rons Richtung grinsend, Harry noch ein wenig fester an sich; was den Rotschopf regelrecht zum Kochen brachte.

Gemeinsam gingen die Vier, auf Harrys Wunsch, ein wenig Spazieren. Ihr Weg führte sie auf die große Brücke, die noch vor wenigen Stunden nur so von Todessern gewimmelt hatte.
Potter blieb am Rand stehen und blickte nachdenklich in die Tiefe, während der warme Sommerwind mit seinen sowieso schon zerzausten Harren spielte. Dann griff er in die Innentasche seines Pullovers und zog den Elderstab hervor.
Neugierig sah ihm Hermine dabei zu bis sie die Stille nicht mehr aushielt und fragte: „Warum hat der Stab ihm eigentlich nicht gedient?“
„Weil ein anderer sein Herr war...“, begann Harry und wandte sich zu den Anderen um, „...Er dachte mit dem Mord an Snape würde es sein Zauberstab werden. Aber...er gehörte niemals Snape...“
Nun blickte er direkt Draco in die Augen und deutete mit dem Stab, den er locker, beinahe wie Voldemort, auf den Fingern liegen hatte, auf ihn.
„...Du warst es, der Dumbledore im Astronomieturm entwaffnet hat. … Von diesem Moment an, diente der Elderstab dir.“
Er hielt ihn ihm entgegen.
Draco jedoch wusste nicht so recht, was er darauf sagen sollte. Es war ihm unangenehm, dass ihn alle ansahen, zumal er sich noch sehr gut und nicht gerade mit einem Freudenschrei an dieses Ereignis zurückerinnerte.
Doch auf Ron war mal wieder verlass, dass er aus seinen Gedanken ins Hier und Jetzt zurückgeholt wurde.
„Na klasse! Als hätten die Malfoys nicht schon genug Macht!“
„Ron...kannst du es nicht endlich mal gut sein lassen?“, seufzte Hermine mehr aus Gewohnheit, als dass sie noch an ein Wunder glaubte.
„Was denn? Is doch so! Als ob DER noch mehr Macht in seinen Händen bräuchte! Oder würde dich das etwa schärfer machen?!“
„ Ronald Bilius Weasley! ES REICHT!“, fauchte sie nun wie eine wild gewordene Katze zurück.
Und während sich die beiden weiterhin in die Wolle bekamen schritt Draco auf Harry zu; den Blick nach wie vor auf den Stab gerichtet.
Harry machte den letzten Schritt zu dem Slytherin.
Mit zitternden Fingern nahm er ihn letzten Endes dann doch entgegen und drehte ihn nachdenklich hin und her.
„Wenn ich es mir recht überlege … stimmt … du hast recht. Ich habe seit Dumbledores Tod gar nicht mehr daran gedacht, dass ich ja ein Recht auf diesen Stab habe.“
„Dann sei mal froh. Sonst wäre es dir wahrscheinlich so ergangen, wie dem armen Snape.“
In Dracos Kehle bildete sich ein Kloß. Was wohl aus seinem Pate werden würde?
„Nun ist es allerdings trotzdem deiner und es ist auch allein deine Entscheidung, was du mit ihm anstellen willst.“, sprach Harry gelassen weiter, die Hände in den Hosentaschen vergraben.
Äußerlich betrachtete er den Stab, innerlich schossen ihm unendlich viele Bilder durch den Kopf. Dumbledore, wie er versucht hatte, erfolgreich, ihn von seinem aufgezwungenen Plan abzubringen. Snape, wie er letztendlich an seine Stelle getreten war. Hogwarts, wie es gefallen war. Seine Eltern, wie sie sich schlussendlich doch einfach von ihm abwandten. Und wieder Snape, der schließlich wegen dieses Stabes gestorben war. Seine Hoffnung, ihn doch noch gerettet zu haben schwand von Minute zu Minute.
Wütend ballte er die Faust um den Stab, griff mit der Anderen um das vordere Ende, brach ihn entzwei und warf ihn in den Abgrund.
Das Knacken brachte die beiden Streithähne dazu ihre Aufmerksamkeit ihm zuzuwenden.
Während Ron förmlich das Gesicht nach unten fiel trat Hermine neben Draco und sah, wie er und Harry, dem zerbrochenen Stab nach, wie er in der Tiefe verschwand.
„Das war die richtige Entscheidung....“, begann sie seufzend, „...Auch wenn es auf eine gewisse Art und Weise schon grausam ist, so etwas altes zu vernichten.“
Draco zog sie in die Arme, küsste sie auf den Kopf und war für einen kurzen Augenblick unendlich dankbar, dass sie so eine wilde Mähne hatte und seine Tränen nicht eindeutig zu sehen waren.
Nach eine Weile der Stille fand er seine Stimme wieder und meinte: „Ich wollte einfach nicht, dass so eine Macht nochmal in die falschen Hände kommt.“
„Boah...wenn du so schnulzig bist, kann ich dich noch weniger ab...“, meckerte der Rotschopf und stapfte zum Schloss zurück.
„Dem kann man auch gar nichts recht machen, oder?“, seufzte Draco, schlang seinen Arm lässig um Hermines Schultern, die nach oben seine Hand ergriff und zusammen mit Harry ihm folgten .

Wieder in der Großen Halle angekommen lehnte Hermine es vorerst einmal ab sich zusammen mit Draco zu den Weasleys zu gesellen. Harry war darüber zwar etwas enttäuscht, verstand es aber und versprach mit Ginny zu sprechen.
Die Junghexe wünschte ihm, mit nicht viel Hoffnung in der Stimme, viel Glück dabei und ging mit Draco in Richtung von Luna und Neville, die die Beiden schon mit leuchtenden Augen erwarteten.
Die Hauselfen hatten mittlerweile die unteren Stockwerke wieder funktionabel bekommen und ließen einige kleine Tische und Speisen erscheinen. Alle waren sie um dieses Fünkchen Normalität überaus glücklich und schlugen kräftig zu.
Lediglich Hermine tat sich schwer etwas hinunter zu bekommen.
So langsam tauchten Eltern auf um ihre Sprösslinge wieder zu sich zu holen.
„Was ist los?“, kam es besorgt von Luna.
Mit leerem Blick sah sie zu der Ravenclaw hinüber, dann traten ihr Tränen in die Augen.
Die ganze Zeit hatte sie soviel um die Ohren, an soviel war zu denken, ständig genügend Ablenkung um nicht daran denken zu müssen, dass sie kein Zuhause mehr hatte zu dem sie zurück konnte. Das kam nun, im Moment der Ruhe, wie eine Lawine über sie.
Draco strich ihr über den Rücken: „Was...“ weiter kam er nicht, denn sie brachte ihn mit einer Handbewegung zu Schweigen.
Die Drei ließen ihr die Zeit, die sie brauchte sich wieder zu fangen. Krampfhaft versuchte sie die freudigen und erleichterten Stimmen von Schülern und deren Eltern zu ignorieren; es tat einfach zu sehr weh.
Nach einer gefühlten Ewigkeit nahm sie tief Luft und begann von den letzten Sommerferien zu erzählen; den Blick fest auf den kalten Stein zu ihren Füßen geheftet.
Luna war die Erste, die wieder Worte fand, nachdem Hermine ihren Entschluss, ihren Eltern „ein anderes Leben zu schenken“, in monotoner Weise zu ende erzählt hatte.
„Oje, Hermine. Das wusste ich nicht...“
„Es sollte ja auch keiner wissen. Bis jetzt hatte ich es auch nur Harry, Ron und Ginny erzählt...“, sie trank einen großen Schluck Wasser.
„Wie willst du sie wieder zurück holen?“, fragte Draco recht zaghaft, er wollte sie nicht schon wieder weinen sehen.
Fast hysterisch musste sie auflachen: „Das weiß ich nicht. … In dem Moment war es für mich nur wichtig sie vor Voldemort zu schützen. Über die...“
BLOPP!
Erschrocken lies sie den Krug, den sie eben noch in Händen hielt fallen und starrte mit großen Augen neben sich, während sich Draco, Neville und Luna beinahe verschluckten.
„Guten Tag, junge Miss.“, vernahm sie eine ihr bekannte ochsenfroschartige Stimme und ein breites Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus.
„KREACHER!“, stieß sie hervor und umarmte ihn ohne darüber nachzudenken. Dann besann sie sich, hüstelte verlegen und lies den Hauselfen wieder los, der sie völlig perplex und mich leicht rosa Wangen anblickte.
„Du lebst!“, freute sich Hermine mit etwas Abstand.
„Kreacher könnte das Gleiche über die junge Miss und den jungen Herr Malfoy sagen.“, begann er und blickte zwischen den Beiden hin und her.
„Falls du Harry suchst, der sitzt da drüben.“, lächelte sie ihn an indem sie zum Wesley-Clan deutete.
„Kreacher ist dies bewusst...“, grunzte er verlegen „...Kreacher wollte aber zuerst der jungen Miss für ihr Vertrauen danken, dass sie Kreacher vertraut hat, den Hauselfen zu helfen.“
Das plötzliche Lächeln wollte sich gar nicht mehr aus ihrem Gesicht verabschieden, während Draco nicht ganz verstand, was für eine Szene sich da gerade abspielte. Er hatte zwar zu der neuen Hauselfin seiner Familie ein eher freundliches Verhältnis, doch hatte er es noch nie erlebt, dass sich ein Hauself bei seinen Herren für etwas bedankt hatte.
Neville knapperte weiter an einem Kürbisküchlein und Luna kam aus dem entzückt sein gar nicht mehr raus.
„Dafür musst du dich doch nicht bedanken.“
„Doch, dass muss Kreacher. Schließlich dient Kreacher auch der jungen Miss und wenn die junge Miss Kreacher nun entschuldigt...“
„Natürlich. Geh zu Harry. Er ist vermutlich auch sehr glücklich darüber, dass dir nichts passiert ist.“
Sie tätschelte leicht seinen Kopf und der Hauself entschwand wieder mit einem lauten BLOPP um augenblicklich neben Harry wieder aufzutauchen, der sich genauso übermütig wie Hermine darüber freute.
Mit entschlossenem Griff packte Luna die Hände der Griffindor und sah ihr fest ins Gesicht, wenngleich Hermine nicht gleich verstand worauf ihre neue Freundin hinaus wollte.
„Wenn du irgendwie Hilfe brauchst, ich und auch Neville sind für dich da!“
„Ich? Wobei?“, kam es von diesem, der gerade erst einen neuen Biss in den Mund genommen hatte und nun mit großen Augen auf Luna blickte.
Ein herzhaftes Lachen drang aus Hermine; er hatte sie gerade völlig an Ron erinnert.
„Ich werde es im Hinterkopf behalten.“, strahlte sie zurück.
„Auf mich kannst du dich auch verlassen.“, kam es nun von Draco, der auch postwendend ein schiefes Grinsen und ein „Davon bin ich sowieso ausgegangen!“ von seinem Engel kassierte.
Die Vier mussten nun alle lachen und die Stimmung erhellte sich.
Im Augenwinkel bemerkte Draco, wie sich anscheinend ein hitziges Gespräch zwischen Harry, Ginny, Ron und Kreacher entwickelte.
Wenn er noch mehr mit den Armen fuchtelt hebt er noch ab, dachte sich Draco und biss in ein weiteres Sandwich.

Der Tag neigte sich langsam zu Ende und blutrote Sonnenstrahlen drangen durch die großen Fenster der Halle, die sich auf fantasievolle Weise in den Glasscherben, die noch in den Fenstern und auf dem Boden verstreut waren, reflektierten.  
Madame Pomfrey hatte mit Hilfe einiger Lehrer den Krankenflügen wieder in Betrieb nehmen können und die verletzten Schüler hatten einen Platz sich zu kurieren. Die Halle hatte sich bis auf wenige Schüler geleert. Es war gleich, ob lebend oder gestorben, sie wurden alle von ihren Eltern abgeholt. Lupin, Tonks und die Anderen vom Orden, die es nicht geschafft hatten, wurden von den noch lebenden Mitgliedern mitgenommen, die sich dann auch um die Beerdigungen kümmern wollten.
Die Weasleys waren, bis auf Ginny, auch wieder auf dem Weg zum Fuchsbau, wobei Ron Harry und seiner Schwester noch eine regelrechte Szene darbot.
Hermine verstand nur den Schluss, dieser war auch laut genug, damit der Schall ihn durch die ganze Halle tragen konnte.
„...wusste nicht, dass du jetzt auf Frettchen abfährst! Aber bitte!“, dann folgte er seiner Familie mit einem geräuschvollen BLOPP.
Draco drehte nur genervt die Augen.
„Ich glaube diesen Spitznamen wirst du nicht mehr los...“, kam es verträumt von Luna.
„Jaaaa...“, grummelte Draco, „...das glaube ich auch...“ Dann fügte er noch ein beleidigtes „Danke Professor Moody...“ hinzu.
„Aber...ich habe gehört, das war doch gar nicht Moody...sondern...“, überlegte die Blondine wieder in ihrer verträumten Art.
„Das macht es nicht besser.“, schmollte er nun.
„Ach...ich mag Frettchen.“, grinste ihn Hermine nun an und er wurde rot. „Besonders dieses hier!“
Es folgte ein kurzer Kuss und ein „Ihr seit so süß“, bevor das Quartett von dem Räuspern Harrys unterbrochen wurde.
Sie blickten auf und sahen den jungen Potter und Ginny bei sich stehen.
Harry gab seiner Liebsten einen Schubs, die nicht so recht wusste, ob sie noch sauer auf Hermine sein sollte oder nicht; jedenfalls war ihr das Ganze sehr unangenehm.
„Ich dachte wir waren uns einig, dass du den Beiden das Angebot unterbreitest?“
„Schon...aber...“
„Nichts aber!“
Harry mit solch forderndem Ton in der Stimme war etwas ungewohnt, aber niemand sagte ein Wort.
„Nun...“, begann Ginny zaghaft, den Blick zu Boden gerichtet.
„...Ich war ja schließlich die Erste, der du von der Lage mit deinen Eltern erzählt hast und ich fand das damals schon unheimlich schrecklich...Ich  würde mich darüber freuen, wenn du, bis wir einen Weg gefunden haben, bei uns, also im Haus von Sirius, wohnen würdest. ...“
„...und...“, kam es, fest genervt von Harry als Ginny ins Schweigen verfiel.
Gereizt blickte  sie ihm in die Augen, schnaubte und sah dann Draco mit einer Mischung aus Verachtung und Unsicherheit an.
„...Und...“, sie sah wieder Harry an, „...ACH!...Kannst du das nicht machen?“
Draco amüsierte das Ganze auf eine besondere Art und Weise, auch wenn er nicht so recht wusste worauf das alles hinaus gehen sollte.
„Nein! Jetzt mach schon. Ich würde gerne eine heiße Dusche nehmen!“
„Nagut...“, die Rothaarige nahm tief Luft.
„...Du bist auch herzlich willkommen bei uns zu wohnen!“,  keifte sie Draco leicht an, und dieser glaubte sich verhört zu haben.
Mit einer weicheren Stimme fügte sie noch hinzu: „Da du ja jetzt quasi auch ohne Zuhause dastehst...“
„Wolltest du nicht noch?...“
„Nein, Harry! Irgendwann ist auch bei mir Schluss! Vielleicht irgendwann. ABER NICHT JETZT!“
Das ungleiche Paar sah sich etwas überrascht an, dann blickten sie zu den Beiden nach oben.
Harry grinste: „Na kommt schon ihr Zwei.“
Hermine begann zu strahlen und fiel erst ihrem besten Freund um den Hals und wollte dann auch Ginny umarmen, aber diese machte eine Abwehrhaltung und bat Hermine um etwas Zeit, das alles zu verarbeiten. Stumm nickte sie ihr einfach lächelnd zu.
„Danke!“, meinte Draco, stand auf und reichte Harry die Hand, doch dieser schloss ihn einfach nur in die Arme.
Für den jungen Malfoy stand die Welt Kopf, doch freute er sich auch riesig über dieses Angebot.
Die neue WG verabschiedete sich von Luna und Neville, nahm sich an den Händen und disapparierte.


                                                                                                           Fortsetzung folgt.....



Hi ihr Lieben :D
Diesmal ein paar Worte am Schluss *grins*
Wir sind zwar am Ende der "Original-Story" angekommen, doch noch nicht am Ende "Meiner-Story" ^.^  Da könnt ich noch auf was gefasst sein ;D
Und deswegen eine GROSSE BITTE von mir an euch *lieb gugg*
Ich möchte das bisher Verfasste nicht durch ein zu schnelles und unüberlegtes Abtippen verhunsen und bin auch schon fleißig am Storyaufbau.
Da es aber meine erste eigene Handlung wird, die ich jemals geschrieben habe, hoffe ich ihr habt Verständnis, dass das nächste Kapitel etwas länger braucht (möchte einen kleinen Puffe bereit haben).
Ich habe geplant im April, spätestens im Mai euch weiter zu fesseln und hoffe, dass ich euch bis dahin nicht verliere. (Was ich verspreche halte ich auch ;) !)

In diesem Sinne. Ich freue mich über eure Feedbacks und mit euch auf das nächste Kapitel.

Eure Kjarie :D
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast