Dark blood - the Devil i called

von Vanney92
GeschichteAllgemein / P18
Grell Sutcliffe OC (Own Character) Ronald Knox Sebastian Michaelis Undertaker William T. Spears
25.03.2019
09.10.2019
18
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10
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Hätte ich mich vielleicht doch lieber den Polizisten stellen sollen? Oder sollte ich mich gleich einweisen lassen, sowie Luke es getan hat?? Wer weiß welche Hölle nun auf mich zukommt .......
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Als Sebastian und ich nach Hause kommen ist es bereits 22 Uhr. Ich bin in der Hoffnung nach Hause gekommen, dass Jake mich in Ruhe lässt und mich nicht ausfragt. - Falsch gedacht!
Wie ein strenger Vater sitzt er im Wohnzimmer auf der Couch und sieht mich mahnend an. „Spar dir den Blick!" zische ich ihn an.

„Was wollten die Bullen von Dir?" Ich verdrehe die Augen und möchte grade etwas sagen, als Sebastian zur Tür rein kommt und an mir vorbei spaziert. „Ein Missverständnis, nichts weiter." antwortet er monoton. „Ich denke Triss kann für sich selbst sprechen, oder brauchst du ihn dafür???" Jake springt auf und geht auf Sebastian zu. Die beiden liefern sich ein blick Duell der fiesesten Sorte. Wieder verdrehe ich die Augen, gebe ein genervtes „Kerle!" von mir und gehe mit meiner Drogeriemark Errungenschaft ins Badezimmer.

Sollen die beiden sich doch die Köpfe einschlagen. Ich habe jetzt wichtigeres zu tun !

Ich öffne die Tüte und hole zwei Pakete Haarfarbe aus dieser. „Was hast du damit vor?" ertönt plötzlich eine Stimme. „Earl?" Ein lächelnder Earl Phantomhive sitzt auf dem Badewannenrand und legt den Kopf schief.
„Der werte Herr Teufel vergleicht mich ständig mit Dir, also ..." Ich nehme die Packungen in die Hand und halte sie dem Earl vor die Nase. „Kriegt er das was er will!" - „Interessant" nuschelt dieser und begutachtet die Packung.

Ich öffne die Packung, ziehe mir die dazugehörigen Handschuhe an und mische die Farbe zusammen. Einmal tief durchatmen und los geht's !
Ich trage die Farbe zuerst auf den Ansätzen auf und danach in den haar Längen. Nach kurzer Zeit sehe ich, wie sich meine Haarfarbe ändert.

30 Minuten später kann man eine deutliche Veränderung sehen. „Ich bin gespannt, wie es ausgewaschen und getrocknet aussieht." murmle ich. „Ich ebenfalls!" gibt der Earl, der mir die ganze Zeit bei meinem tuen zusieht, nachdenklich von sich. Nachdem auswaschen lege ich mir ein Handtuch auf den Kopf und massiere mir meine nassen Haare etwas trocken.

„Könntest du das lassen?" knurre ich den Earl an. Dieser sieht mich nur verdutzt an. „Was meinst du?" - „Hör auf mich so erwartungsvoll anzustarren !! Sobald ich fertig bin kannst du dir das Ergebnis ansehen." mit erröteten Wangen dreht er sich zur Seite und formt einen Schmollmund.

„Und was sagst du?" Ciel erhebt sich vom Badewannenrand und mustert meine frisch gefärbten Haare. „Erstaunlich..." murmelte er, danach stellt er sich neben mich und sieht in den Spiegel. „Man könnte meinen du wärst mein Zwilling... Natürlich nur in weiblicher Form." Ein fieses Grinsen ziert mein Gesicht. „Genau das wollte ich hören."

Mit meinem noch feuchtem Haar gehe ich aus dem Badezimmer und schaue auf Sebastian, der mit einem Buch in der Hand, auf dem Sofa sitzt. Er schenkt mir keinerlei Beachtung, aber er scheint gemerkt zu haben, dass ich ihn ansehe. „Du hast heute wesentlich länger im
Badezimmer gebraucht, als sonst." spricht er, ohne mich auch nur dabei anzusehen.

„Aber da du nun fertig bist... Können wir uns nun wichtigeren Dingen widmen." Er klappt das Buch, welches er in der Hand hält zusammen und sein Augen landen auf mir. Der Schock über meine typ Veränderung ist ihm deutlich anzusehen.  

„Na überrascht?" grinse ich frech. Das ich es mal erleben darf, dass dem Teufel höchst persönlich die Worte fehlen ...
Einen kurzen Moment verharrt er in seiner schockstarre, ehe er sich wieder fasst. „Du schaffst es tatsächlich mich zu überraschen." Ein Lächeln ziert sein blasses Gesicht.

Er erhebt sich vom Sofa und schreitet auf mich zu. Seine Finger gleiten über meine Wange und seine rotbraunen Augen durchbohren meine blauen. Ein kribbeln durchzieht meinen gesamten Körper und es fällt mir schwer nicht zu zittern.

Was tut er da? Wieso fühle ich mich so eigenartig? Irgendwie... habe ich das Gefühl, als würde mir jeden Moment jemand den Boden unter den Füßen wegziehen.

Ich löse mich aus meiner starre und schlage seine Hand weg. „Lass uns in mein Zimmer gehen und das weitere Vorgehen besprechen." knurre ich ihn an. Ein knappes nicken seinerseits. Ich laufe vor und er folgt mir wie ein Schatten in mein Zimmer. Dort angekommen nehme ich Platz auf meinem Bett und sehe ihn erwartungsvoll an. „Du hast dich also dazu entschlossen mit mir den Vertrag einzugehen." beginnt er und läuft in meinem Zimmer umher, aber nicht ohne mich dabei aus den Augen zu lassen. Ich nicke „Darf ich frage, wieso du dich Unentschieden hast? Du sagtest doch das du unter gar keinen Umständen diesen Vertrag möchtest." mit einem breiten Grinsen beugt er sich auf Augenhöhe zu mir runter.

„Ich habe mich eben Unentschieden. Darf man nicht mal mehr seine Meinung ändern?" antworte ich schnippisch. „Deine Entscheidung hat nicht zufällig etwas mit deinen ‚Erledigungen' deiner Chefin zu tun?" Ich ziehe die Augenbrauen zusammen und versuche mir nichts anmerken zu lassen. „Ich weiß nicht wovon du spricht." - „Du lügst mich heute zum zweiten Mal an, junge Dame."

Ein dicker Kloß bildet sich in meinem Hals und ich schlucke schwer. „Ich weiß genau, dass du bei Undertaker warst, obwohl ich es dir untersagt habe." „Woher....-" Er kommt mir mit seinem Gesicht näher. „Du vergisst was ich bin ! Außerdem hast du den Geruch des Todes an Dir haften gehabt, also Versuch mich nicht zum Narren zum halten." Sebastian sieht mich mahnend an.

Ich verdrehte die Augen und stöhne auf. „Ja, du hast recht ich war beim Undertaker, aber nur um einige Fragen beantwortet zu bekommen die du mir ja nicht beantwortest !!" Sebastian legt sich überlegend Daumen und Zeigefinger an sein Kinn und dreht sich in Richtung Fenster. „Hast du deine Antworten erhalten?" „Nicht wirklich ..." antworte ich wahrheitsgemäß.

„Bald wirst du deine Antworten von mir erhalten. Alles zu seiner Zeit ... Lass uns nun die Details des Vertrags besprechen." Meine Augen Mustern den Teufel. „Was begehrst du?" fragt er mich plötzlich. Ich runzle die Stirn und überlege krampfhaft, doch so wirklich fällt mir rein gar nichts ein. Sebastian verdreht die Augen und hockt sich zu mir runter.

„Es muss doch etwas geben, dass du begehrst. Macht? Reichtum? Rache?..." Ich schüttle den Kopf. Der Teufel seufzt und schließt für einen kurzen Moment seine Augen. „Dieser Pakt wird schwieriger, als erwartet." Er macht eine kurze Pause, ehe er fortfährt. „Wie wäre es mit einem langen und sorgenfreien Leben?" Nun wurde ich hellhörig und runzle gleichzeitig die Stirn. „Ich dachte man hat kein langes Leben, wenn man einen Pakt mit einem Teufel eingeht?"

„Ein Teufel sucht sich eine Seele gekonnt aus, doch braucht diese eine gewisse ... Würze. Diese Würze kommt durch das formen einer Seele und desto mehr Zeit sich ein Teufel zum formen dieser Seele nimmt, desto schmackhafter ist diese." Ich schnalze mit der Zunge. „Und was soll das für mich im Klartext bedeuten??"

„Wieso frischen wir das ganze nicht einfach ein wenig auf. Du willst kein Reichtum und lebst in der mittleren Arbeiterschicht, als Butler könnte ich also sowieso nicht fungieren.“ Skeptisch sehe ich Sebastian an. So langsam macht dieser Teufel mir echt Angst.

„Diese Seele war schon früher sehr anziehend für mich... Und dieser Umstand, dass diese Seele nun in einem weiblichen Körper wohnt ... gefällt mir außerordentlich.“ - „Soll das jetzt etwa ein Kompliment sein??? Ist dir leider nicht sonderlich gut gelungen!“ schnaube ich und verschränkte die Arme vor der Brust. Er packt mir mit seinem Zeigefinger unter mein Kinn und zwingt mich ihn anzusehen. „Ich werde Dir ein erfülltes und sorgenfreies Leben schenken, Dich vor jeglichen Dingen beschützen und Dir sämtliche Wünsche erfüllen. Wenn du dein Leben gelebt hast bekomme ich im Gegenzug deine Seele!“

„Hast du etwa ein schlechtes Gewissen, weil du den Vorherigen Besitzer dieser Seele nicht schützen konntest?“ mit einem frechen Grinsen im Gesicht sehe ich ihn an. Sebastian lässt abrupt von mir ab und erhebt sich. „Sei froh, dass ich dir so entgegen komme. Zumindest bin ich es dem jungen Herren schuldig.“ knurrt er. Den letzten Satz sagt er kaum hörbar, doch ich habe ihn genau verstanden.

„Du sagtest, dass du nicht als Butler fungieren könntest.... Welche Position würdest du einnehmen??? Du hast doch sicherlich schon etwas im Kopf ...“ Frage ich ihn vorsichtig. Irgendwie... will ich die Antwort gar nicht wissen ....

„Ich sagte Dir bereits, dass ich diese Seele mehr als nur begehre und du, wie ich zugeben musst, bist für eine menschliche Frau außerordentlich...
nett anzusehen.“ Er setzt ein verschmitztes Lächeln auf und kommt mir näher. „Wieso nicht also das beschwerliche mit dem vergnüglichen verbinden....“ Noch verstehe ich nicht so ganz, was der Teufel mir damit sagen will.

„Das heißt...?“ - „Du hörst kein bisschen auf das was man Dir sagt, also muss man stets ein Auge auf dich haben damit du dich nicht unnötig in Gefahr begibst. Also werde ich, solange der Vertrag besteht, wie ein Schatten an deiner Seite sein müssen. Ich werde den Part deines festen Freundes einnehmen müssen um diese Aufgabe zu erfüllen. Als kleinen Bonus mit allem was dazugehört!“

Geschockt sehe ich ihn einfach nur an. Ich möchte etwas sagen, doch es kommt nichts über meine Lippen. Sebastian streicht mir eine haarsträhne hinters Ohr und sieht mich erwartungsvoll an. „Also ... Was sagst du? Sind wir im
Geschäft?“.


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Hello Teufelchen!
Endlich habe ich es geschafft ein neues Kapitel rauszuhauen. Wie hat es euch gefallen? Was denkt ihr wird sich Triss auf den Vertrag einlassen???

Wünsche euch einen schönen Abend und würde mich wie immer über Kommentare und Empfehlungen  sehr freuen.
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