VA Chronicles: Geschichten aus dem Veteranenhospital

GeschichteFreundschaft / P12 Slash
"Howlin' Mad" Murdock Bosco "B.A." Baracus John "Hannibal" Smith Templeton "Face" Peck
24.03.2019
04.08.2019
5
4.825
4
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Dieses Kapitel
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24.03.2019 805
 
Titel: VA Chronicles: Mann mit unsichtbarem Hund
Autor: Lady Charena (April 2007)
Fandom: The A-Team (Serie)

Charaktere: HM „Howlin Mad“ Murdock, Billy, OCs
Pairing: ---
Rating: PG, pre-series
Beta: T'Len
Worte: 800

Summe: Wie Billy in Murdocks Leben trat.


Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.





Lyrics by Bonny Tyler



every now and then
I get a little bit terrified

and then I see the look in your eyes
turnaround bright eyes,


every now and then I fall apart…



Billy liebte den Park des Veteranen-Krankenhauses. Er fand die besten Verstecke, wenn sie niemanden sehen wollten. Er fand aber auch die schönsten, sonnigen Flecke und dann legten sie sich ins Gras und beobachteten Wolken.

Manchmal auch ein Flugzeug und wenn sie Murdock traurig machten, stupste ihn Billy mit der Nase an oder leckte ihm das Gesicht ab. Es kitzelte und brachte ihn zum Lachen.

Murdock setzte sich mit untergeschlagenen Beinen ins Gras und schob die Mütze aus der Stirn. Er lachte, als er sah, wie Billy einem Schmetterling nachjagte.

Plötzlich musste er daran denken, wie Billy ihn gefunden hatte.

Er erinnerte sich nicht mehr an vieles aus dieser Zeit.

Aber er war sich ziemlich sicher, dass es Billy gewesen war, der ihn gefunden hatte, nicht anders herum.

Es war am Flughafen gewesen. Er erinnerte sich, dass er überhaupt nichts mehr gefühlt hatte, er war nur so schrecklich müde. Was mit ihm passierte, war ihm egal. Um ihn herum wogte ein Meer aus Menschen, leere Gesichter, unvertraut gewordene Geräusche. Er ignorierte die Uniformen, und genauso die sie begleitende Krankenschwester, die sich offenbar darum kümmerte, wo es hingehen sollte.

Der Hund tauchte plötzlich zwischen den Beinen der Umstehenden auf. Er musste eben erst von jemandem weggelaufen sein, denn er hatte ein Halsband um und zog eine Leine hinter sich her. An seinem Halsband hing ein kleines, rundes Metallschild auf dem „Billy“ eingeprägt stand. Nicht mehr, auch nicht auf der Rückseite – kein Name des Besitzers, keine Adresse, keine Telefonnummer bei der man anrufen konnte.

Er stellte die Tasche mit seinen wenigen Habseligkeiten ab und kauerte sich neben den Hund, nahm die Leine auf. „Hey, Billy.“ Zögernd streckte er die Hand aus und ließ sie von Billy beschnüffeln.

Der Pilot lachte überrascht, als Billy an ihm hochkletterte, um stattdessen sein Gesicht zu beschnuppern. Warmer Atem und das zottelige Fell um die Schnauze kitzelten seine Wangen. Er streichelte das Tier, vergrub für einen Moment das Gesicht in Billys Fell. Es roch nach Staub und Stroh und Gras, genau wie die alte Scheune auf der Farm seiner Großeltern, in der er sich oft verkrochen hatte, wenn das Leben zu schwierig für einen kleinen Jungen wurde.

Dann stand er auf und ließ die Leine fallen. „Du musst zurück zu deinem Besitzer“, sagte er zu dem Hund. „Bestimmt sucht man dich schon.“

Doch Billy setzte sich neben die Tasche des Piloten und sah ihn mit schiefgelegtem Kopf an. Seine Ohren zuckten, wie um zu zeigen, dass er jedes Wort verstand.

„Du musst gehen“, sagte Murdock. „Du kannst nicht mitkommen. Sie werden mich... in ein Krankenhaus bringen. Ich weiß nicht genau, warum. Aber da dürfen Hunde nicht hin“, versuchte er dem Tier gut zu zureden. „Und es würde dir auch gar nicht gefallen. Bei all den kranken Leuten.“

Jemand nahm seinen Arm, zog ihn weg, zog ihn weiter. Tiefer in das Menschenmeer hinein.

Doch als Murdock über die Schulter sah, folgte ihm Billy. Die Leine schleifte hinter ihm her und es schien ihn nicht zu behindern, wenn jemand darauf trat.

Jemand drückte ihn auf eine Bank, befahl ihm sitzen zu bleiben und zu warten.

Billy setzte sich neben Murdocks Tasche und sah ihn an, seine Ohren zuckten erwartungsvoll.

Murdock lächelte und tätschelte ihm den Kopf. „Willst du wirklich mitkommen?“, fragte er ernst. „Du bist ein sehr mutiger Hund, Billy.“ Er lachte, als Billy ihm die Pfote hinhielt und schüttelte sie. „Ich bin sehr erfreut. Mein Name ist Murdock. HM Murdock. Howlin’ Mad.“

Billy gab ein leises Kläffen von sich und wedelte mit dem Schwanz.

Murdock rieb mit beiden Händen über das weiche Fell und aus dem Schwanzwedeln wurde ein begeistertes Klopfen auf den Fußboden. Schließlich sprang Billy auf und legte die Vorderpfoten auf seine Oberschenkel, um ihm das Gesicht abzulecken. Murdock wehrte ihn lachend ab, ließ ihn dann aber gewähren.

Als sie den Flughafen endlich verließen, hielt er Billys Leine fest um sein Handgelenk gewickelt.


* * *


Ein Pfleger trat zu ihm, holte den Piloten aus seinen Gedanken zurück. „Besuch für dich, Murdock“, sagte er und verzog angewidert das Gesicht, als Murdock aufstand und Billy zu sich rief.

Auf einen Verrückten und seinen unsichtbaren Hund aufpassen. Er hatte wirklich einen besseren Job verdient...


Ende
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