Saskia und Jakob - one-shots

von hezky
OneshotAllgemein / P18
24.03.2019
03.11.2019
7
16.800
1
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
03.04.2019 2.518
 
In diesem oneshot ist Jakob vor Wochen schon freigesprochen worden und arbeitet wieder als Polizist. Saskia hatte das Angebot von Irene angenommen und arbeitet jetzt an Irenes Seite in der Bäckerei.


Saskia ging wirklich gern auf Arbeit. Sie liebte es in der Bäckerei zu arbeiten und war Irene so dankbar für das Angebot. Sie mochte zwar auch ihren Job als Sekräterin, aber das Arbeiten in der Bäckerei war für sie wie eine Berufung. Sie war halt doch eine echte Weigel. Auch Irene war überglücklich darüber Saskia an ihrer Seite zu haben. Die beiden Frauen waren ein gutes Team und schätzten die Arbeit des anderen. Irene war sich von Anfang an sicher, dass sie in Saskia die richtige Nachfolgerin gefunden hatte, die einmal die Bäckerei übernehmen wurde.
Oft merkte Saskia gar nicht wie lange sie eigentlich arbeitete und musste dann immer von Irene oder Jakob dran erinnert werden, dass sie schon lange  Feierabend hatte. Das lag daran das sie gar nicht bemerkte wie die Zeit verging, aber auch daran das sie Irene etwas mehr freie Zeit verschaffen wollte. Saskia war der Meinung das sie sich das mehr als verdient hatte.

Jakob hatte schon Feierabend und war gerade dabei für Saskia und sich etwas zum Abendbrot zu kochen. Er war nicht der große Koch, aber in letzter Zeit versuchte er sich immer wieder darin und genoss es, dass Saskia sich darüber freute.
Am frühen Abend kam dann Saskia auch von der Arbeit nach Hause.
Sie legte den Schlüssel auf die Kommode und küsste Jakob.
„Das riecht aber schon gut.“
Jakob strich Saskia mit seinem Daumen über die Wange.
Sie hatte mal wieder etwas Mehl im Gesicht. An diesen Anblick hatte er sich schnell gewöhnt. Er fand es sogar ziemlich süß.
„Du hast heute aber wieder ziemlich lange gearbeitet. Immerhin bist du heute früh schon um 4 aufgestanden.“
Saskia schaute auf die Uhr und sah das es schon nach 18Uhr war.
„Ich habe auch immer keine Ahnung wo die Zeit hin ist, aber es gab wirklich genug zu tun. Ich hab Irene heute wieder eher nach Haus geschickt, da sie ihre Erkältung noch nicht ganz auskuriert hat.“
Sie merkte selber das sie etwas kaputt war. Da Irene schon seit ein paar Tagen kränkelte, hatte sie in der Zeit fast jeden Tag bis zu 14 Stunden gearbeitet. Es machte ihr nichts aus, allerdings spürte sie es mittlerweile auch, aber sie wäre sie auf den Gedanken gekommen kürzer zu treten.

Das Essen war fertig und nachdem sie zusammen gegessen hatten, wollte Saskia noch abwaschen, aber Jakob hinderte sie daran.
„Du setzt dich auf die Couch, ich mach das später und du lässt dich von mir verwöhnen.“
Saskia zog Jakob an sich ran und küsste ihn sanft auf den Mund.
„Du bist der Beste.“
Sie ließ sich auf die Couch fallen und genoss Jakobs Hände auf ihren Schulter und Rücken. Sie war ganz verspannt von der Arbeit in der Bäckerei. Jakob beugte sich vor, schob ihre langen Haare beiseite und küsste ihren Nacken.
Eigentlich rechnete er damit das sich Saskia dann umdrehen würde um ihn zu küssen, denn er wusste wie sehr sie darauf stand, wenn er das machte. Aber dieses mal kam keine Regung von ihr. Er schaute sie verwundert von der Seite an und musste feststellen dass sie einfach eingeschlafen war. Er war etwas enttäuscht, musste aber bei dem Anblick schmunzeln. Er nahm eine Decke und deckte sie vorsichtig zu, um sie nicht aufzuwecken, da es noch recht zeitig am Abend war, verabredete er sich noch mit Rufus im Schiller und ließ Saskia in Ruhe schlafen.
Selbst als er  3 Stunden  später wiederkam, hatte sich Saskia kein Zentimeter bewegt, Er hatte überlegt sie zu wecken, damit sie im Bett weiterschlafen könnte, aber entschied sich dagegen und ließ sie auf der Couch weiterschlafen. Er stellte noch ihren Wecker, damit sie nicht verschlafen würde und legte ihr einen Zettel auf den Couchtisch.
- Du hast so friedlich geschlafen, da wollte ich dich nicht wecken. Ich komme vor meiner Schicht nochmal bei dir in der Bäckerei vorbei. Ich liebe dich. -

Von ihrem Wecker wurde Saskia unsanft um 4Uhr aus dem Schlaf gerissen. Sie war kurz verwundert warum sie auf der Couch lag, zudem noch in ihrer Kleidung von gestern. Aber ich wurde klar das sie einfach hier eingeschlafen war. Sie fand Jakobs Zettel und musste lächeln.
Sie beeilte sich um noch vor der Arbeit zu duschen, dass hatte sie gestern Abend ja nicht mehr geschafft. Dann hatte sie zwar kein Zeit mehr zu frühstücken, aber ihr war eh etwas flau im Magen und hatte deshalb keinen Hunger.

In der Backstube angekommen musste sie sich ziemlich beeilen, denn statt Irene kam Till kurz vorbei um ihr zu helfen. Irene ging es mit ihrer Erkältung nicht wirklich besser und Robert bestand darauf das sie den ganzen Tag im Bett bleiben sollte. Saskia hatte vollstes Verständnis dafür und hätte sie wahrscheinlich auch wieder ins Bett geschickt.
Leider hatte Till nur bis 7 Uhr Zeit und so kamen die beiden ganz schön ins Rudern um die Theke rechtzeitig zu füllen. Im Stress merkte sie gar nicht wie fertig sie eigentlich war. Kurz vor 8 Uhr kam Jakob wie versprochen in die Bäckerei um noch einen Kaffee mit seiner Frau zu trinken.
Er ging hinter die Theke und küsste sie.
„Hast du gut geschlafen?“
„Auf jeden Fall, ich habe geschlafen wie ein Stein. Obwohl ich lieber bei dir im Bett geschlafen hätte.“
„Wo ist Irene?“
„Ihr geht es immer noch nicht besser und sie soll sich heute mal komplett schonen.“
„Heißt das, dass du wieder bis heute Abend arbeiten bist?“
„Das weiß ich noch nicht, vielleicht hat Till später noch Zeit und löst mich ab.“
„Das fände ich ganz gut, nicht das ich noch vor dir Feierabend habe.“
Er schaute auf die Uhr und merkte das er los musste.
„Ich muss jetzt auch. Danke dir für den Kaffee und lass dich nicht stressen. Vielleicht können wir heute Abend mit der Massage weiter machen.“
Er zog Saskia an sich ran und küsste sie lang auf die Mund.
„Da hätte ich nichts dagegen.“ Sie lächelte ihn an und dann war er auch schon wieder weg. Sie atmete tief durch und merkte das ihr Unwohlsein immer noch da war. Sie nahm einen großen Schluck Wasser zu sich, mehr wollte sie ihrem Magen nicht zugestehen und dann ging es auch schon weiter mit der Arbeit.

Leider konnte Till ihr nicht mehr helfen, da ihm was dazwischen kam und somit war Saskia wieder bis zum Abend allein  in der Bäckerei. Allerdings bekam sie von Robert die Nachricht das es Irene schon etwas besser ging und sie morgen früh wieder auf der Matte stehen wollte.

Nach der letzten Feierabend Kundschaft schloss Saskia den Laden ab und nahm sich noch die Zeit um etwas aufzuräumen. Als sie die schweren Mehlsäcke hochheben wollte um besser fegen zu können, spürte sie einen stechenden Schmerz in ihrem Unterleib und ihr wurde schwindelig. Sie atmete kurz durch und schob es darauf, dass sie sich verhoben hatte und sie den ganzen Tag noch nichts gegessen hatte. Nachdem sie sich für ein kurzen Moment Ruhe gegönnt hatte, machte sie einfach weiter.
Sie beeilte sich, weil sie noch vor Jakob Zuhause sein wollte. Sie war schon fast fertig und bückte sich um den letzten Rest aufzukehren. Als sie sich wieder aufrichten wollte, wurde ihr erneut schwindelig. Sie konnte sich nicht so schnell irgendwo festhalten, sie hörte es noch in ihren Ohren rauschen und dann wurde alles schwarz um sie herum.

Jakob kam gerade von der Arbeit und war wenig erfreut das Saskia noch nicht Zuhause war. Er hatte wirklich nichts dagegen das sie in der Bäckerei arbeitete, ganz im Gegenteil. Er wusste das diese Arbeit sie glücklich machte, aber er war der Meinung das sie es etwas übertrieb.
Er legte nur seine Tasche ab und verließ die Wohnung um rüber zum Bäcker zu gehen. Er wunderte sich, weil noch das Licht brannte, obwohl beide Türen abgeschlossen waren. Er schaute durch das Fenster, konnte aber nicht wirklich was erkennen. Er klopfte an die Tür und an das Fenster, aber nichts passierte.
Ohne lange zu fackeln, machte er sich schnell auf den Weg zu Irene und klingelte Sturm.
Robert öffnete etwas genervt die Tür und bis auf Irene standen noch Sina und Bambi mit ihm Flur.
„Mensch Jakob was ist denn los? Du klingelst ja wie ein verrückter. Irene liegt schon im Bett, damit sie morgen früh wieder fit ist.“
„Entschuldige Robert daran habe ich gar nicht mehr gedacht.“ Jakob hatte deshalb wirklich ein schlechtes Gewissen, er mochte Irene sehr und wollte sie nicht stören.
„Kann mir bitte jemand von euch den Schlüssel zur Backstube geben. Saskia ist noch nicht Zuhause. Ich dachte sie ist in der Bäckerei, weil noch Licht brennt, aber die Türen sind verschlossen und auf mein Klopfen wurde auch nicht reagiert.“
Robert schnappte sich den Schlüssel und zusammen mit Bambi und Sina gingen sie zu viert runter.
„Vielleicht hat Saskia nur vergessen das Licht auszumachen und ist jetzt noch was einkaufen.“, versuchte Sina eine Erklärung dafür zu finden.
„Ich hoffe du hast Recht und ich schiebe umsonst Panik.“
Angekommen, schloss Robert schnell die Hintertür zur Backstube auf. Jakob musste keine 5 Schritte in den Raum gehen, da sah er im Augenwinkel schon Saskia am Boden liegen.
Sina sah sie auch sofort und lief sofort zu ihr rüber.
Saskia lag auf ihrer Seite und Jakob drehte sie vorsichtig um und rüttelte an ihren Schultern.
Er war zutiefst erleichtert als Saskia dadurch langsam zu sich kam.
„Bambi sei so gut und hol mir den Schlüssel für die Praxis, wir bringen Saskia erst einmal dort hin.“
Saskia versuchte sich langsam aufzusetzen, ihr fiel sofort wieder ein, dass sie ohnmächtig geworden war, allerdings war es ihr sehr unangenehm das sie so von den anderen gefunden wurde.
„Das ist nicht nötig, es geht mir wirklich gut.“
Bambi blieb kurz stehen, lief dann aber weiter als er Sinas Kopfschütteln sah.
„Stimmt so siehst du auch aus.“, kam es von Sina. Sie nahm Saskias Handgelenk und überprüfte ihren Puls.
„Dein Puls ist mir zu schwach, wir bringen dich rüber in die Praxis.“
„Was ist passiert?“, wollte Jakob besorgt wissen.
„Ach nichts, mir ist nur etwas schwindelig geworden.“, wollte Saskia alles runterspielen.
„Tut dir irgendetwas weh? Hast du dich irgendwo gestoßen?“
Saskia schüttelte den Kopf.
Sie wollte aufstehen, aber bei dem Versuch musste die feststellen das sie nicht weit kommen würde.
Als Bambi mit dem Schlüssel in der Hand da stand, hob Jakob Saskia vom Boden auf und trug sie rüber in die Praxis. Im Behandlungszimmer angekommen, legte er sie auf die Liege und hielt ihre Hand.
„Dieser Aufriss ist echt nicht nötig, ich würde jetzt wirklich gerne gehen.“
Sie fühlte sich wirklich schon besser und wollte niemanden Umstände machen.
Bambi und Robert zogen sich zurück und ließen die 3 in der Praxis zurück.

„Du kannst gleich gehen, aber ich würde gerne wissen warum du aus heiterem Himmel ohnmächtig wirst.“
„Schatz bitte sei so vernünftig. Tue mir bitte den Gefallen. Wenn einer von uns dort gelegen hätte, dann würdest du das auch wollen.“
Mit diesem Argument hatte er sie und ihm zuliebe ließ sie die Untersuchung zu.
Sina überprüfte nochmal ihren Blutdruck.
„Dein Blutdruck ist noch niedrig, aber schon wieder auf einen guten Weg.“
„Hast du sonst irgendwelche Beschwerden?“
„Nein ,ich glaube ich habe es nur etwas übertrieben, ich habe den ganzen Tag nichts gegessen und dann wollte ich den schweren Mehlsack aufheben und dabei hatte ich plötzlich einen stechenden Schmerz im Unterleib und wir wurde schwindelig. Das ging dann aber wieder, aber als ich mich dann gebückt habe und wieder aufstehen wollte, ist mir schwarz vor den Augen geworden.“

„Warum hast du den ganzen Tag nichts gegessen?“, fragte Jakob etwas ärgerlich.
„Ach keine Ahnung, mir war den ganzen Tag etwas flau im Magen und dann habe ich es vergessen.“

„Kein Wunder das dir in der Kombination mit dem Stress schwindelig geworden ist.“, meinte Sina dazu.

„Das denke ich auch. Es tut mir ja leid, ich hätte besser darauf achten müssen. Kann ich jetzt nach Hause gehen? Ich bin ziemlich müde und würde gern ins Bett gehen.“

„Gestern ist sie auch schon auf der Couch eingeschlafen weil sie so kaputt war.“, fügte Jakob noch dazu.
Saskia konnte sich wegen der Info ein Augenrollen nicht verkneifen.

„Bist du schon länger so müde und fertig?“

„Seit ein paar Tagen, aber das liegt auch nur daran, dass ich Irene immer wenn es sich angeboten hat, zum auskurieren nach Hause geschickt habe und dadurch hatte ich natürlich etwas mehr zu tun. Könnt ihr mir ein Gefallen tun und Irene nichts davon sagen, ich möchte nicht das sie jetzt denkt, dass sie mich schonen muss.“

„Wenn du mir versprichst jetzt etwas mehr aufzupassen, werde ich meine Mund halten.“, versprach ihr Sina. „Du kannst jetzt auch gerne gehen. Jakob sei so gut und sorge dafür das sie was isst und morgen schläfst du mal richtig aus. Ich organisiere eine Hilfe für die Bäckerei.“

Jakob half Saskia beim Aufstehen, als sie von der Liege runter wollte um sich richtig hinzustellen, kam der stechende Schmerz in ihrem Unterleib wieder. Sie konnte gar nichts dagegen tun und krümmte sich automatisch nach vorne.

„Was hast du?“, fragte Jakob ganz geschockt.
Sina kam sofort an Saskias Seite. Als der Schmerz wieder nach gelassen hatte, bat sie Saskia sich nochmal auf die Liege zu legen.
„Wo hast du Schmerzen? Sind es die gleichen wie vorhin in der Backstube?“

Saskia nickte und zeigte auf ihren Unterleib. Sina tastete sie ab, konnte aber nichts entdecken.
„Ich mach noch fix ein Ultraschal.“ Bei dem kalten Gel zuckte Saskia etwas zusammen.
Saskia und Jakob erkannten gar nichts auf dem Bildschirm.
„Ich habe bestimmt nur Unterleibsschmerzen weil ich meine Tage bekommen müsste.“
Als sie diesen Gedanken so ausgesprochen hatte, wurde Saskia auf einmal klar das sie schon lange überfällig war, aber wegen der vielen Arbeit in der letzten Zeit hatte sie darauf gar nicht mehr geachtet.
Bei dem Gedanken wurde ihr auf einmal ganz komisch. Doch noch bevor sie weiter darüber nachdenken konnte, kam ihr Sina dazwischen.
„Ich glaube wir haben den Grund gefunden für das alles.“
Sie grinste die beiden an. Saskia wurde ganz blass, weil sie ahnte was jetzt kommen würde, nur Jakob hatte keinen Schimmer, was Sina damit sagen wollte.
„Meine Liebe du bist schwanger.“
Jakob und Saskia sahen sich etwas schockiert an. Saskia hatte das Gefühl gleich wieder bewusstlos zu werden.
„Falls ihr vorhattet mal zwei Kinder zu haben, dann nenne ich das ein Abwasch.“
Die zwei sahen sie mit großen Augen an.

„Ihr bekommt Zwillinge.“

Sina hätte zu gern ein Bild von den geschockten Eltern gemacht. Ihnen hatte es komplett die Sprache verschlagen.

Saskia war die erste, die ihre Stimme wiederfand.
„Nein das kann nicht sein. Wie das denn?“

„Muss ich dir das echt erklären?“, grinste Sina.

Auch Jakob konnte langsam wieder klar denken. Er wollte unbedingt Kinder mit Saskia haben, er hatte zwar nicht damit gerechnet das es so schnell gehen wurde. Aber sein Herz schlug schneller bei dem Gedanken und das war ein tolles Gefühl.
Er nahm Saskias geschocktes Gesicht in seine Hände und küsste sie.
Review schreiben