Wer zuletzt lacht

GeschichteSci-Fi / P18
23.03.2019
06.12.2019
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-Durch die Vernichtung unserer Feinde erlangen wir unseren Frieden-

Gedanke des Tages

Daniels und Goal kämpften Seite an Seite gegen die leblose Crew aus Zombies. Es fühlte sich gut an wieder zu kämpfen, erneut im Namen des Imperator´s Ketzer zu vernichten. Es ermöglichte Daniels die ganzen negativen Gedanken zu verdrängen, seine Probleme zurückzustellen. Jetzt galt es nur rechtzeitig eine psionische Barriere zu errichten, den Schuss richtig zu timen, den schnellsten Weg zu ihrem Ziel zu finden. Es war... auf eine erfrischende Art und Weise simpel.
Der Hexer machte sich derweil keine Sorgen. Er rechnete fest damit das die beiden Inquisitoren seine erbärmlichen untoten Sicherheitsmannschaften würden überwältigen können. Es würde sie jedoch erschöpfen was für ihn einen nicht unerheblichen Vorteil bedeuteten würde. Doch das wichtige war das es ihm genug Zeit für ein weiteres Ritual brachte. Er musste sich auf die Kampfkraft von zwei Inquisitoren vorbereiten. Er brauchte mehr Macht und er brauchte sie sofort, gleich was es auch kostete!
Die Crew des Schiffes ging nicht wirklich koordiniert gegen die beiden Angreifer vor. Sie blieben für gewöhnlich auf ihren Stationen und reagierten nur unmittelbar auf ihre Anwesenheit. Goal fand die Zombies mehr lästig als gefährlich. Die meisten waren langsam, sie kündigten sich durch stöhnen an und wollten im Grunde vernichtet werden. Ein Teil von ihr bedauerte es beinahe diese Abscheulichkeiten zu vernichten weil es ihr verdientes Leid beendete. Sie wollte gerade den nächsten Korridor zur Brücke sichern als Daniels plötzlich abbog. „Wo bei Terra wollt ihr hin?“ brüllte sie während sie einen weiteren Zombie niedermachte. „Er ist nicht auf der Brücke. Beobachtungsdeck zwei... ich kann ihn spüren.“ Daniels fühlte deutlich wie der Häretiker an der Realität zerrte. Goal verdrehte die Augen und lief dem Psioniker hinterher.
Währenddessen wandelte Randar´s Geist wieder über die sich konstant wandelnden Landschaften des Warp. Im Augenblick erschien ihm seine Umgebung wie eine eiserne Landschaft. Kalter Schnee wehte ihm ins Gesicht. Er versuchte ihn zu ignorieren, durfte sich nicht auf die Schneeflocken konzentrieren. Sie waren eine Falle, ihre Muster verleiteten dazu ein Geheimnis zu suchen das nicht da war, ein sicherer Pfad in den Wahnsinn. Er musste das Tor finden. Jeder schritt fühlte sich an als würde er über gesplittertes Glas laufen, er war sicher das er blutete. Er machte genau 66 Schritte, drehte dann um und tat 33 weitere Schritte.
Schlagartig veränderte sich seine gesamte Wahrnehmung. Er war in einer heißen Wüste, direkt vor ihm war ein gewaltiges Portal aus Knochen. In jeden Knochen waren Geheimnisse in uralten vergessenen Sprachen eingeritzt, die Vermächtnisse von Hexern die gescheitert waren und deren Überreste und Seelen vom Architekten des Schicksals hier angekettet waren. Jedes dieser Geheimnisse war für sich genommen eine Reise zum Tor wert, bot Wissen das auf andere Weise kaum zu erlangen war. Und jedes war mit einem furchtbaren unaussprechlichen Preis verbunden. Doch er musste das Tor nicht studieren... der Chaos-Hexer musste es aufstoßen!
Daniels bekam furchtbare Kopfschmerzen die ihn kurz innehalten ließen. „Ahh, dieser Wahnsinnige zerreißt den Schleier. Er beschwört eine Wesenheit aus dem Warp!“ warnte er. Goal war zwar keine Psionikerin, doch selbst sie konnte es spüren. Ihre Nackenhaare richteten sich auf, ihr Magen rebellierte. Die Grenze zwischen Warp und Realität war gefährlich dünn und drohte zu zerreißen. „Dann macht mal hin! Vorwärts und keine Gnade!“ trieb sie ihren Kollegen an.
„Oljan djav Magon, Djolnet et kamr.“ die Beschwörung war langwierig und schwierig. Der Hexer musste sich darauf verlassen das seine Crew und die Sicherheitssysteme ihm genug Zeit verschafften um sie durchzuführen. Randar fühlte wie Energie seinen Körper durchfloss, es begann ihn von innen aufzufressen. Doch er musste durchhalten, nur noch ein bisschen! Das Tor begann sich langsam einen winzigen Spalt zu öffnen, gab widerwillig nach während es an seiner Essenz zehrte. Er musste es schaffen! Dann öffnete es sich schließlich!
Daniels hatte seine Geschwindigkeit erhöht. Er versuchte so schnell wie möglich vorankommen und begann Ziele auf dem Weg zu ignorieren. Er schlüpfte an einzelnen Zombies vorbei oder warf sie nur zurück um rasch an ihnen vorbeizukommen. Er musste das Beschwörungsritual aufhalten bevor es zu spät war! Goal versuchte Schritt zu halten, doch Daniels Feuereifer überraschte selbst sie. Er wollte diesen Ketzer unbedingt kriegen, das war deutlich zu erkennen. Doch sein rasches Vorrücken bedeutete das sie mit mehr Zombies zu kämpfen hatte. „Daniels! Wartet!“ brüllte sie ihm nach während sie von Untoten eingekreist wurde, doch er hörte sie bereits nicht mehr. „Na großartig! Ihr gehört mir, alle miteinander! Für den Imperator, ihr untoten Arschlöcher!“ Goal entschied sich, da sie ihn wohl nicht mehr rechtzeitig einholen würde, stattdessen jeden einzelnen verdammten Ketzer zur Rechenschaft zu ziehen der es wagte ihr vor das Lasergewehr zu kommen um ihm somit den Rücken freizuhalten.
Daniels stellte leicht irritiert fest das nach ein paar weiteren Räumen die untote Crew ihn ignorierte. Man versuchte nicht länger ihn aufzuhalten, ließ ihn ungehindert passieren. „Heiliges Terra, schwer beschäftige Zombies. Haben nicht mal die Zeit einen Inquisitor anzugreifen wenn er vorbeikommt. Gutes Personal ist so schwer zu finden heutzutage.“ er versuchte seine Unsicherheit mit Scherzen zu überspielen. Es wäre ihm lieber gewesen wenn sie ihn weiter angegriffen hätten, das hier schrie förmlich nach einer Einladung.
Es war totenstill als er schließlich das Beobachtungsdeck erreichte. Eine Weile hatte Daniels noch Goal fluchen und schreien gehört, doch dann nichts mehr. Es war wie eine Barriere des Warp das jeglichen Schall verschluckte. Er sah diese unsichtbare Mauer nicht, doch er spürte sie. Dies hier war kein Ort für die Lebenden, jetzt nicht mehr. Er nahm seinen Bolter in Anschlag und ging langsam weiter. Das Licht das aus dem Weltraum in den Raum fiel war unnatürlich verzerrt. Der Schleier welche die Realität vom Warp trennte war beinahe durchstoßen.
Daniels ging langsam durch den Raum. Dann, mit einem lauten Knall, erschien Ragnar der Wissende vor ihm. Doch er hatte sich verändert. Seine Augen fehlten, er hatte sie sich selbst heraus gekratzt. Seine Lippen hatten sich zurückgezogen und legten seine vergilbten Zähne und sein Zahnfleisch frei. Manchmal hatte Daniels Schwierigkeiten ihn richtig zu sehen, so als wäre sein Körper gelegentlich beinahe durchsichtig, wie aus Glas. „Ein Besessener.“ bemerkte Daniels trocken. „Daniels der Verbannte. Das Schicksal das er für dich vorsieht ist ein besonders perfides. Und das Ende von Goal wird ebenfalls voller köstlichem Leid sein.“ Ragnar starrte seinen Gegner mit seinen leeren blutigen Augenhöhlen an.
„Nur der Imperator, in diesem Fall vertreten durch meinen Bolter, legt unser Schicksal fest und deines endet hier, Ketzer! Du wirst bezahlen, nicht nur für Zacharias Tochter. Du hast keine Vorstellung davon wie viel Stress er deswegen macht.“ ohne weitere Rede ging Daniels sofort in den Angriff. Ragnar wich den Bolter-Patronen geschickt aus und versuchte Daniels mit seiner Geschwindigkeit auszumanövrieren, doch er hatte die Reaktionszeit des ehemaligen Inquisitor´s unterschätzt.  
Daniels stieß den Ketzer mit einen Psischlag zurück, drehte sich leicht um in eine optimale Schussposition zu kommen und drückte den Abzug. Ragnar wurde getroffen, doch anstatt zu Boden zu fallen verschwand sein getroffener Körper und erschien einige Zentimeter versetzt wieder unversehrt. „Das ist nicht der Ausgang den es nahm.“ der besessene Hexer schlug seine Hände zusammen und erzeugte eine Druckwelle aus Schall die Daniels zurückdrängte und beinahe seinen psionischen Schild durchschlagen hätte.
Daniels zog sein Schwert und rannte brüllend auf den Hexer zu. Der Hexer zog eine Klinge scheinbar aus dem Nichts, in Form gezwungener Warp den er gegen den Lakaien des falschen Imperator´s richten würde. Die Klingen prallten aufeinander. Ein tödlicher Schlagabtausch begann. Wieder und wieder schlugen sie aufeinander ein bis der Hexer einmal eine falsche Fußstellung nahm und Daniels ihm seine Klinge in den Wanst rammen konnte.
Doch kaum das Ragnar der Wissende sein Leben ausgehaucht hatte erschien er wieder schräg links versetzt. „So ist es nicht gewesen.“ erklärte der Ketzer bevor er erneut seinen Feind bedrängte. Daniels war erschöpft. „Wie oft muss ich dich eigentlich noch töten?“ fragte er den Ketzer hasserfüllt während der nächsten Parade. „Es gibt keine Möglichkeit wie du mich töten kannst. Es ist nicht vorhergesehen.“ der Ketzer setzte ein groteskes Lächeln auf. „Das ist alles was ich wissen musste, Trottel!“ Daniels mobilisierte seine letzten Reserven und stieß den Hexer in die linke Hälfte des Raums.
„Call, Laserlanze auf Beobachtungsdeck, südlicher Sektor.“ kaum hatte er ausgesprochen errichtete Daniels einen psionischen Schild um sich um einen Teil des Sauerstoffs einzufangen und sich vor der folgenden Hitze zu schützen. Mit Genugtuung sah er zu wie der elende Ketzer im ultraheißen Feuer des Schiffsgeschützes verbrannte. „Ich habe dich nicht besiegt, aber gestorben bist du trotzdem. Das war für das schwarze Schiff, Mistkerl.“ Daniels bewegte seine psionische Sauerstoffblase mit sich bis er wieder beim Schott war und ging zurück um Goal zu suchen.

-Verbrennt den Ketzer, erlöst den Mutanten, reinigt den Verdorbenen-

Gedanke des Tages

Hardwood´s Cybot-Körper stapfte stoisch zum nächsten weit entfernten Wegpunkt. Er schwankte zwischen wachen und träumen. Seine Wahrnehmung vermischte sich mit alten Erinnerungen und längst vergangenen Siegen und Niederlagen. Er wusste nicht genau wo er war, doch dieses Gefühl war ihm mittlerweile nicht mehr so fremd wie es das am Anfang gewesen war. Dennoch war es immer noch befremdlich für den Astartes.
Sein Weg führte ihn durch eine teilweise zerstörte Stadt. Er hatte den Eindruck das er sie eigentlich kennen müsste, doch sein Verstand konnte sie nicht zuordnen. War das hier Zehntown auf Caravix IX? Er hatte dort gekämpft, die Alpha-Legion hatte sich ihm und seinen Brüdern entgegengestellt. Wie lange war es her? Zeit war so ein surreales Konzept geworden. Die Sonne schien am Himmel zu rasen, ging wie im Zeitraffer auf und unter während sein Körper sich bewegte.
Wie viel Zeit war vergangen? Wochen? Monate? Er blickte auf seinen Chronometer, es waren gerade einmal drei Stunden. Er versuchte sich zu erinnern wieso er eigentlich hier war. Was war sein Auftrag? Über das interne Display liefen die üblichen imperialen Phrasen. Diene dem Imperator. Schütze und ehre den Orden. Hasse und vernichte den Xeno. Ehre den Maschinengott für die Ehre des Cybot. Erreiche den nächsten Wegpunkt.
Der Wegpunkt, natürlich. Wäre er nur nicht so entsetzlich müde. Wieso war es so schwer sich wach zu halten? Wieder schmerze seine tödliche Wunde, erinnerte ihn an das tödliche Gefecht auf dem Schlachtfeld bei dem er nur einen winzigen Moment zu langsam gewesen war. Zehntausende male hatte sich der Kampf mit Lexxor in seinem Kopf wiederholt. Manchmal verschwammen Details. Mal war das Schlachtfeld ein blutgetränktes Schlachtfeld, mal eine schneebedeckte Landschaft, mal war ein explodierender Vulkan im Hintergrund. Doch der Ausgang war immer derselbe. Lexxor, Champion der Alpha-Legion, konnte den tödlichen Streich landen und Hardwood ging zu Boden.
Rot aufblinkende Warnrunen rissen ihn aus seinen Fieberträumen. Kampfdrogen wurden in seinen geschundenen Körper gepumpt, machten ihn für einen Moment aufmerksamer und schärfte seine Sinne. Er hörte Schmerzensschreie von mehreren Personen, die Geräusche von einer Klinge die sich in Fleisch bohrte. Der Cybot rechnete damit angegriffen zu werden, doch weder Beschuss noch scharfe Klingen folgten.
Er ging den Geräuschen nach in ein halb eingefallenes Gebäude. Mehrere Menschen, teilweise auf dem Boden, teilweise auf schmutzigen Betten liegend waren über den Raum verteilt. Alle waren schwer verletzt, doch bei den meisten hatte man die Wunden versorgt. Drei Xeno´s standen über einer schwer verletzten Frau, einer Soldatin der PVS. „Wir verlieren sie! Stabilisieren und ruhig halten, ich muss operieren!“ wies einer der Xeno´s die anderen an. „Wir haben getan was wir konnten! der Shas´O hat die Evakuierung befohlen, die fliegen noch ohne uns!“ mahnte einer der anderen Tau. „Ich habe einen Eid geschworen im Namen des höheren Wohl´s Leben zu retten und zu bewahren! Wir behandeln sie weiter!“ der Erdkaste-Doktor lies keinen Platz für Widerspruch. Dann erschraken sie als sie den Cybot hörten.
„Was, nein! Bitte, wir sind ein Sanitätsteam der Erdkaste! Wir wurden von unserer Einheit getrennt und fanden diese Menschen, sie brauchen Hilfe! Ich bin ein Doktor, bitte, lasst mich sie retten!“ der Tau bettelte nicht um sein Leben, sondern um das seiner Patienten obwohl sie Menschen waren. Die Bitte ergab keinen Sinn für den Cybot. An so etwas erinnerte er sich nicht... oder hatte er es vergessen. „Töte den Xeno!“ erschien auf dem internen Display. Natürlich, das war es. Mit einer schnellen Bewegung packte er den Doktor mit einer seiner Metallklaue und hielt ihn dann direkt in den Flammenwerfer. Dann schleuderte er den verbrannten Kadaver in die Richtung der anderen beiden.
Einer der Sanitäter wurde unter der Leiche des Doktor´s begraben, der andere versuchte zu fliehen. Er kam nicht weit, ein weiterer Flammenstrahl röstete ihn und drei der schwer verletzten Soldaten die im Weg standen. Dann zerstampfte er den letzten Tau mitsamt der noch über ihm liegenden Leiche. „Wieso? Sie wollten uns nur retten!  Bitte, Imperator... ich will nicht sterben!“ ein Soldat versuchte sich aufzurappeln obwohl seine Wunden extrem schmerzten. „Vernichte die Unreinen!“ erschien auf dem internen Display. Der Cybot gehorchte der Phrase die völlig zufällig erschienen war und fackelte das ganze Feldlazarett ab bevor er mit seiner eigentlichen Mission fortfuhr... was auch immer sie war.

-Dämonen mögen dir geben was du dir wünscht, doch es wird nie sein was du willst-

Buch der Warnungen, Ordo Malleus

Ragnar der Wissende spürte Schmerzen jenseits aller Vorstellungskraft. Sein ganzes sein drohte darin zu vergehen, doch er war ein Hexer der Tzeentch! Er würde nicht aufgeben, würde sich dem unwürdigen Tod nicht einfach geschlagen geben! Sein Hass erlaubte ihm schließlich wieder einen klaren Gedanken zu fassen. Er brauchte diese Macht! Er musste Daniels abschlachten, seinen Geist aus seinem Körper reißen und ihn in eine Dimension verbannen die nur aus Schmerz und Leid bestand! Rache und Hass würden ihn leiten!
Dann sah er plötzlich wieder die Sterne. „Ich bin wieder da, zurück in der Realität! Habe ich das Tor geöffnet?“ er war sich nicht sicher, doch was ihn noch mehr irritierte war das er seine Stimme nicht hörte. Kein Ton kam aus seiner Kehle. Er sah an sich herunter. Er trug eine Uniform, sie gehörte einem Arbeiter des Mechanicus. Der Hexer blickte auf seine Hände, sie waren weiß und verschrumpelt. Er spürte das etwas an seinem linken Fuß hing und schaute nach hinten. Er hing fest, sein verdrehter Fuß hatte sich in einem Kabelwirrwarr verheddert.
Es war in einem Verbindungsschacht, irgendwo auf einem anderen Schiff. Die Wände waren weiß und zeigten keine Anzeichen von Schändung. Er blickte sich um, der Schacht war offen zum Weltraum. Erst dann fiel ihm auf das er nicht mehr atmen konnte. Nicht nur das seine Lungen sich nicht füllen wollten, es gab keine Atmosphäre hier drin. Erst jetzt dämmerte es dem Hexer allmählich. Das hier war nicht sein Körper. Seine psionische Essenz musste sich irgendwie bei dem Ritual abgelöst haben und anstatt den Dämon an sich zu binden wie er es vorgehabt hatte hatte die Warp-Entität seinen Körper übernommen seinen Körper besetzt. Irgendwann hatte sein Hass auf Daniels den Hexer dann dazu gebracht eine Leiche zu besetzen. Er war ein wandelnder Toter, auch noch im Körper eines verfluchten Loyalisten!
Schlimmer noch, seine Verbindung zum Warp war sehr schwach. Wenn sie riss würde er zu einer körperlosen Seele werden die auf ewig dazu verdammt war durch den Warp zu wandern bis irgendein niederer Dämon ihn verschlingen würde. Er konnte keine komplexen Rituale mehr durchführen und seine Hülle war in einem erbärmlichen Zustand. „Das ist eines der schlimmsten Dinge die hätten passieren können.“ fluchte er, doch wieder hörte er nicht seine Stimme. Der Kehlkopf dieser Leiche war zerschmettert worden.
Ein paar Erinnerungen seines besetzten Körper´s kamen in ihm hoch. Diese Hülle hatte einem Techniker gehört der auf seine erste Implantation hinarbeitete. Seine Aufgabe war gewesen die Schächte auf Schäden zu inspizieren als plötzlich die Atmosphäre aus dem Schiff geblasen wurde. Er hatte versucht sich an den Kabeln festgehalten und sich dabei verheddert. Dann kam noch emotionales Feedback, Überreste der letzten Eindrücke des Wirtes. Überwältigende Angst vor dem Tod, vor allem noch bevor er... nein, sein Wirt, das erste Implantat erhalten hatte. Da war noch eine spezifischere Angst vor einer... Silika Animus?
Er versuchte weiter die Gedanken seines toten Wirts zu erkunden, doch er war zu erschöpft um bewusste Visionen hervorzurufen. Stattdessen versuchte er sich zu befreien. Es brauchte mehrere dutzend Anläufe bis seine Finger sich so weit bewegten das er imstande war etwas zu greifen. Er versuchte sein Bein loszureißen, doch er hatte sich zu sehr in den Kabeln verheddert. Ihm blieb keine andere Wahl als sie herauszureißen. Funken flogen als er wahllos Kabelstränge herausriss. Starkstrom durchflutete seinen Körper und ließ ihn rauchen. Wenigstens empfand er keine Schmerzen, die Nervenzellen dieses Körpers waren längst abgestorben. Schließlich gelang es ihm sich zu befreien und nach vorn zu kriechen. Er musste wieder zu Kräften kommen... Menschenfleisch war jetzt das einzige was ihn, oder vielmehr seinen besetzten Körper, erhalten konnte. Er musste jagen, Kraft sammeln und einen besseren Wirt finden bis er seinen ursprünglichen Körper wiederfand und ihn wieder vom Dämon zurückfordern konnte.
Call zuckte kurz als ihr System eine unerwartete Stromspitze in Verbindungsschacht 16-B kompensierte wodurch ein halber Sektor energielos wurde. Es konnte kein feindlicher Treffer gewesen sein, sie hatte sämtliche Flugbahnen berechnet. Vermutlich hatte sie mit den Nahrungskisten die sie für ihren Meister organisiert hatte Ungeziefer mit an Bord genommen die sich an der Verkablung zu schaffen machten. „Lyta, ich habe eine Arbeit für dich die sogar du bewältigen kannst. Ich glaube wir eine Ratte die in den Verbindungskorridoren gegrillt wurde und einen Kurzschluss verursacht hat. Wieso siehst du nicht mal nach und drückst die Sicherung wieder rein? Ich weiß, es wird dauern, Schalter suchen, sieben Stunden beten, Schalter drücken, doch ich glaube an dich.“ provozierte Call die Maschinenseherin. „Ich lasse dich keine Sekunde aus den Augen, Abscheulichkeit.“ Lyta versuchte nach Kräften sich zu beherrschen bis Goal wieder da war. „Ich kann gehen, dann muss ich wenigstens euch beide nicht mehr ertragen.“ Claudia flüsterte den zweiten Teil. „Siehst du, sogar ein Kind kann das. Du machst das sicher ohnehin besser als ein Tech-Priester... du bist ja KEIN Vollidiot.“ Call lächelte Lyta an während Claudia die Brücke verließ.
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