Flammende Illusionen

GeschichteDrama, Familie / P18 Slash
Katniss Everdeen Madge Undersee Mrs. Everdeen Primrose Everdeen
23.03.2019
15.06.2019
7
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Kapitel 4



„ Madge! Beeile dich, Prim kommt gleich.“ brüllt Katniss von unten. Ich stehe im Bad und bekomme meine Haare nicht hin. Als es nichts brachte, nehme ich eine Zopfband und mache mir einen Pferdeschwanz. Es klopft.
Ich höre wie Katniss Prim in Empfang nimmt und schon wieder am schimpfen ist, das ich wieder nicht fertig bin.
„ Ich komme doch schon, meine Güte.“ rufe ich gehetzt, als ich die Treppen runter poltere. Ich begrüße Prim herzlich und frage, ob wir los könnten.
„ Ja von mir aus.“ ruft Prim und geht schon zur Tür. Katniss und ich folgen ihr.
„ Ach Mist, jetzt habe ich meine Tasche vergessen.“ flucht Katniss. Ich verdrehe nur meine Augen. Sie ist nur am schimpfen, das ich nicht fertig bin und sie selbst? Ich kann nur mit dem Kopf schütteln
„ Du sitzt eine Viertelstunde auf dem Sofa, wartest auf mich und hast nichts parat.“ sie schaut mich böse an und verschwindet im Haus. Immer das gleiche mir ihr. Sie kommt wieder mit ihrer Tasche und will abschließen.
„ Hast du deine Tabletten Schatz.“ frage ich sie. Seit sie immer noch von Albträumen geplagt wird, nimmt sie Tabletten dafür. Zwar habe ich die letzten zwei Tage keine Halluzination mehr aber immer wieder diesen eine Traum, wo das Hovercraft meine Eltern tötet. Vielleicht sollte ich auch mal welche davon probieren. Sie schließt wieder auf und betretet das Haus. Prim schaut mich an und fängt an zu lachen. Ich versuche, das Lachen zu verkneifen, aber es geht nicht und breche in schallendes Gelächter aus.
„ Ja ja, lacht ihr beiden nur, ich kann auch daheim bleiben.“ unser Lachen hört sofort auf und drehen uns wieder Katniss zu. Ich lege einen Arm auf ihre Schultern und ziehe sie Richtung Krankenhaus.

Wir drei warten im Warteraum, ich lese eine Zeitschrift über Wirtschaft, Katniss ist vertieft in einer Lektüre über andere Distrikte und Prim ist so nervös, das sie gar nicht still sitzen kann.
„ Primrose Everdeen.“ ruft eine Krankenschwester und wir drei erheben uns. Wir folgen der Krankenschwester ins Untersuchungszimmer und Katniss und ich setzten uns auf die freien Stühle.
„ Ihre Mutter wird gleich da sein, haben sie noch ein wenig Geduld.“ sie schließt die Tür und wir waren alleine.
„ Warum kann eigentlich Casey nicht?“ frage ich. Auf Prims Gesicht zeichnet sich Traurigkeit aus und ich bekomme von Katniss einen bösen Blick.
„ Er ist verhindert in der Kohlemine. Es gibt da anscheinend einen Zwischenfall.“
Casey ist in der Personalabteilung tätig und er macht seinen Job sehr gut.
Keine fünf Minuten später kommt Leanne rein und begrüßt uns. Ich habe sie nach dem Zwischenfall bei ihr Zuhause nicht mehr gesehen. Naja ich bin eigentlich ihr aus dem Weg gegangen. Aber ich spüre dennoch, als Leanne und ich uns lösen aus der Umarmung, das sie mir immer noch diesen besorgten Blick zuwirft. Sie wirft Katniss noch einen Blick zu und sie schüttelt nur den Kopf. Ich kann ja verstehen, das sie sich Sorgen machen, aber langsam geht mir das gewaltig gegen den Strich. Leanne holt mich wieder in die Realität zurück.
„ Prim lege dich bitte auf die Liege und stelle deine Beine auf die vorgegebenen Plätze ab.“ erklärte Katniss Mutter Prim. Prim macht so, wie sie es von ihrer Mutter gesagt bekommen hat und legt sich hin. Ich drehe mich Katniss zu und schaue sie böse an, was sie ein wenig zurück schrecken lässt. Sie legt einen Arm auf meine Schulter und will mir signalisieren, was denn los sei, aber ich würdige ihr jetzt keines Blickes mehr.
„ So Prim, das wird jetzt ein wenig kalt.“ dabei spritzt Leanne Prim ein Gel auf ihren Bauch, was Prim sofort aufschrecken lässt. Mrs. Everdeen nimmt das Ultraschallgerät und fährt ihr damit über den Bauch. Auf dem Bildschirm kann ich gar nichts erkennen, doch Leanne findet sofort was.
„ Und da ist es schon. Oh Prim du bist doch schon ein wenig weiter. Bestimmt schon 13. Woche.“ sagt sie zu Prim. Ich schaue auf den Bildschirm und konnte schemenhaft was erkennen. Ohne es zu merken stehe ich auf und gehe näher heran.
„ Ist das das Baby?“ und deute dabei auf dem Bildschirm.
„ Ja Madge, das ist Prims und Caseys Baby.“ ich bin total überwältigt und in mir macht sich ein Gefühl breit, was ich nicht kenne. Als dann auch der Herzschlag ertönt, war es um mich geschehen. Anscheinend will ich auch ein Kind, aber zwischen zwei Frauen wird es unwahrscheinlich sein, eins zu bekommen. Plötzlich bin ich nicht mehr sauer und drehe mich Katniss zu und lächele sie an. Sie lächelt mich auch an.
Als Leanne das Foto ausdruckt und es Prim in die Hände drückt, will ich es wissen.
„ Wie sieht es eigentlich aus, wenn zwei Frauen ein Kind haben möchten?“ frage ich Mrs. Everdeen. Ich höre nur noch wie Katniss schnell aufsteht und mich wegzieht.
„ Madge, erstes ich will keine Kinder und zweitens, das geht doch gar nicht.“ doch da widerspricht Leanne.
„ Mein Gott Katniss, anscheinend hast du keine Gene von mir geerbt, natürlich geht das. Katniss Gesicht wird wütend und ich kann erkennen, das das jetzt in einen Streit endet.
„ Das du sie noch ermutigen musst. Sie hat mich schon mal gefragt und verdammt noch mal ICH WILL KEINE KINDER!“ schreit sie. Ich bin wie erstarrt denn ich habe verstanden `WER WILL DENN MIT IHR KINDER`. Doch anscheinend habe ich mich verhört, denn das kann ich mir nicht vorstellen, das sie so etwas sagt und die anderen machen auch keine Anstalten, das sie so etwas gesagt hat. Ich schüttele meinen Kopf und beziehe mich auf das was Katniss gesagt haben könnte, nämlich das sie keine Kinder möchte.
„ Warum? Warum willst du keine Kinder?“ frage ich sie vorsichtig. Sie dreht sich um, knallt die Untersuchungstür zu und weg ist sie.
„ Das ist ja nicht so gut gelaufen.“ sage ich geknickt, dabei legt mir Prim einen Arm auf die Schultern.
„ Das wird schon, wirst sehen. Das Problem ist immer noch, das sie denkt, das es die Spiele noch gibt. Lass ihr Zeit.“ sagt Prim einfühlsam.


Ich betrete unser Haus und rufe ihren Namen. Doch keine Antwort. Ich gehe ins Wohnzimmer und finde sie auf dem Sofa sitzen, die ihre Knie an sich gezogen hat.
„ Können wir darüber reden?“ sie schaut hoch und ihr Gesicht spiegelt Wut.
„ Was gibt es da zu reden. Ich will es nicht und basta!“ spie sie mir entgegen. Wie kann man sich so da gegen wehren? Ich setze mich auf dem Couchtisch ihr gegenüber und schaue sie an.
„ Es muss doch ein Grund geben, das du das nicht willst.“ Sie streicht sich eine Haarsträhne hinter ihrem Ohr und seufzt.
„ Ich habe schon immer gesagt, das ich das nicht will.“ sie dreht sich weg und Tränen bilden sich in ihren Augen.
„Katniss, der Hunger, die Ernte, die Spiele und das Kapitol gibt es nicht mehr. Wir können uns doch gut um die Kinder kümmern.“ sage ich.
Sie steht auf und tigert durch das Wohnzimmer.
„ Wenn es nur das wäre, aber ich denke, das ich eine schlechte Mutter wäre.“ ruft sie bestürzt.
„ Das ist doch gar nicht wahr. So wie du dich um Prim gekümmert hast, da wärst du eine tolle Mama.“ entgegne ich. Sie fängt an zu lächeln und ich freue mich sie wieder lächeln zu sehen.
„ Ich werde mir Gedanken machen, aber jetzt will ich das noch nicht.“ das macht mich glücklich und gehe auf Katniss zu und umarme sie.
„ Danke.“ flüstere ich ins Ohr.


Nach diesem Gespräch mit dem Kind und das es sich Katniss überlegt, hat mich so glücklich gemacht und seit zwei Wochen habe ich keine Halluzination mehr gehabt. Und ich bin auch seit einer Woche wieder am arbeiten.

Wir sitzen gemeinsam am Frühstückstisch und ich halte die Einladung für Prims und Caseys Hochzeit in den Händen. Sie ziehen das wirklich durch und ich frage mich, wann es bei uns so weit ist.
„ Nächste Woche schon. Die machen wirklich ernst.“ sage ich zu Katniss. Sie schluckt ihren Kaffee runter und zuckt nur mit ihren Schultern. Ich leere meine Kaffeetasse und stehe auf, um mich für die Arbeit fertig zu machen.

Prim und Casey kommen am ihren Tag der Hochzeit zu mir, um die Formalitäten zu besprechen. Ich frage sie, ob sie ein eigenes Haus haben möchten, aber sie verneinten es, weil Prim bei ihrer Mutter weiter leben möchte. Sie füllen die Formblätter aus und unterzeichnen ihn.
„ Dann erkläre ich euch zu Mann und Frau, aber das wird dann noch der Pfarrer machen bei Zeremonie.“ sage ich glücklich zu ihnen.
Casey gibt Prim ein Kuss und ich konnte mir den Spruch nicht verkneifen.
„ Hab ich gesagt, das sie die Braut küssen dürfen?“ rufe ich belustigt.
Casey und Prim fangen das Lachen an.
„ Also gut, raus mit euch, sonst komme ich noch zu spät zur Trauung.“ beide stehen auf und verabschiedeten sich.

Es ist drei Uhr und Mr. Fraiser und ich schließen das Büro ab.
„ Miss Undersee, wir sehen uns dann bei der Trauung.“ sagt er mir zu, doch langsam finde ich das komisch, das er mich immer noch siezt. Gut ich mache das auch, aber wir arbeiten schon über zwei Jahre zusammen, da ist das doch mal angebracht sich zu duzen.
„ Tilon, nenne mich ruhig Madge, oder möchtest du das nicht.“ er schaut schüchtern weg.
„ Ok, Miss Unde...äh Madge meinte ich, wir können uns duzen.“ ich lächle ihn an.
„ Aber nur unter uns. Wenn wir in einer Besprechung sind, siezen wir uns wieder ok?“ er bestätigt mein Aussage und verabschiedet sich.

Auf dem Weg nach Hause bemerke ich schon den bunten Trubel. Ich sehe wie im Leanne´s Haus alles vorbereitet wird für die Hochzeit. Es werden Stühle aufgestellt, bei der Dekoration werden die letzten feinschliffe erledigt und eine Bar mit Getränken steht bereit.
Ich kann es kaum erwarten und freue mich auf dem schönen Abend. Zu Hause angekommen schlüpfe ich erstmal aus meine Schuhe und begehe mich ins Wohnzimmer, weil ich dachte, ich würde Katniss noch antreffen, aber zu bedauern sehe ich nur einen Brief auf dem Couchtisch. Ich nehme, falte ihn auseinander und lese.
=Hey Babe, bin schon bei Prim, wegen ihrem Hochzeitskleid und meinem Kleid. Ich vermisse dich und hoffe, das du bald das bist. Ich liebe dich, Katniss.=
Es rührt mich immer noch, wenn Katniss mir solche Briefe schreibt, wo drin steht, wie ´ich liebe dich´ oder ´ich vermisse dich.´
Katniss ist Prim´s Brautjungfer und hat sich riesig darüber gefreut, als Prim sie gefragt hat. Prim hat mir geknickt erzählt, das Casey und sie nur jeweils einen an ihrer Seite haben möchten, doch für mich war das gar kein Problem und versicherte ihr, das es mir nichts ausmachen würde. Sie strahlte und umarmte mich.
Ich schaue auf die Uhr und musste mich langsam mal beeilen. Oben angekommen erledigte ich mir erst mal meine Kleidung und stieg unter die Dusche. Danach trockne ich mich ab und ziehe mir Unterwäsche an, nehme mir den Lockenstab Curl 2303, der ganz neu auf dem Markt ist, aus dem Wandschrank und beginne meine Haare zu machen. Nach eine Viertel Stunde sind meine Haare perfekt und nehme mir drei Dekorationspflanzen, im dem Fall weißrosa Rosen und stecke sie mir auf die rechte Seite meines Kopfes. Als ich mit meinem Ergebnis zufrieden bin, schminke ich mich leicht dezent. Danach gehe ich ins Schlafzimmer, nehme mein Kleid aus dem Schrank und ziehe es an. Es ist in einem Cremefarbigen Ton, schulterfrei und geht mir leicht über die Knie. Ich muss selber sagen, das ich mich so auf der Hochzeit blicken kann. Unten angekommen ziehe ich mir noch meine Schuhe an, die Hochhackig sind, Silber mit Glitzersteinen verziert und offen vorne sind.

Wieder ein Blick auf die Uhr und ich muss mich spurten. Auf dem Weg dahin laufen schon viele Hochzeitsgäste zur Hochzeit. Ich komme an und setze mich in die erste Reihe neben Leanne.
„ Hallo Leanne, du siehst großartig aus. Und alles klar bei dir?“ frage ich. Leanne hat ein violettes Kleid an, was aus Seide ist, ihr auch über die Knie geht und hat ¾ Arme. An ihrer rechten Seite ist ihr Kleid mit Blumen verziert. Dazu trägt sie fast so gleiche Schuhe wie ich.
„ Hallo Madge, das Kompliment kann ich nur weiter geben.“ ich bedanke mich ebenfalls.
„ Puh ich bin ja so nervös! Meine kleine Tochter heiratet gleich.“ darauf nehme ich ihre Hand und drücke sie.
Casey steht vorne am Bogen der mit weißen und rosa Rosen bestückt ist. Er hat einen schönen Anzug an. Der Anzug ist braunglänzend, mit Nadelstreifen versehen. Darunter hat er eine weißes Hemd an, was mit einer gleichfarbigen Krawatte, wie des Anzuges detailliert wird. Der Anzug sitzt perfekt und bringt seinen guten Körper zum Vorschein. Casey wirkt sehr angespannt und nervös und sein Blick fällt auf mich. Ich lächle ihn an und gebe ihn Mut. Er fängt auch an zu lächeln und nickte mir zu.

Die Zeremonie fängt an und alle richten sich mit ihren Augen nach hinten um die Braut zu sehen.
Prim kommt herein, daneben Katniss. Weil deren Vater gestorben ist, haben sich Katniss und Prim dazu entschieden, das es Katniss machen sollte. Sie laufen zusammen ein.
Prim hat das Hochzeitskleid von ihrer Mutter an, was sie aber ein bisschen geändert haben. Es ist schlicht, Schulter und Nackenfrei und geht bis auf dem Boden. Über diesem Kleid hat sie noch ein weißdurchsichtiges Top, was ihre Arme bedeckt. Ihre Haare hat sie zu einer Hochsteckfrisur gemacht. Sie sieht ganz wunderschön aus.
Katniss hat ein, wie nicht anders zu erwarten, ein grünes Kleid an. Es hat Träger an den Schultern und ist ein wenig kürzer als meins und Leanne´s. Dazu trägt sie weiße Schuhe, die aber nicht so hoch sind und die ebenfalls vorne offen sind. Ihre Haare hat sie ebenfalls wie Prim zu eine Hochsteckfrisur gemacht.
Als sie bei uns vorbeigegangen sind, sehe ich hinten in den hinteren Reihen, nicht zu übersehen, Gale. Ich kann mein Blick nicht von ihm lassen, denn Eifersucht und Angst machen sich in mir breit. Die Angst Katniss an ihm zu verlieren. Ich schüttle meinen Kopf, um mich wieder auf die Hochzeit zu konzentrieren, aber das ist nicht so einfach, denn plötzlich schleichen sich wieder die Stimmen von meinen Verwandten in meinen Kopf.
Er passt viel besser zu ihr!“ ruft die Stimme meiner Mutter in meinen Kopf. Ich fahre mir mit meiner Hand über meine Stirn. Es beruhigt mich ein wenig und die Stimmen sind jetzt erst mal weg. Katniss sieht mich an und gebe ihr zu verstehen das es mir gut geht, aber mit meinen Augen signalisiere ich, das sie nach hinten schauen soll. Sie tut es, plötzlich stockt ihr der Atem und sieht mich wieder an. Ich atme tief durch, als dann auch schon die Zeremonie anfängt und alle ihre Aufmerksamkeit auf das geschehene vorne richten.


„Liebes Brautpaar!
Ihr seit in dieser entscheidenden Stunde eures Lebens nicht allein. Ihr seid umgeben von Menschen, die euch nahe stehen und lieben.
dieser Tag soll der schönste Tag eures Lebens sein. Noch lange, und hoffentlich ein ganzes Leben lang, soll er euch als etwas ganz besonderes in Erinnerung bleiben.“
Er schaut nun Casey an und meint:
„Casey Catrell, willst Du Primrose Everdeen als Deine Dir von Gott anvertraute Ehefrau lieben und ehren und die Ehe mit nach Gottes Gebot und im Vertrauen auf seine Verheißungen führen, in guten wie in bösen Tagen, bis das der Tod Euch scheidet, so antworte mit: Ja ich will.“
Er schaut zu Prim rüber und sagt:
„ Ja ich will.“ Prim lächelt ihn an und hat schon Tränen in den Augen. Der Pfarrer spricht nun zu Prim.
Primrose Everdeen, willst Du Casey Catrell als Deinen Dir von Gott anvertrauten Ehemann lieben und ehren und die Ehe mit ihm nach Gottes Gebot und im Vertrauen auf seine Verheißungen führen, in guten wie in bösen Tagen, bis das der Tod Euch scheidet, so antworte: Ja ich will.
„ Ja ich will.“ kommt es mit erstickter Stimme. Langsam bilden sich auch bei mir Tränen und hole aus meiner Tasche zwei Taschentücher, denn Leanne fängt neben mir auch schon das schluchzen an. Ich reiche es ihr und sie bedankt sich.
„ Sie dürfen die Braut jetzt Küssen!“ spricht der Pfarrer zu Casey. Er dreht sich Prim gegenüber und gab ihr einen langen Kuss. Wir stehen alle auf und klatschen. Prim und Casey gehen an uns vorbei in Richtung Festplatz.

Ich sehe zum Festplatz und erkenne das Casey und Prim von allen gratuliert werden, als plötzlich jemand mich am Arm packt. Ich wirble herum, denn darauf war ich nicht gefasst und erkenne, das es Katniss ist.
„ Was hat Gale hier verloren?“ ich habe natürlich keine Ahnung und kann nur mit den Schultern zucken.
„ Vielleicht hat er gehört das Prim heiratet und ist spontan gekommen.“ kommt mir die logische Erklärung. Katniss und ich sind noch ein bisschen am diskutieren als Prim zu uns kommt. Sie stupst Katniss an und wir unterbrechen unsere Diskussion und ich erstarre. Katniss geht es nicht anders.
„ Überraschung!“ ruft sie voller Freude. Katniss und ich sind total überrumpelt und Gale nimmt Katniss in die Arme. Sie schaut mich dabei an und sie kann meine Eifersucht spüren, die aus meinen Augen sprüht.
Siehst du!“ kommt es von Maysilee. Sie lösen sich wieder.
„ Hallo Kätzchen, schön dich zu sehen.“ Katniss erwidert nichts darauf, worauf eine unangenehme Stille aufkommt. Gale fasst sich schneller als wir und will auf mich zu gehen und mich auch umarmen, aber ich reiche ihn nur meine Hand, die er dann auch ein bisschen verwirrt annimmt.
„ Auch schön dich zu sehen Madge.“
„ Freut mich auch.“ kommt es ein bisschen bissig rüber, was Gale auch bemerkt.
„ Ähm naja ich geh dann mal zur Bar, man sieht sich dann noch.“ sagt er und verschwindet zur Bar. Prim hat in der Sache nicht nachgedacht und deswegen bekommt sie von mir einen bösen Blick. Eine Hand berührt meine Schulter und ich schaue in Katniss Augen, die mir sagen, ich soll mich beruhigen. Ich nicke nur und Katniss geht zur ihrer Mutter. Prim hat meinen Blick mitbekommen und kommt auf mich zu.
„ War es keine gute Idee, Gale einzuladen?“ flüstert sie in mein Ohr. Plötzlich trifft mich die Erkenntnis, wenn Gale nicht gewesen wäre, wäre ich jetzt nicht am Leben. Er hat mir dieses Leben sozusagen geschenkt. Ich hätte dieses Leben niemals führen können mit meiner großen Liebe.
„ Ist schon gut Prim, du kennst mich doch, ich habe nur ein wenig Angst, das er Katniss mir wegnimmt.“ erwidere ich.
„ Ach da musst du dir glaube ich keine Sorgen machen, sie liebt dich doch.“
Abwarten!“ ruft mein Vater.

Es wird getanzt, gelacht und getrunken, aber ich halte mich ein wenig zurück, denn ich möchte nicht das es wieder so ausartet, wie bei der Einweihung des Krankenhauses. Wir sitzen am Brauttisch und unterhalten uns. Denn von vielen tanzen brauchen wir mal eine Pause. Ich sehe in meinen Augenwinkel, wie Gale zu uns am Tisch kommt und hält Katniss die Hand hin. Katniss sieht überrascht zu Hand, dann zu Gale.
„ Katniss, darf ich dich zu einen Tanz auffordern?“ kommt es von Gale. Katniss sieht mich an und ich nicke nur.
„ Geh ruhig.“ sie steht auf und reicht Gale ihre Hand. Ich beobachte die Beiden ein bisschen, doch ich vertraue Katniss und wende mich wieder den anderen zu. Nach einer Weile schaue ich wieder zu den beiden, die sich unterhalten. Anscheinend haben sie sich wieder versöhnt, denn Katniss lacht herzhaft auf. Wut spiegelt sich jetzt in mir auf, weil sie keine Gedanken an mich verschwendet, wie ich mich gerade fühlen könnte.
Doch plötzlich steht sie auf und kommt zu mir. Ich mache mir schon Vorwürfe, das ich sie doch falsch eingeschätzt habe.
„ Hey Babe, ich gehe noch mit Gale in den Wald.“ das war keine Frage sondern eine Feststellung.
„ Es ist Prim´s Hochzeit und außerdem ist es schon spät.“ erwidere ich. Sie macht schon wieder diesen Hundeblick, den sie immer noch nicht drauf hat.
„ Es wird nicht so lange dauern.“ ich gebe mich geschlagen, doch gut finde ich es nicht.
„ Also gut.“ sie strahlt und umarmt mich. Sie will sich schon umdrehen doch ich drehe sie wieder zu mir und gebe ihr einen leidenschaftlichen Kuss, den sie auch erwidert. Wir lösen uns und lächeln uns an.
„ Bis gleich, und Katniss ich liebe dich.“ sage ich ihr noch hinterher.
„ Ich dich auch.“

Irgendwie lässt mich das keine Ruhe. Die beiden alleine auf einer Wiese und ´unterhalten sich´. Derweil unterhalte ich mich mit Tilon und Delly über belangloses Zeug und natürlich über Arbeit, aber irgendwann war das Thema auch schnell erledigt und Tilon fragt mich, ob ich mit ihm tanzen möchte. Wir tanzen und ich muss sagen Tilon ist ein begnadigter Tänzer und ich genieße einfach den Tanz.
„ Madge du kannst gut tanzen.“ sagt er und ich kann es nur erwidern. Nach den Tänzen gesellen wir uns wieder zu Delly und gehen zur Bar.
Es ist jetzt schon eine Stunde vorbei und Gale und Katniss sind immer noch nicht da.
>> Ach bestimmt haben sie sich viel zu erzählen. <<
Ich unterhalte mich weiter mit Gästen, und plötzlich kommen die Stimmen wieder.
Du hast sie gar nicht verdient!“ spricht meine Mutter mit mir und die anderen lachen auch noch schadenfroh darüber. Ich schüttele meinen Kopf um nicht durchzudrehen.

Jetzt sind es schon zwei Stunden, und langsam mache ich mir Sorgen. Ich wurde schon wieder wütend und stapfe zur Bar und genehmige mir den stärksten Drink, den es gibt. Ich war die ganze Zeit auf den trockenen gewesen, aber jetzt brauche ich ihn. Es bleibt aber nur bei einen.
Irgendwann habe ich keine Lust mehr und will nach Hause. Ich verabschiede mich bei Prim und Casey und mache mich auf dem Weg.
Kurz vor unserem Heim bemerke ich zwei Schatten, die nicht weit weg von mir sind. Sie bemerken mich auch nicht und ich erkenne, das es Katniss und Gale sind.
„ Ich vermisse dich und will das du mir noch eine Chance gibst.“ ruft Gale leise, aber ich kann es hören. Er geht näher zu Katniss und küsst sie. Ich will schon dazwischen gehen, doch ich erkenne, das Katniss sich nicht richtig wehrt. Sie erwidert ihn sogar.
Wir haben es doch gesagt!“ spie mir mein Vater entgegen.
Ich halte in meiner Bewegung inne und eine Welt bricht in mir zusammen. Tränen vor Wut und Enttäuschung rannen meinen Wangen hinunter, aber ich kann den Blick nicht abwenden.
Doch als der Kuss immer intensiver wurde, kann ich nicht mehr. Ich geh ins Haus und schlage die Tür so doll zu, wie es nur geht. Immer noch wütend renne ich die Treppen hoch und höre wie die Tür erneut aufgemacht wird.
Sie ruft meinen Namen, aber ich ignoriere es und knalle auch noch die Schlafzimmertür zu. Ich höre noch wie sie die Treppen hochkommt und wild an die Tür klopft. Ich nehme ihr Bettzeug, denn ich will nur noch alleine sein und reiße die Tür wieder auf und schmeiße es ihr entgegen.
Du weißt ja was das heißt.“ spie ich ihr entgegen und mache die Tür wieder zu. Wieder klopft sie gegen die Tür, fängt hysterisch an zu heulen und ständig ruft sie, das es ihr leid täte, doch ich gebe diesmal nicht klein bei. Ich ziehe mich aus, und lege mich ins Bett und ignoriere ihre Bitten.

Nach einer Weile war nichts mehr zu hören und sie hat den Kampf verloren. Ich höre noch wie sie nach unten geht. Einige Zeit liege ich noch wach, doch irgendwann schlafe ich doch ein.


„ Madge. Siehst du was sie gemacht hat? Sie hat dich verlassen und jetzt kannst du sie verlassen. Wir haben es dir prophezeit und es ist geschehen, dass du ihr nichts bedeutest.
Komm zu uns, Madge.“





Ich schlage meine Augen auf und denke über das, was eben gesagt wurde nach. Die Uhr zeigt halb sieben an und beschloss aufzustehen, ziehe mich wieder an und verlasse das Haus geräuschlos. Katniss hat mich nicht bemerkt, das ich mir keine Sorgen machen muss, das sie mir jetzt folgt.
Ich klingel bei Delly und Tilon und ein verschlafener Tilon öffnet. Als er mich sieht erschreckt er.
„ Mussten wir heute arbeiten?“ ich lächle ihn an und verneinte.
„ Was führt dich so früh hierher?“ ich kann meine Tränen nicht mehr zurück halten und will schon wieder gehen.
„ Hey hiergeblieben, was ist los?“
„ Tilon könntest du Montag eine Woche für mich die Stellung halten im Büro.“
er sieht mich mitfühlend an.
„ Das ist gar kein Problem Madge. Ich hoffe das es dir bald besser geht.“
„ Ich danke dir.“ ich gebe ihn die Hand und verabschiede mich.

Ich gehe schnell wieder nach Hause und sofort nach oben. Immer noch von meinen Gefühlen geleitet, nehme ich meinen Koffer vom Schrank und schmeiße willkürlich Klamotten aus dem Schrank im Koffer.
Die Tür geht auf und Katniss kommt rein gestürzt. Sie sieht das ich am Koffer packen bin.
„ Was machst du?“ ich schaue sie böse an und sie weicht von mir zurück.
„ Was denkst du was ich mache?“ zisch ich sie an. Ich will den Koffer schließen, doch Katniss hält mich auf.
„ Bitte, es sah nicht danach aus, wie es aussah.“ meine Augenbrauen fahren nach oben.
„ Ich hatte von Anfang richtig gelegen. Meine Eifersucht war berechtigt gewesen, aber ich habe mir immer gesagt, das ich dir vertrauen kann, aber weit gefehlt.“ Jetzt wurde Katniss sauer.
Du kannst es gar nicht verstehen, denn du hast niemals so was durchgemacht wie ich. Gale gehört nun mal zu meiner Vergangenheit...“ jetzt unterbreche ich sie.
„ Ach und ich nicht?! Was meinst du wohl wie du zu deinen Symbolstatus gekommen bist? Wer hat sie dir geschenkt? Ich habe genauso viel durch gemacht wie du, mehr als du denkst!“ spie ich ihr entgegen.
„ Ja was denn? Musstest du in die Spiele? Musstest du andere töten?“
„ Nein Katniss, ich musste dich in den Spielen ziehen lassen und dabei zuschauen. Das war sehr hart, weil ich dich schon seit meinen vierzehnten Lebensjahr liebe.“
„ Und Gale nicht!?
„ Gut habe verstanden. Bin ja mal gespannt was passiert, wenn ich weg bin. Viel Spaß!“ brülle ich sie an.
Anscheinend ist sie geschockt, denn ich kann ohne Probleme an ihr vorbei gehen und zum Zug gehen.

Auf dem Weg zum Zug treffe ich auf Gale. Ich ignoriere ihn und will an ihn vorbei gehen, doch er packt mich am Arm und dreht mich zu ihm. Ich war so sauer auf ihn, das ich ihn eine ordentliche Ohrfeige gebe. Er taumelt zurück.
„ Fass mich nie an.“
„ Madge, bitte, das sah anders aus.“ versucht er mich zu beruhigen. Doch jetzt platzt mehr der Kragen.
„ Ich vermisse dich, und will das du mir noch eine Chance gibst.“ äfft ich ihn nach. Er sieht geschockt aus, denn anscheinend denkt er, das es gar keiner gehört hat, doch ohne mich.
„ Probiere dein Glück. Wenn ich wieder komme und sie ist dann nicht mehr da, weiß ich ja Bescheid!“ sage ich kalt zu ihm und mache mich weiter auf dem Weg zum Zug.

Ich steuere verschiedene Distrikte an und flüchte in den Bars. Viele Männer flirten mit mir und ich habe genug Angebote mit ihnen zu schlafen. Mein inneres zerfrisst mich. Die Stimmen wollen die ganze Zeit, dass ich zu ihnen kommen soll. Soll ich diesen Weg gehen?

„ Madge?“ ich schaue mich um und schaue in Blaue Augen. Ich falle fast vom Stuhl, denn mit ihm habe ich jetzt wirklich nicht gerechnet.
„ Peeta! Oh mein Gott, wie geht es dir?“ er lächelt mich an und meint, das es ihm gut geht. Er sieht echt gut aus, so voller Freude und er ist auch nicht mehr so ausgemergelt.
„ Was machst du hier Madge?“ fragt er mich. Soll ich Katniss erwähnen oder lieber nicht. Ich versuche es.
„ Katniss.“ hauche ich. Ich sehe wie er sich leicht verspannt, doch anscheinend hat er gelernt, damit um zugehen, denn augenblicklich entspannt er sich wieder.
„ Was ist mit ihr?“ kommt es etwas gequält. Ich beschließe, das ich es damit belasse.
„ Ach nichts, ihr geht es gut.“ will ich gläubig rüber kommen. Ich sehe ihn an, das er mir nicht glaubt.
„ Madge, du kannst es mir erzählen. Ich habe es unter Kontrolle.“ versichert er mir. Ich atme tief durch und erzähle.
„ Weißt du, das Katniss und ich zusammen sind?“ er schaut mich ungläubig an.
„ Echt, ich habe gar nicht gedacht, das Katniss auf Frauen steht?“ gesteht er.
„ Naja ich hab sie irgendwie dazu gebracht.“ ich kratze mir verlegen am Hinterkopf.
„ Und was ist jetzt das Problem, das du dich hier betrinkst?“
„ Prim hat vor vier Tagen geheiratet und Gale...“ seine Augen wurden zu schlitzen.
„ Musst gar nicht weiter erzählen. Ich kann mir schon vorstellen was dieser Bastard gemacht hat.“ unterbricht er mich.
„ Er hat sie geküsst und sie hat es erwidert, oder?“ ich war vor dem Kopf gestoßen, woher weiß er das.
„ Woher...?“
„ Naja er war schon immer in sie verliebt und ich habe es auch mal gesehen, als wir ach das so tolle Paar spielen sollen, aber da war sie ja nicht mir zusammen, aber mit dir ist sie zusammen und das ist ein Unterschied.“ spricht er einfühlsam zu mir.
„ Genau das ist der Punkt. Sie sagt immer, das sie mich liebt und dann sowas.“ wurde ich schon wieder wütender.
„ Hey ich schätze, das sie denkt, das sie ihm noch was schuldig ist, weil er immer unsere Küsse sehen musste. Ich weiß, das ist keine Entschuldigung, aber sprich nochmal mit ihr. Sie ist bestimmt von seinem Gesülze wieder in die Vergangenheit katapultiert worden und du weißt, was sie alles erlebt hat.“ innerlich arbeite es in mir und muss erkennen, das Peeta recht hat.
Nein höre nicht auf ihm. Sie hat dich verlassen!“ ich schließe sofort meine Augen und schüttle meinen Kopf.
„ Hört auf!“ fluche ich.
„ Madge geht’s dir gut?“ kommt es besorgt von Peeta.
„ Ja geht schon. Aber wie geht es dir?“ ich will ja auch was von ihm wissen.
„ Mir geht es gut, seitdem ich meine Frau habe.“ mir war gar nicht klar gewesen das Peeta verheiratet ist.
„ Das freut mich zu hören. Wie heißt denn deine Frau?“
„ Shailene. meine Frau heißt Shailene. und wir haben sogar ein Kind.“ er strahlt über das ganze Gesicht. Ich stehe auf und umarme ihn.
„ Oh, herzlichen Glückwunsch. Wie alt ist er denn und wie heißt er oder ist es eine sie?“
„ Er ist jetzt gerade vier Monate alt und meine Frau hat mir Freigang gestattet, das ich mal wieder mit meinen Kumpels was trinken gehen darf. Sein Name ist Malin, so wie mein Vater.“ ich war total gerührt.
„ Und Psychisch?“
„ Ich habe immer nochmal Alpträume, aber die werden weniger. Seit ich Shailene und Malin habe geht es mir ausgesprochen gut.“ das freut mich zu hören und umarme ihn nochmal.
„ Also Madge, war schön dich wieder zu sehen, aber meine Kumpels und ich wollten jetzt gehen. Sieht man sich nochmal?“ ich lächle ihn an
„ Und ob man sich noch mal sieht. Bin noch länger hier im Distrikt.“
„ Ok Madge kannst mir ja mal dein Hotel sagen, dann kann ich dich morgen mal anrufen.“ ich wühle in meiner Tasche wo ich meine Zimmerkarte aufbewahre.
„ Hier das ist meine Zimmernummer. Ich glaube da kannst du mich erreichen.“ er schreibt sich schnell alles auf einer Serviette und lässt es in seine Tasche gleiten.
„ Ok also bis dann.“
„ Ja bis dann.

Ich genehmige mir noch weitere Biere, bis ich dann endlich bezahle und zum Hotel gehe. Viele Flirtversuche musste ich wieder ausweichen.

Als ich in meinen Zimmer ankomme, bin ich ganz schön angeheitert. Ich schwanke zum Badezimmer, um mich umzuziehen. Alles dreht sich und ich kann mich gerade noch am Waschbecken festhalten, aber mein Mageninhalt rebelliert und stieg immer schneller meine Speiseröhre empor. Schnell öffne ich den Klodeckel und übergebe mich in hohen Bogen.
>> Oh Gott, ich trinke nie wieder Alkohol! <<

Mein Kopf dröhnt und die Stimmen kommen wieder. Ich will das nicht. Ich kann nicht mehr. Lasst mich doch in ruhe.
Komm zu uns dann werden wir dich nicht mehr belästigen. Hier ist es so schön, besser als wie du da gerade hängst.“ kommt es von meiner Mutter.
Ich schlage mir an den Kopf, doch es half nichts. Immer wieder fordern sie mich auf ihnen zu folgen.
„ Nein, lasst mich, ich will nichts mehr hören von euch!“ ich stehe auf pralle meinen Kopf gegen den Spiegel im Bad, der in viele Einzelteile springt.
Ich taumle zurück und merke das sich eine warme, dickflüssige Masse meine Stirn herunterfließt. Ich gehe auf die Knie und besudle den ganzen Fliesenboden mit meinen Blut. Das ganze Glas, was auf dem Boden verteilt ist, sehe ich mich selbst und plötzlich werden sie von meinen Eltern und meiner Tante angenommen.
Es ist nicht schwer. Nimm eine Scheibe und komm zu uns.“ Tränen flossen aus meinen Augen und langsam denke ich wirklich, dass es wirklich das beste ist, was meine Verwandten wollen.
Zitternd nehme ich eine Scherbe, stand auf, gehe ins Schlafzimmer, lege mich hin und schneide mir in die Handgelenke.
So ist es gut, mein Schatz.“
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