Monsters || The Originals (Kolvina)

GeschichteDrama, Romanze / P16
Camille O'Connell Davina Claire Kol Mikaelson Niklaus Mikaelson
21.03.2019
24.03.2019
10
6609
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Davina Claire warf einen sehnsüchtigen Blick aus dem Fenster der St. Annes Church auf deren Dachboden sie nahezu lebte. Der Tag hatte sich bereits seinem Ende geneigt und die Sonne ging hinter den Dächern der Stadt unter, doch eine Straßenband ließ weiterhin die, für New Orleans typische, Jazz Musik erklingen. Alles wirkte völlig friedlich und so begann auch die Sehnsucht der jungen Brünetten zu wachsen.

Zwar verstand sie, dass ihr Ziehvater, Marcel Gerard, für sie nur das Beste und sie beschützen wollte, doch sie vermisste es nach draußen zu gehen. Der Dachboden, auf dem sie lebte, begann sich einfach immer mehr wie ein Gefängnis anzufühlen. Und wenn sie nach draußen sah, sah sie nicht die Gefahren, vor denen er sie gewarnt hatte, sonderlich lediglich interessante Menschen, die sich gerne besser kennenlernen würde. Außerdem konnte sie sich als Hexe gut selbst verteidigen und tat es bereits ihr ganzes Leben lang. Diese Tatsache schien Marcel jedoch vergessen zu haben.

Doch obwohl sie wusste, dass der Mann nur das Beste für sie wollte, spielte sie hin und wieder, wenn er gerade weg war, mit dem Gedanken auszubrechen. Merken würde er es bei den Problemen, die er momentan selbst hat, sowieso nicht. Sie könnte sich einfach in einer dieser Nächte, in der er bei ‚den Alten' sein würde, sich wegschleichen und den Abend in der Stadt genießen. Zurückkehren könnte sie, bevor er zurück wäre und der Vampir würde niemals davon erfahren.

Je genauer sie darüber nachdachte, desto fester brannte sich diese Möglichkeit in ihren Kopf. Schnell trat sie weg vom Fenster in der Hoffnung so auf andere Gedanken zu kommen.

Sie ließ sich auf ihr Bett fallen, doch ihre Gedanken vertrieb das noch lange nicht. Ganz im Gegenteil. Sie fühlte sich nur noch eingesperrter. Deshalb erhob sie sich wieder und machte einige Schritte auf die Tür zu. Noch ein Schritt und sie könnte das Zimmer verlassen. Doch wäre das auch die richtige Entscheidung?

Obwohl sie wusste, dass es wahrscheinlich Marcels Vertrauen zu ihr mindern würde, rief eine leise Stimme ihr zu, dass sie es wagen sollte. Schließlich konnte sie ja nicht ihr ganzes Leben in diesem kleinen Raum verbringen.

Ihre Hand landete innerhalb von wenigen Sekunden auf der Türklinke und sie konnte nicht anders, als sie aufzustoßen. Ihr Herz begann schneller zu schlagen, als sie schnell durch den Flur huschte. Nach einigen Sekunden stellte sich bei ihr ein berauschendes Gefühl ein und sie stieg die Treppe hinunter bis sie in den Hauptraum der Kirche gelangte.

Für wenige Sekunden blieb sie zögerlich stehen, doch dann ging sie weiter, bis sie an der Kirchentür ankam. Diese stieß sie auf und trat dann auf die Straße hinaus. Die Abendluft war glücklicherweise ungewöhnlich warm, da Davina ein weißes Kleid trug. Ihr braunes Haar fiel ihr offen über die Schultern und wurden leicht aufgewirbelt, als ein Luftzug sanft über sie hinweg fegte. Die junge Hexe nahm instinktiv einen tiefen Atemzug und sah sich dann auf der Straße um.

Eine dunkelhäutige Frau, die sie augenblicklich als Hexe identifizieren konnte, führte eine Touristengruppe durch die Straßen des French Quarters, in dem die junge Claire Hexe seit ihrer Geburt lebte. Ein seichtes Lächeln schlich sich auf ihre Lippen, als sie den Blick über all die bunten Läden und die unterschiedlichen Menschen wandern ließ. Auf einmal fühlte sie sich wieder wie ein Teil des Quarters und nicht mehr wie eine Unerwünschte.

Leichtfüßig schlenderte sie durch die Straßen der Stadt und vergaß zum ersten Mal seit Tagen die Sorgen, die sie regelrecht in die Knie zwangen. Auf ihrem Weg begegnete sie keinem Vampir, jedenfalls keinem, den sie Marcels Gruppe zuordnen konnte.

Als es bereits dunkel war, blieb sie vor einer Bar stehen. Zwar war sie noch nie in so einem Laden, doch irgendwann war immer das erste Mal und sie konnte nicht wissen, wann sie das nächste Mal wieder nach draußen kam. Deshalb trat sie, ohne lange nachzudenken, ein und lief zielgerichtet auf die Bar zu. Ihre Unsicherheit versuchte sie sich dabei einfach nicht anmerken zu lassen.

„Willkommen im Rousseaus", begrüßte eine blonde Barkeeperin mit einem freundlichen Lächeln, bevor sie die Teenagerin musterte: "Was kann ich denn für die junge Lady tun?" Sie schluckte und antworte instinktiv: "Ein Glas Cola, bitte." Alkohol hatte sie nämlich noch nie getrunken und dadurch keine Ahnung, was das für Auswirkungen auf sie haben könnte. „Kommt sofort", die Frau lächelte das Mädchen freundlich an und drehte ihr dann den Rücken zu, um ihre Bestellung abzuarbeiten. Bevor sie das jedoch tat, erhaschte sie jedoch einen Blick auf Namensschild der Mitarbeiterin. Darauf stand der Name ‚Camille O'Connell' geschrieben.

Plötzlich ertönte neben ihre eine tiefe Stimme neben ihr:"Was macht denn so eine hübsche Frau alleine in einer Bar wie dieser?" Sie drehte den Kopf herum und sah mitten in das Gesicht eines Mannes. Er hatte hochgestochene Wangenknochen und braune Augen, auf denen ein dunkler Schatten lag. Seine Augenbrauen waren ebenso dunkelbraun wie sein Haar und auf seinen Lippen zeichnete sich ein charmantes Grinsen ab.
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