Schwarz Weiß oder Mama I'm a Criminal

GeschichteDrama, Romanze / P16
OC (Own Character)
18.03.2019
18.03.2019
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Und wieder ein neuer Tag in diesem drecks Laden. Ich bin schon zwei Wochen hier. Es ist die Hölle. So wie damals als ich mit 18 schon mal im Knast war. Doch das aller schlimmste ist das Essen. Igitt. Das kann man doch keinen Menschen geben! Das schmeckt sowas von scheiße! Klar sind wir hier im Knast. Aber hallo! Ein bisschen besser Kochen würde echt nich Schaden. Währe meine Vergangenheit nicht so scheiße gewesen, wäre ich bestimmt nicht Kriminell geworden, und zum zweiten Mal hier gelandet. Da bin ich mir sicher.

Mama, I'm a criminal, Mama, I'm a criminal
Mama, I'm a criminal, criminal, criminal, criminal
Mama, I'm a criminal, Mama, I'm a criminal
Mama, I'm a criminal, criminal, criminal, criminal

Der Wärter kommt, und schließt die Zellen auf. Wie jeden Morgen. Meine Zellen Partnerin Charity mit der ich seit Tag eins befreundet bin, als ich for Zwei Wochen hier ankam, und ich gehen nach draußen Richtung Mensa. Jetzt gibt es Frühstück. Ich bin ein Mensch der gerne und viel isst, aber auch Trainiert ist, aber ich freue mich absolut nicht wenn es hier Frühstück, Mittag-oder-Abendessen gibt, da man das echt nicht Essen kann! Kurz darauf sind Charity und ich in der Mensa angekommen. Wir holen unser Tablett ab, und setzen uns dann an einen Tisch für vier Personen.

,,Na dann mal guten Appetit!" meint Charity angewidert.

,,Danke. Den werd' ich sicher nicht haben. Aber dir auch." Meine ich.

,,Danke." lacht sie.

Dann fangen wir an zu Essen. Wobei ich mich fast übergebe. Ich muss das Zeugs regelrecht runter Würgen und Zwingen. Jedes Mal wenn ich hier etwas esse, könnte ich es sofort wieder rauskotzen! Ich schaffe gerade mal drei Bissen von meinem Essen, bevor ich das Tablett angewidert wegschiebe.  Dann nehme ich einen großen Schluck von dem Wasser. Wenigsten ist das gut.

Nach dem Frühstück werden wir in den Hof gelassen. Es ist gerade mal 10 Uhr morgens, doch der Himmel ist Blau, und die Sonne scheint. Charity ist 19 und sitzt vier Jahre wegen einem Überfall auf eine Bank, und weil sie  zwei Autos geklaut hat. Ich hasse es hier zu sein. Genauso wie Charity. Doch wir sind nun mal selbst Schuld.

,,Ich vermisse mein Zuhause. Mein Bett, mein Handy, mein Fernseher, meine Freunde!" meint sie traurig.

,,Denk nicht daran Charity! Das macht es nur SCHLIMMER. Ich verstehe dich. Ich vermisse auch mein Haus, mein Handy und Fernseher. Aber dran zu Denken lässt die Zeit auch nicht schneller Umgehen!" Meine ich knapp.

,,Stimmt." meint sie nur.

Seufzend lege ich mich auf den Rücken, und starre in den Himmel. Dabei lege ich meine Hände unter meinen Kopf.

,,Woher hast du die?" meint Charity plötzlich.

Erst jetzt ist mir aufgefallen das mein Tanktop hochgerutscht ist, und die unübersehbare Narbe an meinen linken Rippen freigibt, die von unter meiner Achsel bis zu meinem Hüftknochen geht. Schnell mache ich das Tanktop wieder runter, und lege meine Arme neben mich.

,,Egal." Meine ich nur.

,,Sorry!" meint sie.

,,Schon gut. Ich möchte nur nicht darüber Reden." antworte ich knapp.

Danach herrscht wieder Stille. Ich schließe meine Augen, und Döse vor mich hin. Hier kann man eh nicht viel machen.

,,Ey. Kennst du den braunhaarigen Typen oder warum starrt er dich so an?" meint sie plötzlich.

Ich öffne ein Auge, und schaue zu dem Zaun der uns trennt. Tatsächlich. Da steht ein großer Kerl. Muskulös, hübsches Gesicht, breit gebaut. und ist groß. Außerdem hat er viele Tattoos. Ich schließe mein Auge wieder unbeeindruckt.

,,Ne. Nicht das ich wüsste. Keine Ahnung was der hat!" Meine ich kurz angebunden.

,,Vielleicht findet er dich hübsch. Na los Rede mit ihm!" lacht sie.

Ruckartig setze ich mich auf, und schaue sie mit einem bösen Blick an.

,,Ich glaub' dir geht's zu gut!" fauche ich.

Entschuldigend sieht sie mich an, und steht wütend auf, und setzt sich weg von mir. Na toll! Kannst du dich nicht einmal kontrollieren Rocca! Ich schaue nochmal zu dem Typen, doch der ist weg. Mist! Ich schaue den Boden an. Warum finde ich es gerade so scheiße das der Typ weg ist? Ich versteh's nicht. Ich stehe auf, und setze mich an den Zaun. In der Hoffnung das der Typ zurück kommt. Er sieht ja schon irgendwie gut aus. Und aus irgendeinem Grund möchte ich ihn Kennenlernen.

Doch ich entdecke ihn nirgends. Vielleicht hat er ja gehört was ich gesagt hab. Fuck! Aber warum denke ich das gerade alles? Ich kenn den Kerl doch garnicht! Die Hoffnung aufgebend, lehne ich mich mit dem Rücken an den Zaun. Ich schließe meine Augen wieder, und döse weiter vor mich hin. Hoffentlich hasst mich Charity jetzt nicht.

,,Stör ich?" höre ich plötzlich eine raue, tiefe und männliche Stimme sagen.

Verwirrt öffne ich meine Augen, und drehe ich mich um. Da ist er wieder. Der Typ von vorhin. Ich schüttle nur mit dem Kopf.

,,Gut. Ich bin Jonas. Besser bekannt als Gzuz. Aber auch Gazo oder Gazi ist okay." meint er.

Gzuz? Ist er berühmt oder so?

,,Ich bin Rocca." Meine ich knapp mit meinem stark tschechischen Akzent.

,,Cool. Schön dich Kennenzulernen." meint er.

,,Gleichfalls." lächle ich.

,,Und warum sitzt du?" frage ich mutig.

,,Drei Jahre für Raub und einem Mord. Und du? " flüstert er.

,,Genauso lange. Wegen schlimmer Körperverletzung, Raub und drei Morden." sage ich.

,,Is ja fasst dasselbe." lacht er.

Lachend schüttle ich den Kopf. Es klingelt. Wir müssen rein. Leider.

,,Wir sehen uns beim Essen." mit den Worten ist er verschwunden.

Nur sein guter Geruch nach Aftershave bleibt zurück. Ich stehe auf, und gehe zu Charity.

,,Sorry das ich so ausgerastet bin. Ich kann mich manchmal nicht Zügeln. Meine ich." doch als sie nicht antwortet, wende ich mich niedergeschlagen zum Gehen.

In der Mensa hole ich mein Tablett, und setze mich an einen vierer Tisch. Kurz darauf setzt sich auch Gzuz zu mir.

,,So sieht man sich wieder." lächelt er.

Ich nicke nur. Dann schaue ich angewidert auf das Tablett. Es gibt Spaghetti Bolognese. Normalerweise mein lieblings Essen. Doch hier drin schmeckt es sowas von scheiße.

,,Na dann guten Hunger!" sage ich angewidert.

Gzuz entfährt  ein Lachen. So eine komische aber ansteckende Lache hab' ich ja noch nie gehört. Ich mag es.
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