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Gefühlswelten (OneShots)

von Izzybuddy
Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P16 / FemSlash
Clarke Griffin Lexa
17.03.2019
24.01.2023
17
32.096
12
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Dieses Kapitel
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24.01.2023 685
 
Wenn ich an Lexa denke, stellen sich augenblicklich alle feinen Härchen auf meinen Armen auf, als seien die mit ihr verbundenen Geschichten und Emotionen mit einer geheimnisvollen Energie aufgeladen…und wenn ich genauer darüber nachdenke, sind sie das wohl auch.

Rückblickend betrachtet – meinen Erinnerungen nachhängend – muss ich mir wohl eingestehen, dass es ihre frühlingsgrünen Augen waren, die mich verzauberten und mit Sicherheit auch ihre dunklen, langen Haare, durch die ich so gerne meine Finger habe gleiten lassen. Auch ihre zuweilen aufbrausende Art und die Stärke in ihren Gesichtszügen haben mich für sie begeistert. Doch es war das unbezähmbare Chaos, das tief in ihr wohnte, das dafür sorgte, dass ich mich quälend langsam und dabei unendlich intensiv in sie verliebte. Es war dieses Chaos, das mich in kaum vermutete Höhen steigen ließ und mir die Tiefe meiner eigenen Emotionen offenbarte.
Keinesfalls wusste ich bereits bei unserer ersten Begegnung, dass sie die Frau für mich sein würde, mit der ich meine verbleibende Lebenszeit verbringen wollte, doch den Moment, da ich eben dies wusste, kann ich doch zweifelsfrei benennen.

Eines Nachts schimmerten die Sterne hell am dunkeln Firmament und ihr Anblick war schöner, als alles, was ich bisher am über uns gespannten Himmelszelt gesehen hatte. An diesem Abend waren da nicht Sterne zwischen der Dunkelheit der Nacht am Horizont aufgetaucht – es war eher die Dunkelheit, die sich sanft zwischen die scheinbar unendliche Zahl weißglühender Sonnen schob. Und doch erstarrte ich erst in vollkommener Faszination, als mein Blick auf Lexa fiel – wie sie neben mir im hohen Gras saß, den Blick in die mystische Weite gerichtet, die sich unergründlich vor uns erstreckte.
Ich weiß noch, wie ich in diesem Moment der festen Überzeugung war, dass die Sterne, die so strahlend schimmerten, eine Art Eifersucht empfinden mussten. Es gab gar keine andere Möglichkeit als jene, dass sie eifersüchtig sein mussten – eifersüchtig auf die Art und Weise, wie Lexa dort saß - ruhig und gelassen - vollkommen im Einklang mit sich und der Welt um sie herum, denn sie strahlte eine solch gewaltige Erhabenheit aus, eine solch überwältigende Größe, dass die ganze Welt den Atem anzuhalten schien.
Oder war nur ich es? Vermutlich.
Zweifelsfrei war ich betrunken vom Schein des Mondlichtes auf ihrer Haut und dem Glanz tausender und abertausender Lichtpunkte, als sich die Sterne in ihren wachsamen Augen spiegelten. Doch ich sah in dieser Nacht nicht nur die Schönheit ihres Äußeren, nicht nur die Form ihres Gesichtes, die satte Farbe ihrer Augen oder das sanfte Lächeln auf ihren wohlgeformten Lippen. Ich sah sie mit allem was sie für mich ausmachte, mit allem, was sie vertrat, mit allem was sie im Inneren war. Ich sah sie in ihrer ganzen Größe, in ihrer ganzen Weite, auch wenn ich sie zu diesem Zeitpunkt nur verschwommen wahrnehmen konnte – ich sah sie.  
In dieser Nacht habe ich das erste Mal erlebt, was wahre Faszination in mir auslösen konnte, denn auch wenn die Nacht voller Sterne war, der Mond uns strahlend in sein geheimnisvolles Licht einhüllte und das Gras leicht in der sanften Musik des warmen Frühlingswinds um unsere Körper wogte, so hatte ich doch nur Augen für sie.

In all den Jahren, die wir miteinander und beieinander verbrachte hatten, war sie das Schönste und zugleich komplizierteste Wesen, das ich je getroffen hatte. Ein, zum Teil in sich verworrenes Knäul aus Wünschen, Hoffnungen, Ängsten und Träumen und ich genoss jede einzelne Verwirrung, jeden einzelnen gelösten und auch jeden festgezurrten Knoten, auf den ich im Laufe unserer Zeit traf.
Sie war das, was ich mir unter dem Abenteuer meines Lebens vorgestellt hatte, auch wenn ich es selten in den betreffenden Momenten verstand.
Doch, mit Blick auf das knisternde Feuer vor uns und dem Gefühl ihrer Hand in meiner, nehme ich mir vor, zukünftig auf eben diese Momente besonders zu achten – sie zu schätzen und sicher zu verwahren, um auch weiterhin Erinnerungen an sie - Erinnerungen an uns - zu sammeln wie Heiligtümer. Denn sie sind eben dies: unschätzbare, unmessbare, unersetzliche Heiligtümer - Erinnerungen meines Lebens.


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Hallo ihr da :)
eine seehehr spontane Idee des heutigen Abends... :)

Ich hoffe, sie gefiel euch und konnte euch etwas aus dem Alltag entführen.

Liebe Grüße,
Izzy
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