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Undercover-Lover

von PSlover7
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
17.03.2019
14.03.2021
103
172.076
18
Alle Kapitel
365 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
17.03.2019 2.508
 
Hey ihr Lieben,

wie ich bereits gesagt bzw. geschrieben habe, arbeite ich zurzeit an einer längeren Geschichte. Ich bin gut vorangekommen und deshalb hier das erste Kapitel! :)

Ich werde wohl pro Woche ein Kapitel hochladen. Ich denke, dass das am besten ist. So komme ich auch mit dem Schreiben hinterher. :)

Ich verspreche euch, dass die FF interessant wird. Es hat etwas mit Krimi zu tun, aber der Fall rückt eher ein wenig in den Hintergrund, auch wenn er eine etwas größere Rolle in dieser Geschichte spielt. Es wird auch mal etwas traurig, aber auch lustig.

Dieses Kapitel ist sozusagen erst mal zum reinkommen. Es geht um keinen Fall oder so. Sagt ja eigentlich auch schon die Kapitelüberschrift. XD

Ich hoffe ich kann euch mit meiner Idee begeistern. Und vielleicht könntet ihr ja ein Review dalassen. :)



Gerade betraten 6 Personen eine Bar irgendwo in Austin. Es war Freitagabend und das Team vom FBI um Dennis Abbott wollten den Abend ausklingen lassen.

Jane öffnete wie ein Gentleman die Tür und ließ alle eintreten. Als letztes betrat Lisbon die Bar und Jane legte ganz leicht seine Hand auf ihren Rücken. Ein wohliger Schauer durchlief Lisbons Körper bei dieser Geste. Sie wunderte sich darüber, denn schon vorher hatte Jane das manchmal getan und ihr Körper hatte nicht so darauf reagiert. Was hatte denn das nun wieder zu bedeuten?

Lisbon ertappte sich wieder einmal dabei, wie sich ihre Gedanken nur um ihren kindischen Berater drehten. Das war in letzter Zeit häufiger geworden, doch einen Grund hatte Lisbon dafür nicht. Es wunderte sie nur sehr.

Cho steuerte auf einen Tisch zu und sie setzten sich. “Woher kennen Sie diese Bar, Jane?”, erkundigte sich Vega. Jane grinste sie an und antwortete: “Ach, ich war hier ab und zu.” Lisbon zog eine Augenbraue hoch, verkniff sich aber ihren Kommentar. Sie alle bestellten sich einen Drink.
Abbott meinte: “Gute Arbeit, Agents! Dieser Fall war wirklich knifflig.” Alle nickten zustimmend, nur Jane wandte ein: “Meh, war er nicht! Sie haben nur nicht richtig nachgedacht.” Im nächsten Moment kam ihm ein “Aua” über die Lippen. Lisbon hatte ihm unter dem Tisch einen Tritt gegen sein Schienbein verpasst. “Müssen Sie denn immer gleich Gewalt anwenden, Lisbon?”, fragte er gespielt verständnislos. “Bei Ihnen schon!”, gab sie sofort zurück. “Ach ja? Sie schlagen mich also gern?!”, meinte ihr Berater spitzbübisch. “Jane!”, zischte Lisbon und ihre Wangen färbten sich rötlich.

Wie sie es doch hasste, wenn er mit seinen dummen Kommentaren um die Ecke kam. Aber vielleicht war es das, was sie an ihm liebte. “Ach, Quatsch, Teresa! Jetzt ist aber Schluss! Er ist dein Berater und ein guter Freund! Mehr war und ist da nicht und wird es auch niemals sein! Und jetzt hör endlich auf mit diesen schwachsinnigen Gedanken”, dachte sie. Dabei bemerkte sie gar nicht, wie Jane sie beobachtete.

Er mochte es sie zu beobachten. Besonders, wenn sie verlegen war und sich ihre Wangen färbten. Er liebte diesen Ausdruck auf ihrem Gesicht, wenn sie wütend war. Schon seit Längerem war ihm aufgefallen, dass sich etwas in ihm verändert hatte. Irgendetwas war mit ihm, er wusste es, doch verdrängte es und fragte sich stattdessen immer wieder, was mit ihm los war.
Schnell wandte er jetzt den Blick ab und beobachtete die Leute in der Bar.

Das Team unterhielt sich den ganzen Abend über Gott und die Welt. Die Stimmung war fröhlich und locker. Es wurde immer mehr Alkohol getrunken. Als erstes verabschiedete sich Abbott. Nach einiger Zeit gingen auch Wylie und Vega. Nun waren nur noch Cho, Lisbon und Jane da.
Cho und Jane hatten schon einiges intus und redeten wirres Zeug. Lisbon schaute den beiden zu und schmunzelte auch ab und zu über ihre Kindereien. Irgendwann verabschiedete sich auch Cho und ließ die beiden allein zurück.

Lisbon und Jane saßen sich schweigend gegenüber und schauten auf ihre Finger. Nach einiger Zeit durchbrach Lisbon die Stille: “Es wird Zeit sich auch mal auf den Heimweg zu machen, denken Sie nicht?” Jane hob seinen Blick. Sein Blick war glasig und Lisbon wusste, dass es vom Alkohol herrührte. Jane hatte schon einige Drinks getrunken. So viel wie an diesem Abend hatte sie ihn noch nie trinken gesehen. Hatte er etwa Probleme? Brauchte er Hilfe? “Ach, Lisbon, kommen Sie, noch einen Drink, ja?”, bettelte er und setzte einen Hundeblick auf. Lisbon dachte kurz nach, bevor sie einwilligte: “Na gut, aber nur einen Drink!” Jane lächelte sie an und bestellte.

Aber aus einem Drink wurden schnell zwei und aus zwei wurden drei. Jane konnte schon bald nicht mehr normal reden, so betrunken war er. “Jane, wir gehen jetzt!”, bestimmte Lisbon streng und stand auf. Innerlich hoffte sie, dass sie ihn nicht aus dieser Bar herauszerren musste, denn das wäre peinlich. Aber so wie es jetzt aussah, wurde dieser Wunsch nicht erfüllt. “Lisbon,... hicks… wir kön...nen doch n...n..noch ein …..hicks… wenig… hicks hier sitzen bleiben”, lallte Jane. “Nein! Und jetzt kommen Sie!”

Jane stand letztendlich auf, musste sich jedoch gleich an der Tischkante festhalten, da ihm schwindlig wurde und er kaum stehen konnte. “Na toll, jetzt muss ich ihn auch noch hier heraus manövrieren. Zum Glück sind nicht mehr so viele Leute hier”, dachte Lisbon. “Kommen Sie, Jane, ich helfe Ihnen”, sagte sie. Einen Arm von ihm legte sie sich um die Schultern und ihren Arm legte sie um seine Taille, damit sie ihn stützen konnte. So gingen sie langsam aus der Bar. Jane schmunzelte darüber, denn auch wenn er betrunken war, realisierte er diese Nähe zu Lisbon. Und es gefiel ihm.

Lisbon war froh aus der Bar heraus zu sein. Zusammen mit Jane ging sie in Richtung ihres Wagens. Zwei Männer standen vor der Bar, rauchten und beobachtete die beiden. “Na, da hat ihr Freund aber einen über den Durst getrunken!”, witzelte der eine und lachte. Der andere stimmte mit ein. Lisbon drehte sich zu ihnen um und zischte: “Er ist nicht mein Freund!” Sie wandte sich wieder ab und ging weiter. “Ach, ich bin… hicks…. nicht ihr Freund?”, sagte Jane und grinste sie an. Lisbon verdrehte nur die Augen. “Mein Wa...Wagen steht … ab… aber nicht hier!”, meinte Jane. “Denken Sie etwa, ich lasse Sie in diesem Zustand noch Auto fahren? Ich bringe Sie jetzt nach Hause!”, erklärte Lisbon und verfrachtete ihn auf den Beifahrersitz. Sie half ihm beim Anschnallen und klemmte sich dann selbst hinter’s Steuer.

Auf der Fahrt zu Janes Wohnung schaute Lisbon immer wieder zu Jane, ob es ihm auch gut ging. Er hatte die Augen geschlossen. Er sah friedlich aus. Lisbon konzentrierte sich wieder auf die Straße als Jane auf einmal sagte: “Anhalten!” “Was?” “Halten Sie an!”, bat Jane. Lisbon trat auf die Bremse und Jane öffnete sofort die Autotür. Lisbon tat es ihm gleich, lief um das Auto herum zu Jane.
Dieser hatte sich nach vorn übergebeugt. Lisbon wusste, was los war. Ihm war schlecht. Beruhigend strich sie ihm über den Rücken. Jane atmete tief ein und aus und die Übelkeit war nicht mehr so schlimm, wie vor einigen Minuten noch. Langsam richtete er sich auf. Lisbon stützte ihn und er setzte sich wieder. “Geht's wieder?”, fragte Lisbon besorgt. “Ja, … es ist besser”, antwortete Jane. Lisbon schloss die Tür und setzte sich dann wieder auf den Fahrersitz.

Sie öffnete das Fenster einen Spalt, damit ihr Berater etwas frische Luft bekam. Sie schaute zu ihm. Er sah ein wenig blass aus. Nach einem Moment der Stille fragte Jane: “Was hätten Sie denn gemacht, wenn ich mich in ihrem Auto übergeben hätte?” Er lächelte sie an. Seinen Humor hatte er also nicht verloren, also konnte es ihm auch gar nicht so schlecht gehen. “Ich hätte Sie angeschrien und Sie aus meinem Auto geschmissen und stehen gelassen.”, sagte Lisbon. “Das glaube ich Ihnen nicht! Das mit dem Anschreien, vielleicht, aber das andere…. Nein, das hätten Sie nicht gemacht”, meinte Jane. “Ach ja? Woher sind Sie sich denn da so sicher?” “Hm, das sagt mir mein Bauchgefühl!” “Ihr Bauchgefühl. Na, wenn sich ihr Bauchgefühl da mal nicht täuscht!” “Ok, ich sage es anders. Sie hätten mich vielleicht stehen gelassen, wären aber wieder zurückgekommen, weil Sie sich Sorgen um mich gemacht hätten.” “Nein!”, sagte Lisbon, wusste aber insgeheim, dass er Recht hatte. “Doch!”, widersprach Jane.

Was sollte sie jetzt erwidern? Sie sagte nichts, sondern schaute Jane nur in seine blauen Augen. Und Jane schaute in ihre smaragdgrünen Augen. Sie faszinierten ihn schon immer. Die Zeit schien still zu stehen und beide versanken in den Augen des jeweiligen anderen. Ihre Gesichter näherten sich um Millimeter. Doch plötzlich wandte Lisbon sich ab und startete den Motor. “Wir sollten mal weiterfahren”, murmelte sie. Jane räusperte sich, war er doch genauso durcheinander wegen des Geschehens gerade eben und nickte einfach nur. Er schloss seine Augen. Natürlich schlief er nicht, er dachte nach. Was war das gerade gewesen? Er hatte sich vollkommen in ihren Augen verloren und alles um sich herum vergessen. Das war ihm noch nie passiert nach Angelas Tod. Was bedeutete das?

Auch auf der Weiterfahrt schaute Lisbon immer wieder zu dem Blonden. Als sie bei ihm zu Hause ankamen und er nicht die Augen öffnete, legte sie eine Hand auf seinen Unterarm und sagte leise: “Jane, wir sind da.” Er öffnete die Augen und sah Lisbon an. Sie lächelte leicht. Dann stieg sie aus und half Jane beim Laufen. Er war immer noch etwas wackelig auf den Beinen.

Sie schloss die Tür auf und sie betraten Janes Wohnung, die er derzeit bewohnte. Jane setzte sich in die Küche. “Wollen Sie einen Tee?”, erkundigte sich die Braunhaarige. Jane nickte und Lisbon setzte das Wasser auf. Nachdem der Tee fertig war, saßen sie schweigend da und Jane trank seinen Tee. Als die Tasse leer war, stand er auf und stellte die Tasse in die Spülmaschine.

Als er sich wieder aufrichtete, wurde ihm plötzlich schwindelig. Er hielt sich an der Anrichte fest, aber er fiel zu Boden. Er machte sich schon auf den harten Aufprall gefasst, doch etwas Weiches fing ihn auf. Und dann wurde alles schwarz.

“Jane, hey, Jane! Können Sie mich hören?”, fragte Lisbon schon zum gefühlt tausendsten Mal. “Bitte wachen Sie wieder auf, Jane! Bitte!”, bat sie weiter. Sie konnte seinen Puls spüren. Trotzdem machte sie sich große Sorgen um ihn. “Jane, bitte, öffnen Sie ihre Augen. Ihre wunderschönen Augen!”
In der nächsten Sekunde realisierte Lisbon, was sie da gerade gesagt hatte. Hatte sie das wirklich gesagt? Was, wenn er es gehört hatte? Was würde er nur von ihr denken? Doch das war für sie jetzt erst einmal nebensächlich. Sie wollte, dass Jane wieder seine Augen öffnete. Egal, ob sie jetzt wunderschön waren oder nicht.
Immer wieder redete sie auf ihn ein. “Jane, bitte, können Sie mich hören. Ich bin hier. Bitte wachen Sie wieder auf!” Sie legte eine Hand auf seine Wange und strich sanft darüber. Ihre Haut kribbelte. Sie hoffte so sehr, dass er die Augen wieder öffnen würde.

Um Jane herum war alles dunkel. Er spürte, dass er auf etwas Weichem lag. Etwas, das sich wie ein Bett anfühlte. Er versuchte sich zu bewegen, doch sein Körper machte nicht mit. Er versuchte wenigstens seine Augen zu öffnen, doch auch das stellte sich als schwierig da. Und dann hörte er da plötzlich eine Stimme. Sie klang so weit entfernt und doch vertraut. “Jane, öffnen Sie ihre Augen, bitte!” Er erkannte diese Stimme sofort. Er würde diese Stimme unter tausenden sofort wiedererkennen. Lisbon, seine gute Fee! Sie war bei ihm. Auf einmal spürte er etwas Warmes auf seiner Wange. Es war Lisbons Hand, die da auf seiner Wange lag. Er versuchte wieder die Augen zu öffnen. Und das machten sie dann auch.

Als Lisbon sah, dass Jane wieder zu sich kam und die Augen öffnete, zog sie ihre Hand sofort zurück. Er sollte ja nicht gleich wissen, wie viele Sorgen sie sich um ihn gemacht hatte. “Jane”, sagte sie leise. “Lisbon”, sagte er ebenso leise. “Gott sei Dank! Ich dachte schon, dass Sie die Augen heute gar nicht mehr öffnen!”, meinte Lisbon. Jane erwiderte nichts, sah sich einfach nur um.
Er erkannte, dass er in seinem Bett in seinem Schlafzimmer lag. Wie war er hier hergekommen?  Das Letzte, an das er sich erinnern konnte, war, dass er in der Küche seinen Tee getrunken hatte. “Was…. was ist passiert?”, wollte er wissen. “Sie sind in der Küche einfach zusammengeklappt. Ich habe Sie im letzten Moment noch vor dem Aufprall bewahrt. Und dann habe ich Sie in ihr Schlafzimmer gebracht.” “Wie haben Sie das denn gemacht?”, erkundigte sich Jane schmunzelnd. “Keine Ahnung. Irgendwie habe ich es geschafft”, antwortete Lisbon einfach.

“Sie sollten jetzt schlafen. Das wird Ihnen gut tun. Ich werde mich dann wohl auch mal auf den Heimweg machen”, meinte Lisbon und stand auf. Doch plötzlich wurde sie von einer Hand an ihrem Handgelenk zurückgehalten. Sie schaute wieder zu Jane, der sie mit flehenden Blick ansah. “Bitte bleiben Sie!”, bat er. “Jane, ich kann doch nicht einfach hier übernachten. Warum auch?” “Warum nicht?! Was ist denn, wenn mir wieder schlecht wird oder irgendetwas passiert? Dann bin ich hier ganz allein und niemand kann mir helfen.”

Jane wusste, dass Lisbon ihm diese Bitte nicht abschlagen konnte. Dafür sorgte sie sich zu sehr um ihn. Und wenn sie gehen würde, würde sie sich Gedanken darum machen, was mit ihm wäre. Also nutzte er diese Schwäche aus.

“Na gut, aber ich schlafe im Wohnzimmer auf der Couch!”, willigte Lisbon schließlich ein. “Ok, eine Decke ist im Wohnzimmer im rechten Schrank.” Lisbon nickte und verließ das Zimmer.

Nach kurzem Suchen hatte sie die Decke gefunden. Aber bevor sie sich hinlegte, ging sie nochmal zu Jane. Sie öffnete leise die Tür. Jane hatte die Augen bereits geschlossen. Sie lehnte sich an den Türrahmen und beobachtete ihn eine Weile. Wie er da so lag. So friedlich. Wie gern würde sie jetzt neben ihm liegen. “Teresa! Hör auf damit! Das ist doch völlig bescheuert! Du schläfst schön auf der Couch!”, ermahnte sie sich und riss sich von dem Anblick los. “Gute Nacht, Jane!”, flüsterte sie und schloss die Tür wieder.

Jane öffnete seine Augen wieder und sah zur Tür. Natürlich hatte er noch nicht geschlafen. Und er hatte auch bemerkt, wie Lisbon ihn beobachtet hatte. “Gute Nacht, Teresa!”, flüsterte er vor sich hin. Er schloss die Augen wieder. Und nach wenigen Minuten schlief er ein, was wohl an dem Alkohol lag.

Lisbon legte sich auf die Couch. Doch an Schlaf war bei ihr überhaupt nicht zu denken. Sie dachte über den Tag nach. Über die Situation auf der Rückfahrt von der Bar im Auto. Und auch, wie viele Sorgen sie sich um Jane gemacht hatte. Was sollte das alles? Was war mit ihr los? Immer wieder stellte sie sich diese Fragen, kam jedoch zu keiner Antwort. Irgendwann schlief sie dann doch ein.

So, das war auch schon. :)
Wie fandet ihr es? War alles gut erklärt oder war es zu übertrieben? Kritik und Lob auf jeden Fall ewünscht! :)
Wäre toll, wenn ihr eure Meinung dalassen würdet, damit ich weiß, ob die FF Potenzial hat, um weiter geschrieben zu werden. :)
Bis demnächst! <3
LG PSlover7
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