Doppeldate

von mandiese
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18
Fernando Alonso Mark Webber OC (Own Character)
17.03.2019
18.11.2019
109
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Minna

Der sechste Platz in Russland kam nicht allzu überraschend für Fernando. Es ist nicht das erste Mal, dass er in dieser Saison diese Platzierung hat. Außerdem war es bei den freien Trainings und dem Qualifying absehbar. Von seiner Startposition hat er sich zwei Plätze nach vorne gekämpft. Nicht schlecht, aber natürlich nicht das, was er gerne hätte. Das Podium sollte es mal wieder sein. Doch leider hat es wieder nicht geklappt.

Zwar ist Nando nicht ganz zufrieden damit, aber einen unglücklichen Eindruck macht er auch nicht. Fernando weiß, dass diese Saison so läuft, wie die davor auch. Ohne große Veränderungen.

Was mich wundert, ist nur, dass er ziemlich gut gelaunt ist. Dafür gibt‘s keinen Grund. Schließlich ist er nicht auf dem Podium gelandet. Mit großem Elan packt er am heutigen Montag seinen Koffer und meint, er würde sich schon total auf morgen freuen. Irgendwann reicht es mir und ich stelle ihn zur Rede: „Warum bist du so super gelaunt? Gibt‘s irgendwas zu feiern?“

Er unterbricht seine Packerei und kommt auf mich zu. Mit festem Griff packt er meine Hüften und antwortet: „Ja, ein paar Tage nur für uns.“

„Habe ich was nicht mitgekriegt?“, will ich wissen. Denn eigentlich sollte es gleich in die USA gehen, damit wir nicht so mit dem Jetlag zu kämpfen haben. Außerdem wollte er da noch irgendwelchen Terminen nachgehen.

Er grinst wieder einmal. „Oh ja, das hast du. Und das ist auch ganz gut so. Sonst wäre es ja keine Überraschung geworden.“

Ich stutzte. Mein Freund hat also was geplant. „Was ist denn die Überraschung?“

„Das erfährst du morgen.“

„Was?“, frage ich aufgebracht, „morgen erst? Ne, ich will das jetzt wissen!“

„Du WILLST schonmal gar nichts. Wenn, dann möchtest du was!“, korrigiert er mich.

„Verrätst du mir bitte, was du geplant hast? Ich möchte es gerne wissen!“, antworte ich mit lieblicher Stimme.

Er lacht und antwortet konsequent mit ‚nein‘. Ich ziehe einen Schmollmund.

„Der hilft dir auch nicht“, amüsiert sich Nando weiter. Damit wendet er sich wieder seinem Koffer zu. Ich hüpfe zu ihm und bin ganz aufgeregt. Wenn Nando was plant, ist das sicherlich was richtig Tolles!

„Fernando bitte, sag mir was es ist. Ich verspreche dir morgen auch überrascht zu sein!“

Er bricht vollends in Gelächter aus, während ich ungeduldig neben ihm stehe.

„Nein!“, bleibt er weiterhin hart. Doch ich kann auch anders. Während er weiter seinen Koffer packt und allen unnötigen Kram schon aus der Suite räumt, laufe ich ihm wie ein Küken hinterher und nerve ihn ununterbrochen. Aber er ist echt ein Sturkopf vor dem Herrn! Keine Chance etwas rauszukriegen. Also überlege ich mir was anderes.

Erstmal lasse ich ihn weiter packen. Mein Plan kann erst starten, wenn er auf dem Bett liegt und das tut er eine Stunde später auch. Mit dem Handy in der Hand liegt er bauchlinks auf der weichen Unterlage. Umso besser. Ich verschwinde kurz im Bad und trete keine zwei Minuten später nur in weißer Spitzenunterwäsche wieder raus. Von hinten krabbele ich ebenfalls aufs Bett. War klar, dass Nando weiß, dass ich noch nicht aufgegeben habe.

„Du wirst mich nicht dazu kriegen, etwas zu verraten“, murmelt er und liest sich irgendwas durch.

Ich bleibe ihm eine verbale Antwort schuldig. Stattdessen schiebe ich sein Shirt nach oben und verteile leichte Küsse auf seinem Rücken. Seine Muskeln fangen unter meiner Zuwendung zu spielen an und Nando seufzt wohlig vor sich hin.

„Mi amor… ich verrate nichts“, murmelt er und lässt sich ohne Umschweifen das Shirt ausziehen. Dann dreht er sich auf den Rücken und schluckt einmal.

„Madré mia, siehst du scharf aus!“

Ich lächle ihn verführerisch an und knöpfe ganz langsam seine Hose auf. Noch langsamer ziehe ich sie ihm aus, zusammen mit seiner Boxershorts. Meine federleichten Küsse auf seinen Oberschenkeln, seinem Bauch und schlussendlich auf seiner harten Erregung lassen ihn aufstöhnen.

„Das ist unlautere Beein… Oh Gott“, stöhnt er laut, als ich seinen Widerspruch im Keim ersticke, indem ich sein bestes Stück tief in den Mund nehme. Meine Zunge gibt sich alle Mühe, was immer wieder durch Nandos Stöhnen quittiert wird.

Nach einigen Sekunden löse ich mich von ihm und küsse mich aufwärts. An seinem Ohr angekommen, knabbere ich kurz an seinem Ohrläppchen, ehe ich flüstre: „Sag‘s mir.“

„Nein!“, ist seine Gegenwehr noch nicht gebrochen. Also geht’s für mich wieder abwärts. Dieses Mal etwas länger. Doch auch das bringt nicht den erwünschten Erfolg. Also verwöhne ich ihn beim dritten Mal so lange, bis er kurz davor ist zu kommen.

„Oh Gott, du bist so ein verdammtes Miststück!“, faucht er mich an und will die Oberhand in diesem Spiel erlangen. Aber damit habe ich natürlich gerechnet. Seine Arme packe ich und drücke sie über ihm in die Matratze. Zwischendrin habe ich schon meine Panty ausgezogen. Genau in dem Wissen, dass ich eventuell härtere Bandagen anlegen muss.

Ich sitze nun also auf ihm. Seine Hände fest im Griff. Mein Becken bewegt sich langsam hin und her. An seinen Augen kann ich sehen, dass sein Widerstand nicht mehr lange anhält. Deswegen flüstre ich ihm ins Ohr: „Du weißt, was ich hören will.“

„Ich habe ein Biest als Freundin!“

Ich lache leise auf. „Falsche Antwort.“ Mein Becken drückt sich etwas mehr auf seine harte Erregung. Kurz bevor er in mich eindringt, hebe ich mein Becken wieder hoch.

„FUCK!“, flucht er und versucht wieder aus meinen Fängen rauszukommen. Doch ich verlagere mein ganzes Gewicht so, dass es nicht funktioniert. Sonst hätte ich gar nicht genug Kraft, ihn so festzuhalten.

Seine Atmung ist schnell. Aus seinen Augen strahlt mir die Gier förmlich entgegen. In mir selber ist die Lust auch schon sehr stark. Aber ich will diesen Kampf um jeden Preis gewinnen. Um das zu untermauern, beiße ich sanft, aber bestimmt in seine Brustwarze.

„FUCK!“, flucht er erneut, „verdammt wir fliegen nach New York, du Miststück!“

Mitten in der Bewegung halte ich inne.

„New York?“, frage ich überrascht, „wirklich?“

„Ja!“, presst er hervor. „Shopping Tour. Wolltest du doch schon immer machen.“

„Jaaaa!“, rufe ich begeistert, lasse ihn los und umarme ihn mehr oder minder. Jedenfalls sofern es in liegender Position geht.

„Danke, Alfi, das ist… AH!“, schreie ich kurz mitten im Satz auf, weil sich Nando mit mir gedreht hat. Ich werde so gedreht, dass ich vor ihm hocke. Seine Hand landet in meinen Haaren und zieht mich zu ihm hoch.

„Du glaubst doch nicht, dass du ungeschoren davonkommst, oder?“

Seine andere Hand massiert kräftig meine Brüste, ehe er mich nach vorne drückt, mein Becken umschließt und im nächsten Moment mit einem harten Stoß in mich eindringt.

Was folgt ist harter Sex. Nando holt sich genau das, was er vorhin schon haben wollte. Nur auf weniger romantische Art. Aber das ist mir egal. Ich genieße einfach voll von ihm ausgefüllt zu sein. Mein lautes Stöhnen versuche ich zu verringern, indem ich mein Gesicht ins Kopfkissen presse. Der Orgasmus überrollt mich regelrecht, denn Fernando ist noch nicht soweit.

Erst nachdem wir noch zwei weitere Positionen durchhaben und das Bettzeug völlig durcheinander gewühlt ist, kommt auch er.

Fix und fertig liegen wir danach nebeneinander. Ich an seine Seite gekuschelt und mein Kopf in seine Armbeuge an der Schulter gelegt. Er mit seinem Arm um mich und seiner Hand auf meinem Arm, der wiederum auf seiner Brust liegt.

Nach einigen Minuten breche ich das Schweigen. „New York also.“

Nando schüttelt lachend den Kopf. „Ich fasse es nicht, was du alles machst, nur damit du rauskriegst, was Sache ist. Das nächste Mal werde ich keine Andeutungen machen!“

Ich steige ins Lachen ein und freue mich einfach wahnsinnig auf morgen. New York, wir kommen!


Wahnsinn! New York ist echt der Wahnsinn. Und das Hotel ist auch der Wahnsinn! Fernando hat tatsächlich das Mandarin Oriental für uns gebucht und das in einer Suite, die einen direkten Blick auf den Central Park hat. Wir sind ziemlich weit oben, sodass wir direkt runter gucken können! Ich kann‘s echt nicht fassen.

Ich muss wohl schon ziemlich lange am Fenster gestanden und raus geblickt haben, denn Nando kommt zu mir und umarmt mich von hinten. Sogleich lehne ich meinen Kopf an seine Brust und verschränkte meine Finger in seine.

„Gefällt‘s dir nicht?"

Ruckartig drehe ich mich zu ihm um und schaue ihn mit großen Augen an.

„Die Frage war ein Scherz, oder?"

„Nein, die war schon ernst gemeint. Du bist so ruhig", erklärt er mir, wie er auf den Gedanken kommt.

Ich lächle ihn an und bin ehrlich: „Ich bin überwältigt, Fernando."

„Das ist doch nur eine Suite mit Blick auf den Central Park", spielt er es herunter.

Ich kann nicht anders, als zu lachen.

„Für dich ist es vielleicht so, aber für mich nicht. Für mich ist das alles was Besonderes. Die Flüge in deinem Privatjet, die Suiten, die teuren Restaurants. Dieser ganze Luxus ist …"

Ich mache eine kurze Pause, die Nando nutzt: „Nichts für dich?"

„Ach, bequem ist das schon alles. Wir fliegen schneller von A nach B, die Zimmer sind immer schön groß. Ich will nicht sagen, dass das nichts für mich ist. Es ist schön. Keine Frage. Aber um ehrlich zu sein, bin ich immer froh, wenn wir zurück in deiner Wohnung in Barcelona sind oder bei unseren Eltern. Da ist alles normal. Nicht so überzogen."

Fernando umfasst mein Gesicht und blickt mich lange an, ehe er sagt: „Ich bin froh, dass du das so siehst. Denn das ist auch meine Ansicht. Ich brauche den Luxus nicht, um glücklich zu sein. Ich brauche nur dich!"

Der Kuss, der daraufhin folgt, lässt mir regelrecht weiche Knie bekommen. Da ist es ganz gut, dass Nando mich hochhebt und zum Bett trägt.




Gestern sind wir abends nur noch gemeinsam essen gegangen, damit wir am nächsten Tag ganz früh starten können. Und das haben wir auch gemacht.

Zuerst einmal mussten ein paar Sehenswürdigkeiten herhalten. Freiheitsstatue, Empire State Building, Central Park, Rockefeller Center und abends sind wir durch die Straßen gelaufen, die gesäumt sind mit überdimensionalen Reklametafeln, die uns noch zum Broadway geführt haben. Echt der Wahnsinn!

Am Donnerstag wollten wir dann eigentlich shoppen gehen, aber ein Zeitungsverkäufer hat uns Mittwoch von der Streetart in New York erzählt. Er hat uns so neugierig gemacht, dass wir das Shopping verschoben haben und stattdessen den ganzen Tag quer durch New York gelaufen sind, um diese Street Art bewundern zu können. Und was soll ich sagen? Es hat sich wirklich mehr als gelohnt! Wir sind beide gleichermaßen davon fasziniert, was sich Künstler alles einfallen lassen. Diese Kreativität ist wirklich beeindruckend.

Zum Beispiel gibt es ein Bild, welches einen blauen Elefanten zeigt, dessen Rüssel ein blaues Rohr ist, was aus dem Haus kommt. Ein anderes zeigt den Kopf der Freiheitsstatue in den verschiedenen Farben der US-Flagge und das über mehrere Stockwerke.

Auch wenn wir verdammt viele Kilometer zurückgelegt haben, sind wir froh das Shoppen durch die Kunst ersetzt zu haben.

Abends falle ich persönlich völlig fertig ins Bett. Die letzten beiden Tage sind wir so viel gelaufen, was ich nun gar nicht gewohnt bin. Wundern tut mich allerdings nicht, dass Nando fit wie ein Turnschuh ist. Ich lasse mich hingegen ächzend auf das Bett nieder. Nachdem Nando noch kurz telefoniert hat, kommt er zu mir ins Schlafzimmer.

„Mi amor, was hältst du von einem Spaziergang durch den Central Park?“, fragt er mich allen Ernstes abends um acht, als wir keine fünf Minuten im Zimmer sind.

„Gar nichts“, antworte ich ehrlich.

Nando hält es für eine gute Idee neben mir aufs Bett zu hüpfen und strahlt mich an: „Gar nichts? Bist du etwa schon erledigt?“

Verständnislos blicke ich ihn an und ziehe, ohne ein Wort zu sagen mein Handy aus der Tasche. Dort kann ich in der App lesen, wie viele Kilometer wir gelaufen sind.

„Alfi, wir sind gestern vierzehn Kilometer gelaufen und heute sogar zweiundzwanzig. Ich bin echt fertig mit der Welt!“

„Du solltest was für deine Kondition tun.“ Seine Lippen küssen sich meinen Hals hinab.

Meine Haut bekommt durch seine warme Hand unter meinem Pulli eine Gänsehaut. „Wie wäre es, wenn ich uns die Badewanne einlasse?“

„Oh ja“, kommt es gleich begeistert von mir, „das würde meinen geschundenen Füßen echt guttun.“

„Meiner Nase auch. Du hast ganz schöne Käsefüße!“, lacht er leise.

„Blödmann!“, kommt es lachend von mir zurück, „das sind deine Käsemauken, die hier so stinken!“

Nando macht einen Vorschlag. „Einigen wir uns darauf, dass wir beide stinken?“

Lachend bestätige ich und begleite ihn ins Bad, da ich sonst die Befürchtung habe, auf dem Bett einzuschlafen, ehe die große Badewanne voll ist. Ich bin gerade dabei mich auszuziehen, als es an unserer Hoteltür klopft. Fragend blicke ich zu Nando, der nur wissend grinst. Also wird er vorhin wohl mit dem Zimmerservice gesprochen haben.

Das bestätigt sich, als mein Freund einige Augenblicke später mit einem Servierwagen ins Badezimmer kommt. Darauf stehen nicht nur Teller mit verschiedenem Obst, gehüllt in Schokolade und ein extra Schälchen Sahne, sondern auch ein Sektkühler mit einer Flasche Champagner.

„Wow, das sieht lecker aus!“, bin ich begeistert und steige in die halbvolle Wanne. Nando stellt den Wagen direkt daneben ab, zieht sich ebenfalls aus und leistet mir Gesellschaft. Nachdem er mir gegenüber sitzt, reicht er mir ein Glas Champagner und stößt mit mir an.

„Auf uns, mi amor, auf Indien, die Hotelbar und dem Schicksal, das uns immer wieder zusammengebracht hat!“

„Auf uns, Nando, ich liebe dich!“

„Ich liebe dich auch!“, entgegnet er lächelnd. Vor dem Schluck folgt erst ein Kuss, dann die Früchte, mit denen wir uns gegenseitig füttern. Der restliche Champagner kommt auch nicht zu kurz, sodass wir nach dem dritten Glas leicht angeheitert sind. Den Rest der großen Flasche lassen wir aber sein, da wir morgen das Shoppen nachholen wollen. Wir fliegen erst nächste Woche Freitag weiter. Wir haben also noch eine ganze Woche und die werden wir definitiv gut genutzt wissen!
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