Doppeldate

von mandiese
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18
17.03.2019
26.05.2019
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Fernando

Um halb fünf bin ich mit allen Terminen für heute durch und freue mich Minna im Ärztehaus abzuholen. Zwar muss sie morgen früh schon wieder um neun hier sein, dennoch wollen wir den Abend und die Nacht gemeinsam verbringen. Bei dem Gedanken umspielt mein Mund bereits ein ahnendes Lächeln. Minna wird morgen auf der Arbeit sicherlich ganz schön müde sein. Schließlich haben wir uns schon seit drei Wochen nicht mehr gesehen. Da müssen wir schon einiges aufholen.

Ich betrete das Ärztehaus, indem nur noch Minna ist, denn Ian habe ich schon auf dem Weg zum Parkplatz gesehen. Meine Freundin finde ich im Labor. Sie füllt gerade irgendwelche Dinge auf und steht mit dem Rücken zu mir. Ich denke nicht, dass sie sich bewusst ist, wie unheimlich aufreizend diese ganze Situation ist. Ihre knallenge schwarze Jeans macht einen richtig geilen Knackarsch. Das weiße Polo Shirt ist figurbetont und lässt ihre Kurven gut zur Geltung kommen. Ihre Haare hat sie zu einem strengen Dutt zusammengebunden. Ich kann nicht aufhören, sie mir in einem dieser heißen Krankenschwesterfummeln vorzustellen. Leider hat das zur Folge, dass meine Jeans ganz schön eng wird. Ich bin so aufgeheizt, da hat auch meine fachmännisch angelegte Hand in den letzten Tagen nicht viel gebracht.

Leise nähere ich mich Minna. Kaum stehe ich hinter ihr, packe ich sie an den Hüften, drücke ihren Hintern gegen meinen Schritt und flüstere ihr ins Ohr: „Jetzt wirst du aber vernascht.“

Sie zuckt enorm zusammen und zieht ruckartig die Luft ein. Dass ich sie so erschrecken würde, habe ich nicht gedacht.

„Oh Gott, Fernando, ich…“

„Oh ja, das wirst du gleich noch öfters sagen … oder besser gesagt, stöhnen“, flüstere ich ihr ins Ohr, während meine Hände bereits unter ihrem Shirt sind und ihre Brüste massieren. Meine Lippen überhäufen ihren freien Hals mit Küssen und ich bemerke die Gänsehaut, die sie bekommt. Ich reibe mich bereits an ihr und kann es nicht erwarten, sie zu spüren.

„Fernando, hör auf!“, will sie mir einen Strich durch die Rechnung machen, „nicht hier.“

„Alle sind weg. Keiner wird uns sehen oder hören“, argumentiere ich und will ihr eigentlich das Shirt vom Körper ziehen, doch ihre Arme wehren sich dagegen. Sie zwängt sich zwischen meine Griffe, um sich zu mir um zu drehen und schiebt meine Hände weg.

„Ich bin wirklich offen für viele Plätze, aber am Arbeitsplatz werden wir niemals … ich wiederhole NIEMALS Sex haben!“

Mit ernstem Blick sieht sie mich an und ich merke sofort, dass sie damit nicht spaßt. Sowas Blödes aber auch. Ich habe einen Ständer, der gar nicht zu übersehen ist und was mache ich nun?

„Das ist schlecht“, grinse ich schief und deute auf meinen Schritt. Sie grinst ebenfalls, schaut zur Tür und scheint zu überlegen. Ohne ein Wort zu sagen, geht sie dorthin, schließt ab und kommt zu mir zurück.

„Das, mein Lieber, ist eine einmalige Sache. Beim nächsten Mal ist das dein Problem“, kommt es mahnend von ihr.

Doch anstatt sich auszuziehen, hockt sie sich vor mich hin und ich blicke erregt und bis aufs Mark gespannt zu ihr hinunter. Mit geschickten Fingern hat sie schnell meine Hose aufgemacht und zieht sie gemeinsam mit meinen Boxershorts langsam über meinen Hintern.

Ich stöhne tief auf, als ihr Lippen ohne Umschweife meinen harten Schwanz umschließen und sie gleich so zur Sache geht, dass ich in kürzester Zeit komme. Ein Blow-Job-Quickie sozusagen. Kurz, aber überaus geil.

Als Minna wieder aufsteht, zieht sie mir meine Hose wieder hoch und knöpft sie zu. Dabei atme ich tief durch, um wieder klare Gedanken fassen zu können.

„Da hatte es aber einer ganz schön nötig“, zieht sie mich keck auf.

Ich gehe zur Tür, schließe sie wieder auf, beziehungsweise öffne sie und gehe zurück zu ihr. Soll bloß keiner auf die Idee kommen, was wir hier getrieben haben. Auch, wenn ich vor ein paar Minuten anderer Meinung war. Aber jetzt, mit klarem Verstand, kann ich Minna durchaus verstehen. Sie hat den Job noch nicht einmal offiziell angetreten und so locker Ian auch ist, das hätte er sicherlich nicht gutgeheißen.

Erst als ich wieder bei ihr bin und ihr einen langen, sehnsüchtigen Kuss gegeben habe, antworte ich auf ihren frechen Kommentar.

„Das wundert dich bei den vielen Faktoren?“ Ich gebe ihr einen Kuss. „Zum einen habe ich dich furchtbar vermisst, mi amor …” Kuss … „Zum Zweiten gehört diese Jeans an dir verboten …” Kuss …Zum Dritten habe ich ständig ein Bild von dir in meinem Kopf, wie du eines dieser heißen Krankenschwestern-Outfits trägst …” Ganz langer Kuss … „Zum Vierten weiß ich, welch fantastischen Sex wir miteinander haben …” Stürmischer Kuss ...

„Ist das ein Wink für dein Geburtstagsgeschenk?“, fragt sie mich grinsend und sofort springe ich auf den Zug auf. „Oh ja … das würde mir gefallen.“

Sie küsst mein Ohr und knabbert an meinem Ohrläppchen, als sie meint: „Mir kommt da eine Idee, wer uns da Gesellschaft leisten könnte.“

Jetzt kriege ich glatt wieder einen Ständer. Sofort schießt mir ihre ehemalige Arbeitskollegin Dalarna in den Kopf.

Das wird noch verstärkt, als sie langsam haucht: „Daaa…“

In Sekundenbruchteilen reiht sich ein Bild nach dem anderen vor meinem inneren Auge auf. Das wird jäh zerstört, als sie mir in die Augen blickt und den vollen Namen ausspricht.

„…niel.“

Im nächsten Augenblick dringt ihr tosendes Gelächter in mein Ohr und ich fasse es nicht, wie sie so gemein sein kann. Ich packe sie und kitzle sie ohne Rücksicht so heftig durch, dass ihr die Luft wegbleibt und sie sogar schon rot wird. Wir lachen um die Wette und erst nachdem sie wirklich kaum noch Luft bekommt, habe ich Erbarmen und höre auf. Mittlerweile hocken wir schon auf dem Boden, weil Minna sich nicht mehr halten konnte.

„Das wird Konsequenzen nach sich ziehen, Fräulein“, grinse ich sie durchtrieben an, „das hast du nicht umsonst getan.“

Sie fängt wieder zu lachen an und meint: „Egal, was da kommt, dein Gesicht gerade gesehen zu haben, ist es mir allemal wert!“


Gut gelaunt gehen wir wenig später durch die Boxengasse Richtung Parkplatz. Schon nachdem wir das Ärztehaus verlassen haben, habe ich ihre Hand ergriffen. Ein zufriedenes und stolzes Lächeln habe ich von ihr bekommen. Minna freut sich, dass ich mein Glück so frei heraus zeigen will. Auf dem Weg bekommen wir natürlich verwunderte Blicke und auch einige Reporter sind noch da, die von uns ein paar Fotos machen. Es ist sicherlich eine große Überraschung, denn nur wenige Vertraute wissen, dass es eine neue Frau an meiner Seite gibt. Minna hat kein Problem damit, sich an meiner Seite zu zeigen. Ich weiß von anderen Fahrern, dass ihre Freundinnen meist nicht so begeistert waren, das gleich am Anfang zu zeigen. Falls es dann doch in die Brüche gehen sollte, wollten sie sich dem Presserummel nicht aussetzen. Als ich Minna darauf angesprochen habe, meinte sie, dass ich ihr so verfallen wäre, dass ich eh niemals mit ihr Schluss machen würde. So ganz Unrecht hat sie da nicht. Allerdings meinte sie im nächsten Atemzug, dass es ihr egal sei, was die Leute über sie denken. Wir hätten genauso das Recht unsere Liebe zu zeigen, wie alle anderen auch. Außerdem will sie es vermeiden, dass irgendwelche Gerüchte entstehen. Schließlich wird sie, wenn sie frei hat, auch mal in meiner Box sein und mir zur Seite stehen. Böse Zungen bezüglich Dasha wird es sicherlich geben, aber auch damit kann Minna leben.

Mir gefällt ihre Einstellung. Ich bin mal gespannt, ob sie das wirklich alles so cool aufnimmt, wenn etwas Negatives kommen sollte. Hoffentlich wird das nicht so schnell passieren.


Minna

Bis zu den letzten Metern blieb ich bei Fernandos Team und habe mitgefiebert. Ein Podiumsplatz. Wie toll. Alle freuen sich riesig und wir sind uns vor Freude in die Arme gefallen. Doch schnell musste ich danach zu Ian, der bei der Gewichtsabnahme der Fahrer dabei ist. So schnell ich kann, renne ich also zum ‚Parkplatz‘ der Boliden und quetsche mich durch das Wirrwarr an Menschen, die den unterschiedlichen Fahrern gratulieren wollen.

Völlig aus der Puste komme ich bei Ian an, der mich breit angrinst.

„Du hast dich völlig umsonst beeilt. Die Jungs brauchen noch ein wenig.“

„Ich wollte … pünktlich sein“, sage ich kurzatmig und stütze meine Hände auf meinen gebeugten Knien ab.

„Du solltest mal mit Fernando joggen gehen“, amüsiert sich Ian und spricht damit meinen Gedanken aus.

„Habe ich auch schon überlegt.” Ich bringe meinen Körper wieder in die Senkrechte. „Puuuuh … ich habe echt so gar keine Kondition.“

„Machst du überhaupt keinen Sport?“, fragt mein Chef mich verwundert.

„Doch. Ich fahre unheimlich viel Fahrrad und mache sonst körpereigene Übungen. Im Sommer fahre ich oft Inliner und gehe schwimmen. Aber in den letzten Wochen habe ich die Sportart gewechselt.“

„Bettsport?“, lacht Ian und ich stimme nickend zu, worauf Ian nur den Kopf schüttelt und meint: „Die Jugend von heute.“

„Ist auch nicht schlimmer als ihr früher“, necke ich ihn amüsiert.

„Na na, nicht so frech. Du bist noch in der Probezeit“, versucht Ian mir Einhalt zu gebieten.

„Ich arbeite im Schutz von Nico. Weißt du doch“, lache ich ihn an.

Im nächsten Augenblick umschlingen mich zwei nassgeschwitzte Arme und heben mich hoch. Zugleich wird mir ins Ohr gebrüllt: „Podium … Podium!“

Ich fange zu lachen an. Als er mich wieder loslässt, drehe ich mich um und schließe ihn fest in meine Arme. Dabei zerquetscht mich Nando fast.

„Ich freu mich so für dich! Herzlichen Glückwunsch, mein Held!“, beglückwünsche ich ihn lachend. Noch gar nicht ganz ausgesprochen, drückt er mir schon seine Lippen auf meine und küsst mich überschwänglich.

„Wenn der dritte Platz schon so eine Begrüßung bekommt, was bekommt dann erst der Sieger?“, höre ich eine Stimme neben mir und löse mich neugierig.

Es ist Lewis, der als erster über die Ziellinie gefahren ist. Nachdem ich Nando noch einen Kuss gegeben habe, löse ich mich von ihm und umarme ihn ebenfalls. Genauso wie Nico und die anderen, die Punkte eingefahren haben und nach und nach reinkommen. Weil es aber ganz schön eng wird in diesem Raum, schickt mich Ian nach nebenan und ich muss mich notgedrungen von den Fahrern verabschieden. Im Nebenzimmer stehe ich erstmal etwas verloren herum. Was mach ich denn jetzt? Ich durchsuche den Raum und finde etwas zu trinken. Also schnappe ich mir als erstes eine Flasche Wasser, dann setze ich mich auf einen der drei Stühle. Zum Glück habe ich mein Handy dabei. Da habe ich gestern Abend das letzte Mal draufgeguckt. Ist vielleicht nicht verkehrt nachzusehen, ob was Wichtiges anliegt. Das Erste sind nur Glückwünsche an Fernando von meinen Eltern, Dalarna und Gustav. Liese hat mir ebenfalls geschrieben und beglückwünscht mich, weil ich heute Abend sicherlich eine ganz private Podiums-Feier mit Fernando haben werde. Echt ulkig, auf was Liese so kommt.

Die anderen Nachrichten lese ich erstmal nicht. Da sind welche mit unbekannter Nummer. dabei. Um die kümmere ich mich später. Stattdessen öffne ich Facebook, weil ich auch da etliche Meldungen habe. Dabei stelle ich fest, dass ich das mal ganz schnell ändern muss. Es ist schon wirklich nervig. Mich erschlägt allerdings der Button mit den Freundschaftsanfragen. Siebenunddreißig neue. Ich scrolle durch und sehe, dass da ganz viele Fahrer und neue Kollegen dabei sind. Bei den anderen sind es Leute, die ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen habe. Wieso schicken die mir ausgerechnet jetzt Anfragen? Da sind sogar welche dabei, mit denen ich mich nie unterhalten habe. Die waren in der Front der Schule, mit denen man nur Kontakt hatte, wenn man cool war. Scheinbar bin ich jetzt cool genug für sie. Bevor ich entscheide, was ich mit den Freundschaftsanfragen mache, gehe ich erstmal die anderen Benachrichtigungen durch. Lena, eine Bekannte aus der Schule, mit der ich auch nie wirklich was zu tun hatte, hat etwas auf meine Pinnwand gepostet. Sofort stocke ich bei dem Zeitungsartikel und mir geht ein Licht auf.

„Das ist die Neue an Fernando Alonsos Seite!“, lautet die Überschrift.

Dazu gibt es ein Foto von Nando und mir, das gerade mal drei Tage alt ist. Wir verlassen gerade das Medical Center. Hand in Hand und lachend. Es war am Donnerstag, kurz nachdem ich Schweinkram bei Nando gemacht habe. Bei der Erinnerung muss ich lachen. Wenn die alle wüssten.

Das nächste Bild zeigt uns küssend vor dem Motorhome von Ferrari. Das war einige Minuten später. Eigentlich wollten wir zurück zum Hotel, aber mein Freund hatte noch was in seinem Privatraum vergessen. Im Artikel selbst steht nichts Weltbewegendes drin. Ob ich der Grund für die Trennung von Dasha bin, wird gemunkelt. Ansonsten nur, dass über mich nicht viel bekannt ist, doch dass ich scheinbar ein neues Mitglied in Ians Team bin. Das sind die einzigen Dinge, die informativ sind. Alles andere sind Munkeleien. Was anderes hatte ich nicht erwartet.

Was jedoch wirklich super interessant ist, ist, dass Lena noch etwas zum geteilten Zeitungsartikel geschrieben hat. Die hat den mit den Worten ‚Warum erfahre ich das aus der Presse????‘ an meine Pinnwand gepostet. Gleich darunter sind noch einige andere Kommentare von Freunden und Freundesfreunden, die ich gar nicht kenne. Ich muss unbedingt meine Privatsphäre-Einstellungen ändern. Das mache ich sofort, bevor ich mich wieder dem Artikel widme. Jetzt kann keiner meine Beiträge und Fotos mehr sehen, wenn er nicht mit mir befreundet ist. Außerdem muss ich immer erst zustimmen, wenn jemand mich markiert. Freundschaftsanfragen kann mir aber immer noch jeder schicken. Schnell gucke ich noch meine Fotos durch und lösche die schlimmsten, die ich auf die Schnelle finde. Zum Glück habe ich nicht übermäßig viele über die Jahre gepostet. Dennoch genug, um einige Zeit damit beschäftigt zu sein, denn meine Freundschaftsliste wird auch gleich rapide gekürzt. Nur am Rande höre ich die britische Nationalhymne in den Raum dringen.

Mann, ist das alles anstrengend, stelle ich nach einiger Zeit fest. Dass ich daran nicht eher gedacht habe. Hoffentlich hat noch keiner meine Fotos gespeichert und will die verscherbeln. Das wäre es noch!

Als ich auch mit dem Sortieren der Fotos fertig bin, widme ich mich wieder dem Zeitungsartikel und dessen Kommentaren. Von ‚Herzlichen Glückwunsch‘ bis ‚Wie hat die denn das geschafft?‘ und 'das hält sicher nicht lange, so ein Casanova wie Alonso ist', ist alles dabei. Die negativen Kommentare kommen natürlich von den hübschen Mädels aus der Schule, die jeden kriegen konnten, den sie haben wollten. Ähnlich der Cheerleader-Fraktion in Amerika.

Was mich allerdings total ins Staunen bringt, ist ein Kommentar von Nico und das sogar mit seinem offiziellen Facebook Account. Er hat ein Bild darunter gepostet, das wir am Freitagabend gemacht haben. Es ist ein Abendessen mit einigen Fahrern. Ein paar von ihnen hatten auch ihre Freundinnen mitgebracht, weswegen ich auch mit auf dem Bild bin. Jenson und Disco Dan haben sich einen Spaß erlaubt und mich in ihre Mitte genommen, als das Foto gemacht wurde. Nando hat dann den Platzhirsch markiert, indem er mein Gesicht in seine Hände genommen hat und mir einen dicken Kuss auf die Lippen drückte. Die Freundin von Jenson fand das alles auch ziemlich witzig und ist dabei auf Jensons Rücken gesprungen. Das Foto ist eine Momentaufnahme von dem ganzen Durcheinander. Jenson verzieht erschrocken das Gesicht. Daniel und Jessica lachen um die Wette und Nando und ich küssen uns. Ich mag das Bild, weil es einfach so ungezwungen ist und die gute Laune, die zwischen uns herrscht, so gut ausstrahlt. Jenson und Daniel haben das, nachdem sie mein OK bekommen hatten, auf ihren Social Media Accounts gepostet.

Unter dem Bild hat Nico geschrieben: "Da haben sich die Richtigen gefunden und genießen ihr Glück. Minna und Nando, ich wünsche euch das Allerbeste!"

Ich kommentiere etwas zurück: "Du hast doch nur Angst vor der Nadel, mit der ich dich piksen muss :P Schleimer! P.S. Danke, das ist total lieb von dir :*"

Gerade bin ich dabei die anderen Kommentare durchzulesen, als ich eine Meldung darüber bekomme, dass Nico meinen Kommentar kommentiert hat. Als Erstes sehe ich den Affen, der sich die Augen zuhält, dann lese ich seine Worte:

"Erwischt. Ich handle nur aus Angst! P.S. Ich will zur Hochzeit eingeladen werden! :* P.P.S.: Wo bist du?"

Ich muss lachen. Jetzt 'chatten' wir hier tatsächlich öffentlich über Facebook. Na gut, er hat angefangen.

"Wusste ich‘s doch! Aber keine Sorge, ich bin stets bemüht, dir auf angenehme Art und Weise das Blut raus zu ziehen! P.S. Hochzeit?! WTF! :D P.P.S. Immer noch im Nebenraum"

Ich schüttle lachend den Kopf und durchsuche dann nochmal meine Bilder. Die anderen Kommentare werde ich nicht weiter durchlesen. Da steht so viel Müll. Die können mich einfach alle mal. Echt fies, was die da teilweise geschrieben haben. Ob das wohl am Neid liegt? Bestimmt.

"ERWISCHT!", brüllt plötzlich eine Stimme. Schreiend springe ich von meinem Stuhl auf und werfe reflexartig mein Handy in die Luft. Ich richte meinen Blick zu der Person, die sich scheckig lacht. Es ist Nico.

"Du verdammtes Arschloch! Ich habe mich zu Tode erschreckt!", schreie ich ihn an und gehe wütend auf ihn zu.

Mein Herz pocht hart in meiner Brust. Nico hingegen lacht immer noch, als würde es kein Morgen geben. Sauer wie ich bin, haue ich ihm auf den Oberarm.

„Deine Reaktion!", brüllt er lachend und lässt sich tatsächlich die Wand herunter auf den Boden sinken. „Dein Gesicht", bringt er weiterhin stockend raus.

Jetzt muss ich auch lachen. Sah bestimmt witzig aus. Unterdessen kommen die Podiumsfahrer wieder herein und schauen fragend zu Nico, der unter Tränen erzählt, was sich vor ein paar Minuten ereignet hat. Natürlich lachen sie ebenso.

„Du hast bestimmt mein Handy geschrottet!", versuche ich vorwurfsvoll zu klingen. Klappt leider nicht.

„Was kann ich denn dafür, wenn du Kugelstoßerin spielst?", lacht er weiter.

Beleidigt verschränke ich die Arme vor meiner Brust und ziehe einen Schmollmund. Nando kommt auf mich zu und nimmt mich in den Arm.

„Soll ich ihn für dich verprügeln?", fragt er und ich merke, wie seine Brust bebt. Er kann sich das Lachen nicht verkneifen und lacht im nächsten Moment wieder los. Also ehrlich. Was ist denn in die alle gefahren?!

Während sich die Männer alle noch über mich lustig machen, gehe ich zurück in den Nebenraum und suche mein Handy. Finden tue ich es vor der Heizung. Ich hebe es hoch und gehe seufzend zurück.

„Du kannst froh sein, dass ich eine Panzerglasfolie draufhabe", tadele ich ihn und blicke auf mein zersplittertes Display. Gleich danach ziehe ich die dicke Folie ab und starre entgeistert auf das … ebenfalls … zersplitterte Display.

Wieder fangen die Männer zu lachen an.

„Wo hast du denn das gegen geworfen, dass sogar der Bildschirm DURCH das Panzerglas hinweg kaputt ging?", lacht Lewis und reißt mir mein Handy aus der Hand.

„Das ist komplett im Eimer", kichert Sebastian und nimmt es Lewis aus der Hand, um es zu schütteln, sodass die Glassplitter herausfallen.

„Hör auf damit!", fordere ich scharf und will ihm das Handy wegnehmen, „du machst es nur noch mehr kaputt."

„Noch mehr geht gar nicht. Das Display fällt auseinander", korrigiert Sebastian mich und macht sich einen Spaß daraus, immer mehr Splitter heraus zu puhlen.

„Ich kauf dir ein neues. Sorry!", versucht sich Nico zu entschuldigen. Ist aber immer noch zutiefst amüsiert über seine Aktion.

Ich winke sein Angebot ab. „Ach was. Lass mal. Kann ja mal passieren."

Auch wenn ich das so sage, bin ich schon verärgert über das kaputte Display. Natürlich kann Nico da nur bedingt was dafür. Er kann ja nicht ahnen, dass ich meine Sachen durch die Gegend werfe, wenn ich mich erschrecke.




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