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Doppeldate

von mandiese
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18
Fernando Alonso Mark Webber OC (Own Character)
17.03.2019
22.11.2020
200
613.669
15
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Dieses Kapitel
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17.03.2019 2.751
 
Liese

Endlich bin ich aus diesem verdammten Flieger draußen und muss diese furchtbare Person nie wiedersehen. Die Schiebetüren zur Ankunftshalle öffnen sich und schnell lasse ich meinen Blick über die Wartenden schweifen, um jemand ausfindig zu machen, der vielleicht ein Schild mit meinem Namen drauf hochhält. Gut, da steht jemand. Ein Mann mit etwas schütterem blondem Haar, aber sicher nicht älter als fünfundzwanzig. Zielsicher steuere ich auf ihn zu. Da sehe ich, dass er noch ein Schild hochhält. Einmal Frau Weber und einmal Frau Ewens.

„Ewens?!"

Irgendwie kommt mir der Name bekannt vor. Aber ich habe kein Gesicht dazu. Kurz bevor ich bei dem jungen Mann ankomme, werde ich von der Seite angerempelt. Besser gesagt, ein Gepäckwagen touchiert etwas rücksichtslos meinen und ich höre eine Stimme rufen: „Ich bin Frau Ewens!"

Ich blicke zur Seite. Das kann jetzt nicht wahr sein! Wieder SIE. Was hat das zu bedeuten? Gibt es etwa mehrere Gewinner bei diesem Spiel? Sollte das doch nicht so ein exklusives Meet ‚n‘ Greet werden, wie es angepriesen worden war? Musste ich jetzt etwa meinen Gewinn mit dieser unausstehlichen Person teilen?

Ich stelle mich als Frau Weber vor. Sofort merkt der Mann, der sich als Alex vorstellt, dass wir nicht so richtig wissen, was los ist. Er bittet uns ihm zu folgen. Er würde uns im Taxi alles erklären. Beim Verlassen des Flughafengebäudes schlägt uns stickige, warme Luft entgegen. Es riecht eigenartig, undefinierbar. Nicht wirklich Gestank, aber sehr gewöhnungsbedürftig. Im Taxi stellt Alex und einander vor. Minna Ewens und Liese Weber.

Gleich darauf macht sich auch etwas Erleichterung breit. Wir müssen unseren Gewinn nicht teilen und ich sehe diese Frau Ewens, erfreut lächeln. Nicht dieses schallende, zu laute Lachen aus dem Flieger. Und auch mir fliegt ein Lächeln über die Lippen.


Minna

Endlich betreten wir das kühle Foyer des Hotels. ENDLICH! Ich kann gar nicht froh genug darüber sein. Die wenigen Schritte vom klimatisierten Auto bis zum Hotel haben mir schon gereicht. Diese Hitze und Luftfeuchtigkeit sind ja nicht auszuhalten. Ich versuche mir jedoch nichts anmerken zu lassen. Liese schnappt neben mir nach Luft. Ihr scheint das Klima auch nicht so gut zu bekommen.

An der Rezeption bekommen wir unsere Keycards und ein Hotelangestellter begleitet uns zum Fahrstuhl. Wir sind noch einige Meter entfernt, als der aufgeht und mein Herz fast stehen bleibt. Fernando steigt aus! Leger gekleidet, ohne Cappi und Sonnenbrille. Mein Kopf dreht sich automatisch mit, als er links abbiegt und zur Terrasse geht.

„Noch peinlicher geht’s wohl nicht?", höre ich Liese verächtlich sagen.

Mein Kopf saust augenblicklich in ihre Richtung und ich sage: „Er geht zu Mark."

„Da ist Mark?", fragt sie gleich aufgeregt.

Ich schüttle belustigt und gehässig den Kopf. „Nein, da ist kein Mark weit und breit."

Habe ich mir doch gedacht, dass sie genauso scharf darauf ist ihn zu sehen, wie ich es bin, Fernando zu erblicken. Tja… ich hatte schon Glück.

Wir steigen in den Fahrstuhl und stellen in der angekommenen Etage fest, dass unsere Zimmer sich direkt gegenüber liegen. Naja, wenigstens nicht nebeneinander. Ohne ein Wort zu sagen, gehe ich in meines und Liese in ihres. Kaum dort eingetreten, staune ich nicht schlecht. Es ist ein großzügig geschnittenes Doppelzimmer, worin ich mich soweit gut bewegen kann, dass ich nicht gleich bei einer Drehung gegen irgendwas stoße. Mein Koffer steht auch schon drin und ich hieve ihn gleich aufs Bett. Ich brauche dringend eine Dusche und luftigere Klamotten.

Nach der wohltuenden Dusche ziehe ich mir meine kurzen Schlafshorts und ein Top an. Mit einer kalten Brause stelle ich mich ans Geländer des Balkons und freue mich, dass ich hier bin. Es ist zwar laut und stickig hier draußen, aber dafür wird es sicherlich ein unvergessliches Wochenende.

Mein Blick kann nicht ganz so weit gucken, weil wir leider nur in der dritten Etage sind. Gerne hätte ich einen Blick über die Stadt bekommen, die zu dieser Stunde hell erleuchtet ist. Dafür bekommt mein locker umherschweifender Blick etwas anderes zu sehen. Mark Webber. Er sitzt mit seiner Freundin Ann, Christian Horner und noch jemandem, den ich nicht sehen kann, unter einem beleuchteten Pavillon ohne Dach. Warum das Gestell wohl kein Dach hat?

Ich blicke ungeniert zu der Vierergruppe und beobachte sie. Mein Blick geht weiter durch den Garten, in der Hoffnung Fernando noch einmal zu sehen. Leider sind die vier die einzigen Personen. Hmm, ich habe bisher Mark und Fernando gesehen und Liese bisher nur Fernando. Vielleicht sollte ich rüber gehen und ihr Bescheid sagen? Zwar ist sie mir unheimlich unsympathisch, aber dennoch sind wir aus demselben Grund hier. OK, nicht ganz. Mein Grund heißt Fernando Alonso, ihr Grund heißt Mark Webber.

Ich springe über meinen Schatten und zu ihrem Zimmer, wo ich auf die Klingel drücke, die sich neben dem Lichtschalter befindet. Es dauert einen Moment, da öffnet sie mir die Tür und sieht nicht sehr erfreut darüber aus, mich zu sehen.

„Von meinem Balkon aus kann man in den Garten gucken und da sitzt Mark. Willst ihn anschmachten?", frage ich sie grinsend und sie seufzt abweisend.

„Ein weiteres Mal lasse ich mich von dir sicherlich nicht pflanzen!", gibt sie mir kühl zu verstehen und schon knallt sie mir die Tür vor der Nase zu.

Mit hochgezogenen Augenbrauen drehe ich mich um und gehe wieder in mein Zimmer. Na gut, wenn sie nicht will. Scheinbar hat sie kein Interesse daran, die Friedenspfeife mit mir zu rauchen. Dann soll sie es sein lassen. Ich merke, wie mir der Flug und der lange Tag in den Knochen sitzt und ich entscheide mich dazu, endlich schlafen zu gehen. Erst jetzt fällt mir auf, dass auf dem Bett ein paar Dinge liegen.

Ein VIP-Pass für den Paddock Club, eine Cap von RTL, die ich mir ganz sicher nicht aufsetzen werde, und ein Plan für den nächsten Tag.


Freitag, 25. Oktober 2013

10:00 Uhr Abholung vom Hotel

10:30 Uhr Boxengassenführung

11:00 Uhr 1. Freies Training

12:30 Uhr Mittagessen

13:15 Uhr Treffen mit den Fahrern Fernando Alonso und Mark Webber

13:30 Uhr Streckenbegehung

14:30 Uhr Motorhome-Besichtigung

15:00 Uhr 2. Freies Training

16:30 Uhr Rückfahrt zum Hotel


Mein Herz macht einen ziemlich großen Satz, als ich auf das morgige Treffen stoße. Ich dachte, dass wir erst Montagabend das Vergnügen haben würden. Aber so wie es aussieht nicht. Mensch, wie aufregend! Ob ich jetzt überhaupt schlafen kann? Ich probiere es am besten gleich aus. Schließlich will ich morgen nicht völlig übermüdet und mit dunklen Augenringen dem heißen Spanier begegnen.


Liese

Keine Ahnung, wieso mir die Hitze so zu schaffen macht. Hatte auf meinen bisherigen Reisen noch nie Probleme mit dem Klima. Obwohl hier, das ist schon eine Sache für sich. Erleichtert lasse ich mich in meinem Zimmer aufs Bett fallen, froh darüber, dass die Piefke-Tussi endlich aus meinem Blickfeld verschwunden ist. Taucht die doch glatt nochmal auf und will mir erzählen, dass man Mark von ihrem Balkon aus sehen kann. Ich muss mich nicht zweimal von der papiereln lassen. Noch dazu, wer sagt denn, dass Mark im gleichen Hotel wohnen soll, wie Fernando. Ich werde schon noch dazu kommen, Mark zu sehen und dann beim Treffen vielleicht ein wenig mit ihm zu plaudern. Werde jetzt mal meine restlichen Sachen aus dem Koffer räumen und mich dann auf die Suche nach dem Pool machen. Ich brauche Bewegung, im kühlen Wasser, damit ich dem Jetlag ein Schnippchen schlagen kann.

Mein Blick fällt erst jetzt auf das kleine Tischerl vor der Couch, die neben dem Bett steht. Dort liegt ein Kapperl von RTL, das ich ganz bestimmt nicht aufsetzen werde. Wäre es von Red Bull, würde ich das eher in Erwägung ziehen. Daneben liegt ein Pass, mit dem wir fast überall Zutritt am Track haben werden und ein Programm für den nächsten Tag. Ich überfliege ihn kurz und bleibe bei dem Termin um 13.15 Uhr hängen.

Treffen mit den Fahrern Fernando Alonso und Mark Webber

Das hebt meine Stimmung immens. Bin plötzlich total aufgekratzt, weil das Meet ‘n’ Greet doch erst am Montag nach dem Rennen hätte stattfinden sollen. Und jetzt werde ich Mark schon morgen das erste Mal persönlich begegnen. Jetzt bin ich noch motivierter, ein paar Längen im Pool zu schwimmen.


Liese

Wir, das heißt, Minna und ich, sitzen gerade mit unseren ständigen Begleitern, Alex und Rajid, beim Mittagessen. Nur mir ist nicht nach Essen. Bin viel zu aufgeregt. Immerhin sollen wir in nicht einmal einer halben Stunde Mark und Fernando das erste Mal treffen. Während ich in dem für Indien und meinen Geschmack etwas zu mildem Curry rumstochere, bekommt Alex einen Anruf.

Wir können nur mitbekommen, wie er immer wieder sagt: „Ah, OK … Ja, ich verstehe ... Aha, OK ... Klar, natürlich … Nein, ist natürlich kein Problem. Ja, ja. Wir haben ja noch Montag.”

Da stimmt was nicht. Vorsichtig dreht sich der schüttere Blondie zu uns um. Ich denke, er hat Angst vor uns. Nachdem wir am Vormittag schon ziemlich laut geworden waren, weil wir erst irgendwann am Track angekommen sind und dadurch das erste freie Training und dann auch noch die Boxengassenführung versäumt haben. Da waren Minna und ich uns zur Abwechslung mal einig, dass das so nicht geht.

Alex-Blondie schaut uns beide kurz an, räuspert sich etwas und sagt dann mit dem Brustton der Überzeugung: „Das war gerade die FIA. Sie werden die Herren heute nicht treffen, meine Damen. Es ist ein wichtiges Fahrer-Meeting dazwischengekommen. Aber dafür können wir jetzt die Boxengassenführung nachholen.”

Das ist jetzt ja wohl die Höhe. Was brauche ich die Boxengasse, wenn Mark nicht vor Ort sein wird. Anscheinend keiner der Fahrer, nachdem die ja ein so wichtiges Meeting haben. Ich bin enttäuscht und würde am liebsten richtig laut werden, aber ich reiße mich zusammen. Auch Minna kann ich die Enttäuschung ansehen. Immerhin sitzen wir im gleichen Boot. Und somit ergeben wir uns dem Schicksal und lassen uns die Boxengasse zeigen.

Als wir an der Red Bull Garage vorbeikommen, kann ich im hinteren Bereich Ann Neal, Marks langjährige Lebensgefährtin, sehen. Sie ist also auch hier. Sie sieht kurz in unsere Richtung und lächelt uns freundlich an. Sie muss ein wirklich besonderer Mensch sein, denn was sie alles für Mark getan hat und was die beiden miteinander erreicht haben, ist einfach unglaublich. Natürlich habe ich mich schon länger mit Mark befasst und vieles über ihn gelesen. Wie er in Interviews über sie spricht. Sein Fels in der Brandung, zuverlässig, steht immer hinter ihm, eine ganz außergewöhnliche Person.

Wenn ich ihr auf der Straße begegnen würde, würde ich sagen: „Unscheinbare, einfache britische Hausfrau.“

Das klingt vielleicht nicht nett, aber den Eindruck macht sie nun mal. Nicht nur auf mich. Hab das auch schon von anderen Personen gehört. Aber eine absolut sympathische Frau. Wenig später laufen wir ihr noch einmal über den Weg und diesmal grüßt sie uns auch kurz. Ob sie weiß, wer wir sind?


Liese

Wenigstens heute waren wir pünktlich am Track. Zuerst hieß es, dass sich heute vielleicht ein kurzes Treffen ausgehen würde, doch mittlerweile sitzen wir auf der Tribüne und warten darauf, dass das Qualifying los geht. Nichts ist aus dem Treffen geworden! Und später wird auch nichts daraus werden, weil die Herren wieder Besprechungen haben. Mehr als ein paar Blicke von weitem auf die beiden waren uns auch heute nicht vergönnt.

Etwas traurig und gelangweilt, lasse ich das Qualifying über mich ergehen. Dafür, dass ich mit meinem Papa fast jedes Rennen ansehe und auch immer voll mitfiebere, ist das jetzt hier irgendwie öd und fad. Am Ende qualifiziert sich Mark für den 4. Platz und Nando für den 8. Platz. Glücklich sehen andere aus.


Minna

Ich fasse es einfach nicht. Dieses ganze Wochenende steht unter keinem guten Stern. Erst kamen wir vorgestern zu spät zum Track, weil die heiligen Kühe von Indien der Meinung waren, ein Vormittagsnickerchen auf der Straße zu machen, sodass sich jedes Auto einzeln an den Viechern vorbei schlängeln musste. Abwechselnd von jeder Seite ein Auto. Dadurch waren wir erst um halb zwölf an der Strecke. Haben also weder die Boxengassenführung bekommen, noch konnten wir das freie Training richtig beobachten. Die Boxengassenführung haben wir dann um kurz nach eins gemacht. Eigentlich dann, wenn wir das Treffen mit Fernando und Mark hätten haben sollen. Doch irgendetwas ist dazwischengekommen. Ich habe in meiner Enttäuschung darüber nicht richtig zugehört. Später im Hotel habe ich beschlossen, ein wenig durch die Stadt zu bummeln. Hat sich aber als Fehler herausgestellt, weil ich mich zwischen den ganzen Männern irgendwie unwohl gefühlt habe. Eigentlich wollte ich ein wenig auf dem Basar einkaufen, aber naja … dieses ganze Gerufe und Gegröhle war mir dann doch zu viel. Also schnell wieder zurück zum Hotel, was gegessen und dann bin ich todmüde ins Bett gefallen.

Jetlag + Eindrücke + Hitze + Luftfeuchtigkeit = keine gute Kombi.

Samstag kamen wir dann zumindest pünktlich an der Strecke an. Doch auch da blieb uns ein Treffen mit unseren Lieblingsfahrern verwehrt. Immer nur konnten wir einen kurzen Blick auf sie erhaschen, wenn sie an uns vorbeigeeilt sind und wir sie von weiter weg zu sehen bekamen. Meine Befürchtung, dass Indien die gänzlich schlechteste Strecke ist, bestätigt sich immer mehr. Das Pech verfolgt uns sehr penetrant.

Irgendwie bin ich dann doch froh, als das Wochenende vorbei ist und wir auf Montag zusteuern. Vielleicht ist die morgige Städtetour besser und ich kann doch noch etwas von dem Land genießen.


Liese

Ein glücklicherweise klimatisierter Kleinbus, mit einem kleinen Inder hinterm Steuer, kutschiert uns auf unserer Besichtigungstour quer durch Neu-Delhi. Einige wenige, schöne Gebäude und einen Garten haben wir immerhin zu sehen bekommen, aber im Grunde steckt die Stadt in einem immerwährenden Stau und Verkehrschaos fest. Der Dreck, der überall auf den Straßen rumliegt, ist für einen Mitteleuropäer wirklich sehr gewöhnungsbedürftig. Aber am schlimmsten ist die allgegenwärtige Armut. Nicht, dass ich meine Augen davor verschließen will. Es ist nur so unglaublich traurig. Auch dass die meisten Frauen und Kinder hier so überhaupt keine Rechte haben. Mir wird wieder bewusst, wie unglaublich gut es mir geht. Was denke ich mir eigentlich dabei, wenn ich mich aufrege, dass ich das Objekt meiner Begierde noch immer nicht persönlich getroffen habe?

Der gestrige Tag, also gleichzeitig der Tag des Rennens, war auch nicht so berauschend. Mark erwischte zu Anfang gleich einmal einen schlechten Start. Kollidierte dann leicht mit Kimi Räikkönen. Als er versuchte auszuweichen, erwischte er mit dem Hinterrad den Frontflügel von Fernando. Dadurch fiel Fernando noch weiter zurück, als schon durchs Qualifying. In der vierzigsten Runde kam dann das Aus für Mark. Die Lichtmaschine hatte ein Problem.

Im Interview hat Mark dann seinem Frust freien Lauf gelassen. „Dumme Geschichte! Wir haben vieles richtig gemacht, wie auch in vielen anderen Rennen in diesem Jahr. Ich kann nur mehr darüber lachen”, kam es etwas sarkastisch von ihm.

Auch Fernando war sichtlich frustriert. Im Interview kam rüber, dass er Mark irgendwie die Schuld darangab, dass er zurückgefallen war.

Noch dazu hat sich Sebastian Vettel schon an diesem Wochenende seinen 4. WM-Titel geholt. Wären Mark und Fernando sich nicht in die Quere gekommen oder wäre die Lichtmaschine nicht ausgefallen, hätten die beiden Vettel da doch noch ein bisschen in die Quere kommen können.

Natürlich hat dies auch wieder zwischen Minna und mir etwas zu Spannungen geführt. Auch wenn sich unsere kleinen Sticheleien nicht wirklich auf die Probleme unserer zwei Lieblingsfahrer bezogen haben. Aber ich denke, wir beide haben so ein wenig den Frust über das Wochenende rausgelassen.

Ich hoffe nur, dass der heutige Abend das alles wieder wett macht und die Herren wieder besserer Laune sind, als gestern. Die können es sich ja schwer leisten, ihren Frust an ihren Fans auszulassen. Das gäbe nur schlechte Presse.


Minna

Der Städtetrip war definitiv der beste Part vom bisherigen Aufenthalt. Wir waren auf einem Markt, wo ich ordentlich eingekauft habe. So viele verschiedene Gewürze. Wahnsinn! Genau mein Ding. Ich denke, jetzt komme ich schon auf meine zwanzig Kilogramm. Die Sehenswürdigkeiten waren auch nicht schlecht. Dennoch würde ich nicht noch einmal freiwillig nach Indien reisen. Es ist mir einfach zu laut, voll und die Menschen hier haben eine ganz seltsame Mentalität.

Wir haben jetzt noch zwei Stunden, bevor es zum Dinner mit den Fahrern geht. Reicht also, wenn ich eine Stunde vorher ins Bad gehe. Ich muss definitiv noch eine Mütze voll Schlaf nehmen, sonst halte ich heute Abend nicht lange durch. Ich weiß zwar nicht, wie lange Fernando der Meinung ist, da bleiben zu müssen, aber vielleicht ist meine Gesellschaft ja gar nicht so schlecht. Schließlich ist kein Ende für die Veranstaltung angegeben worden.
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