Lissa - das Fuchsmädchen  (Maledictus FanFiktion)

von KarenFoxy
GeschichteRomanze, Fantasy / P12
Charlie Weasley OC (Own Character) Remus "Moony" Lupin Severus Snape
16.03.2019
18.10.2020
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18.10.2020 2.693
 
Ich fand mich in einem Wirrwarr aus nackter Haut, seinen und meinen Armen und dem armen kleinen Wesen wieder. Wieso musste er mich auch ausgerechnet in seine Arme ziehen? Hätte er sich nicht zuerst ein Shirt anziehen können?
Aber insgeheim war ich froh, dass er es nicht getan hatte. Ich begann zu verstehen, warum die Mädchen in den Büchern von Olivia immer so durchgedreht waren, wenn einer der Jungs oberkörperfrei rumgelaufen war. Es hatte eben seinen ganz eigenen Reiz.
Aber warum hatte er mich überhaupt an sich gezogen? Er sollte sich doch um den kleinen Kerl in meine Armen kümmern, und nicht mein Gehirn in Zuckerwatte verwandeln. Bestimmt löste ich mich wieder von ihm, und versuchte, seine Aufmerksamkeit auf das Tierwesen zu lenken. Seine Besorgnis galt aber immer noch mir.
«Geht es dir gut? Wie lange warst du in der Sonne? Ist dir schwindelig? Sollen wir mit dir zu Madam Pomfrey?», sprudelten die Fragen nur so aus ihm heraus und irgendwo hinter ihm konnte ich Penny kichern hören. «Charlie, ich denke es geht ihr gut. Sieh sie dir doch an. So lange war sie bestimmt nicht in der Sonne. Auf jeden Fall ist sie momentan nicht diejenige, welche deine Aufmerksamkeit braucht. Sondern der da», mit diesen Worten drückte sie seinen Kopf mit sanfter Gewalt ein wenig nach unten, sodass er endlich den kleinen Frosch-Fisch ansah.
«Oh, ein Plimpy! Diese kleinen Kerle verletzen sich schnell, da es etwas tollpatschig sind. Lass mich mal sehen…», während er sprach, nahm er mir das Wesen ab und hob es sich vors Gesicht. Dann betrachtete er die Wunde und das Bein eingehend und nickte zwischendurch, gefolgt von viel Kopfschütteln. Es war wirklich faszinierend, ihm bei seinen stummen Selbstgesprächen zuzusehen.
«Ich muss mit ihm zu Hagrid. Ich weiss zwar, was ich tun muss, um ihm zu helfen, aber ich habe nicht die Mittel und die Zeit, um es zu tun. Könnt ihr hier aufräumen, während Lissa und ich zu Hagrid gehen?», diese Worte richtet Charlie eindeutig an Penny und Tonks, jedoch wusste ich nicht genau, warum ich mitkommen sollte. Immerhin hatte ich keinen blassen Schimmer davon, wie man ein Tierwesen pflegen musste.
Als könnte er meine Gedanken lesen, wandte sich Charlie wieder mir zu: «Du hast Hagrid noch nicht wirklich kennengelernt, richtig? Es wird höchste Zeit dafür. Na los, pack deinen Schirm aus, wir dürfen keine Zeit verlieren.»
Etwas überrascht sah ich zu Penny, doch die zuckte nur mit den Schulten, und nickte in Charlies Richtung. Das war wohl ihre Art mir zu sagen, dass ich mit ihm gehen sollte. Also kramte ich nach meinem Schirm, liess ihn mit dem Zauberspruch: «Engorgio!», wachsen und heftet mich an die Fersen von Charlie, welcher schon losgegangen war, nachdem er sich ein Shirt angezogen hatte.
Während wir so schweigend nebeneinander hergingen, musterte ich ihn verstohlen von der Seite. Dieser Charlie war neu, und mir gänzlich unbekannt. Er wirkte streng, überlegt und entschlossen. Aber ich fand es nicht schlecht. Es zeigte mir nur, wie viel ihm die Tierwesen bedeuteten, und, dass er für sie alles geben würde. Ob er wohl auch für mich alles geben würde, wenn er wüsste, was ich in Wirklichkeit war? So wie es wirkte, sorgte er sich schon sehr um mich, auch ohne zu wissen, dass ich zum Teil eine Füchsin war und irgendwann auch bleiben würde.
Und Bill hatte mich ja auch nicht verstossen, nachdem er es auf die wohl schlimmste Art erfahren hatte. Vielleicht würden Tonks, Penny und Charlie ja auch so reagieren wie er, wenn ich es ihnen sagen würde?
Doch diese Gedanken wurden schnell von düsteren überschattet. Natürlich konnten sie es ebenfalls gut aufnehmen, so wie Bill es getan hatte. Aber er hatte einen angeborenen Beschützerinstinkt. Die andern vielleicht nicht. Ich würde es nicht ertragen, wenn sie mich danach verabscheuen würde. Für meine Lügen, und mein Wesen. Sie würden mich zweifelsohne hassen. Immerhin hatte ich mich ihnen angenähert, wohlwissend, dass ich sie verlassen und verletzen würde, eines Tages. Nein. Noch war ich nicht bereit, es den anderen zu sagen. Ich brauchte einfach noch etwas mehr Zeit. Nur noch etwas mehr. Dann würde ich vielleicht genügend Mut haben, es ihnen zu sagen, ohne ihre Reaktion fürchten zu müssen.
Ich musste dringend diese Gedanken loswerden. Momentan war etwas anderes wichtiger und immer nur darüber nachzudenken, würde mir die Entscheidung auch nicht leichter machen. Ich würde mich nur hineinsteigern und es noch schwerer machen für mich.
«Hagrid ist der grosse, bärtige Mann, den ich zu Beginn des Schuljahres gesehen habe, richtig? Du kamst damals von einem Treffen mit Hagrid, wenn ich mich nicht irre. Triffst du dich häufig mit ihm?», fragte ich Charlie auf unserem Weg über das Schulgelände, zu der einsamen Wildhüterhütte, in welcher Hagrid hauste.
«Ja, ich gehe ziemlich regelmässig zu ihm. Die Thestrale, die ich dir gezeigt habe, unterstehen eigentlich seinem Schutz, aber ich kümmere mich für ihn um sie. Er hat mit Fluffy bereits alle Hände voll zu tun. Jedoch bin ich mir sicher, dass er Zeit für den kleinen Plimpy hier finden wird. Wenn es um Verletzte geht, hat er immer Zeit. Wo wir aber schon beim Thema sind…du hast keine Angst vor Hunden, oder? Immerhin hat er gleich vier», erzählte er mir und ich lauschte interessiert. Auch wenn ich mit Fluffy nicht viel anfangen konnte. War das einer seiner Hunde? Und wieso hatte er gleich vier Stück davon? Reichte einer nicht?
Auf die Frage antwortete ich mit einem Kopfschütteln. Ich hatte noch nie Probleme mit Hunden gehabt. Es waren eher die Hunde, welche ein Problem mit mir hatten. Immer wenn ich in die Nähe von Hunden kam, wurden sie unruhig und bellten. Ich vermutete, es lag daran, dass sie den Wildgeruch der Füchsin an mir erschnüffeln konnten. Das würde interessant werden bei Hagrid mit seinen vier Hunden.
Ich konnte bereits den Rauch aus dem Schornstein auf dem Dach aufsteigen sehen und auch die Krähen, welche sich in seinem Garten tummelten, krächzen hören. Weit hatten wir es nicht mehr. Durch eines der offenstehenden Fenster konnte ich sogar schon die massige Gestalt von Hagrid ausmachen, welcher in einem Topf über dem offenen Feuer rührte. Was er wohl kochte? Er hatte beim ersten Mal, als ich ihn gesehen hatte, nicht so gewirkt, als wäre er ein grosser Koch. Aber man sollte ja nicht nach dem Äusseren gehen.
Ohne anzuklopfen betrat Charlie die Hütte und ich folgte ihm zögerlich. Immerhin war ich noch nie in der Hütte gewesen und kannte Hagrid nicht einmal wirklich.
»Hagrid, hast du kurz Zeit? Dieser Plimpy braucht unsere Hilfe«, begann Charlie ohne Umschweife und steuerte bereits auf den grossen Küchentisch zu. Darauf türmte sich Geschirr, und ich fragte mich wirklich, wie er Platz für den Plimpy schaffen wollte.
»Oh, Charlie! Natürlich habe ich Zeit, mich um dieses kleine Kerlchen zu kümmern«, erwiderte Hagrid, breitete seine Arme aus um all die Töpfe, Pfannen und Teller hochzunehmen und liess sie in das Spülbecken fallen. Na, so konnte man auch aufräumen. Während die beiden sich untereinander unterhielten und sich um den Plimpy kümmerten, betrachtete ich Hagrid. Es schien, als hätte er mich noch gar nicht bemerkt und ich würde mich komisch fühlen, wenn ich die beiden jetzt unterbrechen würde, nur um mich vorzustellen. Aus der Nähe betrachtete, wirkte er noch grösser, als bei unserem ersten Treffen. Aber für ein Riese war er zu klein. Vielleicht ein Halbriese? Seine Stimme passte definitiv zu einem Riesen. Sie war tief, grollend und laut. Wie die des Riesens in unserem Zirkus.
Aber im Gegensatz zu dem Riesen, den ich kannte, wirkte Hagrid sanft und freundlich. Nicht grobschlächtig und ruppig. Das machte ihn mir automatisch sympathischer. Während die beiden weiterarbeiteten, köchelte in dem Topf über dem Feuer weiterhin irgendein Gebräu. Ich konnte es immer noch nicht wirklich zuordnen. Es war Grün, sehr dickflüssig und sonderte einen widerlich süsslichen Geruch ab. Gerade als ich näher herangehen wollte, drückte sich etwas gegen mein Bein. Zuerst zuckte ich erschrocken zusammen, doch dann erkannte ich, dass es sich lediglich um einen Hund handelte. Einen sehr grossen Hund. Mit drei Köpfen. Der mich anscheinend mochte, denn er machte keine Anstalten, mich anzubellen. Seltsam. Vielleicht lag es an den drei Köpfen?
Dann wurde mir wirklich bewusst, dass er drei Köpfe hatte. Drei. Einer reichte nicht, nein, es mussten gleich drei sein. Ein leises Quietschen entfuhr mir und ich machte einen Satz nach hinten.
»Oh, du hast Fluffy also kennengelernt? Ist er nicht super süss?« Als ich meinen Blick endlich von dem übergrossen, dreiköpfigen Hund losreissen konnte sah ich zu Charlie, welcher mich schmunzelnd beobachtete. »Aber er hat drei Köpfe! Wieso hat er drei Köpfe?«, entfuhr es mir und ich liess mich auf einen der im Zimmer verteilten Stühle sinken. Das war mir momentan einfach etwas zu viel. Ein Hund mit drei Köpfen.
»Na, weil Fluffy ein dreiköpfiger Hund ist. Sonnenklar, oder nicht?«, mischte sich nun auch Hagrid ein und sah mich zum ersten mal richtig an. Seine Augen wurden gross, und er hielt in der Bewegung inne. »Ach du meine Güte. Charlie! Sag doch, dass ich Besuch habe! Ohje, wie das Zimmer aussieht. Und ich habe mich noch gar nicht vorgestellt. Ach du meine Güte« Dann kam er schnellen Schrittes auf mich zu, wobei jeder Schritt den Boden vibrieren liess. Er reichte mir seine massige Hand und als ich sie ergriff, schüttelte er sie energisch. So energisch, dass er mich gleich mit durchschüttelte. »Ich bin Hagrid. Der Wildhüter. Freut mich sehr. Das ist Fluffy und irgendwo treibt sich Fang rum. Er ist ziemlich schüchtern, also versteckt er sich wahrscheinlich.«
»Ich bin Lissa...freut mich auch«, presste ich hervor, während er weiter meine Hand schüttelte. Als er endlich losliess fühlte ich mich, als wäre ich gerade in meinem Zirkuswagen über tausende Schlaglöcher gefahren. »Ah, du bist also Lissa! Charlie hat mir schon viel über dich erzählt. Und dabei hat er nicht übertrieben!«, nachdem er das gesagt hatte, lachte er herzlich auf und legte Charlie einen Arm um die Schultern. Ich währe wahrscheinlich eingeknickt, aber Charlie schien es sich gewöhnt zu sein. Die beiden hatten also über mich geredet? Und bei was hatte Charlie nicht übertrieben? »Hagrid...«, zischte dieser nun unüberhörbar und der bärtige Mann verstummte. Genau wie ich blickte er zu Charlie, dem die Röte ins Gesicht geschossen war. Ich denke ich konnte erahnen, in welche Richtung diese Gespräche gegangen waren, und der Gedanke liess mein Herz schneller schlagen. So schnell, das sogar die Schmetterlinge in meinem Bauch erwachten und wild ihre Bahnen drehten. Ein angenehmes Kribbeln breitete sich in mir aus.
»Oh, ich habe es schon wieder getan, oder? Hätte ich nur nichts gesagt«, entschuldigte sich Hagrid bei Charlie, als ihm bewusst wurde, was er mir gerade offenbart hatte. Er sah aus wie ein getretener Hund, während Charlie nur noch röter wurde. Die beiden so zu sehen entlockte mir ein kleines Kichern, was die Aufmerksamkeit der beiden wieder auf mich lenkte.
»Ich muss mich wohl bei dir bedanken, Hagrid«, begann ich und konnte ein breites Grinsen nicht unterdrücken. »Also danke, für deine unbedachten Worte.«
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Es dauerte weniger lange, als ich erwartete hatte, bis sie fertig waren mit dem Plimpy. Die Sonne war gerade erst im Begriff zu sinken, da verliessen Charlie und ich auch schon wieder die Hütte des Wildhüters. Die restliche Zeit hatten die beiden Männer sich darum bemüht, über unverfängliche Themen zu sprechen, aber meine Gedanken drehten sich immer noch darum, dass Charlie mit Hagrid über mich sprach. Alleine bei dem Gedanken daran vollführte mein Herz einen kleinen, lächerlichen Hüpfer.
Als wir gingen, liessen wir den Plimpy bei Hagrid. Er würde ihn zurück zum See bringen, sobald er wieder gesund war. Doch Charlie wandte sich nicht dem Schloss, sondern dem Wald zu.
»Es stört dich doch nicht, wenn wir noch kurz nach den Thestralen sehen, oder? Vielleicht kann ich dir dann gleich auch noch jemand anderes vorstellen«, fragte mich Charlie und ich schüttelte den Kopf. Ich war froh, wenn ich noch etwas Zeit mehr mit ihm verbringen konnte. Heute hatte er mir ganz andere Seiten von sich gezeigt und ich wollte nicht, dass es schon vorbei war.
Aber wen wollte er mir denn noch vorstellen, abgesehen von den Thestralen? Kannte er einen der Zentauren näher, welche angeblich im verbotenen Wald leben sollten? Aber ich konnte mir irgendwie nur schwer vorstellen, dass eines dieser erhabenen Geschöpfe sich so einfach vorstellen lassen würde. Ich musste mich wohl überraschen lassen.
»Du hast also mit Hagrid über mich geredet?«, schnitt ich das Thema an, welches momentan am meisten an mir nagte. Als ich zu ihm hinüber schielte konnte ich sehen, wie ihm die Röte förmlich ins Gesicht schoss. Dies wiederum entlockte mir ein Kichern und er rieb sich verlegen mit einer Hand über den Nacken.
»Ja schon...a-aber nicht über das, was du jetzt denkst! Ich habe ihm nur erzählt, dass wir eine neue Schülerin haben, die beinahe so rote Haare hat wie meine Familie und ich. Und als er dich heute gesehen hat, muss er festgestellt haben, dass ich dabei nicht übertrieben habe!«, presste er schnell und etwas stammelnd hervor. Es klang mehr so, als versuchte er sich selbst von seiner Ausrede zu überzeugen und ich beschloss, noch etwas weiter nachzuforschen.
»Ach ja? Was hätte ich denn anderes denken sollen? Gibt es einen Grund, warum ich etwas anderes als das hätte denken sollen?«
Natürlich wusste ich, dass ich ihn in eine Zwickmühle manövriert hatte, aber ich war nunmal neugierig. Und ausserdem sah er so süss aus, mit diesen geröteten Wangen. Diesen Anblick wollte ich noch etwas länger geniessen.
Unterdessen hatten wir den Wald betreten und es wurde düsterer um uns herum. Charlie liess sich Zeit mit seiner Antwort, und das bestätige mir nur noch mehr, dass sie nicht nur über meine Haarfarbe gesprochen hatten. Vielleicht sollte ich das nächste Mal Hagrid ausquetschen. Bei einer Tasse Tee vielleicht.
»Als weisst du, du hättest natürlich denken können, so wie Hagrid es gesagt hat, dass ich mit ihm über mehr...als deine Haarfarbe...was wir aber nicht getan haben!« begann er schliesslich und ich nickte langsam und verstehend. Gerade als ich fragen wollte, was denn dieses 'mehr' sein könnte, passierte es.
Meine Beine versagten mir den Dienst. Sie kribbelten wie verrückt und für einen kurzen Moment verlor ich komplett die Kontrolle über sie. Ich blieb an einer Wurzel hängen und es passierte, was passieren musste. Ich stolperte.
Zweifelsohne wäre ich der länge nach auf dem Boden aufgeschlagen, doch stattdessen fand ich mich in Charlies Armen wieder. Zum zweiten Mal heute.
»Hast du dir weh getan, Lissa?«, fragte er mich, während er mich langsam wieder auf meine eigenen Füsse stellte. Das Kribbeln hatte etwas nachgelassen, war aber immer noch beinahe unerträglich stark. Heute musste ein schlechter Tag sein. Es war schon lange her, dass es das letzte Mal so schlimm war. Und ich hatte vor allem darauf geachtet, mich regelmässig zu verwandeln, dass genau so etwas nicht passieren würde. Aber anscheinend hatte das nicht gereicht.
»Ja, es geht mir gut...ich bin nur gestolpert«, beschwichtigte ich ihn und stricht mir einige lose Haarsträhnen aus dem Gesicht. Erst da merkte ich, dass er mich immer noch festhielt. Dabei stand ich bereits wieder mehr oder weniger sicher auf meinen eigenen beiden Beinen.
»Charlie...« begann ich leise »Du kannst mich jetzt wieder loslassen. Ich kann jetzt alleine stehen«, als ich das sagte, färbten sich seine Wangen leicht rosa und er wich schnell einige Schritte zurück.
»Natürlich kannst du das...ich wollte nur sicher gehen, das wirklich alles in Ordnung ist. Passt das nächste Mal bitte etwas besser auf. Komm, die Thestrale warten schon.«
Mit diesen Worten wandte er sich ab und ging schnellen Schrittes weiter. Einen Moment blieb ich noch stehen, und hoffte, dass meine Beine mir nicht nochmal den Dienst versagen würden. Und ich bereute es irgendwie, dass ich etwas gesagt hatte und so den Moment zerstört hatte. Aber es war bestimmt besser so.
Bevor ich den ersten Schritt tat, kniff ich mir einige Male in die Beine und setzte dann einen Fuss vor den anderen. Etwas zittrig und sehr vorsichtig folgte ich Charlie zu den Thestralen. Heute Abend würde ich Severus definitiv einen Besuch abstatten müssen. Ich brauchte entweder einen Ort um zu übernachten, oder einen Trank, der das Kribbeln unterbinden würde. Vielleicht auch beides.