Midgardian Spy

von Miloki98
GeschichteAllgemein / P12
16.03.2019
23.04.2019
3
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Erde, New York

Es war ruhig in New York. Zumindest relativ, wenn man vom alltäglichen Lärm und Gedränge der Menschen mal absah. Zwischen dem dichten Verkehr huschten Menschen hin und her, um in aller Hektik und allem Stress an ihr Ziel zu gelangen. Sei es das Kino, die Arbeit oder das eigene Zuhause. Überall hörte man Autos hupen und manchmal das Fluchen und die Beschimpfungen der Menschen, die sich gegenseitig im Weg waren.

Niemand bemerkte das Mädchen, welches gerade aus einer Gasse trat und sich unauffällig umsah. Als erstes musste sie lernen, wie ein Mensch zu handeln. Also begann sie umherzugehen und beobachtete derweil die Menschen um sich herum. Die Sprache war die Ihre, aber das Verhalten unterschied sich grundlegend von dem, was sie gewohnt war. Die Menschen gingen harsch und unfreundlich miteinander um. Sie waren hektisch und gestresst und eilten nur schnell umher. Wie konnten so viele Leute nur so lange überleben, in einer Gemeinschaft in der man sich gegenseitig Hass und Abscheu entgegenbrachte? Sie sah in ihre Gedanken. Viele hatten Familie. Freunde. Und trotzdem sahen sie nicht das Schöne in ihrem Leben. Das Miteinander. Der Zusammenhalt. Die Möglichkeit anstatt gegeneinder zu kämpfen, etwas Großes zu schaffen und diese Welt vor äußeren Gefahren zu wahren und zu beschützen.

Doch das war Ayala ziemlich egal. Umso leichter wäre es, diese sogenannte Erde einzunehmen. Wie sollten sie gegen Xandar bestehen, wenn sie zu sehr damit beschäftigt waren sich gegenseitig niederzumachen und zu bekämpfen? Ihre Oberflächlichkeit sollte ihren Fall besiegeln, auch wenn sie es noch nicht wussten. Doch sie musste sich konzentrieren. Ihre Aufgabe war es, die Wächter der Erde zu finden. Ihre Schwachstellen zu finden um sie am Ende gegen sie zu verwenden und schlussendlich zu vernichten. Viel wusste Vayala nicht. Ihr Anführer war angeblich aus einer anderen Zeit. Ein Kind Asgards sollte bei ihm sein. Zwei Assasinen. Eine weiblich und der andere ein Bogenschütze. Angeblich der Beste, der ebenfalls nie sein Ziel verfehlte. Außerdem ein Mensch, der zu einem Monster wurde und einer, der viel zu sehr von sich selbst und seinem Geld hielt. Ihn wollte sie als erstes seine Schwächen preisgeben lassen.

Jemand mit so einem Ego hatte sicher eine schwache Seele; einen schwachen Geist. Und genau das war damit die Schwachstelle des Teams. Eine Gruppe ist nur so stark, wie ihr schwächstes Glied. Sicher hatten alle von ihnen ihre Geheimnisse. Doch jemand, der sich jeden Tag mit Alkohol bereicherte und in einer Metallrüstung versteckte, war sicher leicht zu brechen. Vayalas Blick schweifte umher. Ein großes Ego brauchte viel Platz und Aufmerksamkeit. Also suchte sie nach dem auffälligsten aller Gebäude. Das erwies sich doch noch als etwas schwer als erwartet. Jedes der Häuser war bunter, als das vorherige und überall leuchteten und blinkten Reklametafeln, die um die Aufmerksamkeit der Menschen stritten. Schnaubend wandte sie sich von dem ganzen störenden Kram ab. Die Menschen hatten überhaupt keine Ahnung, was sie ihrer heißgeliebten Erde hier antaten. Nun fiel ihr etwas anderes ins Auge. Inmitten des Trubels stand ein auffällig... spezielles Gebäude. 'STARK' prangte in leuchtenden Buchstaben hoch oben, damit jeder es sehen konnte. Augenrollend lächelte sie. Natürlich. Wo auch sonst. In der Mitte der Stadt und alles überragend. Seufzend ging sie also in die Richtung, welche sie zu dem protzigen Etwas bringen würde.

Keine zehn Minuten später stand sie davor. Schnell sah sie sich um, ob sie jemand sah. Niemand beachtete sie. Selbst wenn. Die Menschen sahen hin, ohne wirklich jemals etwas zu sehen. Sie waren zu engstirnig. Und bei weitem zu kleingeistig. Es wäre Leichtsinn gewesen, würde sie einfach so dort hineingehen. Nicht, dass sie sich nicht perfekt hätte verteidigen können im Falle des Falles. Aber man konnte es ja möglichst versuchen zu vermeiden. Soweit sie von Xandar wusste bestand das Team aus sechs Personen. Der Mann, dem dieses hässliche Etwas gehörte und der ein unbeschreiblich großes Ego besaß sowie den Drang nach Aufmerksamkeit. Zwei Assinen. Eine weiblich und höchst gefährlich. Der zweite ein ausgezeichneter Bogenschütze, der nie sein Ziel verfehlte. Einen Mann, der nicht aus dieser Zeit war, welcher aber trotzdem nicht zu unterschätzen war. Ein Prinz Asgards. Der Donnergott höchstpersönlich. Und zu guter Letzt ein Mann, der ebenso genial wie sein Freund, der Großkotz war, sich aber sobald er wütend wurde zu einem großen, grünen und weit übermenschlich starken Monster mutierte. Durchaus etwas, wovon man sich ein Bild machen wollte, um in keine Falle zu laufen. Zusammen bildeten sie ein ausgezeichnetes Team. Zu Vayalas Missfallen. Um sich ein Bild zu machen, schloss sie ihre Augen. Vorsichtig sandte sie ihren Geist aus. Sie besah sich den Tower von außen. Doch bei dem Versuch hineinzusehen fluchte sie kurz. Etwas verhinderte, dass sie hineinkam. Murrend öffnete sie ihre Augen. Eine Kraft musste den Tower beschützen. Man sah, wie sie sofort einen Plan schuf. Es gab nur einen Weg hineinzukommen. Doch der missfiel ihr gründlich.

Da sie nicht glaubte, das aus dem Team jemals einer alleine rauskam, geschweige denn, das sie nah genug an denjenigen herankommen würde, entwickelte sie einen Plan. Dieser setzte jedoch voraus das sie.. nett sein musste. Außerdem musste sie gegen Xandars Anweisung verstoßen. Doch er musste es ja nicht erfahren. Es gab nur diesen einen Weg um dort hineinzukommen. Doch noch war es zu hell. Sie müsste später wiederkommen, um ihren Gedanken in die Tat umzusetzen. Sie war eine hervorragende Schauspielerin. Es würde fast schon zu leicht werden, das alles auszuführen. Sie wandte sich um und ging schnellen Schrittes voran, damit sie sich vorbereiten konnte. Xandar würde bald etwas von ihr hören wollen, also musste es noch heute geschehen. Ihr war unklar, warum die Menschen alles abstritten, was sie nicht sehen konnte. Ihr Glauben bestand nur aus Dingen, die sie sehen und bestenfalls anfassen konnten. Doch hatten sie nicht mit dem Donnergott den perfekten Beweis für Magie vor sich? So wirklich glaubten sie nicht daran, dass es Leben auf anderen Planeten geben konnte. Das Magie nicht nur ein Märchen war und tatsächlich existierte. Sicher machte es ihnen zu große Angst. Anstatt sich vor anderen Lebewesen zu verteidigen griffen sie sich gegenseitig an. Eine seltsame Spzies diese Menschen. Mit diesem Gedanken machte sich Vayala daran, ihren Plan vorzubereiten.