Please remember me again

von Cathala
GeschichteMystery, Romanze / P18
15.03.2019
15.03.2019
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1927
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Vorwort:

Hallo lieber Leser, dies ist die lange versprochene Fortsetzung zu „Please remember me“.

Als der Wunsch nach eine Fortsetzung aufkam habe ich euch gefragt was ihr euch in der neuen Geschichte wünschen würdet. Einige von euch habe sich darauf hin bei mir gemeldet. So wie es mir möglich war habe ich eure Wünsche berücksichtigt.
Leider muss ich mich dafür entschuldigen dass es so lange gedauert hat, aber ich hatte nicht viel Zeit zum schreiben. So wie ihr es euch gewünscht habt, habe ich zuerst die Story komplett beendet, so dass ich euch jede Woche ein von insgesamt 11 Kapitel versprechen kann.

Ich freue mich  auf eure Fragen, Kommentare und Anmerkungen.

Und nun, ohne weitere Umschweife:

Viel Spaß mit: „Please remember me again“




ps: Man muss nicht unbedingt "Please remember me" gelesen haben, aber an manchen Stellen wird das Verhalten der Charaktere dadurch leichter nachvollziehbar.





Kapitel 1: Woher weiß ich das er der Richtige ist?



Der alljährliche Weihnachtsball rückte immer näher und sorgte dafür das die meisten Schüler, vor allem jene aus den älteren Jahrgängen, völlig durchzudrehen schienen. Seit Tagen diskutierten die Schüler mit ihren Freunden darüber was sie zu diesem Fest anziehen sollten. Seit Wochen versuchte jeder einen Ballpartner zu finden der ihm gefiel, was oftmals in diversen Tränenausbrüchen und plötzlicher extremer durch Aufregung hervorgerufene unkontrollierter Transpiration endete. Kurzum, es herrschte Ausnahmezustand in den Gemäuern von Hogwarts.

Gerade hatte der Schulleiter beobachtet wie eine sehr schüchterne Slytherin ein wenig Liebestrank auf die Pralinen, die sie ihrem Angebeteten schenken wollte, träufelte. Er nahm ihr die Schachtel ab und sah sie durchdringend an.

„Sir, ich weiß einfach nicht, wie ich ihn dazu bringen kann meine Existenz wahrzunehmen. Mehr will ich doch gar nicht, nur dass er mich einmal ansieht, damit ich ihn fragen kann ob er mit mir auf den Ball geht.“ schluchzte das Mädchen los.

„Miss Collins, glauben sie wirklich das dies der richtige Weg ist? Abgesehen davon das es verboten ist ihm mit Liebestank versetzte Pralinen zu schenken glaube ich nicht, dass sie diese Dinger wirklich brauchen. Aus Erfahrung weiß ich dass sie nicht auf den Mund gefallen sind. Also nutzen sie ihr Hirn, vertrauen auf sich selbst und sprechen ihn an.“

„Professor hatten sie damals auch solche Angst, das ihre Frau vielleicht nein sagen könnte?“

„Ehrlich gesagt war sie es, die mich angesprochen hat. Sie hat mich so sehr überrumpelt das ich nicht in der Lange war etwas anderes als ja zu sagen.“

„Danke, Professor!“ erwiderte sie und ging an ihrem Schulleiter vorbei.

„Ach, Miss Collins... 50 Punkte Abzug dafür dass sie einen Liebestrank verwenden wollten.“

Das Mädchen blieb kurz stehen, ließ die Schultern hängen und ging weiter.

„Und 60 Punkte dafür dass sie mutig genug sind mich in solchen Dingen um Rat zu fragen.“

Sofort richtet sich das Mädchen wieder auf und ging lächelt weiter.

Dem Schulleiter blieb nichts anderes übrig, als den Kopf zu schütteln und sich auf den Weg in seine Gemächer zu begeben, in denen er seine Frau zu finden hoffte.

Als er ihre Räume betrat hörte er das Klappern von Geschirr. Leise schlich er in die Küche und sah ihr vom Türrahmen aus zu. Sie liebte es zu kochen wie die Muggel und wenn er ehrlich zu sich war, dann sah sie dabei echt heiß aus. Ihre Stirn in Konzentration gerunzelt, die Locken wild in alle Richtungen fallend und das genießerische Schließen der Augen wenn sie mit dem Abschmecken fertig war. Seine Geliebte hatte ihn noch nicht bemerkt, also schlich er auf sie zu, schlang von hinten die Arme um sie und drückte sich an sie. Entspannt lehnte sie sich an ihn und begann zu seufzen als er ihren Hals küsste.

„Das Essen ist gleich fertig, mein Herz.“ sagte sie leise.

„Von mir aus kann das noch warten, ich wüsste was ich jetzt viel lieber mit dir machen würde“ flüsterte er heißer in ihr Ohr.

Einen Wink mit dem Zauberstab und ihr essen behielt eine konstante Temperatur bei.

„Severus Snape, du machst mich wahnsinnig“, sagte sie und drehte sich zu ihm um, damit sie ihn leidenschaftlich küssen konnte.

Ihre Arme um seinen Nacken gelegt zog sie ihn so nah zu sich, wie es eben möglich war und seufzte in den Kuss. Severus dirigierte sie langsam zum Küchentisch und setzte sie mit einem Ruck auf die Tischkante. Sofort schlang sie ihre Beine um seine Hüfte und griff in sein mit silbernen Strähnen durchzogenes schulterlanges Haar. Langsam aber bestimmt ließ sie sich mit ihm nach hinten sinken und stöhnte auf, als er sich ihrem Hals widmete. Ungeduldig zerrte sie an seinem Gehrock was ihm ein Schmunzeln entlockte.

„Nicht so ungeduldig meine kleine Löwin. Wir haben alle Zeit der Welt.“

Bestimmt griff sie in seine Hose und grinste böse.

„Tu du lieber nicht so cool, Schlage. Du warst derjenige, der mich vor dem Essen verführen wollte.“

Ihre Hand streichelte langsam über seine Brust, über den Bauch bis hin zu der verräterischen Beule in seiner Hose. Neckend streichelte sie ihn, was ihn dazu veranlasste genießerisch die Augen zu schließen. Gemütlich kraulte sie ihn bis er die Augen aufriss ihr tief in die Augen sah und sich über ihren Mund hermachte. Ein weitere Wink des Zauberstabes und sie beide waren nackt.





****


Der Tag des Weihnachtsballs war gekommen. Ein Unterrichten war so gut wie unmöglich. Vorfreude schien ein gefährlicher Feind der Konzentration zu sein. Nachdem er unzählige Kessel vor der Explosion bewahrt hatte beendete er die letzte Stunde seines  Tages und entließ die aufgereckt schwatzenden Schüler in ihre Freizeit.

Auf dem Weg zu den Räumen seiner Familie traf er Harry.

„Waren die Kinder in ihrem Unterricht genauso unkonzentriert oder liegt es an mir das heute Konzentration ein Fremdwort zu sein scheint“, fragte Harry freundlich.

„Nein Harry, auch wenn ich mir nie habe träumen lassen dies zu sagen, aber:  Sie sind ein guter Lehrer. Außer mir hätte ich keine besseren für VgddK finden können. Wie viele Schüler musste sie zu ihrer Frau auf die Krankenstation schicken?“

„Merlin sei Dank waren es nur drei mit leichten Verletzungen.“

Die beiden verabschiedeten sich von einander und gingen in entgegengesetzte Richtungen. Severus musste sich tatsächlich eingestehen, das Harry ein guter Lehrer war. Auch wenn die Umstände die ihn und seine Frau Ginny nach Hogwarts gebracht hatten nicht sehr erfreulich waren. Harry hatte nie im Detail erzählt was passiert war, aber als er vor gut 13 Jahren in seinem Büro um einen Job und eine Wohnung auf Hogwarts gebeten hatte war Severus klar, das man ihm seine Rolle bei der Rehabilitation seiner eigenen Person übel genommen haben musste. Eigentlich wollte er Harry immer danach fragen, was vorgefallen war, aber es hatte sich nie ergeben. Er vermutete das sie ihm ministeriumsintern übel mitgespielt hatten. Nicht alle waren der Meinung gewesen das ein Mensch wie Severus Snape eine zweite, manche sprachen gar von einer dritten, Chance verdient hatte. Wie dem auch sein mochte, er war Harry sehr viel schuldig gewesen, denn erst durch seine Fürsprache konnte Severus Hermine als freier Mann heiraten und so lieben wie sie es verdient hatte. Da war es für ihn selbstverständlich Harry mit offenen Armen zu empfangen.

Kaum das er einen Fuß in ihre Räume gesetzt hatte hörte er seine Frauen. Er ging dem Geschnatter nach und fand seine Frau mit ihrer gemeinsamenTochter Eileen im Zimmer seiner Kleinen. Vorsichtig lugte er durch die nicht verschlossene Tür. Ein Lächeln breitet sich auf seinem Gesicht aus als er seine wunderschöne Tochter mit seiner noch schöneren Ehefrau sah.

Eileen war nun 13 Jahre alt und furchtbar aufgeregt, weil sie seit kurzem einen Freund hatte. Hermine war gerade damit beschäftigt die langen schwarzen Haare ihrer Tochter elegant hoch zu stecken als sein Sohn Dorien aus seinem Zimmer kam und sich zu ihm gesellte.

„Na schon fertig Kleiner?“ fragte Severus und zerwuschelte ihm die braunen Locken.

In den dunklen Augen seines Jüngsten breitete sich der Schalk aus.

„Dad ich habe noch nicht mal angefangen. Ich brauch doch nicht so lang wie unser Prinzesschen. Ich sehe immer gut aus.“

„Das habe ich gehört, du Angeber!“ kam es giftig von Eileen.

„Mein Sohn, ich glaube wir sollte uns ganz schnell aus dem Staub machen. Unsere Damen möchten nicht gestört werden.“

Damit schloss Severus die Tür und ging mit Dorien in das Wohnzimmer.

„Dorien, egal was du tust, probier keine Nascherei die nicht von einem Hauselfen oder einem Lehrer angeboten werden. In 80 % der Fälle stecken die Weasleys dahinter.“ warnte er seinen 11 jährigen Sohn vor.

„Ist gut Dad. Ich lasse mich schon nicht vergiften.“ witzelte sein Sohn.

Severus sah in erst an. Er wusste, das er manchmal übervorsichtig war, aber er hatte nie damit gerechnet eines Tages eine Familie zu haben. Er liebte seine Frau, seine Tochter und seinen Sohn so sehr, dass er es nicht überleben würden wenn einem der drei je etwas zustieß. Und obwohl die letzten 15 Jahre von Ruhe und Frieden geprägt gewesen waren konnte er nicht aus seiner Haut und war weiterhin wachsam. Bisher hatte alles Gute das ihm widerfahren war ein spektakuläres Ende genommen.

„Pass einfach auf dich auf.“

„Das das ist ein Weihnachtsball und keine Quidditsch Spiel. Mir wird schon nix passieren.“ zwinkerte Dorien und ging in sein Zimmer davon.

In Eileens Zimmer bemühte sich Hermine ihre sichtlich aufgeregte Tochter zu beruhigen.

„Eileen, was ist eigentlich los mit dir? Du bist doch sonst nicht so durch den Wind.“

„Ach es ist nur wegen Dave.“

„Er ist eine netter junger Mann, was soll denn mit ihm sein?“

„Ich... ich mag ihn sehr und weiß nicht ob er mich auch mag.“

„Wenn er dich nicht mögen würde, dann hätte er dich doch wohl kaum gefragt, ob du mit ihm zum Ball gehst, oder?“

„Ja schon, aber...“

„Kein aber, Eileen. Genieß den Ball und lass es einfach auf dich zu kommen. Liebe kann man nicht erzwingen.“

„Ich habe Angst, dass ich ihm zu unerfahren bin, Er ist doch 2 Jahre älter als ich.“

„Eileen, ich bin 19 Jahre jünger als dein Vater und werde immer unerfahrener sein als er, trotzdem lieben wir uns wie am ersten Tag.“

„Woher weiß ich, das er der Richtige ist?“

„Das ist eine schwierige Frage. Ich wusste das dein Vater für mich der Richtige ist als ich nur noch an ihn denken konnte, mich jede Sekunde in der wir getrennt waren nach ihm gesehnt habe und mir ein Leben ohne nicht mehr vorstellen konnte.

Als er mir gestand, das er mich ebenfalls liebte war ich so glücklich, dass sich meine Magie mit mir gefreut hat.“

„Ich freue mich immer riesig auf ihn und bin gerne mit ihm zusammen, aber...“

Hermine unterbrach ihre Tochter, hob ihren Zauberstab und ließ ihren Patronus erscheinen. Der Rabe bewegte sich flink durch den Raum und zog seine Flugbahn in Form eines Herzens bevor er sich auflöste.

„Jetzt du.“

Ohne zu zögern erschuf Eileen einen Patronus in Form eines Hundes. Der Hund tollte herum und löste sich seinem Schwanz nachjagend auf.

„An was hast du gedacht, als du den Patronus gewirkt hast?“

„Ich habe an letzte Woche gedacht als Dave und ich durch den Schnee spaziert sind. Wir haben uns eine erbitterte Schneeballschlacht geliefert und haben anschließend Schneeengel gemacht. An was hast du gedacht?“

„An deinen Vater.“







To be continued

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