Zwischen Eifersucht, Stolz & Vorurteil

GeschichteHumor, Romanze / P16
15.03.2019
15.03.2019
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Auf einen Schlag veränderte sich alles im Leben, ein neuer Job meines Vaters und auch die Schwangerschaft meiner Mutter stellte unser Leben auf dem Kopf, während ich mich so gar nicht auf ein Geschwisterchen freute, freute sich mein Vater um so mehr. Denn ein neuer Job hieß auch wesentlich mehr Geld als bisher. So zogen wir aus dem kalten und verregneten London zurück in unsere Heimat, was auch bedeutete das ich meine Freunde verlassen musste und das schon wieder. Ich hatte vielleicht nicht geweint, sondern freute mich auf meine Großeltern, die ich gerne wieder sehen würde, aber ich wusste auch, dass ich meine besten Freunde verlor. So traurig es auch war, da musste ich durch. Ich war noch nicht alt genug damit ich in London bleiben konnte, aber würde das beste daraus machen. Grünwald, ich kehre zurück!
Am Flughafen angekommen holten uns meine Großeltern ab und brachten uns nachhause, denn wir würden bei meinen Großeltern leben zwar nicht unter einem Dach, aber sie haben extra die alte Scheune zu einer ansehnliche Behausung umgebaut, auch mein Zimmer wurde schön angepasst, selbst das alte Baumhaus haben sie wieder für mich hergerichtet und besonders darauf freute ich mich, auch wenn ich wusste, dass ich von Null beginnen würde. Keine Freunde, ein Neuanfang als Neue an der Schule. Doch erst einmal hatte ich die Gnadenfrist von einer Woche, erst wenn diese herum war, dann würde ich erst zur Schule müssen und das bedeutete auch das ich mich umsehen durfte. So radelte ich noch los, mir die Stadt meiner Kindheit ansehen und schauen, was sich so verändert hatte. Da fiel mir auch schon so vieles auf, was neu ist und von das an was ich mich erinnerte, davon ist kaum mehr was da. Gar nichts mehr!
So fuhr ich mit meinem Rad weiter, weiter und weiter, bis ich auf einem Feld kam, wo ich gerade zwei Jungs Fußball spielen sah. Einen davon kannte ich noch von früher. Maxi. Er war mein alter und jahrelanger beste Freund gewesen und ich wusste nicht, ob er sich noch an mich erinnern konnte, so fuhr ich näher bevor ich auch schon von meinem Rad abstieg und „Maxi!“, rief, der sich auch nach mir umdrehte. Erst blickte er mich an als hätte er ein Geist gesehen, ich wusste auch nicht ob er sich noch an mich erinnern konnte. Immerhin sind fünf Jahre vergangen. „Jackie?“, rief er, lief auf mich zu und grinste mich breit an. „Du bist es ja wirklich und … was machst du hier? Du solltest doch in London sein!“, aber er freute sich wirklich sehr mich zu sehen. „Maxi, wer ist das?“, fragte der blonde Junge, der auch auf uns zu kam, uns musterte und verwirrt drein blickte. „Das, Markus, ist meine beste Freundin.“, waren seine Worte und umarmte mich freudig. „Hallo!“, sagte Markus grinsend. „Freut mich Markus.“, mit einer gewissen Freude in der Stimme und erwiderte die Umarmung Maxis. „Das du dich noch an mich erinnern kannst, wundert mich.“, meinte ich lachend und drückte ihn mal kurz fest bevor ich mich von ihm löste. „Aber ehrlich,.. was machst du hier?“, fragte er mich und Markus blickte zwischen und hin und her, bevor er meinte er komme gleich wieder, er sah paar seiner Freunde her fahren. Maxi nickte und wandte sich mir wieder zu. „Ich bin gerade erst wieder hergezogen und wohne in der umgebauten Scheune meiner Großeltern. „Ich sah, dass sie die Scheune umgebaut haben, aber ich wusste nicht, dass du wieder in der Stadt sein würdest. Das freut mich, ehrlich!“, sagte er und grinste. „Kannst du dich noch erinnern als wir in der Scheune übernachtet haben?“, erzählte er gerade hinaus und ich musste lachen, da ich mich sehr gut daran erinnern konnte. „Ja, selbst das alte Baumhaus haben sie wieder hergerichtet.“, erzählte ich. Währenddessen kamen die anderen auf uns zu und ich konnte hören, wie sie von uns redeten. „Wer ist das, Markus?“, fragte Leon. „Das ist Jackie, sie ist gerade erst wieder in der Stadt zurück gekommen und eine alte Kindheitsfreundin von Maxi.“, sagte Markus erklärend, da er ja das Gespräch zwischen Maxi und mir vernommen hatte. „Ob sie auch Fußball spielt?“, diese Frage kam von Raban und ich vernahm sie. „Ob ich Fußball spiele? Aber hör mal, ich bin Lady Death, die Todesschützin und die beste aus meiner damaligen Mannschaft.“, sagte ich grinsend. „Ob du dich zu damals verbessert hast, das wage ich zu bezweifeln.“, neckte mich Maxi und ich boxte ihn gegen die Schulter. „Halt die Klappe. Das ist schon Fünf Jahre her, dass ich gegen dich verloren hab.“, lachte ich, da drückte mir Maxi auch schon den schwarzen runden Ball in die Hand. „Na, dann spiel gegen uns.“, sagt dieser. „Ihr wisst schon, dass ich alleine bin und ihr eine ganze Mannschaft. Wäre das nicht unfair?“, hinterfragte ich und Leon stimmte dem Zu. „Das wäre unfair, deshalb spielen auch Raban, Joshka, Markus und Juli bei dir und der Rest bei uns oder sehen von dem Rand aus zu.“ - „Siehst du, Maxi, das ist mal ein Wort.“, meinte ich darauf und dieser verdrehte nur die Augen. Fünf verdammte Jahre waren es her, dass ich ihn das letzte Mal gesehen habe. Ich hatte mich verbessert, so wie er sicher auch und nun sollte ich gegen oder mit ihnen spielen? Na das konnte ja heiter werden. „Na dann alle auf ihre Positionen!“, rief ich aus und schnappte mir den Ball, den ich ja immer noch in die Hand hielt. „Gut, die neue beginnt!“, rief Maxi und dann war es auch schon so weit. Ich spielte an, passte ab und ließ Joshka und Raban an den Zug, während Markus unser Torwart war und jeden Ball abfing, der vor ihm landete. „Zeig mal was du kannst, Death“, sagte Maxi als er vor mir stand und ließ den Ball an ihm vorbei rasen zu ihrem Tor und dahinter. Es war ein Eck-Todesball, der knapp am Ohr des Torwarts vorbei raste. „Beim heiligen Kanonenrohr, das war ein Attentat.“, rief Raban aus. „Gratuliere, Jackie, du bist echt gut!“, lobten mich die anderen und Maxi war begeistert. „Du hast dich verbessert, Ginger!“, stieß er mich an. „Wie wäre es, ich bring dich nachhause und dann komm ich zum Teufelstopf?“, machte er seinen Jungs ein Angebot. „Das ist ein Wort.“, willigte Leon ein und so gingen Maxi und ich weg von ihnen. „Weißt du, Jackie, du hast dir ja eine tolle Zeit ausgesucht wieder aufzutauchen. Nur zwei Wochen Schule vor den Ferien, da wirst du nicht viel von der Schule haben, wenn du überhaupt vor den Ferien die Schule besuchen wirst.“ - „Ich denke, das ich dann erst gar nicht in die Schule gehen werde, da ich vermutlich zuhause unterrichtet werde von meiner Mutter.“, sagte ich nachdenklich während ich mein Fahrrad schob. „Stimmt ja, sie ist ja Lehrerin!“, meinte Maxi als es ihm wieder einfiel, da nickte ich darauf. „Es ist jeden Falls toll, das du wieder hier bist. Du hast mir echt gefehlt, aber wehe du sagst das den anderen. Dann wäre mein Image hinüber.“, meinte er und ich lachte. „Meine Lippen sind versiegelt, du kennst mich doch.“, ich boxte ihn erneut wie vorhin gegen die Schulter. „Du hast dich echt verbessert, Kleine!“, sagte er und der Spitzname passte, denn ich war wirklich 10cm kleiner als er, aber das störte mich nicht. „Es wäre toll, wenn ich mit euch spielen könnte, dann hätte ich schon mal Anwärter auf eine Freundschaft.“, erzählte ich ihm. „Ich kann ja mit den anderen Reden, wenn ich wieder zurück fahr.“, meinte Maxi und grinste. „Das wäre echt toll, wenn du bei uns spielen könntest.“, rief er aus und ich nickte, dann kamen wir auch schon in meiner Straße an. „Danke, das du mich begleitet hast, ich denke, alleine wäre ich sicher nicht mehr zurück gekommen.“, lachte ich leicht und eher verlegen, aber er kannte mich ja immerhin. „Jackie, wo warst du?“, rief meine Mutter, die gerade den letzten Karton aus dem Auto holte, auf dem Jackie darauf stand. Das waren meine Schreibtischsachen und zum Glück nichts schweres. Immerhin war sie schwanger, so ging ich schnell zu ihr, nahm ihr die Kiste ab und sie mir das Fahrrad als Tausch. „Und ….wer ist da- Das ist doch Maximilian!“, sagte meine Mutter. „Maxi, Mama! Nicht Maximilian!“, besserte ich sie aus. „Jaja!“ - Möchtest du zum Essen bleiben?“, fragte sie ihm. „Nein, danke. Ich hab noch was vor, aber vielleicht ein anderes mal.“, lehnte er dankend ab bevor er dann das Wort an mich richtete. „Und wir sehen uns morgen Jackie?“, ich nickte. „Dann bis Morgen und Auf Wiedersehen, Frau Ismay.“, dann fuhr er auch schon davon. „Er ist ja erwachsen geworden. Wie lang ist das her?“ - „Fünf Jahre, Mama!“ - „Fünf Jahre! Ich kann mich noch erinnern, wie er Windeln getragen hat.“. Meine Mutter stellte mein Fahrrad in die Garage und wir gingen zusammen in unser neues Zuhause. „Also, du triffst dich mit Maxi morgen? Das ist toll. Ach ja, bevor ich es vergesse, Liebling, ich denke, das du nächste Woche zur Schule gehst, lassen wir ausfallen und du gehst im neuen Schuljahr, weil zwei Wochen sind wirklich wenig.“, sagte sie, dafür liebte ich meine Mutter, nachdem ich den Karton abgestellt hatte umarmte ich sie. „Danke!“, meinte ich und nahm wieder meinen Karton und verzog mich ins Zimmer, welches ich zum ersten Mal sah. Das war groß und toll und bot mir viel Platz, selbst meine Großeltern hatten darauf geachtet, dass es nicht sehr mädchenhaft ist, sondern eher neutral und es bot sogar über das Fenster einen Zugang zum Baumhaus, was ich feierte.


Zur Gleichen Zeit bei den Wilden Kerlen.

Maxi war gerade wieder bei den anderen angekommen, bekam auch schon die Gespräche mit, die seine Freunde führten. „Jackie ist echt ein cooles wildes Girl!“, sagte Marlon. „Sie sagte nie das sie ein Mädchen ist.“, meinte Leon und grinste hinüber zu Vanessa, die alles andere als erfreut war, das ein neues Mädchen das Thema der Jungs war. Dabei war sie das einzige Mädchen hier im Team und Leon, ihr Freund, redete lobend über ein andere Mädchen. Das verletzte sie, auch wenn sie es nicht zeigen wollte, doch es tat weh und das wusste sie, denn sie fühlte es auch. „Maxi, woher kennst du sie?“, fragten die Jungs. „Jackie und ich sind zusammen aufgewachsen, haben damals zusammen Fußball gespielt und sie war damals schon gut, aber verlor jedes Mal gegen mich.“, erzählte er. „Und von heute auf morgen verlor ihr Vater ihren Job und bekam einen neuen in London. Der letzte Tag, den ich mit ihr verbrachte war in ihrem Baumhaus, wo sie mehr als traurig war das sie gehen musste. Habt ihr die Kette gesehen, die sie trägt? Sie ist identisch zu der die ich immer trage, da ich sie ihr damals geschenkt hab, als Freundschaftskette. Gut, wir waren damals auch erst 10.“, sagte er zu ihnen. „Ihre Mutter und meine waren die besten Freunde.“, meinte er weiter und das wars dann auch schon mit der Geschichtsrunde. „Und ich hab sie für morgen eingeladen, zu uns zu kommen. Seid ihr damit einverstanden?“, fragte er in die Runde, dabei bejahten auch schon alle. Selbst Klette wollte das Mädchen näher kennen lernen. „Das wäre toll“, sagte Leon. „Vanessa?“, fragte Maxi, denn sie hatte noch gar nichts dazu gesagt und zuckte bloß mit den Schultern. „Ihr habt mich ohnehin alle überstimmt.“, sagte sie, stand auf und lief zu ihrem Gefährt. Leon stand ebenfalls auf und lief seiner Freundin nach, versuchte mit ihr zu reden. „Eifersüchtig?“, fragte dieser als er bei ihr ankam. „Nein!“, schoss es aus Vanessa's Mund aber sie korrigierte sich. „Vielleicht.“, waren ihre Worte. „Nessie, das brauchst du nicht. Sie ist Maxi's beste Freundin und wir sollten sie auch als Freundin betrachten. Oder nicht?“, sagte Leon und Vanessa überlegte es sich. „Du hast recht.“, damit fuhr sie auch schon los nachdem sie sich von den anderen verabschiedet hatte. Danach fuhr auch Leon ihr nach nach einem kurzen Abschied. „Mädchen sind anstrengend.“, sagte Markus leicht genervt, aber er verstand es auch, dass sie wohl eifersüchtig auf Jackie war. „Aber du, Maxi, du hast sie Ginger genannt, warum?“, wollte Raban wissen. „Weil sie genauso rote Haare hat wie du, nur dünkler, aber da sie ihre Haare gefärbt hatte, passt es aber auch nicht mehr zu ihr. Ich sollte mir was neues ausdenken!“, erzählte und lachte Maxi, bevor sich die Jungs von einander verabschiedeten saßen sie noch eine ganze Weile zusammen, redeten über Jackie und Nessie und auch über viele anderen Themen. Wer würde der nächste Gegner sein und so weiter, bevor sie auch heim fuhren und sich für einen neuen Tag wappneten, doch am nächsten Tag kam Jackie nicht, da sie Maxi abgesagt hatte, weil es ihrer Mutter nicht gut ging. Sie wollte ihre Mutter nicht alleine lassen und Maxi sollte sich in ihrem Namen bei den anderen entschuldigen. Es vergingen zwei Wochen bis Jackie sich wieder bei Maxi meldete, fragte ob sie ein Treffen wiederholen konnten und er einwilligte.
 
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