Elenora & George oder, wie eine Schlange und ein Löwe zueinander fanden

von BadATLove
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
15.03.2019
17.03.2019
6
13329
3
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Dieses Kapitel
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 Kurze Information zu der Abkürzung, einiger Kapitel. Gekennzeichnet mit RB.
RB = Rückblende
Und nun viel Spaß mit dem ersten Kapitel von "  Elenora & George oder, wie eine Schlange und ein Löwe zueinander fanden."
   




"Ist hier noch frei?"
Das waren die ersten Worte, die Elenora im Express angewandt hatte.
Ein braun haariges Mädchen mit riesiger Mähne war hinter ihren Büchern versunken und sah überraschend auf. "Natürlich", meinte sie lächelnd und ließ Elenora eintreten.
Sie fand direkt ihren Platz am Fenster und betrachtete das Buch des jungen Mädchens und streckte freundlich ihre Hand aus.
"Elenora Cathbert." Stellte sie sich vor , die Braunhaarige sah über ihren Bücherrand empor und legte es beiseite um ihrer Sitznachbarin die Hand zu schütteln. "Hermine Granger."

Die Zugfahrt verlief beruhigend und unterhaltsam. Hermine und Elenora schienen beide sehr viel Interesse für Zauberei und Bücher zu hegen, weswegen Elenora sie gleich ausquetschte über ihr Wissen als auf einmal ein etwas pummeliger Junge an ihrer Abteiltür klopfte und sie zitternd öffnete.
"Habt ihr Trevor gesehen?" Fragend musterten die beiden 11-jährigen sich und schüttelten den Kopf.
Hermine drehte sich zuerst um und lächelte den Jungen freundlich an. "Wer ist Trevor?" Dabei zog sie ihre Augenbraue hoch und musterte den Jungen.
"T-Trevor ist meine Kröte." erklärte er brüchig und sah sich im Gang mit seinen Augen um. "Sollen wir helfen beim suchen?" kam es dann plötzlich von Hannah Abbott.
Einer kleinen Blondine, die hinter Neville aufgetaucht war und die Unterhaltung scheinbar mitbekommen hatte.
Nickend standen die beiden jungen Hexen auf und suchten sich in den Abteilen um.

Als Hermine vor einem geöffneten Abteil stehen blieb, musterte sie zwei Jungs, die Zauberei übten und stehen blieb.  "Oh, ich sehe, hier wird gezaubert." kam es interessiert von Hermine, die sich an der Seite der Türe anlehnte und zu dem rothaarigen Burschen blickte.  Elenora wäre beinahe in Hermine gerannt, hätte diese sie nicht zuvor angehalten und ins Abteil gezogen.
Überrumpelt setzten sich die beide Mädchen auf ihren Hintern und betrachteten den Rothaarigen bei seinem Versuch zu zaubern, dabei fiel Elenora ein gewisser Blick auf, denn sie kurze Zeit erwiderte.
Harry Potter. Der Brillenträger musterte das junge Mädchen vor sich und streckte seine Hand aus. "Harry Potter", lächelte er sie an, gleich darauf wurden die braunen Augen des Mädchens groß und erhob sich. Rasend war sie aus dem Abteil verschwunden, Hermine sah ihr fragend nach.
"Wasch hat schie denn´?" fragte Ron mit vollem Mund und kaute darauf herum, während er ebenfalls zum leerstehenden Platz sah.
Hermine zuckte nur mit den Schultern und war danach vom anderen Jungen fasziniert. Harry Potter.

Elenora hingegen war bereits weiter gelaufen und blieb vor einem Abteil stehen, indem sich vier junge Zauberer befanden. Ihre Familie hatte ihr Verboten jemanden mit dem Namen Weasley oder Potter kennen zu lernen. Blutsverräter nannten sie sie. Ein Räuspern verschaffte es ihr, dass sie wahrgenommen wurde.
Ein blonder Junge sah zu ihr auf und zog seine dünnen Augenbrauen hoch. Als er die junge Hexe erkannte, klopfte er neben sich auf den freien Platz. "Setz dich doch ,Nelli."
Auch Elenora erkannte ihren Kindheitsfreund und setzte sich.
"Jungs", die drei weiteren jungen Zauberer erhoben ihre Köpfe und sah zu ihm auf, "das ist Elenora Cathbert. Von der ich euch erzählt habe." Überrascht, dass Elenora bereits im Mund anderer war, zog sie eine Augenbraue hoch.
"Draco, habt ihr eine Körte gesehen? Neville sucht sie." Verfolgte sie ihre Aufgabe und sah sich kurz im Abteil um als Draco anfing höhnisch zu lachen.
"Du meinst von diesen erbärmlichen Jungen namens Longbottom?"
Angewidert über Dracos abwertenden Kommentar sah sie ihn ernst an und verschränkte ihre arme vor der Brust.
" Neville sucht seine Kröte. Habt ihr sie gesehen, ja oder nein!" fuhr sie die anderen an.
"Nein, wahrscheinlich wurde sie bereits platt getreten bei den Schlammblütern, die hier rum laufen."

Kommentierte der dunkelhäutige Junge.
Draco seufzte genervt und drehte sich zu seiner Freundin um. "Sag nicht, du fängst wieder mit diesem Mist an!" Elenora verdrehte ihre Augen und verschränkte weiterhin ihre Arme vor der Brust.
"Welchen Mist?" fragte nun der dickere, kurzhaarige Junge.
"Unsere liebe Elenora ist der Meinung, dass die Häuser nichts über einen Aussagen. Sie ist ziemlich", er suchte nach einem passenden Wort und nahm das, was Elenoras eigener Bruder immer verwendete, "ungehorsam."
Über Dracos Kommentar hin, erhob  sie sich und wendete ihm den Rücken zu. Sie hatte bereits das Abteil verlassen, da kam sie wieder zurück und sah wütend zu Draco.
"Ich teile einfach nicht deren Meinung!"
Dann war sie vom Sichtfeld der Jungen verschwunden und lief zurück zum eigenen Abteil.
Hermine war noch nicht zurück, weswegen sie sich dort zurück zog.

Schlammblut, Blutsverräter, Reinblüter.
Für sie gab es sowas nicht, es gab nur Freund und Feind. Und weder das eine noch das andere hatte sie.
In Gedanken versunken bemerkte Elenora gar nicht, wie sich zwei rothaarige Jungen es sich ihr gegenüber gemütlich machten und einige Kleinigkeiten raus kramten.
Erst als ihr ein rotes Bonbon unter der Nase gehalten wurde, sah sie auf.
"Iss. Du siehst an deinem ersten Tag so traurig aus", lachte der eine, der andere räumte währenddessen die kleine weiße Schachtel zurück in den Umhang.
"Ich bin Fred und das", der rothaarige zeigte auf seinen Bruder, "ist George."
Die beiden lächelten sie strahlend an und deuteten aufs Bonbon, welches einer der beiden noch immer unter ihrer Nase hielt.
"Es ist nichts schlimmes nur was, was dich zum Lachen bringt." versicherten die beiden ihr, doch sie war misstrauisch und drückte das Bonbon in Freds Händen zu.
"Nein, danke."
Schulter zuckend löste George es aus dem Papier und nahm es selbst ein.

Riesige Hasenohren wuchsen ihm auf dem Kopf und größere Schneidezähne, sodass er seinen Mund kaum mehr schließen konnte.
Sofort fing Elenora an laut hals zu lachen. Ihr Bauch tat bereits weh und auch die Zwillinge hielten sich die Bäuche. Erst als die Situation sich beruhigt hatte und die Wirkung nachließ, wollte auch Elenora solch Bonbon probieren. George, dessen Ohren noch immer viel zu lang waren, kramte erneut die weiße Kiste heraus und reichte ihr ein grünes Bonbon.
Als Elenora danach greifen wollte, schloss er es wieder in seinen Händen und grinste.
"Nur eine Bedingung", lachte er und auch Fred erkannte, was sein Bruder vor hatte, "Nenne uns deinen Namen."
Amüsiert lächelte sie und stellte sich höflich vor. "Elenora Cathbert", lachte sie und griff nach dem Bonbon, welches George sich aus der Hand nehmen ließ und stopfte es sich gierig in den Mund.
"Also Noah Cathberts Schwester?" fragte Fred neugierig und tauschte einen Blick mit seinem Bruder aus. Sie nickte. "Ja, aber Noah und ich sind ganz anders. Noah ist so feindlich aber...", sie schluckte das Bonbon herunter und lächelte beide friedlich an, "Familie geht immer vor."
Plötzlich verspürte sie ein merkwürdiges kribbeln und sprang auf, als sie dachte, etwas würde sie am Steißbein piksen.

Ein Katzenschwanz hatte sich an ihr gebunden, genau so auch die Schnurrhaare.
Belustigt klatschten Fred und George in die Hände und betrachteten die Erstklässlerin.
Entsetzt als auch fasziniert musterte Elenora sich in der Spiegelung des Fenster und kicherte als George auch schon anfing am Katzenschwanz zu ziehen.
Auch Hermine war nun dazu gestoßen und schrie kurz wie am Spieß auf als die verwandelte Elenora sah.
Sofort fing sie sich wieder und fragte nach welchem Zaubertrank, diese beiden Jungen es geschafft hätten und hielten auch ihr ein Bonbon unter der Nase. Hermine jedoch dankte ab und kicherte weiter über Elenora.
Sie lachten zusammen als die Abteiltür wütend aufgerissen wurde und ein schwarzhaariger Drittklässler in der Türe stand.
"Koffer." Noah sah so aus als wolle er ihr jeden Moment einen Fluch aufbürgen wollen, das bemerkte jeder sofort.
Elenora blieb wie versteinert stehen und sah ihren großen Bruder einfach mit großen Augen an als dieser den großen Koffer vom Absetzer herunter riss und ihn polternd vor ihr landen ließ.
"Jetzt." Seine raue und kalte Stimme war so tief, dass man glauben können, er sei ein Mann.
Beschämend bückte Elenora sich und hob den Koffer vom Boden auf als Noah sie auch schon aus dem Abteil zog und vor sich stieß.

"Sieh dich nur an", brüllte er wütend als sie ein leeres Abteil erreicht hatten, scheinbar hielt Noah sich dort die ganze Zeit auf, "Wie eine lästige Katze. " Elenoras Schnurrhaare und Katzenschwanz waren bereits verschwunden als Noah sie so anfuhr.
"Wir haben nur rum gealbert." verteidigte sie sich.
"Nur rum gealber? Elenora, die haben sich einen Spaß aus dir gemacht! Dich wie ein Muggel für dumm verkauft! Du bist eine Cathbert und solltest vor Arroganz, Stolz und Macht strahlen und nicht mit einem Schlammblut, zwei Wieseln und wahrscheinlich sogar noch mit solchen Wesen "Spaß" haben! Mutter und Vater wären mehr als enttäuscht."
Als Elenora bereits erneut einen Versuch machte, sich zu erklären, klatschte Noahs Hand gegen ihre Wange.
"Gryffindores sind unsere größten Feinde. Sie nehmen uns nur zur Belustigung ihrer selbst und sind so stur köpfig. Die bringen dir nur Schlechtes. Die einzigen, die deine Freunde sein werden sind ich und die Slytherins. Hast du das verstanden?"
Weinerlich schniefte sie und nickte.
Noah setzte sich auf seinen Platz und sah sie ernst an.
"Ich hab dich nicht verstanden."
"Ja, verstanden. Gryffindores sind keine Freund."
Zufrieden lächelte Noah. "Und jetzt hör auf zu weinen, eine Schlange weint nicht."
Sofort wusch sie sich die Tränen weg und ließ sich auf einen der anderen Plätze frei. Sie hatte also doch keine Wahl.
Slytherin war gut und ihre einzige Möglichkeit einer Strafe und einer Enterbung ihrer Eltern zu entgehen.
Kurzzeitig erinnerte sie sich an die Strafe, die Noah damals erhielt.

Er war kaum älter als sie und kam die ersten Ferien zurück und erzählte ihnen in einem Brief von allen seinen Abenteuern, auch von seinen Freunden- darunter auch ein Muggelstämmiger.
Tage lang hatte sie Noah schreien hören als er gequält wurde.
Sie hatte auch seine Wunden mit ansehen müssen und auch sie hatte eine genau an ihrer Wange.
Sie hatte ihn verteidigen wollen und einen Schnittfluch abbekommen.
Noah war seit dem ein anderer Mensch.
Er verabscheute die anderen Häuser, verhielt sich genauso grausam wie seine Eltern und war derjenige, der für Elenoras Verhalten auf Hogwarts zuständig war.
Die beiden spiegelten schließlich ihre Familie wieder, dass hieß Macht und Stolz.
Genauso gut, wie Slytherin einem Namen zu verleihen und sich keine Fehler erlauben zulassen.

Die Fahrt über hatte Noah ihr alle Regeln und alle Strafen für Regelbrüche erneut erklärt. Ihr auch gesagt, solle sie sich an nichts halten, würde er die Eltern natürlich in Kenntnis setzen.
Er wolle sie nur mit Malfoy sehen, schließlich waren die Malfoys die Einzigen, neben den Zabinis diejenigen, die von den Cathberts ebenfalls ein hohes Ansehen hatten. Und Noah wusste, wie Draco erzogen worden ist und hoffte, dass wenn die beiden zusammen arbeiten würden, sie sein Verhalten ebenfalls tolerieren und übernehmen würde.
Wenn er seine 11-jährige Schwester betrachtete, sah er mehr eine Löwin als eine Schlange in ihr. Was ihn stark beschäftigte, denn er wusste, würde sie nicht in Slytherin landen, würde ihre Eltern nicht davor scheuen sie töten zu lassen.
Sie hatten weder Herz noch Seele. Einzig und alleine den Willen, dem dunklen Lord zu dienen und das die Kinder in ihre Fußstapfen treten werden.
Noah würde dies bald, dass hatten sie ihm gesagt und er hatte keine Angst, denn er hatte die Jahre gelernt, dass die Slytherins tatsächlich die einzige blieben, die ihm halfen.
Und wenn er eines wollte, dann das Elenora nicht verweichte oder  in die andere Richtung glitt wie er zunächst.
Noch immer hatte sie eine gerötete Wange und sah nachdenklich aus dem Fenster als der Express hielt und Noah mit ihr ausstieg. Nun hieß es, hoffen und arbeiten.  

"Wieder zu den richtigen gefunden?" fragte Draco Elenora als sie nebeneinander auf der breiten Treppe standen. Sie nickte und ragte ihr Kinn in die Höhe. Stolz lächelte Draco und musterte das junge Mädchen von der Seite.   Gerade war der Einlass in die große Halle und Elenoras Hände waren so schwitzig, dass sie sie an ihrem Umhang abstrich und dann stramm an ihrem Körper drückte. Draco lief neben ihr her als die beiden vor den wenigen Stufen stehen blieben um auf ihren Namens Aufruf zu warten.
Suchend blickte Elenora zum Slytherins Tisch an der linken Seite, hielt ausschau nach einem schwarzhaarigen , großen Jungen und erkannte ihn auch recht schnell am Anfang des Tisches.
Er sah sie stolz an und drückte ihr symbolisch die Daumen als sie sich dann wieder nach vorne drehte und der alten McGonagal ins Gesicht blickte.
Die Namen wurden aufgerufen als auch schon Elenoras Name aufgerufen wurde.
"Elenora Cathbert!"
Rief die ältere Frau in den Saal und sofort trat sie hervor und erreichte den alten Holzstuhl auf dem sie sich nieder ließ.
Der miefende und kalte Hut wurde ihr auf den Kopf gesetzt und augenblicklich trat die alte, raue Stimme des sprechendes Hutes in ihren Ohren.

" Ahh~  Eine weitere Cathbert. Du hast viel von deinem Bruder... Du hast viel im Köpfchen und Ehrgeiz hast du auch. Untalentiert scheinst du auch nicht zu sein aber dein Herz ist rein und dein Mut überragend. "
In Gedanken dachte Elenora an nichts anderes außer an Slytherin, dies bemerkte auch der sprechende Hut.
"Slytherin? Aber Kindchen dein Mut wäre in Gryffindore doch sehr hilfreich und gut aufgehoben... aber wie ich sehe, bleibst du stur. Na dann wird es"  , die Stimme des Hutes verschwand aus ihrem Kopf und er brüllte laut in den Saal das, was Elenora mehr oder weniger das Leben rettete, "SLYTHERIN!"
Laut klatschend meldete sich der Tisch und Elenora sprang vom Stuhl auf und gesellte sich zu ihren Bruder, der ihr durchs Haar wuschelte. "Siehst du, das Böse steckt wohl in dir und du wirst unsere Eltern und mich stolz machen, oder?" Freudig nickte sie und blickte zurück zu den anderen Erstklässlern. Ein Blick entging ihr sofort nicht, er war von Hermine, die nun zum Stuhl schwankte und zu sich selbst sprach.
Alle Leute, die sie an ihrem ersten Tag kennen gelernt hatte, waren in Gryffindore gelandet, abgesehen von Hannah Abbott, die kam nach Hufflepuff.
Lediglich Draco, Blaise und Dracos zwei Gefolge kamen nach Slytherin. Nach Harry Potters Auftreten und dessen Jubelschrei der Gryffindores , wurde die Rede von Dumbledore gehalten und das erste Festmahl wurde eröffnet.
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