Psycho

GeschichteAbenteuer, Drama / P16 Slash
15.03.2019
15.03.2019
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Hätte man mir damals - um genauer zu sein vor wenigen Wochen- gesagt, dass Los Santos und vor allem der Bezirk Sandy Shores das Tor zu Hölle ist, so hätte ich wohlmöglich laut losgelacht. Dabei war Sandy Shores nur ein klitzekleiner Punkt auf der Karte, sodass man diesen fast übersehen würde. Uninteressant und vollkommen anders, als die lebendige Metropole im Herzen von Los Santos. Die reichen und vollkommenen Menschen mieden diesen unscheinbaren Fleck auf dieser Karte, da hier Menschen lungerten die einfach nicht gut waren. Hier regierten die Methsüchtigen, die Bikergangs und irgendwelche halbstarken Vollidioten mit Waffen unter ihren flachen Kopfkissen. Ja, Sandy Shores war heruntergekommen und so sehr ich diesen Ort am Anfang auch mit Leib, Seele und Verstand gemieden hatte, umso mehr faszinierte er mich nun enorm. Vor allem diese widerspenstigen Menschen, die nur in Trailer hausten. Ich stand noch nie in solch einem Trailer. Ich hatte auch noch nie diese Seite der Menschheit gesehen. Die heruntergekommene. Im allgemeinen war mir zwar die Kehrseite der Medaille bewusst gewesen, allerdings kam sie nie für mich zum Vorschein. Sandy Shores und deren Menschen, waren etwas komplett anderes als ich selbst. Man könnte meinen, ich wurde zu gut vor den ‘bösen Leuten’ behütet. Ich wurde es auch. Im Herzen von Liberty City bin ich in einer Villa mit 2 liebenden Eltern aufgewachsen, trug immer die feinsten Sachen, aß das beste und teuerste Essen und war auf jeder High Society Party die es gab.

‘Reiche Göre.’

Wie oft wurde ich so betitelt? Ich hatte aufgehört zu zählen und hatte mich damit abgefunden im Schatten meiner Eltern abgestempelt zu werden. Als eine verwöhnte reiche Göre, die es nur mit dem Geld ihrer Eltern zu etwas schaffen würde. Lachhaft. Selbst diese Menschen, die mich immer so betitelt hatten, kannten MEINE Kehrseite der Medaille überhaupt nicht. Ich war nicht die verzogene, junge 24 jährige Göre. Aber bis auf meinen Eltern, wusste dass nur ich selbst.

Jedenfalls, wollte ich nur sagen, dass Sandy Shores deshalb für mich so faszinierend war, da es noch schlimmer war, als ich es meist aus Erzählungen erfuhr. Die Nächte wurden von Schießereien, Messerstechereien, Bikergangkriege und Drogendeals unterstrichen, während in der knalligen Sonne am Tage, die absolute Ruhe herrschte. Es war eine trügerische Idylle und weiß Gott, hatte ich mich darin getäuscht.

‘Pass auf, Sweet tits. Nachts kommen böse, bööööse Menschen, die kleine Mädchen wie dich gern' mal näher kennenlernen wollen. Wir woll'n sowas ja nicht riskieren huh?’

Als sich der Satz in meinen Kopf wieder abspielte, zog ich meine Luft stark ein und dachte dabei an den schlimmsten Soziopathen aus ganz Sandy Shores, wenn nicht sogar, aus ganz Los Santos und Umgebung. Streicht das. Aus ganz Amerika. Es war ein Trailer der sein eigenes Grenzgebiet darstellte und irgendwie ein eigenes Königreich mitten in der Einöde war. Das dieser Trailer überhaupt noch stand und nicht in Einzelsteine zerfiel war mir ein Wunder. Immerhin nagte an diesem Blechteil der Rost, einige Stellen waren ein- oder ausgebeult, und im allgemeinen war dieser Trailer einfach nur eines: alt. Dieser Trailer war meist immer offen und aus ihm hörte man manchmal Schüsse, irgendetwas zerbrechen oder unzählige, unmenschliche und auch teils unangebrachte Fluchwörter, oder Morddrohungen. Dieser Trailer war das Eigentum und Reich von Trevor Philips. Manche nannten ihn den Teufel in Person, andere stempelten ihn als vollkommen unzurechnungsfähig für die Gesellschaft ab. Einige behaupten er wäre Kannibale, andere sagten er wäre Methliebhaber. Ich hatte gehört, dass er vor einiger Zeit für die Explosion des Meth-Labors auf dem Grundstück O'Neill verantwortlich war und hinter all den Verschwundenen im Chiliad Mountain-Gebiet steckte. Wiederum behaupteten einige, dass er aggressive Verhaltensweisen an den Tag legte und dabei wie ein Geisteskranker am lachen war. Angeblich soll er auf offener Straße ein Bikergangmitglied den Schädel zertrümmert haben. Mit seinem Stiefel, während von ihm immer nur kam: “FICK DICH, FICK DICH, FICK DICH!” Die Liste über sein Leben schien endlos, aber was war wirklich Wahrheit und was war nur das Geplappere von einem Chracksüchtigen oder irgendwelchen paranoiden Leuten mit unzähligen Geschlechtskrankheiten? Aber ich wusste genug über Trevor Philips und das reichte mir auch schon vollkommen aus. Ob Wahrheit oder nicht, aber ich stempelte ihn einfach als anders ab. Ich wollte diesen Mann mit allem Mitteln und Wegen meiden, denn ich wusste, dass diese Kehrseite der Medaille eine war, die ich nie zu Gesicht bekommen sollte.


Die Sonne war noch nicht aufgegangen, aber ich schätzte es um 4 oder 5 Uhr morgens. Nur sehr wenig Licht wurde von den bald sterbenden Leuchtreklamen des nahegelegenen Spirituosengeschäfts in meiner Richtung geworfen, um einen schwachen Schein in Trevors Hof zu werfen, der die Vorderseite seines Trailers gerade genug beleuchtete, um mir eine Aussicht zu ermöglichen. Natürlich war er nirgendwo zu sehen….allerdings war seine Tür angelehnt geblieben, mehr als sonst. Aber nun erwischte ich mich selber, wie ich zitternd und schweißgebadet vor dieser halb geöffneten Trailertür von Trevor Philips stand, meine Hand zu einer Faust geballt hatte, die unangebracht und schlaff in der Luft hing, da ich mich nicht traute anzuklopfen. Mein innigster Verstand riet mir sofort die Biege zu machen, aber meine Beine bewegten sich keinen Stück zurück, während das Herz in meiner Brust rasant klopfte, ja fast schon aus meiner Brust sprang.

Hätte man mir damals gesagt, dass das Spiel mit dem Teufel verführerisch und tödlich sein kann, so hätte ich wahrscheinlich sofort das weite gesucht. Denn ich war darauf nicht vorbereitet gewesen. Es traf mich wie ein mittlerer Schlag ins Gesicht, als ich die personifizierte Hölle von Sandy Shores, Los Santos, allgemein ganz Amerika das erste mal sah. Als ich das erste mal Trevor Philips sah und sofort Angst hatte. Aber meine Angst wurde von etwas viel gefährlicherem verdrängt. Es war meine eigene Neugierde. Ich wollte raus aus meiner gewohnten Schale. Ich wollte Abenteuer, wollte den Adrenalinkick und wollte die andere Seite der Medaille sehen. Aber mir war nie bewusst gewesen, dass wenn man den Teufel an den Haaren herbei zog, er nie wieder von einem weichen würde.





Los Santos, 17.4.2013, 2.09 Uhr, Vinewood Hills


Zerschmettert von der höllischen und nervenaufreibenden Autofahrt, parkte ich meinen schwarzen SUV in der Auffahrt eines luxuriösen Penthouses in den Vinewood Hills. Für mich war es nichts besonderes. Dad hatte 7 davon und 2 gehörten sogar mir. Ich habe sie allerdings nie betreten, da sie außerhalb von Liberty City lagen und ich nicht das Bedürfnis hatte alleine meine Zeit dort zu verbringen. Ich war zufrieden hier in Los Santos zu sein, und dabei meinen alten Freund zu besuchen, den ich aus einer lächerlichen Brieffreundschaft kennengelernt hatte, was an und sich lachhaft war, da er aus dem Ghetto kam. Na gut. Wir waren da vielleicht 12. Heute regelten wir alles über unsere Handys oder über Laptop. Von daher, verwunderte es mich sehr, dass er mir die Adresse für dieses Penthouse geschickt hatte, da ich dieses nie erwartet hätte. Er meinte nämlich noch vor 2 Wochen zu mir, dass er bei seiner Tante wohnen würde. Vorhin schrieb er mir aber, das er nun alleine wohnen würde. Aber mit einen riesigen Penthouse hatte ich bei weitem nicht gerechnet. Eigentlich hätte ich auch zu der kleinen Villa fahren können, die Dad mir für meinen Aufenthalt gekauft hatte, aber ich wollte erst einmal ein wenig hier sein und ich bräuchte erst einmal Alkohol. Also war ich hier genau richtig.

Ich schloss meinen Wagen ab, schulterte meine Handtasche und machte mir erst gar nicht die Mühe, überhaupt nochmal mein Aussehen zu prüfen. Ich war es gewohnt immer gut auszusehen, immerhin legten meine Eltern großen Wert darauf. Da ich aber nun nicht bei meinen Eltern war, sondern gleich vor meinem best Buddy stehen würde, dem es eh einen feuchten interessierte wie ich aussah, war es selbst mir total egal. Es war schon kurz nach 2, ich war hundemüde und hatte Hunger. Eine gefährliche Kombination. Ich stieg die wenigen kleinen Treppenstufen herauf, die sich seitlich des Hauses befanden und drückte die Klingel, auf dessen der Name F. Clinton stand. Ich wippte auf meinen Schuhen auf und ab, strich mir meine schwarzen Haare nach hinten und lauschte den Schritten die langsam immer näher kamen, ehe mir die halb verglaste Tür geöffnet wurde. “Sieh mal einer an, Harley Salves.” Freudig streckte der dunkelhäutige Mann seine durchtrainierten Arme nach mir aus und ich konnte mir nicht länger das breite grinsen verkneifen, als ich ihm auch schon um den Hals fiel. “Frankie! Schön dich wieder zu sehen!” Sofort verschwand meine Müdigkeit etwas, als Franklin mir Platz machte und mich herein bat. “Wie geht's dir? Bist du gut durchgekommen?”, stellte er mir locker die Frage, als er schlendernd voran ging und ich ihm zögernd folgte, da ich nicht wusste ob ich meine Schuhe ausziehen sollte oder nicht. Wir gingen in seinem Küchenbereich und er öffnete seinen Kühlschrank, als ich mich an der hochglanzpolierten weiß marmorierten Küchentheke anlehnte und zu ihm herüber sah. “Mir geht's gut. Allerdings respekt, diese Straßen hier, gerade der Highway sind schlimmer als die Innenstadt von Liberty City.” Franklin schmunzelte aufgrund meines durchaus berechtigten Kommentars, während er mir eine Flasche Bier in die Hand drückte und sich ebenfalls eines öffnete. “Willkommen in L.S., Harley.” Schmunzelnd ließen wir unsere Bierflaschen aneinander klinken und ich nahm einen großzügigen Schluck aus der Flasche. Angenehm über den Geschmack des ‘Pißwassers’, atmete ich aus und stellte die Flasche auf den Tresen ab. “Also jetzt sag mal genau, Sis.”, sprach Franklin während er sich gegenüber von mir auf einem Barhocker fallen ließ und mich einige Zeit lang musterte. “…warum genau bist du hier?” “Ich hatte dir doch geschrieben, dass ich raus wollte aus LC.” Ich musterte meine Fingernägel und seufzte aus, als Franklin sagte. “Klar, aber das ist kein wahrer Grund. Spuck's schon aus, Harley.” “Meine Eltern gehen mir einfach nur auf die Nerven.” “Inwiefern?”, hakte Frankie sofort nach und ich rollte mit meinen braunen Augen. “Warum musst du immer so neugierig sein?” “Sorry, aber vielleicht interessiert mich ja dein Wohlergehen? Du wärst sonst nicht ohne Grund Nachts um 2 hier. Ich hatte dir vorgeschlagen, das wir uns morgen Abend im Tequi-lala treffen, aber du wolltest nicht, da du jetzt reden wolltest.”, sprach er und hob grinsend seine Hände in die Höhe. Ich schüttelte meinen Kopf und verfluchte mich innerlich dafür, dass ich nie die Klappe halten konnte, wenn es angebracht wäre.

“Es geht eigentlich nicht um meine Eltern.” Wieder einmal drehte ich mein Gesicht zur Seite und schnappte sofort nach meiner Bierflasche. Hastig nahm ich einen weiteren Schluck des herben Bieres und musterte den Schaum der sich in der bräunlichen Flasche bildete. “Um was geht es dann?” Ich zögerte einen Moment. Dann sprach ich doch, immerhin ist Franklin fast sowas wie ein Bruder oder ein bester Freund für mich. Vielleicht eine Mischung aus beidem aber ich vertraute ihm sehr, und wer weiß, vielleicht könnte er mir in meiner Situation helfen. “Ich hab 'ne scheiß Mafiaorganisation an meinem Hals.”, sprach ich es dann doch eilig aus und Franklin riss seine Augen auf und schüttelte mit seinem Kopf. “Woah Woah Woah. Jetzt mal von vorne, Sis.” Ruckartig sprang Franklin auf und sah mich mit nachdenklichem Blick an. “Willst du mich gerade verarschen, Harley?” “Sehe ich etwa so aus, als ob ich dich verarschen würde, F?”, konterte ich leicht gereizt zurück, während ich mir über meinen Nasenrücken rieb, da ich Kopfschmerzen bekam. Erneut seufzte ich auf und sah zu Franklin herüber, der sich langsam wieder in seinem Hocker fallen ließ. “Die nennen sich Pegorinos, eine der großen Mafiafamilien aus Liberty City. Sie sind geisteskrank und verwechseln mich mit irgendeiner Frau, die einer rivalisierenden Mafia angehört. Diese soll den wohl was gestohlen haben, keine Ahnung was. Jetzt machen sie Jagd auf mir und ich bin so schnell es ging aus LC abgehauen.” “Wissen deine Eltern davon?” Wortlos nickte ich und setzte das fast leere Bier wieder an meinen Lippen an. “Wie sollte ich sonst in innerhalb von 24h hierher gekommen sein? Dad hatte mich in 'nen Privatjet gesteckt und wollte dass ich erst irgendwo anders untertauche. Aber ich wollte hier her, da ich dich kenne und somit wenigstens jemand habe, der mir helfen kann in dieser Stadt zurechtzukommen.” “Aber woher weißt du das alles? Haben sie dich etwa angegriffen?” “Ja. Ein Glück war Niko bei mir. Er hatte Kontakte spielen lassen, die herausgefunden haben, dass sie hinter mir her sind.” “War das nicht der Russe? Dein Lover?” “Er ist kein Russe. Und er ist auch nicht mein Lover, Arschloch. Er ist nur ein guter Freund.”, sprach ich genervt und ich schüttelte meinen Kopf, als Franklin leise lachte. “Jedenfalls hatte er mir geholfen die Biege zu machen. Ich bin ihm wohl etwas schuldig, sonst würde ich bestimmt irgendwo tot in einer Gasse liegen oder geknebelt in einem Keller, oder was weiß ich.” “Kaum zu glauben, dass eine High Society Dame wie du, mit solch zwielichtigen Typen zu tun hat.” Bei diesem Kommentar lachte ich herzlos auf. “Glaube mir, ich will damit nichts zu tun haben. Ich habe eine scheiß Angst, dass sie mich hier finden werden. Was ist wenn-” Durch das plötzliche laute klopfen an der Eingangstür, riss ich meine Augen panisch auf. Franklin bemerkte dieses und tätschelte meinen Kopf, als er von seinem Hocker aufstand. “Chill, Harley. Diese Arschgeigen werden dich hier nicht finden. Immerhin bin ich auch zwielichtig.” “Du bist aber nicht in der scheiß Mafia.”, rief ich ihm gereizt hinterher, während er bereits die Eingangstür ansteuerte. Neugierig drehte ich mich um und lugte zu der Tür herüber, die Franklin gerade öffnete. “M, was ist los?”, hörte ich Franklin fragen und kurze Zeit später, ließ er bereits einen Mann herein. Ich drehte mich wieder um, und tat so, als wäre es mir einerlei, wer hier 2 Uhr nachts rein gestiefelt kam. Dennoch spitzte ich meine Ohren. “Hast du etwa Besuch?”, hörte ich eine Stimme fragen und schmunzelnd, griff ich nach Frankie's halb ausgetrunkenem Bier, was vor mir stand und setzte es an meinen Lippen an. “Ja. Ich habe dir doch gesagt, dass ich Besuch von einer guten Freundin für die nächsten paar Tage habe.” Ich nahm einen Schluck aus Franklin's Bierflasche und musste mir einen lauten Lacher verkneifen. Mache da mal lieber Monate, wenn nicht sogar Jahre draus, F. Falls ich überhaupt in dieser Stadt überleben werde. Ich war nicht dumm und konnte mir dadurch sofort denken, was hier wohl in LS abging. Ich glaube Liberty City und Los Santos nahmen sich bezüglich, Gangs, Schießereien und Polizeiverfolgungsjagden nicht viel. “Komm rein.”, hörte ich meinen alten Kumpel sagen und nun drehte ich mich um, als die Schritte zurück in die Küche kamen. Hinter Franklin kam ein Mann herein, mit blauen Augen und einem maßgeschneiderten Anzug. Allem Anschein nach würde ich ihn auf fast 50 schätzen, dass verrieten mir die feinen Falten um seine Augen nämlich. Er wirkte auf der einen Seite professionell, auf der anderen aber genauso zwielichtig, wie Mister Clinton zu meiner linken. Entweder waren sie Partner für ihre illegale Scheiße oder sie waren Freunde. Vielleicht auch beides. “Michael, das hier ist Harley Salves. Sie kommt aus Liberty City.” Freundlich streckte mir der blauäugige seine Hand entgegen, die ich ebenso freundlich annahm und schüttelte. Seine Hand übte einen leichten Druck aus, als seine Augen mich musterten. “Hallo Harley. Michael De Santa der Name. Nett dich kennen zu lernen.” “Gleichfalls, Mister De Santa.”, antwortete ich und war zufrieden neben Franklin ein weiteres freundliches Gesicht hier zu sehen. Allerdings könnte das auch nur raffinierte Tarnung sein, denn Franklin tat illegale Dinge und 2 Uhr nachts stand plötzlich ein Typ in seinem Penthouse. Bestimmt nicht ohne Grund. “Gott, nenne mich Michael, sonst fühle ich mich alt.”, sagte der schwarzhaarige und ich grinste breit. “Aber du bist alt.”, gab ich schulterzuckend von mir. Franklin lachte laut los, während Michael seinen Zeigefinger in die Höhe hob und seinen Mund öffnete. “Ok. 1 zu 0 für dich.”, gab er sich geschlagen und ich hob grinsend meine Bierflasche in die Höhe.

“Wolltest du T nicht gleich mitnehmen? Wo steckt er, wir müssen die Scheiße fertig bekommen. Lester fragt schon, wann wir fertig sind mit den Vorbereitungen.”, sagte Franklin zu Michael, während er nach seinem Bier greifen wollte, ehe er in die Luft griff und bemerkte, dass seine Bierflasche schon längst in meinen Händen lag. Unsicher richtete Michael seinen Blick zu mir und ich schmunzelte leicht, als Franklin anscheinend die Fragezeichen über seinem Kumpel sah und kurz danach erkennen konnte, warum. “Chill, Mikey. Sie wird von der Mafia gejagt und ist jahrelang mit mir befreundet. Sie kennt meine Geschäfte, also können wir uns in Ruhe unterhalten. Harley ist sauber.”, gab Franklin dem blauäugigen locker zu verstehen. “Du wirst gejagt? Von 'nem Mob?” Nun richtete Michael perplex seinen Blick zu mir, während er nebenbei das Bier ablehnte was Franklin ihn anbieten wollte. Ich nickte locker und winkte aber zeitgleich ab. “Ist nicht so schlimm-” “Unterschätze die Mafia nicht, Darling. Die sind unzurechnungsfähig und krank.”, unterbrach Michael mich und sah mich nachdenklich an. “Ich weiß. Ich hatte schon mein Vergnügen mit ihnen.”, gab ich von mir und Michael verstand anscheinend meinen warnenden Blick, dass ich jetzt wirklich keine Lust hatte mich mit dieser Scheiße auseinander zu setzen. “Und wo ist T nun?”, kam es von Franklin der sich mit verschränkten Armen an seinem Kühlschrank anlehnte und Michael musterte, der mitten im Küchenbereich stand und auf und ab ging. “Motherfucker. Habe ihm im Vanilla Unicorn gesucht, da Wade meinte er wäre dort.” “Und er war nicht dort?” “Natürlich nicht.”, kam es von Michael. Franklin hob seine Augenbraue in die Höhe und schnalzte mit seiner Zunge. “Lass doch nochmal im Unicorn nachsehen. Vielleicht hatte er wieder nur eine Bikergang kalt gemacht.” Bei diesem Satz riss ich unsehend, der beiden Männer neben mir die Augen weit auf. Wie bitte? “Willst du mitkommen, Harley?” Die plötzliche Frage von Franklin riss mich aus meinen Gedanken raus und ich hob meinen Kopf. “Wohin?” “Das Vanilla Unicorn. Ist das beste Bordell hier in LS. T gehört der Laden.”, kam es von Franklin und perplex sah ich die beiden Männer nacheinander an. Das wurde ja immer besser. “Als Frau gehe ich da ungerne hin. Ich war noch nie in einem Bordell, Frankie.”, gab ich ihm zu verstehen, aber er grinste mich nur an und zog mich von meinem Hocker hoch. “Dann wirst du jetzt ein Bordell von innen sehen. Wo ist da das Problem?” Hilfesuchend sah ich zu Michael, der hinter mir und Franklin ging, weil mein Buddy gerade die Eingangstür ansteuerte. “Wenn ich für 'ne Nutte gehalten werde, dann reiße ich dir deine Eier ab, Franklin.”, knurrte ich und der braunäugige neben mir lachte laut auf, als er die Eingangstür öffnete und mich nach draußen zog. “Ich fahre, Kids. Steigt ein.”, kam es von Michael und wir nahmen in einem vornehmen Tailgater Platz. “Ich versuche T mal anzurufen.”, kam es von Franklin, der neben Michael im Beifahrersitz saß, während ich es mir etwas angespannt hinten gemütlich machte. “Hat der Typ auch einen richtigen Namen außer, T?”, fragte ich neugierig und Michael lachte leise auf, als er durch die Straßen von LS fuhr.

“Er heißt Trevor Philips. Keine Chance, Darling. Dieser Typ ist nichts für dich.”

“Darauf wollte ich auch gar nicht hinaus.”, dementierte ich, während ich mit meinen Augen rollte und tiefer in den Rücksitz rutschte. “Er geht nicht ran. Hast du irgendwo seinen Wagen vor dem Bordell gesehen?”, hörte ich Franklin noch fragen, während Michael ihm antwortete, aber darauf reagierte ich bereits nicht mehr, da meine Augen immer schwerer wurden und ich irgendwann in den Schlaf fiel.
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