Strangers in the Night

GeschichteDrama, Romanze / P18
Lucius Malfoy Narzissa Malfoy OC (Own Character) Severus Snape
14.03.2019
01.09.2019
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Sorry, Leute! Aber leider musste dieses Kapitel hier lange auf sich warten. Ich hoffe trotzdem, dass ihr noch fleißig weiterlesen werdet. Würde mich freuen, wenn ihr einen Kommentar dazu schreibt. Erzählt mir eure Gedanken.



Lily stand gemeinsam mit Severus wartend vor dem Greenwich Market. Während sie verzweifelt versuchte, Cathy auf dem Handy zu erreichen und eine Zigarette nach der anderen rauchte, rührte sich Severus nicht vom Fleck. Wie festgewachsen, stand er seit knapp 1 Stunde an ein und der selben Stelle, blickte aus dunklen Augen stoisch geradeaus. In den Händen hielt er die Ausbeute, die Lily beim Shopping ergattert hatte. Er war über und über voll gepackt mit verschiedenen, bunten Tüten. Sehr zu seinem Leidwesen, konnte er dieser Miss Jones mit ihrer nervigen und aufdringlichen Art nichts entgehen bringen und so musste er diese Schmach wohl oder übel über sich ergehen lassen. Lily zog nervös an der Zigarette, schaute unentwegt auf ihr Telefon und versuchte ein letztes Mal Cathy zu erreichen. Während nur wieder die Mailbox zu hören war, schüttelte sie frustriert mit dem Kopf und wollte sich schon zu Severus umdrehen, als sie aus ihren Augenwinkeln die beiden erblickte. Doch das was Lily da sah, ließ sie stinksauer und wütend werden. In ihr entwickelte sich eine ungeahnte Eifersucht und der pure Neid. Sie war neidisch auf ihre Freundin. Denn in Lilys Augen hatte Cathy ganz eindeutig das große Los gezogen. Denn während sie sich mit diesem merkwürdigen Professor Snape abgegeben musste, der nicht mal ansatzweise ihrem Typ von Mann entsprach und er auch keinerlei Sinn für Humor hatte, stolzierte Cathy mit diesem überaus gutaussehenden Zauberer Malfoy umher. Lily hasste sie dafür und sah mit einem kalten Blick auf das Pärchen. Doch ihre Wut und Eifersucht sollte sich noch mehr steigern, als sie sah, wie ihre Freundin zusammen mit Lucius, Arm in Arm über die Straße liefen. Offensichtlich verstanden sich die beiden so wunderbar, dass sie wie zwei verliebte Turteltauben wirkten. Beide lachten miteinander, wirkten sichtlich locker, entspannt und vergnügt. Es war so das ganze Gegenteil von Lily. Denn umso näher die beiden kamen, umso mehr brodelte es in ihr. Sie konnte nicht nachvollziehen, was Malfoy an ihrer öden, langweiligen, spießigen Freundin fand und war regelrecht so eifersüchtig auf Cathy, dass sie ihr am liebsten die Augen ausgekratzt hätte. Was wollte nur so ein reicher, gutaussehender Mann mit so einer einfachen und billigen Mechanikerin? Er sollte sich gefälligst um sie kümmern. Sie, die langbeinige, sexy Blondine. Lucius sollte sie auswählen. Lily hätte sich für ihre Dummheit eine Klatschen können. Dafür das ihn nicht verführt hatte, wo sich doch die Möglichkeit und die Chance dazu ergab, als beide sich rein zufällig im Fahrstuhl im Zaubereiministerium begegnet waren. Sie hätte ganz klar zeigen sollen, dass sie die einzig wahre, richtige Frau für ihn gewesen sei. Wie konnte es denn nur sein, dass Cathy von Malfoy soviel Aufmerksamkeit bekam und sogar noch mehr, als ihr eigentlich zustand? Das wollte Lily so nicht auf sich beruhen lassen und würde gleich ihre offene, ehrliche Meinung zu dieser ganzen lächerlichen Sache hier preisgeben. Sie würde den beiden klipp und klar verständlich machen, dass sie so nicht mit sich umgehen ließ.

Cathy und Lucius schlenderten gemütlich über die Straße. Beide vergaßen für einen kurzen Moment die Umgebung und waren noch sichtlich gefangen in dem Nachhall der brennenden, prickelnden Leidenschaft, die sie nur kurze Zeit vorher miteinander geteilt hatten. Nachdem Cathy, Lucius in Rekordzeit zum Höhepunkt geritten hatte, blieben sie noch viele Minuten lang, in inniger Umarmung, eng miteinander umschlungen und kosteten diesen wundervollen, schönen Moment der Zweisamkeit bis zum letzten Augenblick aus. Sie waren noch lange nicht bereit, sich voneinander zu trennen. Doch leider mussten sie es. Denn schließlich gab es da noch Lily und Severus, die am ausgemachten Treffpunkt auf die Liebenden warteten. Aber wenn Cathy oder auch Lucius nur geahnt hätten, was für eine unangenehme Überraschung auf sie zukommen würde, dann wären sie mit aller Wahrscheinlichkeit nach in ihrem Jardin des amoureux geblieben und hätten sich gemeinsam hingebungsvoll in einer Welt aus Sinnlichkeit, Lust, Leidenschaft und Ekstase verloren. Vollkommen unwissend über Lilys Gemütszustand, traten beide näher und bevor sie die Blondine und den Professor erreichten, keifte Lily auch schon los. Wie eine Furie ging sie die Mechanikerin und den Zauberer an.

„Da seid ihr ja endlich. Wo wart ihr denn nur so lange? Wir warten schon eine halbe Ewigkeit auf euch. Und warum zum Teufel, gehst du nicht an dein Scheiß Telefon? Kannst du mir mal sagen was das soll? Es kotzt mich an! Das alles kotzt mich so an!“

Mit lauter, hysterischer Stimme schrie sie und es interessierte Lily einen Dreck, ob man sie hören konnte. Denn die Tatsache, dass sie sich alle in der Öffentlichkeit befanden und man somit eventuell zu viel Aufmerksamkeit erregen könnte, ließ sie völlig kalt und meckerte munter weiter.

Cathy sah sie nur wortlos an, wirkte auch ein wenig fassungslos und konnte diese übertriebene Reaktion von ihrer Freundin überhaupt nicht verstehen. Sie hatte doch nun wirklich nichts falsch gemacht, sondern nur eine wunderschöne Zeit mit diesem gutaussehenden Mann verbracht. Cathy verstand diese ganze Aufregung überhaupt nicht. Demonstrativ und eng stand sie Seite an Seite mit Lucius. Es war ihr egal, ob Lily ihre komische Laune hatte und diese an ihnen auslassen wollte. Denn egal was die Blondine auch sagen oder machen würde, sie könnte damit nicht die überschwängliche, gute Laune der jungen Mechanikerin vermiesen. Sie hatte bis dahin einen traumhaft, schönen Tag erlebt und so sollte es auch gefälligst bleiben. Nichts und niemand würde ihr das zerstören können. Erst recht nicht ihre sogenannte, zickige Freundin.

Wie sehr Lucius doch diese Miss Jones hasste. Diese unfähige, nervige, furchtbare Frau. Mit diesen großen, vorlauten Mundwerk und wenn sie diesen nur aufmachte, bekam er schon das Würgen und sobald sie auch nur ein Wort von sich gab, mit dieser grässlichen Stimme, hätte er ihr am liebsten einen Schweigezauber auferlegt, dass sie endlich mal still wäre und mal ihren garstigen Mund halten würde. Er hasste dieses verdammte Weibsbild und dachte mit Schaudern zurück an die Situation, als sich beide im Fahrstuhl begegnet waren und sie ihm sprichwörtlich an die Wäsche ging. Merlin sei Dank, konnte er sie noch rechtzeitig davon abhalten, an seine Hose zu greifen und wollte sich das auch gar nicht weiter vorstellen, wenn er mit ihr dort eine schnelle Nummer geschoben hätte. Auch wenn sie nicht hässlich war, sondern eher eine überaus sehr attraktive und sexy Frau, so empfand Lucius dennoch nichts reizvolles an ihr und war froh, wenn er sie weder sah, noch irgendetwas von ihr hörte. Umso schlimmer war nun der Augenblick, als er ihr direkt gegenüber stand. In seinem inneren brodelte es. Doch er ließ sich nichts anmerken und hielt gekonnt die Maskerade aufrecht, bewahrte Fassung und gab seine Aufmerksamkeit viel lieber Cathy, die noch immer ihren linken Arm unter seinen rechten Arm eingehakt hatte.

„Wie mir scheint, ist deine Freundin ein wenig ungehalten.“

Lucius sprach leise, flüsternd zu ihr, drehte dabei den Kopf und grinste sie verführerisch an.

„Nur keine Sorge. Die wird sich schon wieder beruhigen. Spätestens dann, wenn sie die Hälfte der Läden leer gekauft hat.“

Cathy schenkte ihm ein bezauberndes Lächeln und er vertiefte den Blick, sah in ihre strahlenden Augen und dachte dabei an das, was noch nicht mal vor einer Stunde zwischen den beiden passiert war. Er bekam Gänsehaut und ein leichtes erschaudern erfasste seinen Körper. Ein leichtes Kribbeln war in seinem Bauch zu spüren, wanderte immer weiter tiefer und endete in seiner Hose. Augenblicklich schwoll sein Schwanz an und wurde steinhart. Bei Merlin! Wenn er hier allein mit ihr gewesen wäre, hätte er sie sofort in die nächste Gasse gezerrt, sie gegen eine Wand gepresst und sie hemmungslos gevögelt.

„Aber wahrscheinlich wird sie dabei nicht mal annähernd das gleiche Vergnügen empfinden, wie du es vorhin empfunden hast.“

Sein Blick wanderte über ihr Gesicht, sah die rosa Wangen, die vor Verlegenheit eine hübsche Farbe bekommen hatten und blieb auf ihrem Mund hängen. Sie hatte die Lippen leicht geöffnet und leckte sich mit der Zunge über die Oberlippe. Wie gerne würde er diese verlockenden Lippen auf seinen spüren. Seinen Mund verlangend auf den ihren pressen und dieses Gefühl dabei einfach nur genießen. Ihr Stöhnen zu hören und ihre Hände zu fühlen, wie diese sich in seinen Nacken und in seine Haare krallen.

„Was ich vorhin empfunden habe, lässt sich nicht in Worte fassen. Es war mehr als ein Vergnügen, als ich…wir beide…miteinander…“

Sie unterbrach den Satz, schaute verlegen zur Seite und merkte, wie ihre Wangen zu glühen begannen. Lucius sah genau ihre Reaktion und fand es unglaublich anregend, wie sie so schüchtern und verlegen reagierte. Dabei war sie doch eigentlich das ganze Gegenteil davon. Denn wenn es darum ging, was ihr am besten gefiel und was sie am dringendsten brauchte, dann nahm sie es sich. Völlig frei und ungehemmt offenbarte sie so ihre wilde, ungezügelte Seite. Und das machte Lucius unwahrscheinlich an. Es ließ ihn regelrecht verrückt und süchtig nach ihr werden.

„Du meinst, als wir beide hemmungslos miteinander gefickt haben.“

Er war ihr so nah, dass sie seinen heißen Atem auf ihrer Haut spüren konnte und es sorgte für ein anregendes, prickelndes Gefühl in ihrem Körper. Verführerisch flüsterte er mit seiner sanften, rauen Stimme und sie hätte sich gewünscht, noch viel länger mit ihm allein sein zu können, nur um diesen Mann mit all seinen unglaublich, stimulierenden Eigenschaften zu genießen. Leicht nickte sie mit dem Kopf und sah zu ihm auf. Als sich die Blicke der beiden trafen, war es wie ein Feuerwerk, dass sie beide erfasste und es im wahrsten Sinn des Wortes richtig knallen ließ.

„Habt ihr es endlich mal? Eure dämliche Flirterei geht mit ziemlich auf die Nerven und außerdem würde ich sehr gerne heute noch einkaufen wollen und das noch bevor es dunkel wird.“

Lily meckerte in einer Tour, ballte die Hände zu Fäusten und ihre grünen Augen funkelten böse in die Richtung von Cathy und Lucius. Während Lily sich nicht gerade von der besten Seite zeigte und ihren negativen Emotionen freien Lauf ließ, so stand Severus vollkommen ohne jede Regung da und wirkte wie immer sehr teilnahmslos. Mit einem finsteren Blick schaute er zu Cathy und Lucius. Doch er sah die beiden nicht direkt an, sondern starrte aus seinen dunklen Augen einfach geradeaus an ihnen vorbei.

Lucius hätte diese Lily Jones nur zu gerne mit Hilfe von einem Zauberspruch zum Schweigen gebracht. Sie nervte ihn dermaßen, dass er seine aufkommende Wut kaum noch im Griff hatte. Doch auch wenn in seinem inneren ein wilder Sturm tobte, ließ er es sich nach außen hin nicht anmerken. Noch bewahrte er stolz Haltung und Anstand. Auch wenn der Wunsch, ihr einen Schweigezauber zu hexen immer stärker wurde. Er wollte definitiv noch einen Moment abwarten, bevor er es in die Tat umsetzen und sich damit diesen kleinen Spaß erlauben würde. Lucius konnte es kaum noch erwarten, ihre Reaktion und ihr Gesicht dabei zu sehen, wenn sie auf einmal völlig stumm wäre und kein einzigen Ton mehr ihr Lästermaul verlassen würde.

„Nur zu Ihrer Information, Miss Jones. Geduld ist eine allseits bekannte Tugend. Nur scheint dies ein gewisses Maß an Intelligenz vorauszusetzen und diesen Umstand kann ich leider bei Ihnen nicht erkennen.“

Arrogant zog er die linke Augenbraue nach oben und grinste dazu sehr abwertend. Lily reagierte wie zu erwarten zickig und wollte ihm schon eine passende Antwort an den Kopf knallen, als er diesen Moment ausnutzte und sie mit der Kraft seiner Zauberkunst endgültig zum Schweigen brachte. Er hob mit der linken Hand leicht seinen Gehstock an und ließ sie augenblicklich mit dieser Aktion verstummen. Mit weit geöffneten Mund stand sie da und brachte keinen einzigen Ton mehr heraus. Verwirrt fasste sie sich an den Hals und rang nach Luft.

„Was für eine bemerkenswerte Stille. Finden Sie nicht auch, Miss Jones?“

Er streckte den Kopf nach oben und blickte herablassend auf sie herab. Seine blauen Augen wirkten eisig, kühl und abwertend. Lily bekam nun ganz ungefiltert, die Macht seiner mächtigen Magie zu spüren, die er mit akkurater Perfektion und absoluter Präzision auch ohne Zauberstab beherrschte. Sie konnte ihm nicht antworten und so sehr sie es auch versuchte, kam kein einziger Ton aus ihrem Mund. Lucius hatte sie mit einem einfachen und gekonnten Zauber zum Schweigen gebracht. Ein Silencio war einfach aber äußerst effektiv. Wie man es hier am besten Beispiel bei Lily sehen konnte. Lucius schaute mit Freude auf sein Werk und ergötzte sich beim dem Anblick, wie Lily verzweifelt versuchte zu sprechen und Luft zu holen. Sein Gesicht zeigte eine wahren Ausdruck von Genugtuung und ein breites, freches Grinsen war um seinen Mund zu erkennen.

*Vorsicht, alter Freund!*

Severus war unbemerkt in Lucius‘ Kopf eingedrungen und nutzte sein Geschick der perfekt beherrschenden Legilimentik aus. Ein einfacher Blickkontakt mit Lucius reichte ihm da vollkommen.

*Severus! Was in Merlins Namen soll das?*

*Das könnte ich dich auch fragen, Lucius? Außerdem solltest du lernen, deine Gedanken besser abzuschirmen.*

*Warum sollte ich das? Ich würde dir dann doch somit jeglichen Spaß und die Freude nehmen.*

*Ich denke, wir beide haben da eine eindeutige und unterschiedliche Auffassung was Spaß bedeutet. Vor allem was das körperliche Vergnügen mit einer gewissen jungen Frau betrifft.*

*Wenn du mit diesem Vergnügen Sex meinst, Severus, dann kann ich dich beruhigen und ich hatte mein unglaubliches Vergnügen eben gehabt.*

*Erspare mir deine ausführlichen Schilderungen, Lucius und ich kann es klar in deinen Gedanken lesen. Wie du…*

*Bist du etwa neidisch, alter Freund? Obwohl ich das ehrlich gesagt nicht nachvollziehen kann. Denn so wie ich das sehe, hattest du offensichtlich auch deine wahre Freude mit Miss Jones gehabt.*

Lucius gab ihm ein freches Grinsen, deutete auf die vielen, verschiedenen Tüten, die Severus links und rechts in seinen Händen hielt.

*Du hast nicht die geringste Ahnung, was mich diese Frau für Nerven kostet. Ich schwöre dir, wenn das alles hier vorbei ist, Lucius, werde ich…*

*Sei nicht so aufgebracht, Severus. Lass uns lieber den Tag in der Anwesenheit mit den zwei schönen, jungen Frauen genießen.*

*Lucius! Ich werde…*

*Du wirst überhaupt nichts tun. Verstanden, Severus?*

Snape biss knirschend die Zähne aufeinander, schaute Lucius mit seinen Augen dunkel und böse an. Doch dieser gab ihm nur einen arrogant wirkenden Blick zurück.

*Aber vielleicht könntest du vorher noch dafür sorgen, dass Miss Jones wieder genügend Luft bekommt. Ich habe ehrlich gesagt kein Interesse daran es zu sehen, wie sie vor aller Augen in Ohnmacht fällt.*

*Warum so ernst, Severus? Gönn mir doch den kleinen Spaß.*

*Ich wiederhole mich nur ungern, Lucius. Beende es! Sofort! Bevor ich es machen werde!*

*Beruhige dich, Severus! Ich werde es beenden.*

Lucius sank seine linke Hand und im gleichen Augenblick seufzte Lily auf. Aufgeregt schnappte sie nach Luft und atmete in schnellen, tiefen Atemzügen ein und aus. Doch noch immer schaute sie ziemlich verwirrt und wusste nicht wirklich, was mit ihr geschehen war.

„Was zur Hölle, war das?“

Erstaunt sagte sie es laut und sah verwundert in die Gesichter der Anwesenden. Während Cathy anscheinend genau wie Lily ein wenig durcheinander und sprachlos wirkte, so konnte sie es sich schon fast denken, was ihrer Freundin eben widerfahren war. Lucius musste sie mit einem Zauberspruch verhext haben. Der Gedanke daran, dass Lily auch mal die Klappe halten konnte und wenn es auch nur für einen kurzen Augenblick war, ließ sie innerlich fast vor Freude ausflippen. Sie brauchte ihre ganze Selbstbeherrschung, um nicht in schallendes Gelächter zu verfallen. Mit einem kurzen Seitenblick sah sie zu Lucius und bemerkte sein ununterbrochenes, freches Grinsen. Nun war es offensichtlich, dass er Schuld an Lilys Zustand hatte. Cathy ließ es sich nicht nehmen, Lucius leicht in den Arm zu kneifen. Als er ihre Berührung bemerkte, drehte er leicht den Kopf und zwinkerte ihr mit dem linken Auge zu.

„Meine Damen! Wollen wir dann? Ich nehme mal an, dass es Miss Jones kaum noch erwarten kann, sich von einem Laden in den nächsten zu begeben.“

Lucius sprach nun direkt zu allen Beteiligten und achtete genau auf die Reaktionen der jeweiligen Personen. Während Lily nur noch einmal kurz zu Cathy und Lucius sah, funkelten ihre Augen giftig und wütend drehte sie sich von den beiden weg, ging zu Severus und zerrte ihm am Arm halb hinter sich her. Der Professor hatte keine Zeit mehr, um zu reagieren. Doch er gab Lucius noch einen letzten Blick, der ihm unmissverständlich klarmachen sollte, dass die beiden Männer noch ein ausführliches, klärendes Gespräch führen werden, sobald dieses groteske Szenario hier vorbei wäre. Aber Malfoy blieb davon vollkommen unbeeindruckt und zog amüsiert die Augenbrauen nach oben. Zu allem Überfluss, setzte er noch sein unverschämt, freches Grinsen auf und ließ Severus nur genervt mit den Augen rollen. Sichtlich missmutig, ließ er sich dann von der ebenfalls schlecht gelaunten Miss Jones zum Eingang des Greenwich Market führen.

Cathy wollte den beiden schon hinterher gehen, als Lucius sie sanft aber bestimmend am Oberarm festhielt. Leicht drehte sie sich zu ihm und sah in seine schönen blauen Augen. Diese funkelten wie zwei wunderschöne Aquamarine und sie verlor sich beinah darin.

„Sollten wir nicht vielleicht auch gehen?“

Cathy fragte es leise und auch ein wenig schüchtern. Nervös biss sie sich auf die Unterlippe.

„Vielleicht“, antwortete ihr Lucius, umfasste ihre Taille und zog sie ganz eng an sich heran.

„Ich dachte, du kannst es kaum noch erwarten mich endlich in meiner neuen Unterwäsche zu sehen.“

Cathy hob den Kopf und sah in Lucius‘ schönes Gesicht. Sie entdeckte ein merkwürdiges Funkeln in seinen Augen und auch das verführerische, charmante Grinsen, was für ein aufregendes Kribbeln in ihrem Körper sorgte. Wenn er sie so auf diese Art ansah, konnte sie ihm nicht widerstehen. Langsam wanderten ihre Hände in seinen Nacken und zärtlich streichelten die Finger durch seine langen, weichen Haare. Sie zog seinen Kopf nach unten und war bereit ihn zu küssen, als Lucius ihr diese Entscheidung abnahm und schneller war. Sanft drückte er seinen Mund auf den ihren, küsste sie leidenschaftlich und vergaß im dem Moment auch, dass man sich in der Öffentlichkeit befand und man sie jederzeit dabei sehen konnte. Doch Lucius dachte überhaupt nicht mehr daran. Auch wenn vielleicht sogar Severus ihn dabei sehen würde, wie er der hübschen, jungen Muggel seine Zunge in den Hals steckte. Er blendete es einfach aus und gab sich dem unglaublichen, berauschenden Gefühl des Kusses hin.

„Ich denke, dass wir nun auch bereit sind.“

Ein wenig atemlos flüsterte er und ließ seine weichen, warmen Lippen langsam über Cathys Ohr streichen.

„Denn ich bin schon sehr gespannt darauf, dich zu sehen, wie du diesen feinen Stoff, ein Hauch von nichts trägst und dieser deinen wunderschönen Körper umspielt. Vielleicht finde ich aber auch eine andere Variante, dass du es gar nicht erst schaffen wirst es dir anzuziehen.“

Seine rechte Hand glitt über ihren Rücken, bis zu ihrem Hintern und dort angekommen, drückte er fest in das verlockende, knackige Hinterteil. Cathys Hände wanderten von seinem Nacken nach vorn und streichelten über seinen muskulösen Oberkörper. Die Finger kreisten langsam über die Knopfleiste von seinem Hemd und sie dachte an den Augenblick zurück, als sie es ihm ungestüm aufgerissen und von seinen breiten Schultern gezerrt hatte. Es war ein aufregender Moment und wie gerne würde sie es noch einmal so machen. Doch zuerst wollten sie noch ein wenig die gemeinsame Zeit miteinander genießen und trotz aller Umstände, vor allem wegen der zickigen Lily, die es ihnen nicht gerade leicht machte, würden das beide erst recht in vollen Umfang nutzen.

„Mal sehen, ob ich etwas passendes finden werde, was deinen Geschmack trifft, Mr. Malfoy.“

Cathy schenkte ihm ein bezauberndes Lächeln und zwinkerte verlockend mit den Augenlidern.

„Da wird es so einiges geben, was genau meinen Geschmack entsprechen wird.“

Er hob den Gehstock an und fuhr sanft mit dem Schlangenkopf über ihre rechte Wange. Lange schauten sich die beiden einander tief in die Augen, bevor auch sie den Weg zum Eingang des Greenwich Market wagten und sich in das überschwängliche Einkaufs Getümmel begaben.
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