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Blutige Schädel im Kerzenschein

OneshotAbenteuer / P16
Haytham Kenway
14.03.2019
14.03.2019
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Ein Wichtelgeschenk nach einem Wunsch von LucyKenway für das White Day Wichteln von Kyuin!
Vielen Dank für deine inspirierenden Vorgaben und ich hoffe, ich habe alle und alles einigermaßen gut getroffen dafür, dass ich Forsaken nicht gelesen und meine Infos nur aus dem Wiki ermogelt habe - man möge eventuelle Abweichungen vom Original verzeihen ;)
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1740, Frankreich, außerhalb von Troyes

Sie hätte sich keine perfektere Nacht aussuchen können. Kein Stern am Himmel zu sehen, Neumond. Dichtes Wolkentreiben ließ keinen Sternenglimmen hindurch, das mit seinem blassen Schein einem unvorbereiteten Beobachter die zierliche Silhouette hätte offenbaren können, die über den Zaun am Nordrand des Weinguts kraxelte.
Aua!
Leider hatte all die Dunkelheit auch den unangenehmen Effekt, dass Victoria selbst absolut nichts sehen konnte. Außerdem konnte ihre Umgebung sie immer noch hören, was sie sich mit jedem unterdrückten Keuchen wieder ins Gedächtnis zu rufen versuchte. Sie konnte schließlich nie vorsichtig genug sein. Ein alter Mann und ein Junge waren für eine fast fertig ausgebildete Assassine wie sie natürlich ein Kinderspiel, aber es war ja gerade der Witz an der Sache, gar nicht erst kämpfen zu müssen. Rein, Informationen beschaffen, raus. Nicht auffallen, nicht einmal einer potentiellen Hauskatze. Ihre Meisterin wäre mehr als beeindruckt, falls sie ihr im Morgengrauen einen Umschlag mit umfassenden Details über das Leben der nebulösen Gestalten überreichen könnte, die vor einigen Wochen unerwartet und ungewollt in das Haus auf der Klippe eigezogen waren. Falls du es schaffst. Falls nicht… darüber wollte sich Victoria gar nicht erst Gedanken machen. Eine nicht genehmigte, eigenständige Mission ohne jegliche Absprache auf ungeklärtem, aber höchstwahrscheinlich feindlichem Territorium – das würde ihre Ausbildung auf unbestimmte Zeit verlängern können. Ihre Meisterin würde ihr als Strafe die ersehnte Einführung in den Orden versagen, bis sie sich das Vertrauen zurückerobern könnte. Nur noch diese eine Mission Erfolg und meine Einführung ist zum Greifen nahe. Es hieß alles oder nichts. Kein doppelter Boden. Scheitern bedeutete fatale Konsequenzen. Victoria lächelte unwillkürlich. Das war genau die Art von Mission, auf die sie schon lange gehofft hatte.

Obwohl es unwahrscheinlich schien, dass der Mann oder der Junge sie zu dieser mitternächtlichen Zeit draußen im Garten ihres Anwesens bemerken geschweige denn noch wach sein würden, schlich Victoria langsam voran, ihre Aufmerksamkeit auf Maximum, angespannt darauf bedacht, keine Bewegung im Haus zu übersehen. Ihre ledernen Schuhe brachten allerlei Schneckenhäuser unter ihren Sohlen zum Bersten, aber sie hatte gerade keine Kapazitäten frei, sich darum zu kümmern, auch wenn sie solch ein Massaker unter allen anderen Umständen vermieden hätte – allein schon der Schuhe wegen.

Die Umrisse des Chateaus ließen sich in dieser Nacht nur erahnen, aber Victoria hatte es in den letzten Wochen bereits ausgiebig studiert, Skizzen angefertigt, Laufwege beobachtet und Ein- und Ausgänge auf Einbruchstauglichkeit überprüft. Zwar nur von außen und auch nur aus einer Entfernung von über 300 Metern, aber das musste verdammt nochmal reichen. Sie hatte die 7 Jahre ihrer Ausbildung und Tausende Stunden in der Bibliothek ihrer Lehrmeisterin schließlich nicht absolviert, um von einem simplen Gebäude wie diesem hier überfordert zu sein. Ihre Einschätzung war professionell, faktenbasiert und stützte sich auf die Lehren des jahrtausendealten Assassinenordens. Sie würde einfach nur kurz reinschleichen, die beiden ungebetenen Neuankömmlinge etwas durchleuchten und wieder verschwinden, bevor die Sonne aufging. Eigentlich gar keine so große Herausforderung. Aber mehr als genug, um mich ein für alle Mal zu beweisen.

Von diesem zuversichtlichen Gedanken beflügelt holte sie tief Luft, zückte mit beiden Händen die Dolche aus ihren Beinhalftern und setzte den ersten Fuß auf die staubige Backsteintreppe zur Terrasse hinauf, als ein leises Rauschen hinter ihrem linken Ohr ihr ankündigte, dass sie jeden Moment den Zusammenprall eines relativ großen Stückes Holz mit ihrer Schädeldecke zu erwarten hatte. Es war dann zwar kein Holz sondern einer dieser potthässlichen Backsteine, aber er erzielte eine mindestens gleichwertige Wirkung.

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Haytham atmete einmal tief durch. Er hatte es geschafft. Er hatte den Eindringling noch im Vorgarten ausgeschaltet, ohne bemerkt zu werden. Er hatte befürchtet, nach mehreren Monaten ruhigen Tarnlebens aus der Übung zu sein, aber seine Attacken kamen nach wie vor unerwartet, treffsicher und gnadenlos.
Ein grimmiger Stolz machte sich in ihm breit, als er sich bückte, um dem Fremden unter die Achseln zu greifen und ihn ins Haus zu schleifen. Er war erstaunlich klein und schlank. Wie konnte jemand mit so zarter Statur vermuten, gegen zwei erfahrene Kämpfer anzukommen?
Haytham stutzte. Er hätte schwören können, dass dieser zierliche Mann über zwei ungewöhnlich große Brüste verfügte. Instinktiv peinlich berührt ließ er den Oberkörper des Einbrechers wieder zu Boden sinken, wobei ihm auch noch die langen, blonden Haare seines Opfers ins Gesicht wirbelten. Er blinzelte kurz irritiert, dann fing er sich wieder und schob seine Arme unter die Schultern und Kniekehlen der Gestalt. Sie war erstaunlich leicht, aber trotzdem sehnig, gestählt, muskulös. Haytham konnte sie ohne große Anstrengung tragen, doch obwohl sich ihm immer mehr ihre offensichtliche Weiblichkeit aufdrängte, war sie auf keinen Fall eine Frau in dem Sinne, in dem er eine Frau definieren würde. Wobei er sich nicht sicher war, ob sich nicht vielleicht alle Frauen im bewusstlosen Zustand so anfühlten. Er hatte da noch nicht sonderlich viel Erfahrung gesammelt.
Seine Selbstsicherheit darüber, gerade einen ehrenwerten Gegner besiegt zu haben, und der Plan, diesen im Innenhof an einen Pfahl zu zurren, schwanden, je mehr er wahrnehmen konnte, wem er da gerade einen ziemlich harten Steinklotz in die Schläfe gerammt hatte. Auch noch mit der Ecke voran. Er konnte das Blut riechen und zu seinem Unmut konnte er auch immer deutlicher spüren, wie es sich auf seiner linken Schulter im teuren Wamsstoff ausbreitete. Die Frau-Person-Gestalt atmete aber noch.
Haytham zermarterte sich das Gehirn auf der Suche nach irgendeiner Lektion, die ihm helfen könnte, in dieser Situation eine geeignete Handlungsoption auszuwählen. Leider fiel ihm außer Töten und Meister Reginald aufsuchen nichts ein, und beide Optionen waren mehr als ungeeignet. Er musste erst mal aus dem Garten weg.
Kurz wartete er noch, lauschte in die Dunkelheit, ob sein Meister ihn wohl gehört haben mochte, dann schlich er über die Terrasse ins Haus und verschloss die Tür hinter sich.

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Der Geschmack von Blut war das erste, das Victoria wahrnahm. Danach kam der Schmerz in ihrem Schädel und dann der Geruch von brennenden Kerzen. Kerzen?
Sie stellte schnell fest, dass ihre Hände hinter ihrem Rücken gefesselt waren, was überaus unangenehm war, weil sie darauf lag. So, wie sich ihre Schultern anfühlten, lag sie auch schon eine ganze Weile darauf. Vorsichtig blinzelte sie sich verkrustetes Blut aus den Wimpern und riskierte einen Blick. Es war dunkel genug, um immer noch Nacht sein zu können. Kerzenschein erhellte die steinerne Innenwand eines Raumes voller Regale. Sie war in einem Gebäude.
Ihr Kopf pochte zwar und sie war sich sicher, eine größere Verwundung an ihrer Schläfe spüren zu können, aber sie war in der Lage, ihn vorsichtig zu drehen. Es waren wirklich äußerst viele Regale in diesem Raum.
Ihr gegenüber stand einige Meter entfernt ein überaus bequem aussehender Sessel, sogar mehrere, angeordnet um einen kleinen Runden Holztisch, der mit einigen edel anmutenden Kerzenständern die einzige Lichtquelle hier zu sein schien.
Langsam und so lautlos wie möglich begann sie, ihre Hände und Füße zu bewegen, suchte mit Fingern und Zehen zentimeterweise die direkte Umgebung ab. Sie saß abgesehen von der Kopfverletzung und den Fesseln überaus bequem, weiches Leder unter ihren Fingerspitzen, Teppich unter ihren Sohlen.
Langsam klärte sich ihre Sicht immer mehr und sie erkannte überall rechteckige Strukturen, bunte, unterschiedlich große, aber doch irgendwie einheitliche Kästchen… in den Regalen.
Eine Bibliothek!
Eine verhältnismäßig kleine Bibliothek, eine, die man eher im Privatbesitz einer nicht allzu wohlhabenden Familie erwarten würde, aber immerhin, eine Bibliothek. Unwillkürlich musste sie lächeln – welch angenehme Überraschung.
Wie komme ich in eine Bibliothek? Ihre schmerzende Schläfe erinnerte sie nur zu gut daran, dass sie einen Kampf hinter sich hatte - einen ziemlich einseitig geführten Kampf. Der Garten, das Haus an der Klippe – die mysteriösen Neuankömmlinge! Ihre Mission – war sie bereits gescheitert? Wer hatte sie aufgehalten? Wer wusste, dass sie hier war? War sie allein? Oder…

„Ich frage dich das nur einmal: Was hast du da draußen gemacht?“
Die Stimme eines Jungen, vielleicht 14, 15 Jahre alt, kam aus dem Raum hinter ihr. Sie konnte sich wegen der Fesseln nicht ganz im Sessel aufrichten und umdrehen konnte sie sich erst recht nicht, aber der Junge machte eindeutig Ernst. Er klang nicht nur, als hätte er absolut keine Skrupel, Antworten auf seine Fragen aus unkooperativen Gefangenen heraus zu foltern - er klang eher, als würde er sich genau darauf schon freuen.
„Noch so klein und schon so tot“, rutschte es Victoria unvermittelt heraus. Der Lieblingsspruch ihrer Meisterin. Ein gern gehörtes Lob unter Victorias Mitauszubildenden – Victoria fühlte sich jedoch stets ein bisschen beleidigt, wenn sie ihn zu hören bekam, was in der Folge auch nicht besonders häufig passierte. Victoria war zu lebendig für ihr Metier.
Aus der Dunkelheit hinter ihr war eine Weile nichts zu vernehmen, dann hörte sie sanfte Schritte auf Teppich und ein weinroter Sessel rechts von ihr wurde aus ihrem Blickfeld gerückt, bis sie gerade noch eine Lehne erahnen konnte. Es quietschte leicht, als der Junge sich setzte. Etwas an der Art, wie er sich setzte, irritierte sie. Seine Bewegungen waren ungewöhnlich kontrolliert, statt sich wie die meisten Menschen das letzte Stück eher fallen zu lassen, hielt er inne und ließ sein Gewicht langsam, fast schon unwillig ins Polster hinab. Er musste sehr trainiert sein. Diese Beherrschtheit und geschmeidige Kraft erklärten, wie er draußen im Garten so nah an sie herankommen konnte, ohne ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Durchaus peinlich, aber niemand hat das gesehen.
Auch wenn ihre Selbstsicherheit einen deutlichen Dämpfer in Bezug auf ihre Wahrnehmungsfähigkeit davongetragen hatte, so war sie sich doch absolut sicher, dass er mit ihr in dieser Bibliothek alleine war. Sie beschloss, gegen die zur Schau getragene Kälte und Überheblichkeit des Burschen ein bisschen Provokation ins Spiel zu bringen.
„Ein Rendezvous in der Bibliothek bei Kerzenschein. Wie reizend. Wo sind die Erwachsenen, Kleiner?“
„Wieso, reiche ich dir nicht?“
Victoria konnte das selbstgefällige Grinsen auf seinen Lippen förmlich hören. Es stimmte, er hatte sie offensichtlich alleine besiegt, auch wenn er mit extrem unfairen Mitteln gewonnen hatte.
Du warst einfach nur zu blöd, um beim Anschleichen mal über die Schulter zu gucken. Die wenigstens Gegner warten vor deiner Nase auf dich.
Aber er war wohl auch etwas planlos an die ganze Sache herangegangen.
„Das hier ist nicht gerade eine adäquate Gefängniszelle für jemanden wie mich“, stellte sie fest und sah sich langsam wieder die Oberhand gewinnen. Auch wenn es etwas frustrierend war, dass sie es immer noch nicht geschafft hatte, ihre Fesseln zu lösen. Die waren verdammt gut festgemacht.
„Ich würde sagen, du hast keine Ahnung, mit wem du es hier zu tun hast und was du mit mir anfangen sollst. Hast einen Glückstreffer gelandet, weil ich jemandem wie dir keine Beachtung schenke. Meinen Respekt dafür, aber jetzt bist du in einer Sackgasse gelandet. Du kannst mich hier nicht besonders lange festhalten und glaub mir, du willst nicht alleine sein, wenn ich erst mal einen Dolch in der Hand halte. Es ist mir vollkommen egal, wie jung du bist und wie viel romantische Atmosphäre du aufbringen kannst, wenn ich hier raus bin, schlitze ich dich auf. Also tu uns beiden einen Gefallen und hol einen Erwachsenen, mit dem ich vernünftig reden kann.“ Diese verfluchten Fesseln ließen aber auch keinen Deut nach. Langsam wurde Victoria ungeduldig, beinahe wünschte sie sich, sie wäre tatsächlich in der Kerkerzelle eines ausgewachsenen Feindes gelandet, dann wüsste sie wenigstens, woran sie wäre.
„Romantische Atmosphäre? Es ist Nacht. Kerzen spenden Licht. Bild‘ dir nichts ein.“ Offensichtlich hatte sie mit dieser Masche doch einen Nerv getroffen.
Der Junge sagte eine ganze Weile nichts, was es schwierig machte, geräuschlos und unauffällig weiter an der Befreiung ihrer Handgelenke zu arbeiten. Plötzlich hörte sie links von sich das Geräusch einer metallenen Klinge, die aus einem Halfter gezogen wurde, und schreckte herum. Wie war er so geräuschlos und schnell dort hingekommen?
„Wenn du vom Aufschlitzen sprichst, denkst du da etwa an einen Dolch wie diesen hier?“ Er ließ mit der breiten Seite ihrer Klinge die Reflektion einer Kerze über ein Bücherregal tanzen, während er die Waffe berechnend musterte. „Wo hast du den gestohlen? Ich bezweifle, dass er dir gehören kann, wer diesen Dolch zu Recht trägt, ist für gewöhnlich… fähiger.“
Wer diesen Dolch zu Recht trägt? Diese Formulierung schien etwas zu präzise gewählt, um nur eine gedankenlose Beleidigung zu sein. Natürlich deutete nichts an ihrer Ausrüstung direkt auf den Orden hin. Außer, jemand wusste, wonach er suchen musste.
An diesem Jungen und dieser Begegnung war bereits zu viel besorgniserregend, um irgendwelche Risiken einzugehen – sie musste irgendwie davon ablenken, dass ein geheimes Quartier der Assassinen ganz in der Nähe lag, für den Fall, dass ihr Gegner bereits geschlussfolgert hatte, wer sie war – wer konnte schon ahnen, wem er diese Informationen am Ende weiterleiten würde?
„Steck den sofort wieder weg!“, brauste sie gespielt fassungslos auf. „Das ist mein Dolch, wehe, du vergreifst dich mit deinen schmutzigen, kleinen Pfoten daran!“
„Scheinst ja ganz besonders daran zu hängen“, murmelte er nachdenklich und machte keine Anstalten, den Dolch wegzulegen. Er sah sie nicht mal an. Sie musste sich etwas Besseres überlegen, um ihn auf eine falsche Fährte zu locken.
„Und ob. Das letzte Erbstück meiner Mutter. Finger weg!“ Das schien eine Reaktion in ihm auszulösen.
„Deine Mutter besaß so einen Dolch? Woher?“
„Na, woher bekommt man denn für gewöhnlich einen Dolch?“, schnappte sie zurück und begann wieder, sich an ihren Fesseln zu schaffen zu machen, diesmal jedoch nicht, um ernsthaft frei zu kommen, sondern um möglichst unprofessionell und wehrlos zu wirken.
„Wenn das ein gewöhnlicher Dolch wäre, würden wir uns nicht darüber unterhalten.“ Er fuhr fasziniert mit den Fingern über die Klinge, als müsse er der Versuchung widerstehen, sich daran zu schneiden.
Victoria gab sich genervt, um ihre tatsächliche Beunruhigung darüber, dass sie ihn nicht von seiner Spur abbringen konnte, zu überspielen. „Er ist uralt, ich trage ihn aus purer Nostalgie, er ist bestimmt auch nichts mehr wert, also nimm dir irgendetwas Anderes und leg den wieder zu meinen Sachen!“
Plötzlich spürte sie etwas Unerwartetes an ihrem rechten Handgelenk. Etwas unerwartet Kaltes und Hartes. Sie hörte abrupt auf, unkoordiniert herumzutoben, und versuchte, es zu fassen zu kriegen. Ha!

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Haytham konnte seine Nervosität kaum unterdrücken. Er war sich ganz sicher – er hatte ein Mitglied des Assassinenordens gefangen. Einen solchen Dolch hatte sein Meister ihm schon einmal gezeigt - nachdem sie gemeinsam eine Assassinenfamilie bei Paris aufgestöbert hatten. Sie verwendeten ihn bis zu ihrer Ordenseinführung in der Ausbildung, bis sie ihre versteckten Klingen erhielten - und manchmal darüber hinaus.
Da hatte er ihn nun also. Einen echten Feind. Einen Feind, der obendrein versucht hatte, bei ihnen einzubrechen.
Normalerweise wäre es keine Frage, was mit einem Assassinen zu tun wäre. Er hatte es schon oft genug getan. Vielleicht vorher noch herausprügeln, was der Gegner wollte und wo Verstärkung wartete, und dann kurzer Prozess.

Aber diese Nacht hatte eine unvorhergesehene Schwierigkeit mit sich gebracht. Der Angreifer war nicht nur wie bereits festgestellt eine Frau – sie war sogar noch ein Mädchen. Wenig älter als Haytham selbst, höchstens 17.
Sie gefiel Haytham. Es kam nicht oft vor, dass ihm ein Mädchen gefiel. Sie war auf vielen Ebenen außergewöhnlich. Unter allen Assassinen, die er zusammen mit seinem Meister – oder auch mal auf eigene Faust – bisher bekämpft und umgebracht hatte, hatte er noch nie mit einer weiblichen zu tun gehabt. Außerhalb seines Trainings hatte er nicht viel übrig für die Normalsterblichen dieser Welt. Was konnte ihm ein gewöhnliches Mädchen schon bieten?
Aber hier war jemand wie er. Naja, fast. Er spürte ihre Unsicherheit, wie sie versuchte, ihn einzuschätzen. Sie schien noch nicht auf die Idee gekommen zu sein, dass er zum Orden der Templer gehören könnte. Oder sie war eine verdammt gute Schauspielerin – warum sollte sie denn hier sein, wenn sie nicht von ihm und seinem Meister wusste? Oder… war das vielleicht genau der Grund, warum sie so schlecht vorbereitet, geradezu stümperhaft einfach versucht hatte, alleine durch die Hintertür hereinzumarschieren? Im Endeffekt fühlte Haytham sich genauso verloren, wie er es ihr anzusehen glaubte. Aber dafür war jetzt kein Platz. Er musste sich zusammenreißen, seine Fassade aufrechterhalten und herausfinden, warum sie hier war. Vielleicht konnte er sie ja wieder loswerden, ohne dass sie ein Anzeichen auf den Templerorden bemerken würde. Du könntest sie einfach umbringen, wie du es sonst immer tun würdest. Was ist denn los mit dir?
Er wollte gerade den Mund aufmachen, noch unsicher, was er eigentlich zu sagen hatte, da fiel ihm eine beunruhigende Ruhe im Raum auf, wo zuvor noch unzufriedenes Geruckel und hektisches Grummeln geherrscht hatten. Der Sessel war leer. Hoppla.

Im nächsten Moment warf sich seine Gefangene hinter einem Regal hervor und fegte ihn von den Füßen. Der Dolch schlitterte über den Boden und geriet außer Sichtweise. Haytham brauchte einen Moment, um seine Arme und Beine wieder unter Kontrolle zu bringen, und schon verpasste ihm jemand eine Ladung Fausthiebe ins Gesicht und in den Bauch. Er spürte, wie alle Luft aus seinen Lungen gepresst wurde, und hektisch fuhr er mit den Händen herum, bis er sie an ihren Haaren zu fassen bekam und ihren Kopf weit genug zur Seite reißen konnte, um sie von sich herunterzuwerfen. Mit aller Kraft setzte er mehrere Tritte nach und hörte sie neben sich erschrocken japsen.
Nach Atem ringend rollte er ein Stück weg und versuchte, sich auf Knie und Ellenbogen aufzurappeln. Doch er hatte sie offensichtlich kaum verletzt, schon war sie wieder über ihm, zwang ihn zurück auf den Rücken und holte mit einem der antiken Kerzenständer vom Lesetisch aus. Heißes Wachs tropfte Haytham ins Gesicht.
Blitzschnell streckte er einen Arm aus, packte sie im Ausschnitt und riss sie zu sich herunter, um ihr im nächsten Moment eine Kopfnuss zu verpassen. Sie gab ein schmerzverzerrtes Stöhnen von sich und er konnte sie abschütteln. Der Kerzenständer fiel zu Boden und wenige Sekunden später breitete sich das Feuer bereits auf den Teppich aus.
Haytham versuchte, aufzustehen, selbst noch etwas benommen von seiner eigenen, nicht ganz so gut vorbereiteten Kopfnuss. Er war schon fast oben, doch sie trat ihm von hinten in die Kniekehlen und die Wucht riss ihn von den Füßen. Er fiel nach hinten, konnte sich nicht abfangen und spürte seinen Kopf aufschlagen. Leider hatte er nicht mehr auf dem Teppich gestanden.
Es tat gar nicht mal so schlimm weh, wie er vermutet hätte. Überhaupt spürte er gar nicht mehr so viel. Er fühlte sich etwas neben der Spur, hörte auch ein ganz merkwürdiges Rauschen in der Ferne, sonst gar nichts mehr. Irritiert nahm er die Welt wie durch einen dicken Wasserschleier hindurch wahr, sah aus dem Augenwinkel kleine verschwommene Flämmchen, eine Gestalt bewegte sich ungeschickt im Dunkeln und richtete sich an die Wand gestützt auf. Dann traf etwas seinen Schädel, das deutlich aggressiver war als der Boden.

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Victoria tastete missmutig hinter ihrem Ohr herum und verzog das Gesicht vor Schmerz. Sie versuchte, herauszufinden, wie weit ihre Schläfe aufgerissen war, doch solange das Blut nicht ausgewaschen war, ließ sich das schwer feststellen, und die komplette Seite Hälfte ihres Kopfes war von einem dumpfen, stechenden Wummern umhüllt. Ich kann noch stehen und noch einigermaßen kämpfen. Es kann nicht lebensbedrohlich sein.

Als sie ihren Gegner zum Ausgleich der Gerechtigkeit in seinen eigenen Sessel verfrachtet und dort festgemacht hatte, hatte sie nicht ohne Schadenfreude festgestellt, dass sie das gute Möbelstück ordentlich mit Blut eingeschmiert hatte. Da würde er noch lange seine Freude dran haben. Oder in eine ernsthafte Erklärungsnot kommen, was ihr fast noch lieber wäre, wenn nicht die Gefahr bestünde, dass dabei mächtigere und gefährlichere Gegner als er herausfinden würden, dass Assassinen in der Nähe waren.

Sie kratzte an ihrer Schuhsohle herum, um die Wachsreste loszubekommen, die sie sich beim Austreten des Teppichs eingehandelt hatte, aber sie waren noch nicht ganz kalt und ließen sich höchstens verschmieren.
Eigentlich hätte sie nach ihrem Sieg über den Kleinen direkt verschwinden sollen, aber sie konnte es einfach nicht dabei belassen. Er hatte, was sie betraf, zu starken Verdacht geschöpft und außerdem steckte ja auch hinter ihm mehr, als sie erwartet hatte. Sie musste herausfinden, was es mit den Bewohnern dieses Hauses auf sich hatte. Wenn sie mit ihren Vermutungen richtiglag, dann könnte dies die wichtigste Neuigkeit werden, die jemals eine Auszubildende aus ihrem Kader gefunden hatte. Also durfte sie es jetzt nicht vermasseln.

„Du bist ja noch da“, klang es plötzlich mit kratziger Kehle aus dem Sessel. Der Junge hatte die Augen noch nicht geöffnet. An seinem Gesichtsausdruck meinte sie, eine gewisse ironische Erheiterung zu erkennen. Seine Stimme klang allerdings noch mehr als unsicher, fast so, als wäre er in einem Halbschlaf. „Willst du mich jetzt hier bewachen, bis mich mein Meister… mich findet, damit du sichergehen kannst, … dass mein Meister… mich auch ja in diesem entwürdigenden Zustand findet?“, brachte er unkonzentriert heraus.
„Meister?“, fragte Victoria alarmiert.
„Oh.“ Er machte eine kurze Pause. „Ich sollte nach so einem Schlag auf den Kopf nicht… mit Fremden reden…“
Diese schlichte Feststellung entlockte Victoria ein verwundertes Lachen. „Nein bitte, rede weiter. Ich habe die ganze Nacht Zeit.“
„Nein, ich sage nichts mehr.“ Er versuchte, die Augen zu öffnen, aber der Blick ins Licht bereitete ihm scheinbar starke Kopfschmerzen und er drehte sich weg. „Womit hast du mich denn getroffen?“
„Mit meinem Fuß.“
„Deinem Fuß? Warum ist dein Fuß so hart?“
„Man muss nur wissen, wo man hinzielen muss.“
„Aha. Und das weißt du einfach so, und triffst die richtige Stelle nach dieser Kopfnuss und mit dieser riesigen Platzwunde an der Schläfe... Ich wäre ja beeindruckt... aber ich finde, wir sollten berücksichtigen, dass du mindestens zwei Jahre älter und dementsprechend in deiner Ausbildung viel weiter bist...“
Victoria sagte einfach nichts und ließ ihn reden, während sie insgeheim dafür betete, dass ihr jetzt bloß nichts Wichtiges entgehen würde. Außerdem bereitete ihr die Erwähnung eines Meisters Sorgen. Das musste der alte Mann sein, der mit ihm Haus lebte. Er war durch den Kampflärm entweder noch nicht aufgewacht, oder aber er beobachtete sie bereits. Victoria hielt es für unwahrscheinlich, dass ein Meister, der Schüler in Kampfkunst ausbildete, sein eigenes Haus nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit vollkommen unter Kontrolle hatte. Ihre Meisterin war ihr da Beispiel genug.
Wobei – war das eben Kampfkunst oder doch eher eine Kinderprügelei?
Ach, halt die Klappe.


Vielleicht wäre es an der Zeit, zu verschwinden, um die Menge an Informationen, die sie bereits sammeln konnte, noch lebendig zurück zu bringen. Sie ging hinüber zu den Regalreihen, zwischen denen ihr Dolch verloren gegangen war, bückte sich und ging tastend unter dem untersten Buchbrett auf die Suche.
„Ich weiß gar nicht, was mir lieber wäre“, faselte der Junge hinter ihr weiter. Victoria versuchte, ihn weitestgehend auszublenden, und sich trotz ihrer schmerzenden Schultern möglichst weit unter ein Regal zu schieben, unter dem sie es verheißungsvoll blinken gesehen hatte. „Wenn mein Meister jetzt auftauchen würde, um dir den Kopf abzuhacken, mit dem Nachteil, dass er mich in meinem eigenen Sessel gefesselt finden würde…“ Sie war fast dran! Dort lag ihr Dolch! „… oder wenn du entkommen würdest, sodass ich dich jagen und selbst töten kann.“ Ihre Hand schloss sich endlich um ihre Klinge und vorsichtig rollte sie sich wieder unter den Büchern hervor. „Ich würde mich freuen, dich selbst zu töten. Ich denke, ich bevorzuge diese Variante. Also bitte, verschwinde, bevor ich aus diesem Sessel komme und dir hier und jetzt…“
„Pfffff, in diesem Zustand-“, setzte Victoria an, doch die Worte blieben ihr im Hals stecken. Ihr Blick war auf einen der Buchrücken gefallen. “Schlachtreime von Narvos“ von Freiherr von Lautern. Victoria hatte das Gefühl, zu spüren, wie ihr Herz vor Schreck stehen blieb. Direkt daneben stand “Gesänge einer ertrunkenen Harpye“ von Barnabas Eukantor. Hektisch fuhr sie weitere Buchrücken ab. “Der Wanderer vom Schommertal“, “Abendsonne unter der Prärie“, “Kaiserin Uhete von Branden“, sie waren alle da.

„Wo hast du diese Bücher her?“ Mit einem Fauchen stürzte sie sich auf den Jungen und presste ihm die Klinge des Dolches gegen den Adamsapfel. „Was wollt ihr mit diesen Büchern?“
„Was für Büchern?“, presste er gequetscht hervor. „Du hast dein Knie in meinen Rippen ich… krieg keine…“
„Kaiserin Uhete von Branden? Die Schlachtreime von Narvos? Barnabas Eukantor? Eins davon Zufall, das glaub ich gut und gerne, aber alle? Woher wisst ihr von diesen Büchern?“ Wie eine Furie brachte sie den Sessel zum Kippen, landete schwer auf seinem Brustkorb und die Spitze des Dolches bohrte sich durch seine Haut. Er öffnete den Mund zu einem Ausruf von Schmerz und vermutlich auch Entrüstung, aber nichts kam heraus. Als sie sich ihrer panischen Reaktion bewusst wurde, lockerte sie ihre Umklammerung etwas und ließ ihn zu Atem kommen.
„Ehrlich, ich weiß nicht, was du willst, ich hab diese ganzen Schinken nie gelesen, furchtbar langweilig größtenteils, ich…“
Lüg‘ mich nicht an!
„Wenn du… noch lauter schreist… weckst du meinen Meister noch… bitte ich… will nicht, dass er mich aus so einer… Belagerung… weiblicher Gefühlsausbrüche retten muss…“
Victoria verpasste ihm mit dem schweren Griff ihres Dolches einen Schlag aufs Ohr und er zuckte zusammen, hielt danach aber erfreulicherweise den Mund.

Sie stand auf, ließ ihn keuchend auf den zerbrochenen Überresten des Sessels liegen und hechtete zurück zum untersten Regalbrett mit den geheimen Code-Werken des Ordens. Sie zog Barnabas Eukantor heraus und schlug den alten Wälzer auf. Es war zweifelsohne ein Original, in helles Leder gebunden, noch in alter Schrift verfasst – und zu ihrem Entsetzen waren die Seiten über und über mit Notizen, Buchstaben und Symbolen bekritzelt worden. Jemand hatte dieses Buch gestohlen, jemand, der wusste, woran er war, und er hatte sich daran gemacht, die versteckten Botschaften zu entschlüsseln. Sie ließ den Band unachtsam fallen und griff das nächste Buch. Dasselbe Bild: Übersetzungen des Codes, direkt auf die Seiten geschrieben. Und korrekt auch noch.
Der Junge konnte das nicht gewesen sein, dazu schien er viel zu ahnungslos und unerfahren. Nein, ihr schwante langsam, mit wem sie es hier zu tun hatte. Sein Meister. Möglicherweise war es kein Zufall, dass die beiden Fremden das Anwesen so nah am Assassinenquartier von Troyes gekauft hatten. Diese ganzen Bücher konnte er unmöglich in der Zeit durchgearbeitet haben, seit sie hier waren, er musste bereits viele Jahre hinter ihrem Orden her sein.
„Ein Templer…“, entfuhr es ihr und der Junge regte sich hinter ihr.
„Bravo, du hast es durchschaut…“, hustete er schwach. „Ich muss ja zugeben… ich bin schon viel früher dahinter gekommen…wer du…“
Victoria achtete nicht mehr auf ihn. Sie räumte panisch die Bücher wieder zurück ins Regal. Wie war nochmal die Reihenfolge... Ach, was spielte es für eine Rolle, der Junge würde ohnehin verraten, dass sie da gewesen war. Der Junge…
Langsam drehte sich Victoria zu ihm um. Mit dem zertrümmerten Sessel, den Blutspuren, dem zerpflückten Regalbrett und dem angefackelten Teppich würde sie so oder so Spuren hinterlassen, ganz zu schweigen von den vielen Blessuren auf ihrem Gefangenen. Du darfst ihn nicht hier lassen… Du darfst ihn nicht… am Leben lassen…
„Ich maße mir mal an… dein Problem zu erkennen… und eine Lösung… vorzuschlagen…“, brachte er mühevoll hervor.
„Ich habe eine Lösung“, fuhr Victoria ihn leise zischend an. „Ich töte dich, dann deinen Meister und dann brenne ich dieses ganze Haus nieder!“
„Ach, meinen Meister schaffst du nicht, den schafft niemand“, tat er unbeeindruckt ab. „Aber niederbrennen ist eine grundsätzlich gute Idee… versammle alle Beweisstücke hier auf dem Teppich und brenne den ab, ich denke mir schon eine gute Geschichte dazu aus…“
Victoria kam um die Regale herum langsam und bedrohlich auf ihn zu.
„Achja? Und warum würdest du das tun?“
Er schaffte es, trotz seiner Schmerzen ein überhebliches Lächeln aufzusetzen. „Wie schon gesagt, ich freue mich darauf, dich zu jagen und selbst zu töten... Ganz alleine bei dir aufzutauchen, so wie du heute Nacht... Ein fairer Kampf, Templer gegen Assassine. Was sagst du? Klingt doch aufregend...“ Er schien nicht zu bluffen. „Daraus wird aber nichts, wenn du nicht in einer Minute von hier verschwunden bist... Mein Meister macht... kurzen Prozess... los...“
Unsicher hob Victoria den Kerzenständer vom Teppich auf und stellte ihn zurück auf den Tisch.
„Vielleicht hättest du noch die Freundlichkeit, mich vom Teppich herunterzunehmen, bevor du ihn anzündest…“ Der Junge hatte jetzt die Augen geschlossen und atmete etwas langsamer. „Ich sterbe schon nicht… außer… du zündest mich an…“
Victoria fasste sich ein Herz und legte an Tempo zu. Sie stelle die Bücher wieder ins Regal zurück, stellte aus den verbleibenden Sesseln wieder die annähernd ursprüngliche Sitzgruppe her, wischte mit einer Ecke vom Teppich Blut aus einer Lache vom Boden auf und zog ihn dann zurecht. Vorsichtig verteilte sie Wachs über der Szenerie und zündete mehrere Punkte an.

Als letztes pflückte sie den Jungen grob aus den Resten seiner Fesseln, warf Sesselteile unter den kleinen Tisch und rollte ihren Gefangenen mit einem Fuß aus der Gefahrenzone. Er sagte nichts mehr und wehrte sich auch nicht. Es ist dumm, ihn am Leben zu lassen, es ist dumm, ihn am Leben zu lassen, er wird alles verraten – er könnte doch genauso gut bei dem Brand mit ums Leben gekommen sein…
Sie ging hinunter auf die Knie, drehte ihn auf den Rücken und tastete nach ihrem Dolch. Er hatte die Augen geschlossen, vermutlich war er kurz davor, das Bewusstsein zu verlieren. Sie hob den Dolch.
„Ich… ich heiße übrigens… Haytham…“, nuschelte er. „Haytham Kenway. Dachte, das solltest du wissen… dann kannst du dich schon mal… auf unser Wiedersehen… freuen…“ Sein Kopf kippte zur Seite und er verstummte. Victoria saß da, direkt über ihm, den Dolch fest umklammert.
Dann hörte sie unter sich im Haus eine Tür auffliegen und wie der Blitz war sie aus dem Fenster verschwunden.
Na dann bis zum nächsten Mal… Haytham.
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