Gerfährliches Verlangen

von NinielX
GeschichteDrama, Romanze / P18
OC (Own Character) Uta
14.03.2019
08.03.2020
10
9.809
10
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13 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
14.03.2019 922
 
Hey. Ich schreibe neuerdings an dieser FanFiktion. Mit diesem Kapitel möchte ich zunächst mal herausfinden, ob es Leser gäbe, die Interesse an der FF hätten.
Ich hoffe euch gefällt das erste Kapitel-

*Info* „...“ sprechen; ‚....’ Gedanken; die Geschichte ist aus verschiedenen Sichten geschrieben
(Ich werde die FF evtl. auch auf Wattpad hochladen)



Gefährliches Verlangen

Kapitel 1


Akemi saß wie gewöhnlich in ihrem Kurs zur Mittelalterlichenkunst. Während der ersten Hälfte des Kurses lauschte sie noch aufmerksam den Worten ihrer Professorin über die Techniken der damaligen Malerei. Akemi studierte Kunst, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis, an der Kunstschule in Tokyo. Ihren Schwerpunkt hatte sie auf die Malerei gelegt, besuchte aber auch Kurse zur Skulptur und Gartenkunst. Auch zum Thema Denkmalschutz und Restauration hatte sie im Laufe ihres Studiums schon Kurse belegt gehabt. Kunst war ihre größte Leidenschaft, weshalb sie eigentlich auch immer recht aufmerksam und engagiert war. Doch seit einiger Zeit schweiften ihre Gedanken immerzu ab.

Es waren schon mehrere Wochen vergangen, seitdem sie Ken das letzte Mal gesehen hatte. So langsam begann sie sich wirklich Sorgen um ihn zu machen. Normalerweise trafen sie sich mindestens alle zwei Wochen, da sie ein nahezu geschwisterliches Verhältnis hatten. Sie kannten sich schon viele Jahre, da er und sie einst Nachbarn waren. Sie war drei Jahre älter als er und sah sich deshalb immer als eine Art große Schwester von ihm. Dadurch hatte sie auch einen gewissen Beschützerinstinkt entwickelt, wenn es um ihn ging. Zwar antwortete er ihr mittlerweile wieder auf ihre Nachrichten, jedoch knapper und einfach irgendwie anders als vorher. Auch wenn er das Gegenteil behauptete, irgendetwas musste doch passiert sein, dass er sich so ganz anders verhielt.

Es ließ ihr keine Ruhe, weshalb sie an diesem Tag sogar zu seiner Universität  ging, um ihn abzufangen, jedoch ohne Erfolg. Sie hatte bereits seit Mittags gewartet, nicht wissend, wann sein Unterricht denn enden würde. Jedoch war er selbst bis vier Uhr Nachmittags nicht aus dem Gebäude gekommen. Sie wusste, dass sein Stundenplan nicht über 16 Uhr hinausging. Damit wuchs ihre Sorge um ihn nur noch weiter, denn für sie schien es nun, als würde er nicht einmal mehr zu seinen Kursen gehen. Dies war für Ken äußert ungewöhnlich, da er überaus fleißig und pflichtbewusst war.


Niedergeschlagen und voller Sorge ging sie durch die Straßen Tokyos. In Gedanken immer noch bei ihren ‚kleinen Bruder’ nahm sie kaum wahr, wohin ihre Füße sie trugen. Was nicht gerade ungefährlich war, denn überall in der Stadt lauerten Ghoule, die sicherlich nicht nein zu ihr als Snack sagen würden. Ja, die Ghoule. Ein weiterer Grund warum sie sich so um Ken sorgte. Sie hatte Angst, dass er ganz alleine im Nirgendwo unterwegs war und so nur ein gefundenes Fressen für die Ghoule darstellen würde. Noch einige Minuten, die sich anfühlten wie Stunden, lief sie einfach so umher. Dabei scannten ihre Augen stetig die Umgebung, nach ihm ab.

Als sie um eine weitere Ecke bog, sah sie ihn plötzlich, was sie kurz ungläubig innehielten ließ. Im ersten Moment wollte sie Ken hinterher rennen und nach ihm rufen, doch etwas hielt sie zurück. Sie beschloss ihm heimlich zu folgen, in der Hoffnung herauszufinden, wo er sich all die Zeit aufgehalten hatte. Damit er sie nicht bemerkte, hielt sie einen ausreichend großen Abstand zu ihm. Es dauerte keine 5 Minuten, ehe er durch eine Tür hindurch ging.

An der Wand war ein großes Symbol, dass aussah wie eine Sonne, mit dem Schriftzug „HySy ArtMask Studio“, gemalt. Verwirrte starrte sie auf den Eingang des Studios und begutachtete die Umgebung. Sie war sich sicher, bis vor wenigen Monaten wäre Ken niemals an so einen Ort gegangen. Ein letztes Mal atmete sie tief durch, ehe sie einfach durch die Tür trat.

Kaum hatte sie dies getan, richteten sich zwei Blicke auf sie. Einer überrascht und schockiert, der andere schien gänzlich emotionslos. „Akemi, was,.. wieso bist du hier?!“, kam es von Ken, nachdem er realisierte, wer da vor ihm stand. „Was ich hier mache? Ich hab dich gesucht. Seit Wochen schon! Ich hab mir Sorgen um dich gemacht“. „Das-,. warum? Ich hab dir doch geschrieben, dass alles in Ordnung ist“.


Während dem Austausch der anderen beiden, haftete Utas Blick auf dem Neuankömmling. ‚Welch köstlicher Duft’. Er saß einfach nur schweigend da und hörte den beiden zu, während er sie betrachtete. „Eben. Geschrieben. Du hast dich schon seit einer Ewigkeit nicht mehr bei mir Blicken lassen. Das ist untypisch für dich, Ken“. „Na ja, ich hatte viel zu tun. Fürs Studium und so“. „Ach, und darum bist du sicher genau dort nicht hingegangen?“.

Es war kein Kunstwerk aus den Wortaustausch der beiden zu erkennen, dass sie offensichtlich keine Ahnung hatte, was Kaneki war. Na ja, auch besser so. Jeder Mensch, der die Identität eines Ghoules kannte, war eine Gefahr, die beseitigt werden musste. Zu riskant war es, dass er oder sie einen sonst an die Tauben verraten würde.

„Wie-,..“. „Ich hab vor deiner Universität auf dich gewartet. Einfach um mir selbst zu beweisen, dass meine Sorgen unbegründet sind. Aber dann kamst und kamst du nicht aus dem Gebäude heraus“. „Ich hatte heute frei“. „Ach, wirklich?“. „Ja,.. wir.. Also, wir müssen Projektarbeiten vorbereiten, daher haben wir ein paar Tage frei, um uns darauf zu Konzentrieren“. „Projektarbeiten? Eine Projektarbeit in japanische Literatur? Was für ein Projekt soll das bitte sein?“. „Das,.. also..“. Uta bemerkte, dass Kaneki langsam die Ausreden ausgingen, und da er heute einen guten Tag hatte, beschloss er ihm ein wenig unter die Arme zu greifen. „Er untersucht die Nutzung symbolischer Masken in der Literatur“.
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