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Gefährlicher Einsatz

Kurzbeschreibung
OneshotAngst, Freundschaft / P12 / Gen
Mina Amiri Oliver Radek
13.03.2019
13.03.2019
1
1.075
2
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Dieses Kapitel
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13.03.2019 1.075
 
Disclaimer: Die Serie und ihre Figuren gehören nicht mir. Sie gehören ihren rechtmäßigen Erfindern. Ich leihe sie mir nur für diese Geschichte aus.

A/N: Okay... Sollte ich nach ein paar Folgen schon eine Story schreiben? Vermutlich nein! Aber ich finde die Serie echt toll und da musste ich doch ne kleine Geschichte über meinen Lieblingscharakter Oliver schreiben. Ich hoffe sie gefällt euch. (Spielt eher am Anfang der Serie)

Letzte Spur OS Gefährlicher Einsatz

"Ich bitte Sie. Lassen Sie uns doch über alles sprechen."
Vorsichtig bewegte Radek sich auf den Mann zu, den sie die ganze Zeit gesucht hatten.
Doch dieser schüttelte nur wie wild mit dem Kopf, ließ die Waffe in seiner Hand nicht sinken.
"Stopp!", befahl er, laut und panisch.
"Bleiben... bleiben Sie wo Sie sind."
Der Ermittler tat wie ihm geheißen und blieb an Ort und Stelle stehen.
Wartend sah er sein Gegenüber an, schwieg.
"Ich... ich werde jetzt in den nächsten Zug steigen... u-und Sie werden mir nicht folgen."
Oliver war froh, dass sich an diesem kleinen Bahnhof keine anderen Personen befanden, die ihn Gefahr geraten könnten. Dieser Mann vor ihm wäre in seiner jetzigen Verfassung vermutlich zu Allem fähig.
"Hören Sie, Herr Konsel, wir wissen, dass Sie zu dem Überfall gezwungen wurden. Der Schuldige wurde festgenommen. Sie haben also keinen Grund vor uns wegzulaufen."
Wieder ging der Polizist einen Schritt vorwärts, er war Konsel inzwischen ziemlich nah.
Er sah dem Mann mit festem Blick in die Augen.
"Geben Sie mir die Waffe."
Zögerlich schaute der Mann auf Radeks ausgestreckte Hand und dann in dessen Gesicht.
"Sie... Sie lügen", erwiderte er und Oliver schüttelte langsam mit dem Kopf.
"Nein, Herr Konsel. Ich würde Sie nie anlügen."
Und das stimmte. Alles, was er dem Mann gesagt hatte, war die Wahrheit gewesen. Er musste ihm nur vertrauen.
"Jetzt geben Sie mir bitte die Waffe. Und dann können wir zu Ihrer Frau gehen. Sie macht sich unglaubliche Sorgen um Sie."
Diesmal war es Konsel der einen Schritt auf Radek zukam.
"Verschwinden Sie von hier", flüsterte er und verwirrt kniff Oliver die Augen zusammen.
"Was?"
"I- ich... muss in den Zug steigen. Sonst werden die... m- mich umbringen."
Oliver sah, wie sein Gegenüber einen kurzen Blick an ihm vorbei warf.
Er versuchte sich an das Bild zu erinnern, welches hinter ihm stand.
Mina und Sandra, die wie er zuvor auf Konsel zielten.
Ein kleiner Parkplatz, für die Menschen, die von hier aus mit dem Zug fahren wollten.
Und darauf... hatte zwischen allen leeren Wagen ein Auto gestanden, in dem ein Mann gesessen hatte. Die Erkenntnis traf Radek wie ein Schlag.
Der Schuldige, den sie bereits festgenommen hatten, war nicht der Einzige gewesen!
Er drückte den kleinen Knopf, der es ihm ermöglichte mit seinen Kollegen zu sprechen.
"Der weiße Volvo auf dem Parkplatz. Darin befindet sich ein Täter, vermutlich bewaffnet."
Aus dem Augenwinkel sah er, wie der Zug angefahren kam und als dieser schließlich vor ihnen hielt, wusste er nicht was er tun sollte.
"Bitte. Ich muss einsteigen."
Flehend sah Konsel ihn an und Oliver zögerte. In seinem Ohr hörte er Minas Stimme, die ihm sagte, dass Daniel, der noch im Auto gesessen hatte, ausgestiegen war und sich auf den Volvo zu bewegte.
"Mein Kollege ist gleich bei dem Wagen. Er wird den Mann festnehmen. Sie müssen nicht weiter fliehen", erklärte Radek und genau in diesem Moment setzte der Zug sich auch wieder in Bewegung.
Panisch schaute Konsel an dem Ermittler vorbei und auch dieser drehte sich nun zum ersten Mal um.

Ein Schuss ertönte, gefolgt von einem weiteren.

Oliver spürte einen stechenden Schmerz in seiner Brust.
Er ließ seine Waffe fallen, berührte mit einer Hand die Stelle und starrte dann mit großen Augen auf sie, als er erblickte, wie eine rote Flüssigkeit an ihr klebte.
Blut.
Er blutete.
Sein Blick ging hoch zu Konsel, der mit angsterfüllten Augen auf Radeks Brustkorb starrte.
Hinter sich hörte er die Stimmen von Mina und Sandra, die panisch seinen Namen riefen.
Er drehte sich vollständig um und sah, dass beide auf ihn zugerannt kamen.
Aus dem Augenwinkel sah er, dass Daniel die Tür des Volvos öffnete und einen Mann herauszerrte, ihm Handschellen anlegte.
"Oliver."
Das Wort war nicht mehr als ein Hauchen. Er fokussierte Mina, die vor ihm stand und ihm eine Hand auf seine Schulter legte.
"Mi-"
Weiter kam er nicht, denn er verspürte einen starken Hustenreiz. Er hielt sich eine Hand vor den Mund und ließ einen keuchenden Laut heraus. Seine Sicht wurde verschwommen, aber er erblickte noch immer, dass das Blut an seiner Hand mehr geworden war.
Seine Beine wurden weich und gaben schließlich unter seinem Gewicht nach. Er kippte nach vorne und fiel auf die Knie.
"Oliver!"
Er fühlte, dass Mina ihn in ihren Armen hielt. Aber ihre Stimme, die Sandra befahl einen Krankenwagen zu rufen, wurde immer leiser. Er hörte die letzten Worte nur noch gedämpft. Und dann war da nichts mehr. Es wurde einfach dunkel um ihn herum und der Schmerz verschwand, wurde von einem Gefühl der Schwerelosigkeit ersetzt.

Ein Piepen weckte ihn und er schlug blinzelnd die Augen auf.
Wo war er?
Sein Blick wanderte herum und er erkannte, dass er in einem Zimmer und nicht mehr unter freiem Himmel war.
Er spürte, wie jemand neben ihm seine Hand drückte.
"Tu uns das nie wieder an, Oliver, hörst du?"
Mina.
Er schaute langsam zu ihr und sah gerade noch wie sie ein paar Tränen fortwischte.
Plötzlich erinnerte er sich an alles. Er war angeschossen worden!
Demnach befand er sich wohl in einem Krankenhaus.
"Mina... Ich..."
Sie unterbrach ihn mit einem 'Shh' und lächelte schief.
"Deine Familie ist gleich da. Wir haben sie leider erst eben erreicht."
Sie ließ seine Hand los und strich ihm über das Haar.
"Ruh dich aus bevor sie da sind."
Sie wollte gerade aufstehen, als Radek nach ihrer Hand griff und sie zurückhielt.
"Bleib."
Es war nur ein Wort, aber es sagte so viel aus.
Er wollte nicht alleine sein. Er fühlte sich sicherer mit Mina an seiner Seite.
Und seine Kollegin nickte nur stumm, setzte sich wieder richtig hin.
Wenn es eine Sache gab, die er jetzt brauchte, dann war es keine Ruhe... sondern eine gute Freundin.
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