Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Ein vorzüglicher Bordeaux

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteAllgemein / P12 / Gen
13.03.2019
13.03.2019
1
553
 
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
 
13.03.2019 553
 
Disclaimer: Die Charaktere der Serie Sanctuary habe ich mir nur ausgeliehen. Mit dem Veröffentlichen der Geschichte verdiene ich kein Geld.
Viel Spaß beim Lesen.

Vielen Dank an meinen Lektor: John Clare, der mir wieder wunderbar geholfen hat.



„Was, zum Teufel, soll das sein?“ Erstaunt musterte Tesla das Etikett der Flasche, aus der er sich gerade bedient hatte.
Dann hielt er das Glas prüfend ins Licht: „Hmm… interessante Farbe, fast ein wenig zu dunkel für einen Burgunder. Aber...“ Er nahm einen zweiten Schluck und – schmeckte wieder nichts!
Absolut nichts! Lediglich das Gefühl von Flüssigkeit im Mund überzeugte ihn davon, überhaupt getrunken zu haben.
„Netter Versuch, Magnus. Aber du wirst mich nicht davon abhalten können...“
Lachend wandte der Vampir sich zum Weinregal um und griff wahllos nach einer Flasche: „ Ahhh… was für ein exzellenter Jahrgang. Und hier in diesem Haus bin ich doch der Einzige, der das zu würdigen weiß,“ setzte er halblaut sein Selbstgespräch fort, während er die Weinflasche öffnete und sich ein neues Glas einschenkte: „Dein Wohl, teuerste Magnus.“
Er hatte keinerlei Erwartungen gegenüber des Weines und es überraschte ihn wenig, dass dieser wieder nach nichts schmeckte.
„Ich geb‘s auf. Was ist mit dem Wein los? Was soll das? Es hat sich ja wohl kaum einer die Mühe gemacht den richtigen Wein in rotes Wasser um zu tauschen oder?“
Enttäuscht stellte Tesla das Glas ab und starrte auf das Weinregal.
„Soll das jetzt ewig so weitergehen?“
Je mehr der Vampir darüber nachdachte drang die Wahrheit mehr und mehr zu ihm durch.
Nichts war mit dem Wein los. Er konnte ihn einfach nicht mehr so genießen wie damals, als er noch ein Mensch war.
Alles hatte sich geändert und das störte ihn. Würde es für immer so weitergehen?

Wenn wir jetzt weitergehen, hat alles seinen Preis.

Erinnerte sich Tesla an die Zeit der fünf.

Er fing an zu bereuen. Was sollte ein unsterbliches Leben bringen, wenn der Genuss für immer weg sein sollte. Nach der Menschlichkeit, die Tesla so sehr in den Hintergrund gedrängt hatte, sehnte er sich zurück.
Ja sogar danach sterblich zu sein.

Der Vampir dachte darüber nach, was er anders machen könnte, es rückgängig zu machen, hatte er schon oft versucht, nichts hatte jemals irgendetwas gebracht.
Fast schon traurig nahm er das Weinglas und nahm noch einen Schluck. Er versuchte sich zumindest vor zu stellen, wie der Wein geschmeckt haben müsste, doch selbst die Erinnerungen lagen zu weit zurück um sich daran erinnern zu können.

„Es wird sich nie etwas ändern“. Tesla war aufgesprungen und warf das Glas an die Wand.
Die Enttäuschung war einfach zu groß, für einen Moment konnte er sich nicht mehr zurückhalten. Er wollte es auch nicht.
Seine Enttäuschung begann sich in Zorn um zu wandeln.
„Ach toll, ärgern kann ich mich. Fühlen kann ich doch auch nicht, wieso kann ich mich dann ärgern? Wie kann ich zornig werden?“ Weitere Fragen bahnten sich an.

Plötzlich kam Tesla auf eine andere Idee. Er verließ das Zimmer und machte sich auf den Weg.
Es war ihm zum Glück keiner gefolgt, denn zweifellos, würde man ihn versuchen von seinem kleinen Plan ab zu bringen.
Er betrat einen kleinen dunklen Raum, fand recht schnell, wonach er suchte.

„Das ist zwar kein Wein, aber vielleicht schmecke ich wenigstens etwas.“ Tesla nahm ein Fläschchen mit der Aufschrift: C2H2OH in die Hand...
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast