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Best friends forever Teil 2 - Die Schulzeit

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Freundschaft / P12 / Gen
OC (Own Character) Raul Ruutu Riku Rajamaa Sami Osala Samu Haber
12.03.2019
30.01.2021
388
434.663
9
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Dieses Kapitel
1 Review
 
17.01.2021 1.412
 
Am Freitagnachmittag kommt auch Riku wieder zu Kira ins Krankenhaus. Die anderen sind diesmal zu Hause geblieben, damit die beiden sich in Ruhe unterhalten können. Kira freut sich, Riku wieder zu sehen. „Hey, geht es wieder?“ „Ja, es tut mir leid, ich hätte eigentlich bei dir sein sollen.“ „Schon gut, Melina hat es mir erklärt.“ „Wie geht es dir? Ist alles okay oder habe ich dich komplett im Stich gelassen?“ „Nein, alles ist bestens. Die Ärztin möchte heute Nachmittag doch schon mal einen Ultraschall machen. Ich wollte dich dabeihaben.“ „Woher wusstest du, dass ich heute komme?“ „Mein Gefühl hat es mir gesagt. Ich kann mir denken, dass die letzten Tage nicht einfach für dich waren. Samu hat mir erzählt was in der Nacht los war und auch, dass du die ganze Woche nicht in der Schule warst. Konnte Ramon euch helfen?“ „Er hat eigentlich nur zugehört. Mama hat mir erzählt, was damals wirklich passiert ist. Eigentlich wollten Papa und Mama mir das gar nicht erzählen, aber anscheinend hat unser Kinderwunsch bei mir diese Angst ausgelöst.“ „Was ist wirklich geschehen?“ „Papa kam damals gerade rechtzeitig nach Hause. Mama wurde ins Krankenhaus gebracht und die Werte von uns beiden waren nicht gut. Doch für einen Kaiserschnitt war es zu spät. Ich sollte dir das nicht erzählen.“ „Doch, du musst darüber reden. Du hast versprochen, keine Geheimnisse mehr.“ „Ich will dir keine Angst machen.“ „Das machst du nicht. Bei deiner Mama waren die Umstände doch ganz anders.“ Riku nickt. „Opa wollte sie mitnehmen, aber Mama hat sich gewehrt, dadurch ist sie unglücklich gestürzt und die Plazenta hatte sich bereits gelöst. Sie wollten mich im OP holen, aber dazu lag ich schon zu tief.“ „Also haben sie dich auf normalen Weg geholt?“ Riku nickt. „Mama kam danach sofort in den OP und ich wurde zur Überwachung auf die Intensiv gebracht. Erholte mich dann aber sehr schnell und konnte drei Stunden später zu Papa auf den Arm. Mama ging es nicht so schnell wieder gut. Sie hat mich erst zwei Wochen nach der Geburt gesehen. In dieser Zeit haben Oma und Opa ein falsches Spiel mit Papa getrieben. Sie haben ihm das Gefühl gegeben, nun doch zur Familie zu gehören und ihm geholfen, mit mir zurechtzukommen. Haben ihm gute Ratschläge gegeben und Tricks gezeigt. Als Mama dann nach Hause kam und mich auf den Arm nahm, habe ich sofort angefangen zu weinen. Sie hat versucht mich zu trösten, aber es ging nicht. Papa hat mich dann genommen und ich war sofort ruhig. Das ging eine Woche lang so. Sie hat mir erzählt, dass sie an einem Abend weinend neben mir saß und mich gefragt hat, wie sie mich trösten kann. Danach hat sie mich auf den Arm genommen und weiter mit mir geredet und selbst auch geweint und irgendwie habe ich dann aufgehört. Papa hat uns beobachtet und auch Oma und Opa haben es irgendwie mitbekommen. Sie fingen an, Mama Tipps zu geben, aber nicht so wie Papa, sondern eher mit dem Plan, die beiden auseinanderzubringen. Sie sagten ihr, sie solle mich ruhig weinen lassen. Die Flasche brauche ich nur alle vier Stunden. Und solche Dinge eben. Wenn Papa zu Hause war, sah es so aus, als würde sie sich gar nicht um mich scheren.“ „Dabei war sie verzweifelt und hat ihren Eltern geglaubt, da diese ja auch Nick geholfen hatten.“ Riku nickt. „So ganz verstehe ich das Ganze nicht und darum geht es ja auch gar nicht. Mama hat mich damals entführt, aber nur, weil sie wusste, was ihre Eltern vorhatten. Als ich im Krankenhaus war, hatten diese ihr alles erzählt und was sie zu tun musste. In dem Moment wusste sie, dass Nick recht hatte und sie wirklich Hilfe braucht, aber zuerst musste sie dafür sorgen, dass er mit mir von dort verschwindet. Also hat sie mich im Zoo mitgenommen. Dass ich solche Angst vor ihr hatte, war ihr bis dahin gar nicht bewusst. Und der Mann war da auch nicht sehr hilfreich. Aber sie wollte mit mir nach Inari und von dort Nick anrufen und dann zusammen mit ihm eine Therapie machen. Sie wollte nur, dass wir von ihren Eltern wegkommen.“ „Hat ja auch irgendwie funktioniert, aber was hat das alles mit deinem Traum zu tun?“ „Das habe ich mich auch gefragt und da konnte uns Ramon helfen. In meinem Traum sehe ich mich, wie ich von Mama allein gelassen werde. Unterbewusst habe ich Angst, dass ich unser Kind genauso im Stich lasse und genau die gleichen Fehler mache, wie Mama.“ „Das wirst du nicht.“ „Das sagte Ramon auch. Ich brauchte Zeit, dass alles zu verdauen und zu verarbeiten. Ich musste mich mit dem Thema Baby auseinandersetzen. Kira, ja, ich habe Angst davor, Fehler zu machen, aber ich weiß auch, dass keiner von uns von Anfang perfekt ist. Das wir unseren eigenen Weg finden müssen und zusammen unser Baby lieben werden. Ich ... Kann ich dich um was bitten?“ Kira nickt. „Ich möchte, dass wir zusammen versuchen rauszufinden, was unserem kleinen Krümel fehlt. Das wir nicht auf Tipps und Tricks von unseren Eltern hören und miteinander über alles reden. Dass wir selbst rausfinden, was für unseren kleinen Krümel das Beste ist.“ „Du hast Angst, dass das Gleiche passiert, wie bei deiner Mama.“ Riku nickt. „Ja. Ich finde deine Eltern super nett und sie haben unsere Beziehung ja auch akzeptiert und auch Mama und Papa traue ich das nicht zu, aber mir liegt sehr viel daran. Meine Träume hatten immer einen Grund und ich möchte einfach nichts riskieren.“ „Das ist okay für mich, aber eine Bitte habe ich.“ „Welche?“ „Wenn uns unsere Eltern Tipps und Ratschläge geben, sollten wir diese nicht sofort beiseiteschieben, sondern zusammen darüber reden. Vielleicht können wir sie ja doch umsetzen.“ „Okay und wahrscheinlich sagst du mir jetzt, dass alles schiefgegangen ist.“ „Sagt dir das dein Gefühl?“ Riku nickt. „Dann liegt dein Gefühl zum ersten Mal falsch. Mir geht es super. Ich habe doch am Sonntag diese Spritze bekommen, dadurch hat sich der Wert stabilisiert und steigt seitdem stetig an, deswegen ja auch der Ultraschall.“ „Ultraschall?“ Kira lacht. „Ja, habe ich dir direkt am Anfang erzählt. Mir geht es gut und dem Krümel auch. Jetzt muss nur noch der Herzschlag via Ultraschall bestätigt werden. Ist das der Fall darf ich nach Hause, muss aber jede Woche zur Kontrolle, darf nicht mehr in die Schule und soll so viel wie möglich liegen. Also nur aufstehen, wenn ich aufs Klo muss oder zum Duschen. Und wir dürfen keinen Sex haben.“ „Damit kann ich leben. Kira ich weiß nicht, was ich sagen soll.“ „Wenn ich dein Strahlen sehe, reicht mir das. Und ich bin auch nicht böse, weil du die Woche nicht da warst. Ich wusste von Samu, dass du selbst gerade Zeit brauchst und ich wusste, dass du zu mir kommen würdest und mir alles erzählst.“ „Danke, ich liebe dich wirklich.“ „Ich dich auch.“ Dann klopft es auch schon an der Tür und die beiden können zum Ultraschall. „Das sieht doch alles sehr gut aus. Dort oben ist das kleine Herz zu sehen. Ich kann sagen, aktuell bist du in der 6. Woche, ganz genau 5+2, das heißt in drei Tagen beginnt die 8. Woche. Nach der zwölften schauen wir, wie es weitergeht. Was die Prüfungen angeht, klären wir alles mit der Schule.“ „Wann genau ist jetzt der Termin?“ „Der wäre am 30.12.1996.“ „Dann hätte unser kleiner Krümel zusammen mit Jukka Geburtstag.“ „Ich hoffe nur, er kommt nicht an Weihnachten.“ „Wir werden sehen.“ „Am nächsten Freitag sehen wir uns dann wieder, dann bekommst du auch den Mutterpass.“ „Danke, und ich kann wirklich nach Hause?“ „Ja, aber wie gesagt, so viel wie möglich liegen. Du kannst natürlich morgens aufstehen und dich auf die Couch legen, aber gerade in den ersten zwölf Wochen sollten wir extrem vorsichtig sein. Danach können wir über Lockerungen reden.“ „Danke, ich werde auf sie aufpassen.“ Riku strahlt Kira an. „Ich freue mich wirklich. Und im Moment habe ich nur positive Gedanken.“ „Das freut mich, ich bin auch sehr glücklich. Nur, wie bringen wir das unseren Eltern bei, dass die Hochzeit ausfällt?“ „Die soll doch im August sein, richtig?“ Beide nicken. „Bis dahin wissen wir schon mehr und wenn alles gut geht, können wir für die Hochzeit bestimmt eine Ausnahme machen. Nur mit dem Tanzen solltest du dich dann zurückhalten.“ „Kein Problem.“ Riku strahlt und zum ersten Mal fühlt er sich völlig frei. Er hat zwar immer noch Angst, aber er weiß, dass er es zusammen mit Kira schaffen wird.
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