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Best friends forever Teil 2 - Die Schulzeit

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Freundschaft / P12 / Gen
OC (Own Character) Raul Ruutu Riku Rajamaa Sami Osala Samu Haber
12.03.2019
30.01.2021
388
434.663
9
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Dieses Kapitel
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17.01.2021 1.301
 
Wieder zu Hause geht Riku direkt nach oben. Er muss noch etwas für die Schule machen und dann auch früh ins Bett. Samu und Melina gehen nach oben, um Samus Sachen zu holen. Da beide morgen Spätdienst haben, wollen sie die Nacht bei Melina verbringen. Doch so richtig wohl fühlt sich Samu bei dem Gedanken nicht. „Wollen wir heute Nacht hierbleiben?“ „Was?“ Samu sieht Melina verwirrt an. „Ob wir hierbleiben wollen? Ich merke doch, dass du mit deinen Gedanken bei Riku bist und dir nicht wohl ist, dass er dort oben ganz allein ist.“ „Wäre es wirklich okay für dich?“ „Klar, um ehrlich zu sein, mache ich mir auch Sorgen um ihn. Kira scheint ganz gut damit klarzukommen.“ „Ja, sie rechnet im Grunde damit, dass es schiefgeht. Sie hat am meisten Angst davor, wie sie dann in dieser Situation reagiert. Riku ist da schwieriger zu deuten. Ich weiß nicht, wie er reagiert, wenn es doch schiefgeht. Auch bin ich mir nicht sicher, in wie weit er sich mit diesem Gedanken schon beschäftigt hat. Und sein Alptraum ist da ja auch noch.“ „Der, wo er mit dem Baby allein ist und alles andere verschwommen und nicht greifbar.“ Samu nickt. „Wir hatten uns im Sommer geeinigt, dass Kira mich holen kommt, wenn er wieder diesen Traum hat und unruhig wird, aber bisher ist nichts gewesen. Ich habe ihn mal gefragt und er hat den Traum immer noch, kann ihn aber immer noch nicht fassen, aber er kommt damit klar und es wirft ihn nicht mehr aus der Bahn.“ „Vielleicht hat es ja auch was mit Ninas Baby zu tun. Ich meine, er hat doch angeboten, auf das Baby aufzupassen. Vielleicht passt er gerade auf das kleine auf und irgendwas Anderes passiert in diesem Zusammenhang oder es ist eine Art Vorahnung, dass er wirklich mal Papa wird, nur nicht klar ist, wer die Mutter ist.“ „Das glaube ich nicht. Er und Kira sind so glücklich miteinander, die kann gar nichts trennen.“ „Und doch war es im Sommer kurz davor.“ „Ja, da habe ich echt mitgerechnet. Riku liebt Kira und sie kennt ihn so gut wie ich. Keinen anderen Menschen hat Riku so nah an sich rangelassen, nicht mal Frieda. Kira hat ihn sehr verletzt und die Hochzeit ist, sagt mir mein Gefühl zumindest, eher ein Hilferuf von Riku. Er will Kira damit zeigen, dass, egal was passiert, er immer an ihrer Seite ist. Kira zu verlieren, wäre für Riku sehr hart. Damals bei Frieda ist er schon auf dumme Gedanken gekommen, ich weiß nicht, wie es diesmal wäre.“ „Aber da war er auch psychisch extrem angeschlagen. Sollte er wirklich wieder auf dumme Gedanken kommen …“ „Ich weiß und daran will ich einfach nicht denken. Immer, wenn alles perfekt läuft, kommt das Schicksal und haut einem ins Gesicht. Manchmal denke ich, wir sollten doch aus Helsinki wegziehen und beide unseren eigenen Weg gehen. Ich bin immer für Riku da und ich tu es wirklich gern, weil er mein bester Freund ist …“ „Aber manchmal wird es auch dir zu viel.“ Samu nickt. „Aber, wenn ihm was passiert und ich nicht da bin, dass könnte ich mir nie verzeihen.“ „Deswegen solltest du auch in Helsinki bleiben. Ihr geht beide schon euren eigenen Weg. Wir ziehen in ein paar Monaten zusammen und dann siehst du Riku noch weniger. Dass du heute Nacht in seiner Nähe sein willst, ist völlig normal. Wäre es andersrum und Kira wäre hier und Riku im Krankenhaus, bei dem keiner weiß, was los ist, würde ich auch in ihrer Nähe sein wollen. Ich würde sie sogar mit zu mir nehmen, damit sie direkt bei mir ist. Es ist ganz normal, dass du so denkst, vor allem habt ihr ja einiges zusammen durchgemacht. Lass uns schlafen gehen, vielleicht kann ich dich ja doch auf andere Gedanken bringen.“ Samu lächelt. „Gute Idee, aber mir ist nicht danach.“ Melina nickt und sie legen sich beide ins Bett.
Mitten in der Nacht schreckt Samu hoch. „Was hast du?“ „Ich weiß nicht, ich muss hoch und nach Riku sehen. Irgendwas stimmt nicht.“ Melina nickt. „Nehm den Schlüssel mit. Dann kommst du auch rein.“ „Danke, bin gleich zurück.“ Samu steht auf und zieht sich schnell was über. Er hat ein komisches Gefühl. Oben schließt er die Tür auf, doch alles ist ruhig und dunkel. Leise geht er auf die Hochebene, auf der das Bett der beiden steht. Sein Gefühl hat ihn nicht getäuscht. Riku schläft alles andere als ruhig. Samu setzt sich zu ihm und streicht sanft durch seine verschwitzten Haare. „Rick?“ Riku schreckt hoch und sieht sich panisch um, dann sieht er Samu und ist völlig verwirrt. „Alles gut, du hast schlecht geträumt. Kannst du dich an den Traum erinnern?“ Riku nickt. „Es ergibt nur keinen Sinn.“ „Erzähl es mir.“ „Es ist Mamas Kind.“ Samu sieht nun Riku genauso verwirrt an. „Wie meinst du das? Du weißt doch, dass deine Mama keine Kinder mehr bekommen kann.“ „So ganz richtig ist es auch nicht. Die Möglichkeit besteht schon, doch sie darf nicht und die Wahrscheinlichkeit, dass es passiert ist auch sehr gering. Deswegen ergibt es ja auch keinen Sinn. Mama achtet darauf, dass sie nicht schwanger wird. Aber warum träume ich dann, dass es ihr Kind ist und warum bin ich mit ihm allein? Samu ich verstehe das alles nicht.“ „Kann ich dich mal was fragen?“ Riku nickt. „Ich weiß, dass Ramon bei dir sehr weit in die Vergangenheit vorgedrungen ist und dadurch das ganze aus dem Kindergarten ans Licht kam. Aber hast du eigentlich jemals über deine Mutter gesprochen?“ Riku überlegt. „Nein, ich glaube nicht. Als sie damals weg war, hörten die Bauchschmerzen auf und kamen nur noch, wenn hilflos überfordert war, was ja nicht mit meiner Mutter zusammenhing. Und auch mehr mit dem Kindergarten zu tun hatte. Aber über meine Großeltern habe ich auch nicht gesprochen.“ „Doch, ein wenig. Mit Mama, als du endlich zugegeben hast, warum du solche Angst um deinen Vater hattest und auch sonst gab es da ein paar Momente. Aber was ich meine ist, Nick hat immer erzählt, dass du und deine Mutter einen schweren Start hattet. Kann es sein, dass du gerade davon träumst? Ich meine, die Träume haben angefangen, als ihr anfingt, über Kinder zu sprechen und wurden stärker als klar war, dass ihr es drauf ankommen lasst, nur, dass du den Traum dann einfach hingenommen hast. Jetzt liegt Kira schwanger im Krankenhaus und du hast heute Nacht wieder diesen Traum, nur stärker und kannst dich an mehr erinnern.“ „Worauf willst du hinaus?“ „Das du und Ruud vielleicht zusammen mit Ramon darüber reden solltet. Vielleicht gibt es da irgendwas, was in deinem Unterbewusstsein verborgen liegt. Du hast ein sehr vertrautes Verhältnis zu deiner Mutter, obwohl sie damals sehr streng und kalt zu dir war. Du hast ihr sofort verziehen, als sie dir ihre Geschichte erzählt hat und von selbst den Kontakt wieder gesucht. Und seit wir hier leben, hast du sehr viele Fortschritte gemacht. Du vertraust dich ihr sofort an, suchst ihre Hilfe, dass alles hast du bei Nick nicht getan. Vielleicht kann Ramon ja rausfinden, was damals wirklich geschehen ist. Im Krankenhaus, bei deiner Geburt. Nick war ja auch nicht dabei.“ „Wäre mir auf jeden Fall lieber, als die Tatsache, dass Mama ein Kind bekommt. Ich hasse dieses Unterbewusstsein. Und wenn es doch um Kira geht? Vielleicht hat Mama ja auch nur aufgepasst, weil mit Kira was nicht in Ordnung ist.“ „Das glaube ich nicht, Kira wird streng kontrolliert und ihr geht es gut.“ „Also gut, ich rede mit Mama morgen und frage sie, ob wir mit Ramon reden können. Kannst du vielleicht den Rest der Nacht hierbleiben?“ Samu nickt. „Aber ich lege mich unten auf die Couch, wenn was ist, bekomme ich es mit.“ „Danke.“ Riku legt sich wieder hin und schläft mit den Gedanken bei seiner Mutter wieder ein.
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