Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Best friends forever Teil 2 - Die Schulzeit

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Freundschaft / P12 / Gen
OC (Own Character) Raul Ruutu Riku Rajamaa Sami Osala Samu Haber
12.03.2019
30.01.2021
388
434.663
9
Alle Kapitel
788 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
16.01.2021 1.235
 
„Na ja, Kira ist normalerweise nie schwindlig und Problem mit dem Blutdruck habe auch nur ich. Am Montag hätte sie ihre Tage kriegen sollen, doch bis heute war da nichts.“ Melina kreischt vor Freude. „Sie ist schwanger?“ „Der Test ist positiv, ja, aber es ist noch zu früh, um es genau zu sagen. Wir müssen uns noch zwei Wochen gedulden, dann bekommen wir eine genaue Diagnose, so lange muss sie jedenfalls im Krankenhaus bleiben und wird dort jeden Tag kontrolliert.“ „Bekommt sie Medikamente?“ Riku schüttelt den Kopf. „Nein, jedenfalls wurde nichts in dieser Hinsicht erwähnt.  Sollte wirklich alles gut gehen, dann wird sie auf jeden Fall krankgeschrieben und muss so viel wie möglich liegen. Wenn aber alles gut verläuft, kann sie an den Prüfungen teilnehmen.“ „Können wir morgen mitkommen?“ „Klar, sie wird sich sicher freuen. Sie hat auch drauf bestanden, dass ich unbedingt noch mit Samu rede und ihm alles erklären soll.“ „Was erklären?“ „Den Montagabend. Wir hatten eigentlich geplant für die Prüfungen zu lernen. Doch dann haben uns spontan umentschieden. Nina hat viel von ihrer Schwangerschaft erzählt und allein die Art, wie sie ihre Pizza gegessen hat, hat es uns unmöglich gemacht noch zu lernen.“ „Wie hat sie sie denn gegessen?“ „Alles kriege ich nicht mehr zusammen, aber es waren auf jeden Fall Ananas und Schokolade mit drauf. Eins kann ich dir aber versichern, wenn du zu Hause gewesen wärst, hätte ich dich geholt. Du bist und bleibst mein bester Freund und in den nächsten Wochen kann ich dich gut brauchen. Mit dir kann ich am besten über meine Ängste reden.“ „Am besten geht Samu noch mit dir hoch.“ Samu nickt und geht mit Riku nach oben. „Okay, du sagst, du kannst am besten mit mir über deine Ängste reden, also, was macht dir solche Angst?“ „Was?“ „Du siehst glücklich aus und die Freude über die Schwangerschaft nehme ich dir auch ab, aber du hast auch Angst. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie das Kind behält?“ Riku seufzt und holt zwei Gläser Wasser aus der Küche. „Nicht sehr groß. Wie gesagt, heute konnte man noch nicht viel dazu sagen und wir müssen einfach abwarten.“ „Habt ihr vorher schon mal einen Test gemacht?“ „Ja, vorgestern. Bei Kira kann es immer mal sein, dass sie ihre Tage ein paar Tage später bekommt. Der Test war negativ, daher waren wir heute im Krankenhaus doch sehr überrascht. Der Arzt meint, dass kann daran liegen, dass der HCG-Wert im Blut auch nicht deutlich erhöht war und eigentlich höher sein müsste. Es wäre nichts ungewöhnliches, wenn in den nächsten Tagen doch die Blutung einsetzt. Es gibt wohl viele Schwangerschaften, die so früh enden, ohne das man davon überhaupt wusste.“ „Ich nehme an, sie werden den Wert jetzt jeden Tag kontrollieren und in zwei Wochen noch mal einen Ultraschall machen, oder?“ Riku nickt. „Ich freue mich auf das Kind, aber irgendwie sagt mir mein Gefühl, dass es doch noch nicht soweit ist. Ich habe Angst, dass Kira daran zerbricht. Sie wünscht es sich so sehr.“ Samu nimmt Riku in den Arm. „Ihr werdet es beide überstehen und wir sind auch für euch da. Hast du mit Kira über deine Angst gesprochen?“ „Nein, ich wollte sie nicht damit belasten. Im Moment muss sie an sich denken und ich ihr halt geben.“ „Das wirst du auch. Aber auch wenn es nicht sein sollte, gibt es eine positve Sache daran.“ „Und die wäre?“ „Ihr könnt auch ohne Hilfsmittel ein Kind bekommen. Das erhöht die Chancen enorm, falls ihr doch auf die Hormontherapie zurückgreifen müsst.“ „Stimmt, so habe ich das noch gar nicht gesehen. Danke.“ „Schon gut, bist du mir noch böse? Ich war ein eifersüchtiger und beleidigter Vollidiot.“ „Nein, bin dir nicht böse, aber das nächste Mal sag einfach, was du auf den Herzen hast. Auch wenn ich meistens Hilfe brauche, kann ich sehr gut zuhören und auch helfen und für dich da sein.“ „Ich weiß, ohne dich wäre ich heute nicht mehr mit Melina zuammen. Ich gehe dann mal wieder zu ihr.“ „Mach das und danke.“
Am Sonntag gehen alle zusammen Kira besuchen. „Hey, wie geht es dir?“ „Soweit ganz gut, nur das Liegen ist auf Dauer anstrengend. Aber das nehme ich gern in Kauf.“ „Du wirkst bedrückt, was hat der Arzt heute gesagt?“ „Der Wert ist nicht weiter gestiegen, was die Chancen doch minimiert.“ „Können sie dir nicht dieses Hormon geben?“ „Sie haben mir heute eine Spritze gegeben, aber wollen jetzt die nächsten drei Tage abwarten, in welche Richtung der Wert sich ändert, wie hoch der Anstieg morgen ist und ob es danach zum Abfall kommt oder nicht.“ „Du arme, wie fühlst du dich?“ „Um ehrlich zu sein, habe ich innerlich schon damit abgeschlossen. Es ist ein Wunder, dass ich überhaupt einen positiven Schwangerschaftstest habe.“ „Aber doch freust du dich auf das Kind. Kira, ich werde dich bei allem unterstützen.“ „Ich weiß, Rick, und ich bin dir dafür unendlich dankbar. Aber wenn du ehrlich bist, hast du das gleiche Gefühl und du liegst mit deinen Gefühlen meistens richtig. Außerdem haben wir in den nächsten Monaten noch einige Termine und Dinge, die wir klären müssen, da kann ich nicht hier im Krankenhaus liegen und unsere Hochzeit ist da ja auch noch.“ „Alles Dinge, die man verlegen kann. Denk über all diese Dinge in den nächsten zwei Wochen nicht nach und konzentriere dich nur auf das hier und jetzt. Vielleicht bekommen wir ja doch ein Kind und dafür verschiebe ich sehr gerne eine Hochzeit und nehme den Zorn deiner Eltern in Kauf.“ „Du bist lieb.“ „Und wir werden Riku dabei unterstützen und aufpassen, dass er heil zu dir zurückkommt.“ Kira lacht. Sie verbringen einen lustigen Nachmittag miteinander und am Abend verabschieden sie sich wieder. Riku fällt es nicht leicht, Kira hier zu lassen, aber im Moment ist es einfach das beste für sie. Kira hält Samu noch kurz zurück. „Samu, bitte pass auf Riku auf. Ihn nimmt das alles ziemlich mit.“ „Ich weiß, er hat gestern schon mit mir über seine Ängste gesprochen. Mach dir um ihn keine Sorgen. Er wird für dich da sein und wenn er nicht mehr kann und selbst halt braucht, wird er zu mir kommen. Bitte versprich du mir, dass du dich Riku immer ehrlich anvertraust. Er ist für dich da, für dich stark, nimm den Halt an und lass dich bei ihm fallen. Auch er wird ehrlich zu dir sein und unbewusst Trost bei dir suchen.“ „Nur wenn er nicht mehr kann, würde er zu dir kommen, um mich nicht zu belasten.“ Samu nickt. „Und das ist auch okay. Melina und ich werden euch helfen, damit ihr, sollte es doch schief gehen, euch nicht gegenseitig verliert. Im Sommer war es verdammt knapp und wenn ich ehrlich bin, habe ich eher damit gerechnet, dass Riku sich von dir trennt. Er hatte große Angst um dich ...“ „Und sein Alptraum ist da ja auch noch. Ich habe euch gehört und ich weiß, dass ich verdammt großen Mist gebaut habe. Deswegen war ich diesmal auch so ehrlich. Aber ich habe doch Angst. Ich habe mich mit dem Gedanken abgefunden, dass es wahrscheinlich schief geht, aber ich weiß nicht, wie ich reagiere, wenn es dann soweit ist. Ich habe Angst, Riku dann wegzustoßen.“ „So leicht wird er nicht aufgeben und wir sind ja auch noch da. Zusammen schaffen wir das, egal wie es ausgeht.“ „Danke, du bist echt ein guter Freund.“ Samu grinst verlegen. „Na ja, nicht immer.“
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast